Chameleon Review: Fazit

Alle Teile des Reviews findest du unter dem Tag chameleon review

Ich muss zugeben, dass ich vor und auch während dem Aufbau ab und zu mal Angst hatte, dass das Bike am Schluss gar nicht so rauskommt, wie ich mir das vorgestellt hatte. Sei das nun vom Fahrverhalten, der Wartungsarmut, oder auch nur vom Aussehen.
Glücklicherweise ist das aber nicht eingetroffen und das Bike macht richtig viel Spass, hatte bisher noch keinen defekt, ist schnell geputzt und sieht auch noch Rattenscharf aus. Ziel erreicht.
Das Bike ist ein richtiger Alleskönner. Bergauf fahre ich alles, was ich mit dem Fully auch fahre, wenn nicht noch mehr und schneller und bergab kann ich auch alles Fahren, was ich mit dem Fully kann. Besonders langsame und verblockte Trails sind mit dem Chameleon kein Problem. Dafür wird es auf schnellen Trails mit vielen Wurzeln und Steinen etwas ungemütlich, da halt jeder Schlag zu den Beinen durchkommt. Zudem musste ich nach längeren Abfahrten auch feststellen, dass ich die Beine mehr spürte als nach demselben Weg mit dem Fully.
Optisch gefällt mir das Bike sehr gut. Die schwarzen Anbauteile passen perfekt zum orangen Rahmen. Anfangs hatte ich noch etwas "Angst" wegen den roten Elox-Teilen an den Bremsen, der Gabel und Sattelstütze. Da diese allerdings genau die gleiche Farbe haben, stört das überhaupt nicht.

Nun freue ich mich schon auf die nassere Jahreszeit, denn das Chameleon wird sich wohl auch im Schlamm richtig wohl fühlen.

Chameleon Review: Diverse Teile

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In diesem Beitrag möchte ich noch auf einige Teile am Bike eingehen, die zwar auch wichtig sind, aber über die ich nicht genug schreiben kann, damit sie einen ganzen Beitrag füllen.

Steuersatz

Definitiv DIE Referenz in Sachen Steuersatz. Der Chris King NoThreadset. Ein Klassiker, schön und Zeitlos und gemacht für die Ewigkeit. Bisher auffällig unauffällig und ich denke, das wird noch lange so bleiben. Viel muss ich wohl nicht mehr dazu schreiben.

Kurbel & Lager

Die Wahl der Kurbel war nicht ganz so einfach wie die des Steuersatzes. Zum einen musste sie schwarz sein (soll ja auch gut aussehen), wenn möglich für ein Kettenblatt geeignet sein und nicht so extrem schwer sein. Die meisten Shimano Kurbeln fallen da schon mal weg, weil es zum Beispiel die XT nur in Silber gibt. Schlussendlich ist meine Wahl auf eine Truvativ Stylo OCT 1.1 gefallen. Geliefert wurde die 175 mm lange Kurbel mit einem 32 er Kettenblatt, einem Bashring und dem Lager dazu. Kettenblatt und Bashring wurde gleich entfernt und nur ein 40er Truvativ Kettenblatt montiert. Wenn die Kette sowieso immer auf dem grössten Kettenblatt ist, kann ich auch auf den Bashring verzichten.
Die Kurbel hat sich bisher ganz gut geschlagen und auch das Lager hat die ersten 2000 Km ohne weiteres überstanden. Wobei man von den Truvativ Lagern nicht viel gutes liest. Zum einen recht schwer und nicht lange haltbar. Mal sehen wie lange meins noch hält. Der grösste Nachteil ist in meiner Meinung, dass die Truvativ Kurbeln nicht mit dem Hollowtech 2 Standard von Shimano, FSA usw. Kompatibel sind, sondern mit dem GXP einen eigenen Standard haben. Sonst wären die nächsten Innenlager wohl auch von Chris King gekommen.

