Der Arbeitsweg

Da ich in Zukunft mit dem Bike zur Arbeit gehen möchte, ist es von Vorteil, wenn ich weiss, wie lange ich ungefähr bis dort hin habe. Also habe ich mich heute auf den Weg gemacht und die Strecke von von Neftenbach bis Wallisellen abgefahren. Ich schätzte die Distanz auf ca. 20 Km und die Fahrzeit auf 1:30 Stunden. Lets see.
Zuerst gings nach Pfungen und von dort auch mal schön hoch über den Hügel nach Oberembrach. Dann folgte der langweiligste Teil der Strecke. Von Oberembrach nach Bassersdorf. Alles der Strasse nach das Eigental rauf. Zudem musste ich feststellen, dass die Eigentalstrasse von 18:00 - 08:00 gesperrt ist, wegen den Fröschen. Na toll. Nun ja, ein anderer Weg wäre sowieso spannender. In Bassersdorf folte ich dem Wanderweg, welcher mich noch über einen kleinen Hügel nach Wallisellen führte. Der Weg ist durchaus machbar, auch wenn ich am Morgen wohl nicht so schnell unterwegs bin wie an einem Samstag Nachmittag. Allerdings habe ich mir heute einen kleinen Verfahrer geleistet. Wenn ich also um 06:00 abfahre, bin ich locker um 08:00 geduscht im Geschäft.

Die Daten bis Wallisellen:
  • Distanz: 23.12Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 21.4Km/h
  • Zeit: 1:04:45
  • Höchstgeschwindigkeit: 54.9Km/h

Auf dem Rückweg fuhr ich über Kloten nach Bülach. Dann hatte ich noch vor in die Tösseg und von dort zur Hochwacht und Irchelturm zu fahren. Die hohe Geschwindigkeit auf dem Hinweg vorderte aber nun ihren Tribut. Meine Beine wollten nicht mehr so. Also gings über den Eschenmoser, Embrach und Pfungen zurück.


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Die Daten der Tour:
  • Distanz: 57.41Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 18.5Km/h
  • Zeit: 3:05:38
  • Höchstgeschwindigkeit: 54.9Km/h

Fazit der Anwärterschule

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Die Anwärterschule war wohl für alle nicht so, wie sie es sich vorgestellt hatten. Auch ich hatte mir die Anwärterschule anders vorgestellt. Vor allem einiges härter und anstrengender. Wir hatten aber, vor allem am Anfang erstaunlich viele Theorielektionen und fast kein AGA Stoff.
Zudem waren wir auch einiges Selbstständiger. Es war nicht bei jedem Schritt ein Vorgesetzter bei uns, der uns alles sagte. Wir hatten der "Führer Rechts" der verantwortlich war, dass wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.
Allerdings gab es da auch die andere Seite. Wir mussten viele sinnlose Dinge machen. Zum Beipsiel die Übersetzübung. Ich fand es spannend und es machte Spass, aber wann brauche ich als Ik das? In wievielen Führungsanlagen hat es wohl Seen, die man nur mit einem Schlauchboot überqueren kann? Ich denke, nicht allzuviele.
Aus der Anwärterschule konnte ich aber einige Dinge, wie zum Beispiel Teile vom FUM, der Führerausweis für Kleinlaster mitnehmen, allerdings wären dafür, aus meiner Sicht, nicht 14 Wochen nötig gewesen.

Jetzt werden wir dann ja sehen, wie es weitergeht. Vorbereitet für das Pisaken Ausbilden der Rekruten sollten wir jetzt ja sein.

Aktennotvernichtung

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Heute hatten wir eine kleine praktische Lektion über die Aktennotvernichtung. Eigentlich eine Sache der Sekretären aber wir hatten es trotzdem. Zwei Brandplatten und genug Papier in einen Ordner, dann Zünden und die Grillparty ist eröffnet.

