Roadtrip 2011: Savognin - Ziteil

Wie versprochen werde ich hier nach und nach die Tourenberichte von unserem "Roadtrip" veröffentlichen. Dies ist nun der Dritte von der Tour zum Ziteil in Savognin am Montag. Alle Artikel sind unter dem Tag Roadtrip 2011 verfügbar.

Am Montag morgen hat uns unser Wecker um 07:30 geweckt und wir haben noch in Flims gefrühstückt, schnell den Abwasch gemacht und den Camper fahr fertig gemacht. Dann gings wieder runter nach Domat-Ems und von dort via Thusis und Tiefencastel nach Savognin. Savognin kenne ich vom Skifahren schon sehr gut, aber im Sommer war ich noch nie dort. Zeit, das mal zu ändern. Beim Skifahren sieht man häufig eine kleine "Kirche" mitten im Schnee und genau die war heute unser Ziel. Das Ziteil ist der höchstgelegene Wallfahrtsort in Europa, aber ehrlich gesagt, waren wir mehr auf der Suche nach dem, heiligen Trails als nach der Erleuchtung.

Wir parkierten den Camper bei der Talstation der Bahnen und machten dort unsere Bike sbereit. Kurz nach halb 10 gings dann los.


Der Weg führte uns zuerst auf Asphalt-Strassen ins kleine und hübsche Dörfchen Salouf und obwohl das Thermometer gerade mal 18 Grad anzeigte kamen wir auf dem Weg dort hoch schon schön ins Schwitzen.


Nach Salouf gings eine eher schmale Asphalt-Strasse nach Munter hoch. Das ganze war immer schön im Wald, am Schatten und da es auch noch wenig Verkehr hatte, war das ein recht angenehmes hochkurbeln. Zwischendurch mit einer schönen Aussicht auf die Lenzerheide.


So kamen wir in den hübschen Weiler Munter, etwas das letzte mal Zivilisation vor dem Ziteil. Und da waren wir ja auch selber noch munter.


Danach begann dann die Schinderei. Der Untergrund wechselte zu Schotter und der Weg wurde immer steiler. So war immer wieder schieben angesagt aber weit oben sah man schon ein Kreuz, das Ziel war also in Sicht.



Irgendwann hatten wir es geschafft und waren oben beim Ziteil, welches aus der Nähe schon etwas grösser aussieht, als aus der Ferne von der Skipiste. Die Aussicht dort oben ist wirklich recht gut, man sieht den Piz Martegnas und Cartas, auf welchen man im Winter immer wieder mit den Skiern ist.
Und da die Temperaturen oben recht angenehm waren war erstmal eine Essenspause angesagt.



Nach der Schinderei bergauf musste es nun ja endlich mal runter gehen und das tat es dann auch. Und es hat gleich gut begonnen. Der Trail war recht verblockt und hatte immer wieder Serpentinen, das meiste war aber gut fahrbar. Das Problem war, dass es immer mehrere verschiedene Wege gab und man so schnell mal den schwierigsten erwischte. Aber dann war halt ein bisschen schieben angesagt.


Der Weg führte uns so nach Cre digl Lai, seit Munter das erste kleine Dörfchen, auch wenn es wirklich nicht gross ist.


Wir folgen danach weiter dem Trail, welcher aber auch immer wieder Steigungen drin hatte und zeitweise war auch bergauf etwas schieben angesagt. Das meiste war aber fahrbar, aber es ging so doch etwas in die Beine. Dafür konnten wir bei einem kleinen Weiher noch einen kurzen Fotohalt machen.


So kamen wir schlussendlich nach Tigignas, dem grossen Restaurant oberhalb von Savognin, welches ich bisher nur vom Winter kannte.


Da es beim Tigignas einige Schilder mit einer Downhill-Piste hatte, folgten wir diesen, in der Hoffnung, noch etwas Action auf dem Weg runter nach Savognin zu haben, aber die "Downhill-Piste" enpuppte sich dann als sehr anspruchsloser Singletrail. Kein Wunder, die Piste ist auch für Trotinetts vreigegeben. So hiess es also Bremsen auf und mit Vollgas runter nach Savognin.


Unten angekommen Packten wir die Bikes wieder auf den Camper, zogen noch andere Kleider an und machten uns dann wieder auf den Weg. Jetzt gings nach Bivio und über den Julier ins Engadin. Wie erwartet waren wir mit dem Camper die langsamsten, aber wir hatten es ja nicht eilig.


Im Engadin gings dann auf den TCS-Camping Platz Punt Muragl zwischen Samedan, Celerina und Pontresina und nach dem Abendessen gings dann zeitig ins Bett, wir wollten am Dienstag ja fit sein.

Fazit: Die Tour ist Landschaftlich recht schön, aber obwohl man alles auf breiten Asphalt- und Schotterstrasse hoch fährt, ist es recht steil. Die Trails bergab sind nicht schlecht, aber es hat leider auch wieder viele Stellen auf breiten Schotter-Wegen. Sicher keine schlechte Tour, aber ich denke, da hat die Region Savognin noch besseres zu bieten.

Die Daten der Tour:
  • Distanz: 28Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 7.9Km/h
  • Zeit: 03:31:51
  • Höchstgeschwindigkeit: 39.4 Km/h
  • Durchschnittlicher Puls: 131 bpm
  • Höhenmeter: 1414 Hm
  • Hm pro Km: 50.5
  • Bike: Santa Cruz Nomad Carbon

Kommentare

rotscher 18.09.11 20:18
Gravatar von rotscher Was, hinauf geschoben? Ok, ich bin wohl kein Massstab :) Aber danke für die Eindrücke. Jetzt habe ich gesehen wies wirklich aussieht. Bei meiner Befahrung hatte es ordentlich Nebel und Feuchtigkeit.
david 18.09.11 21:43
Gravatar von david Hmm ja, die Kiesstrasse hat doch die eine oder andere steile Stelle drin. Aber Hauptsache alles runter gefahren. :)

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