Wochenübersicht:
Am Sonntag mussten wir bereits um 22:15 einrücken. Ab 21:00 begann aber schon die grosse Packerei für die bevorstehende Übung. Um 22:45 war dann LiLö. Die Tagwache für den Montag wurde aber nicht bekannt gegeben,
- Durchhalteübung Broccoli.
- Auszeichnungsprüfungen
- SchuMa Marsch
- 50 KM Marsch
- Beförderung zum Obergefreiten
Am Sonntag mussten wir bereits um 22:15 einrücken. Ab 21:00 begann aber schon die grosse Packerei für die bevorstehende Übung. Um 22:45 war dann LiLö. Die Tagwache für den Montag wurde aber nicht bekannt gegeben,
Am Montag wurden wir um 5:00 mit einem Alarm geweckt und die Durchhalteübung Broccoli startete. Die Zimmerchefen mussten in fünf Minuten vor dem Zimmer für die Befehlsausgabe bereitstehen. 15 Minuten später mussten wir alle in HV Formation auf dem HV Platz stehen. Nachdem wir ein wenig über den Platz gerannt sind, weil einige noch nicht so wach waren, gab es einge Infos vom SchuKo. Dann gings es weiter mit der Theoretischen San und ABC Prüfung. Ich hatte mal wieder keine Ahnung davon. Nach dem Test gab es dann mal was zu Essen und dann konnten wir noch fertigpacken und dann gabs auch noch eine Packungskontrolle. Nach der Kontrolle verluden wir das ganze Material auf zwei Duros und darauf folgte die Befehlsausgabe für die Verschiebung. Auch die Ergebnisse der FUM Prüfung von letzter Woche lagen auf. Ich schafte ein sehr-gut und darf irgandwann in der nächsten Zeit (also in ein einigen Monaten) an die Prüfung. Dann gings auch schon zum 300 Meter Schiessplatz in Bülach, wo dasVorwettschiessen stattfand. Bei mir reichte es nur für 66 Punkte, aber glücklicherweise zählte das ja noch nicht. Nachdem wir die Entladekontrolle gemacht hatten, mussten wir noch kurz auf die Sekretäre warten, da diese noch am Pistolenschiessen waren. Danach gings es ganz los. Wir fuhren mit unseren zwei Duros in den Tessin. Ich wurde wieder mal als Fahrer bestimmt. Das Ziel war die Kaserne in Airolo. Auf dem Weg durften wir sogar 15 Minuten Pause machen. Die Kaserne in Airolo liegt an der alten Gotthardstrasse, es gings also recht rauf bis in die Kaserne. Unsere Klasse war die letzte, die in Bülach abgefahren ist, aber die erste die in Airolo ankam. Dort mussten wir die Fahrräder, die wir am letzten Freitag verladen hatten ausladen. Von dort gings es mit dem Fahrrad weiter nach All'Acqua. Das heisst zuerst runter nach Airolo und dann das Bedrettotal rauf, immer richtung Nufenen. Da ber auch die Duros nach All'Acqua mussten die Fahrer die Duros dorthin fahren. Am Ziel angekommen war der Duro recht überhitzt nicht zuletzt wegen der Fahrweise, aber halt auch wegen den ca 30 Grad die herrschten. Dort angekommen, mussten wir Fahrer unser Gepäck abladen und in der Zivilschutz deponieren. Pro Klasse musste immer einer eine Beispielszimmerordnung erstellen, bei unserer Klasse war das ich. Wir hatten einen 20er Schlag und sind 19 Leute. Auch im Gang vor dem Zimmer hatten wir wenig Platz für KaRusa, GT, TAZ, KäSchu usw. Als ich damit fertig war, kamen auch schon die ersten von unserer Klasse und ich musste mit ihnen einen gesicherten Halt unterhalb der Strasse beziehen und dort ca eine Stunde auf die letzten von unserer Klasse warten. Als dann alle da waren durften sie auch noch das Zimmer beziehen, im Gang gab es dadurch ein riesen Chaos, da wir fast keinen Platz hatten. Um 22:00 gabs dann das Abendessen. Danach hatten wir noch Zeit für den TPD am Duro und zum Duschen. Ja, es hatte Duschen, ich war selbst überrascht :). Um 22:00 war dann ABV und 30 Minuten später LiLö.Am Dienstag wurden wir um 4:45 geweckt. Um 5:20 gabs dann was zu Essen, wir mussten aber ca 10 Minuten warten, da die Küche noch nicht bereit war. Dann schnell was essen, da aber um um 5:45 AV war, konnten wir nicht mal fertig essen. Um 5:45 standen wir dann auch in der AV Formation bereit. Nur gab es kein richtiges AV. Der KüSche stand dort und sagte nur: "Ihr wisst ja, was ihr machen müsst. Los." Ja toll, da hätte ich ja auch weiter essen können. Um 6:10 fuhren wir dann wieder mit den Fahrrädern los. Wieder zu einer Kaserne, diesmal aber noch höher als die erste. Also zuert wieder nach Airolo runterrasen. Das war ja noch spassig. Das Fahrrad dann aber den halben Gotthard raufschieben war nicht so lustig. Vor allem da ich vorne auf dem Fahrrad einen KaRusa hatte und auf dem Rücken nochmals einer. Als wir also endlich am Ziel angekamen, mussten wir das Tenue Sport anziehen und uns für die Sportprüfung bereitmachen. Toll, zuerst den Berg raufhetzen und dann noch eine Sportprüfung. Super. Der Sporttest bestand wieder aus Stangenklettern, Medizinballweitwurf, Stafettenlauf, Standweitsprung und einem 12 Minuntenlauf. Danach zogen wir den TAZ wieder an und es ging wieder nach Airolo runter. Das war wenigstens angenehm. Das Ziel war der 300 Meter Schiessstand für das Wettschiessen. Jetzt gings also um die Wurst. Diesmal hatte ich mehr Glück (oder Können) und schoss 75 Punkte, was für ein Schiessabzeichen reicht.
Nach dem Mittagessen mussten wir hatten wir eine sehr lange Pause, da die Sekretäre das Wettschiessen mit dem Stgw und der Pistole noch machen mussten. Danach sattelten wir wieder unser Fahrrad und es ging wieder Richtung Nufenen. Diesmal allerdings nur bis Fontana. Dort durften wir die Fahrräder auf einen 10DM verladen, welcher sie nach Bülach zurück fuhr. Die besten Nachricht an diesem Tag :). Bei der KD Box in Fontana mussten wir dann ABC BG 4 erstellen und begaben uns bei ca 32 Grad auf den Weg hinauf nach All Acqua. Nach ca 2 Stunden "Hardcore-Schwitzen" erreichten wir einen Posten, bei dem BG1 befohlen wurde. Das heisst Überstiefel, Gummihandschuhe und SchuMa abziehen. Das war vieleicht erlösend. Müde, hungrig und erschöpft machten wir uns dann noch an den Rest nach All Acqua. Nach ca 3 Stunden erreichten wir dann auch das Ziel und durften dort endlich den ICS ausziehen und mussten noch das Stgw und die SchuMa Putzen. Den ICS hängten wir direkt in den Trocknungsraum, da dieser Triefnass war. Um 21:00 gabs dann endlich was, um unsere leeren Mägen zu füllen. Vor dem ABV um 23:30 reichte es noch für eine kurze Dusche und das provisorische Erstellen der Packung für den Mittwoch.
Am Mittwoch mussten wir "erst" um 5:30 aufstehen und dann gings nach an das fertigstellen der Packung. Der ICS, die Ersatzwäsche und das Necessaire mussten noch eingepackt werden. Nachdem gepackt war, gings zum Frühstück. Um 6:30 wäre dann AV gewesen. Da die Schule aber in vier Züge unterteilt wurde und viele noch nicht fertig gepackt hatten, standen wir erst um 6:45 bereit. Der Kadi meine, dass wir halt am Donnerstag eine halbe Stunde früher aufstehen müssen. Nach dem AV verlud unser Zug die Schlafsäcke in den Duro und dann gings auch schon an der praktischen Teil der San und ABC Auszeichnung. Zuerst mussten wir ABC BG 2 erstellen. Das heisst ICS und Überstiefel. Beim ersten Posten gabs dann C-Alarm. Das heisst, das folgende Vorgehen:
- SchuMa in 10 Sekunden aufsetzten und ABCD Kontrolle machen.