Vorbau & Lenker

Während es beim Steuersatz nur ein Chris King sein kann, muss es beim Vorbau ein Thomson sein. In meinem Fall ein X4 mit 50 mm und einer Klemmung von 31.6. In meiner Meinung der schönste Vorbau den es gibt und dazu fast unzerstörbar. Ein Meisterwerk der Frästechnik.
Beim Lenker wollte ich einen etwas breiteren als vorher und habe mich nach langem hin und her für eine Truvativ Holzfeller entschieden. Dieser kommt im schönen schwarz mit einem roten Karo-Muster daher. Mit einer Breite von 700 mm war breiter als der Easton am Superstroke aber noch schmal genug um zwischen den (meisten) Bäumen durch zu passen.


LRS & Reifen

Bei der Laufrädern habe ich bis auf die Rohloff auf schon bekanntes zurückgegriffen. Die Felgen sind DT Swiss 5.1 und damit dieselben die schon am Superstroke problemlos den Dienst verrichten. Die Speichen und Nippel kommen auch von DT Swiss. Wie schon erwähnt dreht sich das Hinterrad um die Rohloff, während vorne eine DT Swiss 440 FR Nabel den Mittelpunkt spielt. Die Nabe ist natürlich für eine 20 mm Steckachse ausgelegt.
Auch bei den Reifen habe ich den Maxxis Ardent gewählt, mit welchem ich auch mit dem Superstroke schon unterwegs war. Auch hier wieder mit Schläuchen und ohne ein Tubeless-Experiment.

Pedalen

Inzwischen bin ich ja von den Klickpedalen abgekommen und die Shimano-Pedalen die ich Anfangs noch am Chameleon hatte mussten inzwischen den NC 7 Sudpin III S-Pro weichen. Diese Bärentatzenpedalen sind mit 385 g schön leicht, mit 15mm schön dünn und dazu noch schön schwarz. Die recht langen und gut verschraubten Pins graben sich die in die Sohle der Schuhe ein und bieten damit einen Grip, der fast so gut ist, wie der von Klickpedalen. Nur bei wirklich groben Wurzelpisten bin ich mit den Schuhen etwas gerutscht. Aber mit einem Hardtail rüttelt es über Wurzeln einfach recht schnell mal. Über die Haltbarkeit kann ich bisher noch nichts schlechtes sagen. Nach den wohl noch nicht ganz 2000 Km verrichten sie ihren Dienst immer noch perfekt und Pins sind auch noch keine ausgefallen.

Sattel

Der Sattel ist ja immer so eine Sache. In erster Priorität muss er gut zum Allerwertesten Passen und dann sollte er auch noch gut aussehen und leicht sein. Dass der Selle Itala SLR Gelflow für mich bequem ist, weiss ich ja schon seit einiger Zeit, da ich ihn schon am Superstroke fahre. Da er auch noch schön und leicht ist, viel mir die Sattelwahl gar nicht schwer und so thront nun wieder ein SLR Gelflow auf meinem Chameleon.

Chameleon Review: Kindshock i900

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Bei der Sattelstütze habe ich mich an etwas neues gewagt und wurde bisher nicht enttäuscht. So habe ich mit eine Kindshock i900 gekauft, welche um 125mm absenkbar ist.
Vor allem bei uns in der Gegend, wo man oft kurze Trails hat, lohnt es sich oft nicht, abzusteigen, den Sattel abzusenken und ihn nach ca einer Minute wieder hoch zu stellen. Allerdings bringt ein abgesenkter Sattel bergab doch etwas mehr Sicherheit, vor allem beim Harddtail, wo das Hinterrad gerne mal in die Höhe spickt. So habe ich mich für eine absenkbare Sattelstütze entschieden, obwohl diese nicht gerade durch die lange Haltbarkeit bekannt sind. Die i900 gibt es alternativ noch mit einer Fernbedienung vom Lenker aus, allerdings hat man da wieder ein Kabel mehr am Lenker und zudem ist der Griff an der Sattelstütze auch so schnell erreichbar.
Und bisher möchte ich nicht auf diese Stütze verzichten. Die 125 mm Absenkung reichen mir gut und ich nutze sie fast bei jeder Abfahrt. Hebel ziehen, etwas Gewicht auf den Sattel und schon senkt sich die Stütze stufenlos ab. Das leichte Wackeln, das von den Crankbrothers-Stützen bekannt ist konnte ich nicht feststellen. Auch wenn ich das Bike ab Sattel hebe, fährt sich die Stütze nicht aus. Bisher bin ich die Stütze zwar vorwiegend bei schönem Wetter gefahren, aber da waren auch einige Schlamm- und Regentouren drunter und sie funktioniert immer noch bestens.
Ein Teil, dass ich nicht mehr missen möchte. Der einzige Nachteil ist in meiner Meinung das Gewicht von ca 510 g.

