Walensee-Tour Extended
Vor fast 3 Jahren bin ich mal die Laubeggtour - Um den Walensee gefahren und wollte das mal wieder nachholen. So habe ich vor einiger Zeit mal Rotscher angefragt, ob er mal interesse daran hat, die Tour mit mir zusammen zu fahren. Es hat dann zugesagt und gleich den Vorschlag gebracht ins Sargans zu starten und vorher noch via Palfries zu fahren. Warum auch nicht?
So haben wir uns an diesem Samstag um 8 Uhr in Sargans getroffen, das Wetter zeigte sich ja schon mal von der guten Seite, auch wenn es mit 14 Grad noch etwas kühl war. Den Aufstieg nach Palfries kenne ich ja bereits uns sind wir bisher immer wieder runter nach Trübbach gefahren und das wollten wir heute auslassen, so nahmen wir den "Höhenweg" und konnte so gleich einiger Höhenmeter auslassen. Zudem lohnt es sich auch, diesen Weg zu fahren, teilweise ist das ein schöner und leicht abschüssiger Singletrail mit einigen Brücken, wo gleich etwas "Northshore-Feeling" aufkommt.
Bei Palfries angekommen, machten wir einen kleinen halt im Restaurant und stärkten uns mit einer Nussstange sowie etwas Rivella bzw. einer heissen Schokolade. Nun gings auf einigen Schotterwegen weiter bis zum ersten mal der Walensee ins Blickfeld kam und damit auch Wesen ganz am anderen Ende.
Es folgte eine kurze Abfahrt über die Wiese und damit auch ein kleiner Slalom um die Kuhfladen herum. Irgendwann kommt dann ein Schild "Ende der Mountainbike-Route". Also gut, dann wird der Spass hier wohl los gehen. Oben geniessen wir nochmals die schöne Aussicht, bevor es erst mal runter geht.
Man merkt schnell, dass es hier letzthin geregnet hat. Der Trail ist noch immer recht feucht und die Steine und Wurzeln dementsprechend rutschig, somit ist etwas Vorsicht geboten. Der Trail vordere uns schon recht und scheinbar ist das Tubeless-System von Rotscher etwas überfordert, denn plötzlich spritzt bei ihm etwas Dichtmilch aus dem Reifen. Aber Glück im Unglück: Mit etwas mehr Luft und etwas Gewalt lässt sich der Reifen wieder an den angestammten Ort zurück bewegen.
Kurze Zeit später durchqueren wir eine Gröllhalde, welche auf der Topo-Swiss Karte passend als Bruch angeschrieben ist. Da ist halt wieder etwas schieben angesagt. Das Ganze aber immer mit Aussicht auf den Walensee.
Nach einigen Schiebepassagen können wir endlich wieder fahren. Nur geht es nun wieder den Berg hoch und das auch nicht zu knapp. Unterwegs werden wir noch von einigen Wandern angefeuert, welche sich durch ans an die Bünder Steinböcke erinnert fühlen. Kämpfa, Kämpfa! Etwas später kommt dann aber die Rettung in Form einer kleinen Bergbeiz bei der Alp Tschingla und dort kehrten wir natürlich gerne ein und füllten unsere Flüssigkeitsreserven wieder etwas auf.
Frisch gestärkt machten wir uns wieder auf den Weg und da führt uns Rotschers GPS-Track etwas ins Abseits, aber dafür sehen wir dort gleich zwei (recht fette) Murmeltiere. Kurz darauf sind wir wieder Back-on-Track und müssen uns dann etwas durch kämpfen. Es geht immer wieder nach oben und an einigen Stellen ist auch tragen angesagt. Und teilweise müssen wir sogar auf ebene Stellen schieben, da der Weg so verblockt ist. Das kostet uns doch recht viel Zeit und Energie. Aber dafür haben wir immer die schöne Aussicht auf den Walensee zur linken und die Churfirsten auf der rechten Seite.
Dafür entschädigt uns ein schöner Trail mit lässigen Kurven und Absätzen. Und so ein Absatz wird dann Rotscher zum Verhängnis und er legt einen Vorwärts-Salto hin. Aber abgesehen von einigen Schürfungen und Prellungen scheint nichts passiert zu sein. Der Trail spuckt uns bei der Alp Schrina wieder aus und dort kommen wir auf den Weg, den wir jeweils bei der "kleinen" Walenseeumrundung gefahren sind und somit sind wir wieder in bekanntem Gebiet. Beim nächsten grösseren Anstieg musste ich dann aber etwas leiden, aber nach einer kurzen Verpflegungspause gings gleich wieder besser. Nach einem kurzen Downhill kamen wir noch zum letzten richtigen Anstieg des Tages und davor machten wir auch gleich noch einen Fotohalt.
