Stefan Gruber von
Transalpes organisiert jedes Jahr einige Biketour in der ganzen Schweiz, bei welchen man sich auch als nicht Transalpes-Fahrer anmelden kann. Zum glück auch, denn der Mann hat Geschmack, was die Routenwahl anbelangt. Vorletztes Jahr war ich mit ihm bei der Tour ab
Biel und bei der über den
Passo del Sole und an diesem Sonntag fand die Tour über den Griespass statt. Ich habs mal wieder geschafft mich anzumelden und so war der Treffpunkt um 09:00 in Airolo. Mit drei Autos und allen 12 Bikern und Bikes im Gepäck gings dann erst mal hoch auf den Nufenen-Pass, wo wir die Bikes ausluden und uns bereit machten.
Danach gings kurz der Nufenenpassstrasse entlang Richtung Ulrichen, aber schon bald bogen wir auf eine breite Kiesstrasse ab, welche uns wieder nach oben führte. So kamen wir zuerst zum Griessee, welcher schön hellblau vor sich hin schimmerte.
Danach gings weiter nach oben und schon bald wechselte die breite Strasse zu einem schnmalen Singletrail, welcher aber trotzdem grösstenteils gut fahrbar war. Oben auf der Höhe angekommen, hatten wir schon unser erstes Etappenziel, den Griespass erreicht. Die Aussicht ist nichts besonderes aber der Griespass ist auch gleich die Grenze Schweiz/Italien.
Für uns gings nun auf die italienische Seite rüber und der erst flowige Trail wurde schon bald steiler und verblockter, die kurven enger und so gabs es auch die eine oder andere Stelle, die wir nicht gefahren sind. Dafür gabs schon eine gute Aussicht auf das Tal etwas weiter unten und auch auf den Trail darin.
So kamen wir kurz darauf auf eben diese "Ebene" und folgte dem leicht abschüssigen Trail für kurze Zeit bis es dann noch ein wenig nach oben ging. Und danach folgte schon wieder ein genialer und teilweise auch etwas verblockter Trail runter zum Lago di Morasco. Bei diesem See kann man auch die Autos parkieren und das haben wir auf dem Trail auch bemerkt, denn dort kamen und schon recht viele Wanderer entgegen, aber alle waren sehr freundlich, viel haben uns Platz gemacht und zugeschaut und wir haben uns gegenseitig mit einem Ciao gegrüsst. So solls doch sein. Vom Lago di Morasco gings dann noch etwas auf Asphalt runter nach Riale, wo wir in einer kleinen, hübschen Beiz das Mittagessen zu uns nahmen. Die Portion Polenta mit Wildschwein war richtig gut und hat für neue Energie gesorgt.
Die neue Energie haben wir dann auch gebraucht denn nach dem Mittagessen gings gleich hoch. Zwar auf einer breiten Schotterstrasse mit einer vernünftigen Steigung, allerdings hatte es doch recht viele Steine in der Strasse, dass man doch eine vernünftige Linie wählen sollte und noch mit den kalten Beinen und der halben Wildsau im Magen war der Aufstieg doch recht anstrengend. Nach einigem Fluchen und vielen Schweisstropfen haben wir es alle dann aber doch noch zum Lago del Toggia geschafft, wo wir eine kurze Verschnaufpause einlegten.
Das wars dann aber noch nicht mit dem Uphill, denn unser nächstes Ziel war der Passo San Giacomo und so ging es also nochmals hoch, diesmal aber etwas flacher, so dass man auch mal wieder etwas grössere Gänge treten konnte.
Vom Passo San Giacomo gings dann immer etwas oberhalb vom Bedretto-Tal runter Richtung Airolo. Vor allem anfangs hatte es einige richtig technische Stellen mit Steinen und auch losem Untergrund während der Trail später im Wald etwas flowiger wurde. Allerdings hatte es zwischendurch immer wieder einige Gegenanstiege. Manchmal recht kurz teilweise auch etwas länger und steiler, so dass man auch mal schieben musste und diese Uphills haben zumindest mir recht den Saft aus den Beinen gezogen. Dafür wurden man kurz später aber schon wieder mit einer super Trailpassage belohnt.
Zum Schluss wurde der Trail nochmals etwas steiler und technischer und schlussendlich spuckte er uns bei Ossasco wieder bei der Nufenen-Passstrasse aus. Dieser folgten wir noch abwärts bis nach Airolo, wo die Tour offiziell fertig war. Diejenigen, die anfangs mit den Autos den Shuttle gespielt hatten (darunter auch ich) wurde nochmals mit einem anderen Auto auf den Nufenen gefahren, damit wir die Autos wieder holen konnten und so haben wir uns dann nochmals in Airolo im Kaffee getroffen. Und da die Strasse etwas verstopft waren und es überall Stau hatte haben einige gleich dort noch Pizza gegessen bevor es dann später mit etwas weniger Verkehr wieder zurück nach Hause ging.
Das war inzwischen meine dritte Tour mit Stefan, aber bisher wirklich die beste. Das Wetter hat super mitgemacht, das Tempo der Gruppe hat gestimmt (bei 12 Personen ja nicht selbstverständlich) und die Trails waren einfach genial. Hier nochmals vielen Dank an Stefan.
Die Daten der Tour:
- Distanz: 40.61Km
- Durchschnittsgeschwindigkeit: 10.6Km/h
- Zeit: 03:49:51
- Höchstgeschwindigkeit: 56.3 Km/h
- Durchschnittlicher Puls: 142 bpm
- Höhenmeter: 941.8 Hm
- Downhillmeter: 2264 Hm
- Hm pro Km: 23.19
- Bike: Santa Cruz Nomad Carbon