Chameleon Review: Avid Elixir CR

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Während ich bei den meisten Teilen vom Chameleon auf bekanntes und bewährtes gesetzt habe, habe ich mich bei der Bremse für etwas neueres Entschieden. Am meinem Superstroke fahre ich ja bereits die Juicy 5 von Avid und bin mit denen sehr zufrieden. So wollte ich wieder Avid Bremsen am Chameleon. Also entweder wieder eine Juicy (7 oder die Ultimate) oder halt die neue Elixir, welche von der Bremsleistung wohl etwas über der Juicy anzusiedeln ist. Die Testberichte über die Elixir waren sehr gut, nur ist sie halt noch nicht lange auf dem Markt und die Langzeitberichte fehlen. Ich habe mich dann aber trotzdem für die Elixir entschieden. Exakter gesagt für die Elixier CR, also das Top-Model mit Carbon Hebeln und 185 mm Scheiben.
Die Bremse kommt in einem schönen Schwarz, mit einigen Rot-Eloxierten Teilen daher und wirkt recht edel. Die Montage ist ohne Probleme verlaufen und beim kürzen der Leitungen, mussten wir nicht mal die Bremsen entlüften. Dafür mussten wir hinten an die Rohloff eine 190 mm Magura Scheibe montieren, aber mit einer Unterlagsscheibe funktioniert auch das ohne Probleme.
Die Bremshebel aus Carbon sind sehr bequem und drücken auch nach längeren Abfahrten nicht. Wie sie nach einem Sturz aussehen ist dann wohl eine andere Sache.
Die Bremskraft der Bremsen ist genial. Auch mit einem Finger und den 185 (190) mm Scheiben hatte ich bisher nie Probleme mit der Bremskraft. Der Schwachpunkt ist da meist das hoppelnde Hinterrad. Auch bei Regen und Schlamm haben mich die Bremsen nicht enttäuscht. Wenn sie nass sind neigen sie zwar zum Quietschen, allerdings nie so schlimm wie die Juicy 5 am Fully. Bisher bereue ich die Wahl der Elixir überhaupt nicht und nach den über 2000 Km musste ich noch nicht mal die Bremsbeläge wechseln. Und anscheinend soll das etwas einfacher sein, als bei den Juicys.


Chameleon Review: Rockshox Pike

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Ein weiteres Schmuckstück am Chameleon ist die Federgabel. Meine Anforderungen an die Gabel waren klar: Gutes Ansprechen, Absenkbar, Stabil und wieder das Zauberwort: Wartungsarm. Alle diese Bedingen erfüllt die Rock Shox Pike und zudem bringt sie mit 140 mm genug Federweg um auch ruppigen Trails den schrecken zu nehmen.


Aber erstmal von vorne. Wie schon gesagt, hat die Federgabel 140 mm Federweg und gefedert wird nicht mit Luft, sondern mit einer Stahlfeder. Das macht die Gabel zwar recht schwer, sorgt aber für ein butterweiches Ansprechen und eine schön lineare Kennlinie. Klein durchsacken, oder eine extreme Progressivität wie das von gewissen Luftgabeln bekannt ist.
Dafür kann man nicht einfach etwas mehr Luft in die Gabel pumpen, wenn sie zu weich ist, oder etwas Luft ablassen, aber die Standardfeder passt mir perfekt. Kaum Durchschläge, aber der Federweg wird dennoch gut ausgenutzt.
Die Zugstufe lässt sich mit einigen Umdrehungen am Rad unten an der Gabel schnell und einfach Einstellen.