Nach etwas schieben und tragen kam dann endlich die Hütte bei der Laubegg in Sicht und das ist ja das Zeichen, dass es nur noch bergab geht. Also nochmals einen kurzen Halt und ein "Gruppenfoto" mit Aussicht.
Der Trail runter nach Betlis ist dann aber wirklich vom feinsten. Anfangs einigen scharfe Kurven, steile Stufen dann aber immer flowiger und wirklich gut fahrbar. Zudem war dieser Trail auch erstaunlich trocken. Nach den bisherigen feuchten Trails kam das eher unerwartet. Wir haben die Abfahrt richtig genossen und bei jedem kurne halt kam wieder der Geruch von gequälten Scheibenbremsen auf. Zum Glück habe ich letztes Wochenende noch neue Bremsbeläge montiert. Kurz vor Betlis, etwas oberhalb vom Walensee machten wir nochmals einen letzte Fotohalt.
Der Rest der Tour ist recht schnell erzählt. Wir fuhren nach Wesen und machten beim Bahnhof noch einen kurzen Halt um den Selecta-Automaten zu plündern, denn inzwischen musste noch etwas Energie her. Danach gings alles dem Veloweg entlang nach Walenstadt, Flums und so nach Sargans. Rotscher hat teilweise recht Tempo gemacht und ich konnte im Windschatten etwas mitfahren und so haben wir die Durchschnittsgeschwindigkeit von 8.2 doch noch auf 10.8Km/h gehoben. So kamen wir kurz vor 20 Uhr in Sargans an ich zu meinem Erstaunen war ich nicht mal so ausgelaugt wie erwartet.
An dieser Stelle einen grossen Dank an Rotscher. Schön, dass es geklappt hat und das Biken hat richtig Spass gemacht. So etwas müssen wir wieder mal machen, aber vielleicht etwas, das nicht ganz so anstrengend ist :)
Hier noch das Höhenprofil:

Die Daten der Tour:
So haben wir uns an diesem Samstag um 8 Uhr in Sargans getroffen, das Wetter zeigte sich ja schon mal von der guten Seite, auch wenn es mit 14 Grad noch etwas kühl war. Den Aufstieg nach Palfries kenne ich ja bereits uns sind wir bisher immer wieder runter nach Trübbach gefahren und das wollten wir heute auslassen, so nahmen wir den "Höhenweg" und konnte so gleich einiger Höhenmeter auslassen. Zudem lohnt es sich auch, diesen Weg zu fahren, teilweise ist das ein schöner und leicht abschüssiger Singletrail mit einigen Brücken, wo gleich etwas "Northshore-Feeling" aufkommt.
Bei Palfries angekommen, machten wir einen kleinen halt im Restaurant und stärkten uns mit einer Nussstange sowie etwas Rivella bzw. einer heissen Schokolade. Nun gings auf einigen Schotterwegen weiter bis zum ersten mal der Walensee ins Blickfeld kam und damit auch Wesen ganz am anderen Ende.
Es folgte eine kurze Abfahrt über die Wiese und damit auch ein kleiner Slalom um die Kuhfladen herum. Irgendwann kommt dann ein Schild "Ende der Mountainbike-Route". Also gut, dann wird der Spass hier wohl los gehen. Oben geniessen wir nochmals die schöne Aussicht, bevor es erst mal runter geht.
Man merkt schnell, dass es hier letzthin geregnet hat. Der Trail ist noch immer recht feucht und die Steine und Wurzeln dementsprechend rutschig, somit ist etwas Vorsicht geboten. Der Trail vordere uns schon recht und scheinbar ist das Tubeless-System von Rotscher etwas überfordert, denn plötzlich spritzt bei ihm etwas Dichtmilch aus dem Reifen. Aber Glück im Unglück: Mit etwas mehr Luft und etwas Gewalt lässt sich der Reifen wieder an den angestammten Ort zurück bewegen.
Kurze Zeit später durchqueren wir eine Gröllhalde, welche auf der Topo-Swiss Karte passend als Bruch angeschrieben ist. Da ist halt wieder etwas schieben angesagt. Das Ganze aber immer mit Aussicht auf den Walensee.
Nach einigen Schiebepassagen können wir endlich wieder fahren. Nur geht es nun wieder den Berg hoch und das auch nicht zu knapp. Unterwegs werden wir noch von einigen Wandern angefeuert, welche sich durch ans an die Bünder Steinböcke erinnert fühlen. Kämpfa, Kämpfa! Etwas später kommt dann aber die Rettung in Form einer kleinen Bergbeiz bei der Alp Tschingla und dort kehrten wir natürlich gerne ein und füllten unsere Flüssigkeitsreserven wieder etwas auf.
