Hörnli, Hulftegg, Schnebelhorn

Nach der gestrigen Flachlandtour gings heute mit Stee wieder etwas in die Berge. Genauer gesagt in die Zürcher Berge, sofern man die so nennen darf. Am morgen haben wir unsere Bikes in Auto geladen sind sind damit nach Bauma gefahren.
Von dort machten wir uns auf den Weg nach Steg. Das war mit den 5 Km ganz gut zum Einfahren, bevor es dort so richtig losging. Beim Bahnhof Steg hiess es dann Gabel runter, den kleinsten Gang einlegen und langsam aber sicher richtung Hörnli kurbeln. Wir wählten wieder die breite Strasse, welche problemlos befahrbar ist.


Wie erwartet waren wir nicht die einzigen die unterwegs waren, wenn auch die einzigen Biker. Schon auf dem Weg nach oben war einige Fussgänger unterwegs und oben noch mehr. Zudem war das Militär mit einem Duro anwesend. Und auf der Strasse im Wald gleich unter dem Hörnli lag immer noch Schnee auf der Strasse oben ganz oben auf der Wiese auch. So mussten wir auch erstmal den Schnee von den Bänken entfernen um absitzen zu können. Die Aussicht war aber vom aller feinsten und hat die gute Stunde Fahrzeit auf das Hörnli locker gerechtfertigt.


Da wir schon nach einer Stunde auf dem Hörnli waren und noch etwas mehr Biken wollten, entschieden wir uns noch bei der Hulftegg und wenn es drin liegt auch noch beim Schnebelhorn vorbei zu schauen. Also gings erstmal hinten das Hörnli runter Chlihörnli. Der Weg mit den Treppen war heute wegen dem Schnee, Laub und den nassen Tritten recht Haarig, aber fast durchgehend fahrbar. Auf jeden Fall eine Herausforderung. So waren wir auch bald auf der Hulftegg und machten dort eine kurze Fotopause.


Da wir noch gut in der Zeit lagen gings gleich weiter richtung Schnebelhorn. Also erstmal der Strasse entlang zum Älpli und von dort dann hoch zum Roten. Je weiter wir nach oben kamen, desto mehr Schnee hatte es am Boden und desto mehr war schieben angesagt. Aber nach der letzten Woche in der Lenzerheide wussten wir ja wie das geht.


Nach (dem?) Roten folgten ein kurzer aber schöner Trail bis zur Hirzegg und von dort wurde es dann unangenehm. (Fast) Immer steil bergauf und das ganze noch mit Schnee garniert. Also wieder schieben und dann die restlichen ca 100 Höhenmeter auch noch tragen.



Ein schmaler Weg (eigentlich nur Fussspuren) führte recht steil zum Schnebelhorn. Die Wanderer die uns entgegen kamen konnten sich den dummen Spruch natürlich nicht verkneifen und auch die Wanderer die oben waren haben uns etwas komisch angesehen. Wir genossen die schöne Aussicht dafür umso mehr und ignorierten die schmerzenden Beine uns nassen Füsse nun erstmal. Immerhin war es an der Sonne schön warm, und das obwohl wir auf dem höchsten Berg des Kantons Zürich sassen. Immerhin auf 1292 Meter über Meer.



Nun war es endlich an der Zeit die mühsam erarbeiteten Höhenmeter wieder zu vernichten. Das letzte mal als wir oben waren sind wir leider meistens auf einer Kiesstrasse runter gefahren und das wollten wir heute anders machen. Anfangs gings runter zum Hof unter dem Schnebelhorn. Der Weg dorthin hatte es aber in sich. Eigentlich waren es mehrere Kuh-Trampelpfade die den Weg bildeten. So konnte man sich den besten Weg suchen, nur hatte es überall Stufen, grosse und lose Steine drin und, was nicht fehlen darf, Schnee. Wir konnten aber trotzdem das meiste fahren, auch wenn wir manchmal etwas Glück hatten. Bis zu Stralegg folgten wir aber trotzdem der Forststrasse, welche mit den richtigen Tempo auch noch Spass machten. Nach der Stralegg bogen wir allerdings auf den Bergwanderweg ab, welcher uns nach (zum?) Chelger brachte. Der Weg war schön steil, schmal, kurvig mit vielen Tritten, Wurzeln Laub usw. Also alles was ein Bikerherz mag. Wir waren dort runter zwar immer voll auf den Bremsen und unsere Fahrtechnik wurde wieder mal so richtig gefordert. Eine Kurve nach der anderen eine mit Tritten, mit Wurzeln auch auch mit losen Steinen. Genial. Das meiste davon war fahrbar, aber da gab es natürlich auch teile drunter, die wir lieber geschoben hatten. Unten angekommen hatten wir beide ein riesen Smile aufgesetzt. :)
Nun folgten noch die wenigen Kilometer bis nach Bauma und die konnten wir gut gebrauchen um den Puls etwas runter zu fahren.
So hat sich das ganze hochschieben und tragen doch gelohnt.

Die Daten der Tour:
  • Distanz: 30.86Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 9.4Km/h
  • Zeit: 03:16:32
  • Höchstgeschwindigkeit: 48.5 Km/h
  • Durchschnittlicher Puls: 133 bpm
  • Höhenmeter: 999.7 Hm
  • Hm pro Km: 32.39
  • Bike: BMC Superstroke 01
  • Tour online ansehen
  • Google-Earth Datei

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