Ein wichtiger Punkt war mit die Absenkbarkeit der Gabel. An der Pike ist das U-Turn, mit welchem man die Gabel mit wenigen Umdrehungen von 140 auf 95mm absenken kann. Klar, es ist nicht ganz so einfach und effizient wie das Talas System von Fox, aber man hat die Gabel dennoch recht schnell abgesenkt. Bei 95 mm arbeitet die Gabel aber immer noch genau so sensibel wie bei 140 mm und ist kein bisschen straffer. So muss man auch aufpassen, dass man mit der abgesenkten Gabel über keine allzu grossen Hindernisse fährt, da man sonst einen Durchschlag riskiert.


Zudem lässt sich die Gabel mit dem Pushloc-Hebel mit einem Handgriff vom Lenker aus blockieren. Ganz blockiert ist die Gabel allerdings nie, denn bei grossen Schlägen öffnet sich das Floodgate und die Gabel federt trotzdem ein. Die Auslösehärte vom Floodgate lässt sich allerdings auch ganz einfach einstellen.


Die 20 mm Maxle Steckachse bietet noch eine zusätzliche Stabilität. Und bei einem Platten ist die Achse eben so schnell entfernt, wie ein Schnellspanner. Einfach den Bügel lösen und die Achse rausdrehen. Simpel.


Der einzige Nachteil für mich ist das hohe Gewicht von gut 2.4 Kg. Die gute Performance und die Wartungsarmut machen das allerdings wieder gut.

Chameleon Review: Rohloff Speedhub

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Ein weiterer wichtiger Punkt im Konzept des wartungsarmen Bikes ist natürlich der Rohloff Speedhub. Mit dem Speedhub hat man eine Nabenschaltung, welche 14 Gänge und eine Übersetzungsbandbreite von 526 % zur Verfügung stellt. Zum Vergleich: Eine übliche Kettenschaltung (22, 32, 44 & 11-32) hat eine Bandbreite von 580 % mit zwei Kettenblättern vorne (wie ich es am Fully fahre) sind es nur noch ca 475 %.

Der grosse Vorteil der Rohloff ist zweifelsohne, dass sie fast wartungsfrei funktioniert. Die Nabe braucht jedes Jahr einen Ölwechsel und das ist es auch schon. Von Ausfällen der Nabe liest man kaum etwas und das, obwohl viele Rohloff Naben an quer durch die Weltgeschichte unterwegs sind, an Downhillbikes verbaut werden und auch selten geschont werden. Dazu kommt, dass man bei einer Nabenschaltung vorne nur eine Kettenblatt und hinten nur ein Ritzel benötigt. Dadurch läuft die Kette immer gerade und nutzt dadurch ich selber, das Kettenblatt und Ritzel viel weniger ab.


An diesem Punkt kommt ein Teil vom Chameleon Rahmen ins Spiel, welches einen weiteren Vorteil bringt. Durch das Exzenter-Innenlager kann man die Kette spannen, ohne einen Kettenspanner am Rahmen montieren zu müssen. Das sieht zum einen sauberer aus und verhindert jegliches Kettenschlagen oder abspringen der Kette.


Und mit dem Schaltwerk fällt auch ein Teil weg, welches sonst gerne mal an einem Stein anschlägt, sich oder das Ausfallende verbiegt oder sich einfach mal in das Hinterrad wickelt. Alles in allem Clean und praktisch.


Da der Chameleon Rahmen trotz dem Exzenter nicht für eine Rohloff konzipiert wurde, mussten wir an einigen Orten etwas improvisieren. Prinzipiell lässt sich die Rohloff allerdings an jedes Bike montieren, welches hinten einen Schnellspanner hat. Bei Rahmen die nicht "Rohloff Ready" sind. Muss man eine externe Schaltbox montieren und eine Drehmomentabstützung mit einem Speedbone oder eine Drehmomentabstützung , welche am Rahmen montiert wird. Ich habe mich für den Speedbone entschieden, da sich der recht gut montieren liess und die Alternative einfach grässlich aussieht. Auf dem folgenden Bild sieht man die Teile recht gut.