- C-Alarm weitergeben
- Hände 2 mal entgiften
- Kaputze und reissverschluss schliessen und bei den Kameraden überprüfen
- Auftrag weitererfüllen
Am Nachmittag mussten wir einen Beobachtungsposten aufstellen. Das wäre ja ansich kein grosses Problem. Wir mussten allerdings 3 WBG's jede Menge Blachen, Tarnnetze und sonst noch viel Zeugs auf die ander Talseite schleppen. Und natürlich durfte die Gruppe, die das am Morgen hatte, das Material nicht dortlassen. Nein, sie mussten es zurücktragen, damit wir auch etwas zu tun hatten. Es ist ja schliesslich DHU, da darf man sich den Rücken schon kaputt machen. Beim Posten oben ging es zuerst ums Tarnen. Wir schmierten unsere Gesichte und Arme mit dem Tarnstift ein. Die Leuchtgamasche mussten wir anbehalten. Völlig dämlich. Aber ja.. wir sind ja in the Swiss Army. Dann gings um Fünf-Punkte Befehle. Zuerst bekamen wir einen für zwei Beobachtungsposten und mussten diesen dann so zurechtbiegen, dass es für einen reicht. Als wir das hatten wurde der Zug in zwei Gruppen unterteilt und jede musste einen Beobachtingsposten aufstellen. Zuerst stellten wir ein WBG auf unt tarnten es mit einem Tarnnetz. Und dazu mussten wir noch ein Feldtelefon 96 aufstellen. Das ganze in 40 Minuten. Aber schlussendlich funktionierte alles. Dann mussten wir es schon wieder abräumen und das ganze Material wieder zur Unterkunft tragen. Dort hatten wir kurz Zeit um uns die Tarncreme aus dem Gesicht zu putzen und um auf die Toilette zu gehen. Dann verschoben wir mit dem Duro auch schon zum Biwak-Platz. Der war bei der Kaserne Airolo. Dort angekommen bezogen wir einen gesicherten Halt und mussten dort PD machen. Toll, schon mal versucht das Gewehr in einer Wiese zu putzen? Ohne Zeltblache? Auch die Schuhe mussten wir putzen. Diese waren dann aber nach 10 Schritten wieder so staubig wie vorher, wenn nicht noch staubiger, da der Staub schön am Schuhfett klebte. Dann stellten wir unser "Biwak" auf. Wir mussten nicht mal Zelte aufstellen, da wir in Häuserkampfruinen übernachteten. Wir mussten nur den Schlafsack ausrollen und die Rucksäcke deponieren. Damit alles auch Insektionsbereit war, mussten wir die Räume nur noch anschreiben. Nach der "Inspektion" konnten wir auch schon etwas Essen. Wir hatten dazu einen Jonny. Allerdings keinen Chilly con Carne sondern ein Curry Ragout. Mit dem Notkocher erhitzt kann man das sogar essen. Gut ists nicht, aber essbar. Dazu gabs noch etwas Brot und Tee. Um 21:00 war dann offiziell Nachruhe. Inoffiziell aber erst um 22:00 da dann kontrolliert wurde.
Um 5:30 wurden wir am Donnerstag geweckt. Dann mussten wir uns anziehen den Schlafsack zusammenrollen und diesen mit dem KaRusa vor dem Duro deponieren. Dann kam auch schon das Frühstück. Es gab brot mit Nutella und Orangensaft und wir hatten gut 30 Minuten Zeit dafür. Das nenne ich angenehm :). Nachdem wir die Unterkunft noch einwenig geputzt hatten verschoben wir mit dem Duro nach Fontana zur KD-Box. Dort hatten wir zuert Wachtdienst. Also Personenkontrolle. Das war ja vieleicht langweilig. Erstens wars Repetition und zweitens bestand mehr als die Hälfte aus Besprechungen. Danach hatten wir zuer Enstpannung 35 Minuten Pause. Die DHU ist schon hart. Danach gings an Wachtschiessen. Nun ja. Halt einfach schnell reagieren, aber nichts interessantes. Ich habe 5 Schuss verschossen. Darauf folgte noch ein kurzer Teil über die Kontrolle eines Fahrzeuges. Vor dem Mittagessen sprach der SchuKo noch zu uns und beklagte sich, dass heute 14 Leute auf die KA gingen. Ist ja schrecklich. Wohl alle das 50KM Syndrom.
Nach dem Mittagessen verschoben wir nach Airolo, wo es ans Klettern bzw Abseilen ging. Zuerst erklährten uns Alpin Profis die wichtigsten Knoten und kurze Zeit später bestiegen wir den 30 Meter hohen Hügel. Als wir oben waren und warteten, bis sich alle abgeseilt hatten, begann es in Strömen zu regnen. Wunderbar. Dann war auch ich dran. Schon völlig nass seilte ich mich an der rutschigen Felswand ab. Dann mussten wir auch schon das Material zurückgeben, da wir bei diesem Wetter nicht wirklich Kletteren konnten. Mit dem Duro fuhren wir dann zurück nach All Acqua. Wo wir die Fahrzeuge noch putzen PD machten und unsere Sachen packten. Dann gabs auch noch was zu Essen und es reichte noch schnell um unter die Dusche zu huschen. Um 21:00 war dann ABV und wir verschwanden schnellstmöglich in die Betten.