Der 35er

http://images.t-error.ch/blog/47/image.jpgDamit wir auch einen schönen Start in die Woche haben, "durfen" wir bereits um 3:50 auftshen, Frühstücken und uns für den 35 Km Marsch bereitmachen. Wir starteten um 5:00 und die Route führte uns zuerst nach Neerach und dann über Oberwenigen auf die Lägeren. Das waren dann auch wieder etwa 400 Höhenmeter. Von dort ging es über Regensberg und Dielsdorf zurück nach Bülach.
Fazit des Marsches: Wir erlebten mal wieder einen schönen Sonnenaufgang, aber das wäre auch angenehmer gegangen. Die steigung auf die Lägeren ging doch noch recht in die Beine und von Regensberg nach Dielsdorf ging es mit viel zu steil runter. Die letzten 5 Kilometer waren dann wirklich mühsam, da wir anderen das Gewehr und den Rucksack abnehmen mussten und auch meine Beine ware nicht mehr so begeistert. In Bülach gab es zuerst mal eine Materialkontrolle und dann mussten wir noch die Schuhe putzen bevor wir endlich etwas essen durften.
Meine Füsse überlebten das ganze ohne grosse Probleme, nur die Sohlen brannten gegen das Ende doch noch recht. Für diese 35 Km brauchten wir 6:39 Stunden. Wenn wir über 7 gehabt hätten, hätten wir das ganze am Samstag nochmals nachholen müssen.

Kurzverlegung Seltisberg

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Von heute bis am Freitag Mittag ist unsere Klasse in einer Kurzverlegung in Seltisberg. Wir übernachten in der Kaserne in Liestal. Die Kaserne ist sehr modern und gefällt mir einiges besser als die in Bülach. Von aussen könnte man meinen, es seien alles Wohnungen. Morgen gehts dann ans Schiessen und HG werfen.

Woche 8 (Anwärterschule)

Los ging es diese Woche am Montag um 14:00 in Bülach. Zuerst konnten wir unsere Zimmer beziehen und das ganze Material dort deponieren. Unterteilt wurden alle Anwärter in 3 Klassen. In unserer Klasse haben wir 13 UemPi's, 5 Sekretäre und 5 IkPi's. Insgesamt also 23 Leute. In den anderen Klassen gibt es nur RistlPi's. Nach dem Zimmerbezug gab es auch schon den ersten Vortrag. Wir wurden vom Schulkommandaten begrüsst. Weiter gings es danach mit einer Theorie über die Feldpost. Eigentlich dasselbe wie in Kloten. Jetzt gings an Mat-Fassen. Das heisst Schanzwerkzeug (Beil, Pickel oder Schaufel) und einen TAZ. Danach lernten wir die Kaserne kennen. Es gab einen kleinen Rundgang. In der Soldatenstube (einem kleinen Restaurant in der Kaserne) hat es sogar drei PCs mit Internetzugang. Danach durften wir unser Fahrrad fassen. Zum Glück nicht mehr die alten Eingänger, sondern die neuen mit ca. 7 Gängen, V-Brakes usw. Aber trotzdem noch recht schwer. Als wir den Reifendruck, Sattelhöhe usw. kontrolliert hatten, ging es weiter zu einem Fototermine. Von jedem Anwärter wurde Fotografiert, warum auch immer. Und schon gings ans Abendessen.
Nach dem Essen gab es eine Theorie von unserem neuen Kadi. Er hiess uns willkommen und erklärte uns, was er von uns erwartet und was wir von ihm erwarten dürfen. Weiter ging es danach wieder mit der Materialkontrolle. Zuerst konnten wir nur eine halbe Kontrolle machen, da unser Kampfrucksack mit allem Inhalt noch irgendwo eingeschlossen war und niemand wusste, wo der Schlüssel ist. Aber als wir mal alles Kontrolliert hatten, was wir hatten, wurde auch der Schlüssel wieder gefunden und wir mussten die Mat-Kontrolle noch fertigmachen. Danach konnten wir die Zimmerordnung erstellen. Wie wir es machten war eigentlich egal, solange es einheitlich war. Eigentlich ganz angenehm :) Nach dem erstellen, kam unsere Feldweibelin (oder wie das immer korrekt heisst) und inspizierte das Zimmer. Natürlich war es zu ihrer besten Zufriedenheit. :) Weiter gings es danach schon mit dem ABV und dann gings ab ins Bett.