Geschaltet wird mit dem Rohloff Drehgriff. Und nur mit einem Drehgriff. Wer einen Trigger für die Rohloff sucht, wird noch lange suchen, denn sowas gibt es (noch) nicht. Und obwohl ich kein Fan von Gripshift bin, finde ich den Drehgriff für die Rohloff ideal. Aber darauf komme ich später noch. Der Grund dafür ist weil es zwei Schaltzüge benötigt, welche die Gänge wechseln. Was mich persönlich noch etwas stört, ist der klobbige Gummigriff, welcher bei längeren Downhills gerne mal etwas drückt und die Zugabgänge nach vorne. So braucht man recht lange Züge, was etwas unschön aussieht.


Ich fahre momentan eine Übersetzung von 40 zu 15, was etwas grösser als die übliche Übersetzung ist. Das nächste Kettenblatt wird allerdings ein 38er, dann habe ich wieder denselben kleinen Gang wie mit 22 zu 32.


Speziell ist dazu noch, dass man an die Rohloff nur Bremsscheiben mit 4 Schrauben befestigen kann. Die typischen Scheiben haben allerdings 6 Schrauben. Dazu kommt, dass es keine Scheiben mit vier Schrauben mit einem Druchmesser von 185 mm gibt, so musste ich auf eine Magura-Scheibe mit 190 mm ausweichen. Das sieht zwar nicht perfekt aus, funktioniert aber tadellos.


Den grössten Vorteil der Rohloff, wie Wartungsarmut, habe ich ja schon beschrieben, nun gibt es da noch weitere Vorteile.
  • Schaltvorgänge:
    Mit der Rohloff kann man zum einen Schalten ohne zu Treten und zudem sind die Schaltvorgänge extrem schnell und präzise. Wenn man das klicken hört, sitzt der Gang und man kann wieder voll reintreten. Und hier kommt auch der Vorteil des Drehgriffs in Spiel. So kann man im Handumdrehen (wortwörtlich) gut 7 Gänge aufs mal Schalten. Man muss also nur einem nach fassen um vom grössten in den kleinsten Gang zu schalten. Ein grosser Vorteil, wenn man schnell um eine Kurve kommt und einen steilen Anstieg vor sich hat. Ratsch und schon ist ein kleiner Gang eingelegt.
  • Verschleiss
    Habe ich zwar auch schon erwähnt, aber den Punkt möchte ich hier auch auflisten. Durch die immer perfekte Kettenlinie werden Kette, Kettenblatt und Ritzel sehr wenig abgenutzt. Und wenn die Teile dann wirklich verschlissen sind, kann man das Ritzel einfach wenden und damit nochmals gleichlang weiterfahren wie bisher.

Auch wenn die Vorteile der Naben in meiner Meinung überwiegen hat sie natürlich auch einige Nachteile.
  • Gewicht
    Mit ca 500 g mehr als eine übliche Schaltung ist die Nabe einiges schwerer als eine Kettenschaltung. Dazu kommt noch, dass das ganze Gewicht am Hinterrad ist und bei Fullies noch einen negativen Effekt auf die Hinterradfederung hat. Ich muss allerdings zugeben, dass ich da keinen grossen Effekt spüre.
  • Preis
    Ein Schnäppchen ist sie nicht und in der Anschaffung recht kostenintensiv. Dafür spart man sich einiges im Unterhalt und als Vielfahrer kann man so langfristig wohl wieder etwas Geld sparen. Und so ein Wunderwerk der Technik ist in meiner Meinung auch etwas Geld wert.
  • Geräusche
    Die Rohloff ist nicht ganz so leise wie eine Kettenschaltung. Besonders in den Gängen 1-7 ist ein deutliches Mahlen zu hören, während in den Gängen 8-14 der Freilauf fröhlich vor sich hin rattert. Mit der zeit gewöhnt man sich allerdings an das Geräusch und wenn man weiss, dass das nicht schädlich ist, sondern so sein muss, finde ich das OK. Dafür hat man das Kettenschlagen beim Bergabfahren nicht.
  • Übersetzungsbereich
    Wie oben schon Erwähnt hat die Rohloff einen Übersetzungsbereich von 526% während eine übliche Kettenschaltung eine von 580 % hat. Mich stört das recht wenig, da ich nicht darauf angewiesen bin, bei 50 Km/h noch treten zu können. Mancher mag das allerdings also Nachteil zu empfinden.
Alles in allem finde ich die Rohloff ein geniales Stück Technik, das ich auf keinen Fall tauschen würde. Der grosse Test bezüglich Schlamm, Dreck und Schnee steht zwar noch an, aber ich bin schon jetzt begeistert von der Nabe.