Schon um 3:00 wurden wir am Freitag geweckt. Dann gabs auch schon was zu essen und dann mussten wir schon unser Gepäck auf die Duros verladen und sichern. Darauf war dann AV und später fuhren wir los. Allerdings nicht nach Bülach, sondern nach Schinznach-Bad. Um ca 7:30 waren wir dort und machten uns für den 50KM Marsch bereit. Wir fassten zusätzlich noch ein SE-235 welches wir leider mittragen mussten. In unser Marschgruppe waren 6 Leute und einer davon hatte noch eine Rucksackdispens. Das heisst, wir mussten 2 Rucksäcke auf 4 Personen verteilen, was den Marsch auch nicht gerade angenehmer macht. Nun ja. Wir marschierten und marschierten und marschierten und ja, fast vergessen, wir marschierten. Um ca 13:00 Uhr erreichten wir den Zmittagposten. Dort machten wir eine längere (30Minuten) Pause und dann gings auch schon wieder weiter. Um 22:22 kamen wir in Bülach an. Das bedeutet wir waren 12:32 Stunden unterwegs. Die vorgabe war 12:30 als NEF, aber egal. Wiederholen müssen wir den Marsch nicht. Völlig erschöpft und mit schmerzenden Schultern und Füssen schmierten wir unsere Schuhe noch mit Schuhcreme ein, liessen das Gewehr durch dispensierte in die Waffenkammer bringen und schleppen uns danach noch unter die Dusche. Danach gings noch kurz zur Toilette. Ich schaffte es nicht mehr zum Abendessen. Die Kantine war einfach zu weit weg. Ich blieb einfach im Bett liegen. Um 22:00 war dann ABV und um 22:30 LiLö. Endlich Schlafen.
Erst um 6:30 wurden wir am Samstag geweckt. Dann gings mit schmerzenden Füssen wieder in die Kampfstiefel und so zum Frühstück. Um 7:30 war dann AV. Und danach hatten wir Zeit um die Packung für die Übung in der nächsten Woche vozubereiten. Um 9:00 mussten wir im Theoriesaal bereit sein um das BA KP abzubauen. Ja toll. Die Füsse, Schultern schmerzen. Man ist müde und hungrig aber man muss das drecks BA KP noch abbauen. Argl.. Nun ja.. Auch das ging vorbei. Um 11:00 waren wir damit fertig und wir standen nochmals unter die Dusche. Dann schlüpften wir in den Ausgänger. Um 11:30 war dann die Übungsbesprechung oder auch das "After Action Review". Zuerst gabs nen kurzen Rückblick und dann die positiven und negativen Punkte. Der SchuKo war sehr zufrieden. Er fand nur zwei negative Punkte. Die "detail Pflege". zum Beispiel die nach oben gerollten Ärmel beim T-Shirt. Ja toll. Auch nicht gesucht. Und dann noch die vielen Dispensierten. In unserer Klasse waren es immerhin 7 von 19. Und dann neigte sich auch der Samstag dem ende zu. Wir durften uns erheben und wurden ins Achtung geschlagen. Dann beförderte der SchuKo gleich alle aufs mal zu Obergefreiten. Noch im Achtung durften wir noch die Nationalhymne singen. Der SchuKo merkte dann mal, dass wir die neuen Abzeichen noch gar nicht haben. Der Kadi meinte, sie seien noch im Zeughaus. JA toll, nicht mal das schaffen sie. Typisch Militär. Danach gings aber noch kurz auf den HV Platz für einen kleinen Apero. Um 12:50 war dann ednlich HV. Der Fourier erklährte uns noch kurz wie das nun mit dem Sold und EO als Obgfr aussieht und dann um 13:00 konnten wir gehen.
Fazit der DHU.
Der Anfang war recht hart, vor allem die Verschiebungen mit den Fahrrädern und der SchuMa Marsch. Der Mittwoch und Donnsertag warn hingegen wieder entspannend, auch das Biwak war angenehm. Hart war vor allem der 50 KM Marsch, da wir schon recht erschöpft starteten. Aber es ist doch ein gutes Gefühl den 50er erfolgreich überstanden zu haben.