Am Dienstag gings es um 6:00 Uhr los. Danach das Frühstück und um 7:15 AV. Also mehr Zeit als in der RS. Darauf folgte eine kurze Fahrradausbildung. Das heisst, nochmals kontrollieren, ob der Reifendruck stimmt usw. Weiter gings dann auch schon mit dem Verladen auf ein Fahrzeug. Das heisst, wir übten wie man am schnellsten 18 Leute in einen Duro bringt. Es geht aber es ist verdammt eng. Vor allem mit Gewehr und Rucksack. Und das ganze muss in weniger als einer Minute. Danach noch dasselbe mit einem grösseren Lastwagen. Für 23 Leute ist es dort immerhin nicht so eng. Danach wurden wir auch schon von unserem Klassenlehrer willkommen geheissen. Er erklärte uns die Spielregeln und wir mussten auch schon einen Eintrittstest absolvieren. Nun ja, die Fragen waren ein wenig komisch. Zum Bsp: Wie lange dauert ein Timeout im Eishockey? Ähmm ja.. was hat das mit Militär zu tun? How ever.. Danach gings es auch schon ans Mittagessen und um 13:20 ans AV.
Darauf folgte die Mobilmachung. Ich weiss immer noch nicht so genau, was sie darunter verstehen. Uns wurde auf jeden Fall der Sackbefehl erklärt und wir mussten uns kurz der Klasse vorstellen. Darauf folgte Kartenlehre. Uns wurde nochmals alles über Koordinaten erzählt, wie man sie misst usw.. Und natürlich mussten wir auch tausende Aufgaben lösen, bis uns die Koordinaten aus den Ohren hingen. Schwierig war es ja auch nicht direkt. Eine willkommene Abwechslung war dann das Abendessen, aber um 19:20 gings auch schon wieder weiter mit der Kartenlehre, diesmal allerdings ein wenig schwieriger (ober auch nur wenig). Orientierung mit der Bussole (Kompass) war angesagt. Wie kommt man von einem Ort zum anderen usw. Auch nicht wirklich viel Stoff für zwei Stunden. Aber besser als im Schlamm herum robben :). Nun gings auch schon an den ABV und dann ins Bett.

Auch am Mittwoch begann der Tag um 6:00, wie immer mit dem Frühstück und AV. Dort gab es schon eine kleine Theorie vom Kadi über den Ausgang. Von wegen "Sie müssen sich nicht besaufen, aber Sie dürfen" :). Von der Feldweibelin, gabs dann eine Theorie über den Dienstbetrieb. Das heisst Öffnungszeiten Mat-Mag, wie fülle ich eine Rep-Etikette, Mun-Bestellung richtig aus. Es gab auch noch einen kleinen Besuch im Mun-Mag und im Mat-Mag. Nach einer Einstündigen Pause stand eine Theorie beim Seelsorger an. Eigentlich dasselbe wie in Kloten, nur dass dieser hier nicht ganz einschlief beim reden.
Nach dem Mittagessen gings theoretisch weiter. Es stand das erste mal FUM an. Das Thema war Selbstkenntniss und Wahrnehmung). Wie werden Wahrnehmungen verfälscht und was kann man dagegen tun. Darauf folge eine Theorie vom Chef der Schule über den LVB. Er erklärte uns, welche Schulen es gibt, wer der Chef davon ist und was die so machen. Als er fertig war, stürmten wir alle die Duschen, zogen schnell den Ausgänger an und erstellen die Zimmerordnung. Nach einer kurzen Zimmerinspektion hatten wir Ausgang von 18:20 bis 23:15. Also früher als in Kloten, aber etwa gleich lange.