Chameleon Review: Der Rahmen

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Das Herzstück des Bikes ist ja bekanntlich der Rahmen. Der Chameleon Rahmen ist ein eher ungewöhnlicher Rahmen, den er ist recht robust gebaut für Federgabeln bis zu 160 mm freigegeben und hat ein Exzenter-Tretlager. Angeliefert wurde der Rahmen in Rot, da ich noch etwas Exklusivität wollte, wurde danach mit einem schönen Reinorange gepulvert.

Die Beschriftung vom Rahmen war anfangs in einem eher unschönen grau gehalten, glücklicherweise waren die Kleber, die danach geliefert wurden in schwarz und das ist die Farbe die definitiv am besten passt.

Mit dabei war auch eine schöne Sattelklemme mit dem Santa Cruz Logo. Die bleibt wohl solange, bis die Thomson Sattelklemmen verfügbar sind.

Ich habe den Rahmen in der Grösse L bestellt, da ich damit hauptsächlich Touren fahren möchte. Im Vergleich zum Superstroke ist mir aufgefallen, dass der Radstand fast gleich, das Oberrohr allerdings etwas länger ist. Dadurch ist das Bike nicht ganz so wendig, allerdings klettert es so ganz gut.

Zu erwähnen ist hier vielleicht noch, dass beim Chameleon keine durchgehende Zugverlegung vorgesehen ist. Wir haben die Zuganschläge am Oberrohr allerdings aufgebohrt, da durchgehende Züge zum für ein wartungsarmes Bike Pflicht sind.


Santa Cruz Chameleon Review

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Da ich nun schon über 2000 Km mit dem dem Santa Cruz Chameleon gefahren bin ist es nun endlich an der Zeit mal einige Wörter darüber zu verlieren. Denn schliesslich ist das Chameleon kein 08/15 Bike und ich denke, so ein Review könnte für andere Leute auch noch nützlich oder zumindest interessant sein.
Damit das ganze auch noch Übersichtlich bleibt unterteile ich den Bericht in mehrere Teile, welche dann hier verlinkt werden.Die Idee so ein Bike aufzubauen ist mir im letzten Winter gekommen. Im Schnee und Schlamm ist ein Fully mit der üblichen Kettenschaltung einfach nicht das ideale Gefährt. Zum einen spuckt die Schaltung recht schnell und das Putzen eines Fullys ist auch recht aufwändig. So habe ich mich auf die Suche nach einer wartungsarmen Alternative gemacht und bin da nirgends so richtig fündig geworden. Und was macht man, wenn man etwas will, das es noch nicht gibt? Genau, man macht es selber. So reifte dann erstmal auf Papier eine Teileliste und ende März ging es dann los. Als erstes traf der Rahmen ein und dann ging es immer weiter, bis ich Anfangs Mai die erste Biketour mit dem Chameleon machen konnte. Inzwischen habe ich schon über 2000 Km mit dem Bike gemacht und es ist genau so wartungsarm wie erwartet. Schnell geputzt, keine Ausfälle und geringer Verschleiss beim Antrieb. Und schön sieht es auch noch aus.

Vielen Dank an dieser Stelle noch an Marcel Glauser welcher mich beim Aufbau mit seinem Fachwissen (und dem Werkzeug dazu) unterstützt hat. Alleine hätte ich das nie geschafft.