Woche 14 (Gefechtsverlegung Glaubenberg)

Wochenübersicht:
  • Gefechtsverlegung Glaubenberg
  • Übersetzübung
  • 25KM Marsch
  • SchüPa Fahren

Am Sonntag mussten wir bereits um 22:45 einrücken. Treffpunkt war Bahnhof Sarnen. Von dort fuhr ein Extrakurs vom Postauto in den Glaubenberg. Wir Fahrer wurden in eine Puch in das Zeughaus Sarnen gefahren wo wir die Fahrzeuge fassen und damit auf den Glaubenberg fahren konnten. Das war noch spassig so im Dunkeln diese Strasse hochfahren. Oben angekommen, konnten wir die Fahrzeuge parken und in die Truppenunterkunft zurücklaufen. Um 23:45 war dann schon ABV und da ich Zimmerchef war, musste ich dort Bestand usw. melden. Lilö war um 24:00.

http://images.t-error.ch/blog/46/glaubenberg.jpgAm Montag mussten wir wie so immer 6:00 aufstehen. Um 6:15 gabs was zu essen und danach mussten die Fahrer auch schon die auf dem Parkplatz abgestellten Fahrzeuge holen. Dieser Parkplatz ist ca 300 Meter vom Truppenlager entfernt. Vor dem AV um 7:15 musste die ganze Monition und das Gepäck verladen sein. Danach ging es mit den Fahrzeugene, zwei Duros und einem Puch mit Anhänger los auf den Schliessplatz. Es war noch Spassig zum Fahren, da die Strasse teilweise sehr steil und nur zwei Meter breit war. der Duro ist 1.96. Es wurde also recht knapp, aber es reichte. Auf dem Schiessplatz angekommen luden wir Mun und Mat aus und brachten es in einer Scheune unter. Dann gings an das aufstellen der Scheiben. Die Zielhänge waren teilweise recht steil und man konnte manchmal gar nich sehen, wo die Scheiben eigentlich hinkommen sollten. Nachdem der Schiessplatz dann mal eigerichtet war, wurde unsere Klasse in zwei Gruppen unterteilt. Eine ging zuerst auf den NAP fürs Wachtschiessen, die anderen konnten sich auf dem Schiessplatz auf einen Hinterhalt vorbereiten. Mehr dazu später. Ich war eigentlich in der ersten Gruppe eingeteilt, erhielt aber den Zielgeländebeochterauftrag bei der anderen Gruppe. Das ist noch angenehm. Mit einem Fernglas in den Zielhang sehen und falls sich was bewegen sollte Alarm geben. Die zweite Gruppe bagann dann mal mit ihrem ersten Durchgang. Das Ziel war es einen Hinterhalt auf eine feindliche Truppe vorzubereiten und auszuführen. Das heisst zuerst so schnell wie möglich in Stellung gehen, wenn der Gegner im Zielgelände ist, alles an Munition rauslassen und wieder abhauen. Bei uns dauerte das einwenig länger, da wir noch HG's werfen mussten. Dann gings auch schon ans Mittagessen. Mal wieder aus der Gamelle.
Am Nachmittag war unsere Gruppe mit dem Hinterhalt drann. Zuerst wurden alle Stellungen zugeteilt. Dann gings schon ans Aufmunitionieren und fassen der HG's. Als wir dann im Igel breitlagen, musste der Gruppenführer die Gruppe beim Klassenlehrer breitmelden und dann konnte die Übung beginnen. Wir rückten vor und gingen in die letzte Deckung. Als der Klassenlehrer dann mit seiner "der Gegner kommt langsam das Tal herunter" Geschichte fertig war ging es los. Die Scheiben wurden hochgeklappt: "Feuer frei". Es wurde geschossen bis zum geht nicht mehr. Seriefeuer bis zum Abwinken. Ich dachte über mir sei eine Maschinengewehrstellung :). Das war doch eine komisches Gefühl. Als dann alle drei HG Werfer, darunter ich, die HGs los waren, gings schnellstmöglich zurück zum vereinbarten Treffpunkt. Während dem Schiessen begann es dann aber noch zu Regnen. Wir lagen alle im TAZ in der Stellung und es wurde immer feuchter und feuchter. Beim Treffpunkt legten wir unsere müden Glieder wieder in einen Igel und die Übung war vorüber. Nach dem Laden gings dann zur Übungsbesprechung beim Klassenchef. Die Feuerdisziplin war schlecht. Kein wunder beim dem Seriefeuer :) Nach einer kurzen Pausen mussten wir die Scheiben wieder austellen und nochmals ans Wachtschiessen. Das war so langweilig. In zwei Stunden nur 15 Schuss geschossen. Glücklicherweise gings dann schon ans zusammenräumen und zurückverschieben. In der Unterkunft mussten wir das Material ausladen und die Fahzeuge wieder auf den Parkplatz stellen. Dann gings an den PD/ID und von 21:00 bis 22:00 hatten wir nichts zu tun. Um 22:00 war wieder ABV, 22:30 LiLö.