Frisch gestärkt machten wir uns wieder auf den Weg und da führt uns Rotschers GPS-Track etwas ins Abseits, aber dafür sehen wir dort gleich zwei (recht fette) Murmeltiere. Kurz darauf sind wir wieder Back-on-Track und müssen uns dann etwas durch kämpfen. Es geht immer wieder nach oben und an einigen Stellen ist auch tragen angesagt. Und teilweise müssen wir sogar auf ebene Stellen schieben, da der Weg so verblockt ist. Das kostet uns doch recht viel Zeit und Energie. Aber dafür haben wir immer die schöne Aussicht auf den Walensee zur linken und die Churfirsten auf der rechten Seite.
Dafür entschädigt uns ein schöner Trail mit lässigen Kurven und Absätzen. Und so ein Absatz wird dann Rotscher zum Verhängnis und er legt einen Vorwärts-Salto hin. Aber abgesehen von einigen Schürfungen und Prellungen scheint nichts passiert zu sein. Der Trail spuckt uns bei der Alp Schrina wieder aus und dort kommen wir auf den Weg, den wir jeweils bei der "kleinen" Walenseeumrundung gefahren sind und somit sind wir wieder in bekanntem Gebiet. Beim nächsten grösseren Anstieg musste ich dann aber etwas leiden, aber nach einer kurzen Verpflegungspause gings gleich wieder besser. Nach einem kurzen Downhill kamen wir noch zum letzten richtigen Anstieg des Tages und davor machten wir auch gleich noch einen Fotohalt.
Nach etwas schieben und tragen kam dann endlich die Hütte bei der Laubegg in Sicht und das ist ja das Zeichen, dass es nur noch bergab geht. Also nochmals einen kurzen Halt und ein "Gruppenfoto" mit Aussicht.
Der Trail runter nach Betlis ist dann aber wirklich vom feinsten. Anfangs einigen scharfe Kurven, steile Stufen dann aber immer flowiger und wirklich gut fahrbar. Zudem war dieser Trail auch erstaunlich trocken. Nach den bisherigen feuchten Trails kam das eher unerwartet. Wir haben die Abfahrt richtig genossen und bei jedem kurne halt kam wieder der Geruch von gequälten Scheibenbremsen auf. Zum Glück habe ich letztes Wochenende noch neue Bremsbeläge montiert. Kurz vor Betlis, etwas oberhalb vom Walensee machten wir nochmals einen letzte Fotohalt.
Der Rest der Tour ist recht schnell erzählt. Wir fuhren nach Wesen und machten beim Bahnhof noch einen kurzen Halt um den Selecta-Automaten zu plündern, denn inzwischen musste noch etwas Energie her. Danach gings alles dem Veloweg entlang nach Walenstadt, Flums und so nach Sargans. Rotscher hat teilweise recht Tempo gemacht und ich konnte im Windschatten etwas mitfahren und so haben wir die Durchschnittsgeschwindigkeit von 8.2 doch noch auf 10.8Km/h gehoben. So kamen wir kurz vor 20 Uhr in Sargans an ich zu meinem Erstaunen war ich nicht mal so ausgelaugt wie erwartet.
An dieser Stelle einen grossen Dank an Rotscher. Schön, dass es geklappt hat und das Biken hat richtig Spass gemacht. So etwas müssen wir wieder mal machen, aber vielleicht etwas, das nicht ganz so anstrengend ist :)
Hier noch das Höhenprofil:

Die Daten der Tour:
- Distanz: 90.9Km
- Durchschnittsgeschwindigkeit: 10.8Km/h
- Zeit: 08:06:06
- Höchstgeschwindigkeit: 39.1 Km/h
- Durchschnittlicher Puls: 145 bpm
- Höhenmeter: 2757 Hm
- Hm pro Km: 30.33
- Bike: Santa Cruz Nomad Carbon
Kommentare
Vazifar
03.07.11 20:46
rotscher
03.07.11 21:24
Spoony
04.07.11 00:24
Jack
04.07.11 08:36
Super Bilder und wahnsinnstour. Ich hätte daraus 2 Etappen gemacht! 2700 hm an einem Tag brauch ich nicht kommentieren.
Marcello
04.07.11 14:16
arno
07.07.11 10:10
Ich habe immer Berge geliebt - sie sind das schönste, was in der Welt überhaupt.
Ich wünschte, ich könnte es auch gehen ...