Am Donnerstag gings es los wie immer, aber der Tag versprach gutes. Wir durften das technische Material fassen. Wir waren zu zweit den ganzen Morgen damit beschäftigt, das Material zu kontrollieren. Sind in dieser Kiste wirklich 30 Kabelbinder? Sind das 100 Meter RJ 45 Kabel? Hat es einen Toner zum Drucker? Und bei dem Sonnenschein, war das wirklich angenehm. :) So schön entspannend. Nach dem Mittagessen gings für die vier IkPi Fahrer, darunter ich, ins KA. Wir wurden dort auf die Fahrtauglichkeit überprüft (klingt komisch, ist aber so). Das beinhaltet Blutdruck messen, an der Lunge horchen, Augen und Gehörtest usw. Nach zwei Stunden war wir auch damit fertig und "durften" noch zwei Schränke mit CDs überprüfen. Das heisst jede CD Hülle öffnen und überprüfen, ob die richtige CD drin ist und ob es auch genug CDs sind. Eine extrem spannende Aufgabe... Darauf folge ein weiterer Eintrittstest, diesmal allerdings von der Schule. Er war auch ein wenig grösser und schwieriger, vor allem die Zeit war recht kurz.
Nach dem Abendessen lernten wir das Feldtelefon 96 kennen. Eigentlich ein normales Telefon, das aber mit dem Feldkabel funktioniert und Wasserdicht ist. Zuerst verschoben wir auf eine Wiese und legen mal ein Kabel. Danach verteilten wir uns und hängten die Telefone an. Und das ist wirklich Idiotensicher. Schlussendlich funktionierte es ja auch bei allen :). In der nächsten Stunde probierten wir noch die lustigen Funktionen wie Gruppenruf, Konferenz usw aus. Ein Spass für die ganze Familie :) Darauf folgte ein kurzer Kartentest. Wer diesen nicht besteht, muss am nächsten Wochenende Nacharbeit leisten. Weiter gings es dann auch schon mit dem ABV und dem verschieben in die Betten :)


Nach dem gewohnten Ritual am Morgen begann der Freitag mit FUM. Diesmal mit dem Thema Führung der Gruppe. Wie verhalten sich Gruppen, welche Rollen gibt es und wie verhalten sich diejenigen Personen. Und schon kamen wir zum ersten mal in der Woche zu etwas körperlich Anstrengenden in dieser Woche. Sport. Lustige Sachen wie Fussball, Unihockey und Basketball. Eine willkommene Abwechslung. Nach dem Sport kamen wir zum Feedback. Wir durften sagen, was und bisher gefallen hatte und was nicht. Nach dem Mittagessen gab es vom Ausbildungschef eine Theorie über die Uem/Fu Truppen. Welche Battalione gibt es, was machen sie usw.. Darauf folgte nochmals FUM mit dem Thema Gruppendynamik. Wir mussten eine Aufgabe lösen, welche manchen vielleicht schon bekannt ist. Man ist auf dem Mond "abgestürzt" und das Mutterschiff ist 100Km entfernt. Man darf 15 Dinge mitnehmen. Wir mussten nun die Priorität bestimmen. Eine Schachtel Streichhölzer ist ja nicht gerade wichtig und auch nicht funktionsfähig auf dem Mond. Also Priorität 15. Es gab aber lustige Diskussionen und Vorschläge :)
Darauf mussten wir zum ersten Mal das Sturmgewehr in die Hand nehmen. WEB (Wiedererstellen der EinsatzBereitschaft) stand an. Also einfach das Gewehr putzen, obwohl es nicht schmutzig war und noch eine Funktionskontrolle. Mühsam... Danach folge das verdiente Abendessen (Spareribs mit Gnoggi) Lecker :) Die einzige Aufgabe, die wir an diesem Abend noch hatten war das Material fassen und zwar um 21:30. Dort bekamen wir zwei Magazine (jetzt haben wir drei. höhöhö.. Krieg ;) ) eine Zeltblache und die dazugehörigen Stangen. Darauf folgte auch schon das ABV und LiLö.

Endlich, der grosse Tag. Samstag. Schnell aufstehen, Ausgänger anziehen, Frühstücken und dann die Zimmerordnung erstellen. Eine kurze Inspektion und dann auch schon an das HV. Um 7:00 gings dann auch schon Richtung Heimat.

Neue Adresse

So. Da ich jetzt ja nicht mehr in Kloten, sondern in Bülach stationiert bin, habe ich auch eine neue Adresse:

Sdt Lienhard David
Uem/Fu Anw-S 65-1
Kaserne
8180 Bülach