http://images.t-error.ch/blog/46/mg.jpgDer Dienstag startete wie der Montag. Frühstück, Fahrzeuge holen, Mat und Mun einladen und AV. Auch diesmal wurde die Gruppe unterteilt. Eine Gruppe kam auf den Schiessplatz, die andere auf einen NAP. Diesmal blieb das aber den ganzen Tag so. Ich musste auf den NAP. Dort ging es vor allem um die verschiedenen Gefechtsformationen (Igel, Schützenschwarm, Schützenkolonne) und Dreipunkte befehle (zum Bsp: Ziel, Weg zum Ziel, verhalten im Ziel). Das übten wir mehrmals indem wir im Schlamm herumkrochen und uns an eine Haus anschleichen mussten. Nicht besonders interessant. Dann gings es endlich zum Schiessplatz hoch, wo das Mittagessen war.
Glücklicherweise brauchte der Chef des Schiessplatzes noch vier Leute mehr, damit sie genug für die Übungen waren. Wir losten aus, wer nich mehr auf den NAP zurück musste, sondern auf dem Schiessplatz bleiben konnten. Glücklicherwiese wurde auch meine Name gezogen. Auf dem Schiessplatz gings es dann richtig ab. Schönes Wetter und schiessen was das Gewehr hält. Bei jedem Durchgang verschoss jeder so drei Magazine, das sind immerhin 60 Schuss und einige noch zwei HG's. Insgesammt machten wir ca. 4 Durchgänge. Da wir am Schluss noch Mun hatten und die Schweiz am Montag das Fussballspiel gewonnen hatte, durften wir noch eine 20er Serie scheissen. Das war spassig. Insgesammten verschossen wir an diesem Tag 3988 Schuss und noch einige HG's. Dann gings auch schons ans Mat und Mun versorgen. Also das bisschen, das wir noch hatten. Mit den Fahrzeugen gings dann zu einem andern Schiessplatz, wo es erstmal etwas zu Essen gab.
Dann fand die Waffen und Wirkungsdemo statt. Zuerst wurden und die 9mm Pistole und das Stgw 90 gezeigt. Dann noch was passiert, wenn man mit dem Stgw auf einen Helm, Sandsäcke und Metallplatten schiesst. Der Helm hatte vorne und hinten ein Loch. Er ist halt nur als Splitterschutz geeignet. Weiter gings dann mit dem Granatwerferaufsatz fürs Stgw. Dieser wir unten an das Gewehrmontiert, anstelle des Handschutzes. Leider waren es nur Übungsgranten. Ausser einem "Flop" war nichts zu hören. Die Panzerfaust war die nächste Waffe, die uns gezeigt wurde. Leider auch nur mit Übungsgeschoss, aber der Abschuss war doch interessant. Weiter ging es den Berg hinauf, wo ein MG 51 stationiert war (Bild). Heute nicht mehr im Einsatz, aber trotzdem interessant, da man immer den Lauf auswechseln und ins Wasser legen muss, da er so heiss ist. Dann wurde uns noch ein "Schurwerfer" gezeigt. Damit kann man ca 200 Meter schnur in wenigen Sekunden verlegen. Das sah noch lustig aus, wie 200 Meter schnur einfach über den halben Schiessplatz verlagt wurde. Nach einer kurzen HG 85 Demo gings es zurück in die Unterkunft, wo ich das Gewehr zum reinigen abgeben konnte, aber den Puch putzen musste. Dann gings auch schon unter die Dusche und um 23:00 an den ABV.

