Herbsttour mit gebrochenem Kettenblatt

Eigentlich wollte ich diesen Artikel gestern schreiben, aber die Zeit hatte einfach nicht mehr gereicht. Ich bin von der Tour etwas später nach Hause gekommen als erwartet und dann musste ich gleich wieder weg.

Wie auch immer: Ich bin gestern kurz vor elf Uhr losgefahren. Die Route war eigentlich schon bekannt. Irchel, Tössegg, Eglisau und Glattfelden. Danach war improvisieren angesagt.
Bewaffnet mit einem Langarmtrikot und Beinlingen fuhr ich also los. Die Beinlinge konnte ich schon vor der ersten Steigung abziehen. Also gings das Tobel hoch zur Hueb und so zum Irchelturm. Ausser zwei Biker war sonst niemand unterwegs, sehr schön. Das Wetter ansich war nicht schlecht, zwar noch etwas bewölkt, aber nicht kalt und die ersten Stücke vom blauen Himmel zeigten sich auch schon. Nach einem kurzen Photo-Stop beim Turm fuhr ich weiter zum Rütelbuck, wo es auch wieder einen kurzen Photohalt gab.


Als fuhr ich weiter zur Hochwacht. Immer noch fast niemand unterwegs. Bei der Hochwacht waren noch zwei weitere Biker, aber sie waren auch die einzigen. Weiter fuhr ich runter zur Tössegg. Zuerst die Treppe runter und dann über den Kiesweg zum Parkplatz und so runter zur Tössegg. Dort hatte es dann schon einige Leute. Nicht weiter verwunderlich, man kann dort ja auch mit dem Auto hinfahren.


Da kaum Wanderer unterwegs wahren, war die fahrt nach Tössriederen und Eglisau umso angenehmer. man musste nicht alle 10 Meter wieder bremsen und Wanderer überholen. Von Eglisau fuhr ich weiter zum Bahnhof von Glattfelden, fuhr dann aber nicht direkt nach Bülach. Ich machte noch einen Besuch bei einem Kollegen, der neu in Glattfelden wohnt. Nach dem Hausbesuch gings wieder zurück zum Bahnhof und so über den herrlichen Trail nach Bülach. Über diesen Trail hat es ja schon seit längerem einen umgeknickten Baum unter dem man nicht durchfahren kann. Aber anscheinend stört das den Förster nicht.
Von Bülach gings mal wieder etwas in die Höhe und zwar via Nussbaumen auf den Eschenmoser hoch, wo ich mal eine längere Pause einlegte.



Nach der Pause düste ich den Wanderweg richtung Rorbas/Irchel runter, bog dann aber mal ab und kam so nach Embrach, wo ich einen schönen Weg nach Freienstein runter fand. Also auf der anderen Seite der Töss wieder rauf, eigentlich wollte ich noch auf den Irchel.
Aber noch beim Anstieg, passierte es dann. Relativ kleiner Gang und Wiegetritt. Und plötzlich der Tritt ins leere. F**k. Kette gerissen? Nein, alles noch ganz. Aber was ist denn mit dem Kettenblatt los? Bei näherem hinsehen sah ich, dass das kleine Kettenblatt vorne schön in vier Teile gerissen war. Ja toll. Mit dem mittleren und dem grössten Gang konnte ich dann wenigstens noch nach Hause fahren und mir die Sache genauer ansehen.

Das Kettenblatt ist schön viergeteilt. Die Schrauben, oder was auch immer sind Teilweise herausgerissen oder noch drin. Wie das passiert ist, ist mir echt unklar. Wenn sowas bei einem 10 jährigen Bike passiert, könnte ich ja verstehen. Aber ich habe mein Bike jetzt seit drei Monaten und drei Tagen und etwas mehr als 2200 KM drauf. Da darf so was doch nicht passieren.
Das Mail an den Velomech ist auf jeden Fall schon raus. Ich hätte das Bike für meine Ferien in der Lenzerheide schon recht gerne. Idealerweise mit allen drei Kettenblättern. Mal sehen, was da rauskommt.




Die Daten der ganzen Tour:
  • Distanz: 51.89Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 14.9Km/h
  • Zeit: 3:38:50
  • Höchstgeschwindigkeit: 62.2Km/h
  • Durchschnittlicher Puls: 142 bpm
  • Höhenmeter: 958 M
  • Google-Earth Datei

Kommentare

beat 07.10.07 23:32
Gravatar von beat Ärgerliche Geschichte mit dem Kettenblatt. Komisch, dass es gleich bei allen 4 Befestigungsschrauben gebrochen ist. Wie wenn die Schrauben viel zu stark angezogen gewesen wären. Na ja, immerhin dürfte die Reparatur keine grosse Sache sein und Garantie oder Kulanz (da ein Verschleissteil) muss bei so einem Schadensbild alleweil drin sein.
Dandinda 08.10.07 21:51
Gravatar von Dandinda 1.) Du Tier!
2.) Hatte auch mal so ein Erlebnis. Damals hatte sich eine der Schrauben am Kettenblatt unbemerkt gelockert. Und mit meinen damaligen Oberschenkeln habe ich das aus eher weichem Alu gefertigte Kettenblatt schlicht zerrissen. Shit happens bekanntlich. Sicher aber eine ungewöhnliche Panne. Falls keine Schraube locker war, so duftet das für mich schwer nach Materialfehler!
david 08.10.07 22:03
Gravatar von david 1.) Ja, anscheinend schon ;)
2.) Ich hätte ja verstehen können, wenn die Kette gerissen wäre. Aber selbst eine Kette sollte deutlich länger als 2000 Km halten.

Nun ja, das Bike ist auf jeden Fall in der Werkstatt und so wie es aussieht gehts noch auf Garantie. (Alles andere würde mich schwer verwundern)
Spoony 13.10.07 21:06
Gravatar von Spoony Wie war das nun mit der Garantie? Das Schadenbild scheint mir schon etwas suspekt? Was sagte der Mech? Würde mich interessieren.
Spoony
david 19.10.07 17:01
Gravatar von david Anscheinend waren hatten sich zwei Schrauben gelöst und dass das Kettenblatt dann kaputt geht ist auch nicht mehr verwunderlich.
Auf die andere Seite hätte es mir ja auffallen müssen, aber ich kontrolliere halt nicht jede Schraube an meinem Bike. Auf die andere Seite sollten sich solche Schrauben ja nach 2000 Km nicht schon lösen. Vor allem nicht wenn es bei ca 1000 Km nochmals in der Kontrolle war.
Das Kettenblatt wurde nun aber auf Garantie ersetzt. Und ich werde die Schrauben in Zukunft wohl etwas genauer ansehen.

Kommentieren

Name:
Mail:
Homepage:
10+9=? (Spamschutz)