http://images.t-error.ch/blog/46/boot.jpgAuch am Mittwoch mussten wir um 6:00 aufstehen. Nur die Fassmanschaft musste um 5:40 auf und die weckte auch das ganze Zimmer. Beim AV mussten wir unsere Packungen dabeihaben, da es eine kleine Packungskontrolle gab. Dann mussten wir auch schon einen Duro. 18 Leute hinten in einem Duro geht schon, aber es ist einfach sehr eng. Wir wurden zum Bahnhof Sachseln am Sarnersee gefahren, wo wir erstmal in vier Gruppen aufgeteilt wurden. Die Übung Traverso stand an. Ziel: Mit einem Schlauchboot über den Sarnersee rudern. Das Problem: Vier Boote, aber nur Padel für drei Boote. ähhmm ja.. ich sag mal nichts dazu. Unsere Gruppe konnte es sich erst mal, wie schon beschrieben, auf einer Wiese gemütlich machen und den anderen zusehen. Als die anderen am Ziel waren, wurde ein Boot von einem Polizeischiff zurückgefahren und auch wir konnten übersetzen. Sechs Leute rudern, einer steuert und ca sechs sind Passagiere. Das rudern war noch anstrengend, aber das es super Wetter war, machte es doch noch Spass. Nachdem wir die Boote zusammengepackt und in einem Lastwagen verladen hatten, gings zu Fuss zum Zeughaus Sarnen. Dort gabs Fisch und Reis aus der Gamelle und wir konnten uns für den 25 Km Marsch vorbereiten. Das heisst Rucksack am GT festmachen, Pflaster wo nötig montieren.
Dann mussten wir uns auch schon aufstellen. Leider konnten wir nicht in Gruppen Marschieren sondern in der Kompanierformation. Vorne der Chef, dann die Klasse, welche noch in Gruppen unterteilt waren. Zuerst gings es mal ca 7 Km gerade aus. Dann kam schon der erste Posten. Dort gabs aber nur etwas zu trinken, also Eistee und Wasser. Dann begann der anstrengende Teil des Marsches. Von ca 470 Meter höhe auf ca 1400 hoch. Und das bei einer brennenden Sonne auf einer Asphaltstrasse. Das demotivierende daran: niemand wusste, wie weit es noch war. Man lief immer bis zur nächsten Kurve und sahr dann wieder die nächste. Einigen Leuten mussten wir dann mal noch Stgw und Rucksack abnehmen, damit wir wenigstens im Schneckentempo voran kamen. Aber irgendwann kam dann auch der Zwipfposten. Dort machten wir eine kurze Pause und konnten etwas essen. Leider begann es dort auch zu regnen. Aber wir marschierten dann auch ohne Regenschutzweiter. Wir waren ja sowieso schon triefnass. Weiter gings es auf einem schmalen Weg mit lustigen und rutschigen Holzbalken. Aber es ging endlich wieder einwenig bergab. Und irgendwann kam dann der Parkplatz mit den Fahrzeugen in Sicht. Ein herrlicher Moment. In der Truppenunterkunft, trockneten wir das Gewehr und die Schuhe schnell ab, hängten unsere Kleider in den Trocknungsraum und standen unter die erfrischende Dusche. Dann schlüpften wir auch schon in den Ausgänger und machten uns für den HV bereit. Es wur lustig anzusehen, wie gewisse Leute herumliefen oder humpelten. Ich hatte Glück, eine kleine Blase unten am Fuss, ich ich zwar spürte, die aber nicht schmerzte. Im einzigen Restaurant auf dem Glaubenberg genehmigten wir uns ein gutes Abendessen und gingen dann auch bald zurück in die Untrkunft, wo die meisten auch schon in den Betten verschwanden. Ich musste noch bis 23:00 warten um an den ABV zu gehen.

http://images.t-error.ch/blog/46/panzer.jpgAuch am Donnerstag wurde ich um 5:40 von der Fassmannschaft geweckt. Offiziell wäre die Tagwache wieder um 6:00 gewesen. Der Ablauf war auch wieder derselbe. Frühstück, Fahrzeuge holen, verladen und dann an den AV. Nachdem wir auf dem Schiessplatz angekommen sind, mussten wir mal wieder Scheiben aufstellen. Der Zielhang war auf diesem Schiessplatz aber sehr steil, wesshalb wir das aufstellen der Scheiben mit einer kleine Klettertour verbinden konnten :). Das Ziel auf diesem Schiessplatz war die aktive Verteidignung. Das heisst, mann kennt die eigenen Stellungen und weiss etwa von wo der Gegner angreiffen wird. Man muss so schnell wie möglich in Stellung gehen und die Leute halt optimal verteilen. An dieser Übung machte ich allerdings nicht mit, da ich San-Fahrer war. Echt chillig. Nach der Übungsbesprechung gings dann schon ans Mittagessen.
Über den Mittag kam dann der Nebel auf und wir konnten nicht schiessen dann man die Ziele kaum sah. Unser Klassenchef war aber so nett und organisierte uns einen SchüPa (Bild). In welchem wir herumgefahren wurden. Das Problem, das man hinten im Panzer hat, ist, dass man keine Anhung hat, wo man eigentlich hinfährt, aber Spass machts trotzdem. Es rüttelt gar nicht so fest, wie ich zuerst gedacht hatte, obwohl der Fahrer mit Vollgas über eine Kiesstrasse raste. Leider mussten wir dann noch die Scheiben und Hülsen einsammeln und das ganze Material und die Munition verladen. Unsere Klasse wurde im Schützenpanzer auf die Passhöhe gefahren und ich mit dem Duro hinten nach. Ich bin dem Panzer kaum nachgekommen und es schepperte hinten im Duro beängstigen. Wenn da noch Leute hintendrinn gewesen wären.. Die hätten mich vieleicht gehasst. Auf der Passhöhe wurde der Panzer abgestellt und die Klasse und der Fahrer steigen in den Duro ein und wir fuhren in die Unterkunft, wo es wieder ans Fahrzeug, Gewehr und Schuheputzen ging. Nach dem Essen machten wir uns für die Abreise am Freitag bereit. Was wir schon konnten packten wir ein.

Am Freitag gings bereits um 5:30 auf. Frühstück (wenn man dem so sagen kann; ein Brötchen und ein Joghurt), Fahrezuge holen, alles Verladen, F-Säcke, Rollis usw. und dann an den AV um 7:00. Dann ging es für unsere Klasse auch schon zurück nach Bülach. Zuerst noch nach Sarnen an die Tankstelle und dann direkt zurück. In Bülach durften wir zuerst mal das ganze Material putzen und abgeben. Also die Boote die Scheiben, Pflöcke usw. Vor dem Mittag konnten wir noch einen WPD der Fahrzeuge machen. Und dann endlich mal was anständiges essen. Hamburger :).
Nach dem Mittagessen mussten wie Fahrer unter aufsicht des V+T Of's die Fahrzeuge nochmals putzen, da er mit unserer Arbeit nicht ganz zufrieden war. Es hatte noch Dreck am Spritzschutz der Räder. Ja aber hallo? Warum muss den das sauber sein? Will die Armee die Duros verkaufen? Oder haben wie vieleicht zu wenig zu tun? Ich glaube kaum. Nach dem wir die Duros auf Hochglanz poliert hatten und sie jetzt auf die nöchste Fahrt in den Schlamm waren mussten wir noch schnell die Zimmerordnung erstellen und völlig verschwitzt in den Ausgänger schlüpfen. Das ganze in ca 10 Minuten. Um 3:00 war dann auch schon HV und wir wurden ins Wochenende entlassen. Endlich. Nun aber schnell nach Hause unter die Dusche!

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