C1 Prüfung bestanden

Heute morgen war noch die praktische C1 Führerprüfung.
Zuerst musste ich eine Stunde ohne Anhänger herumfahren. Unter anderem ein längeres Stück rückwärts Fahren, an eine Rampe Fahren und auf die Autobahn. Keine Kunst das zu bestehen.
Danach musste ich den Anhänger ankoppeln und damit noch eine Stunde herumcruisen. Auch ein längeres Stück rückwärts Fahren und auf die Autobahn. Auch das ohne Probleme bestanden.

Nun ja, jetzt musste ich den Führerausweis abgeben und werde ihn in 3-4 Wochen wieder kriegen, dann allerdings mit den Kategorien C1 und C1E drauf. Und das gratis :)

Woche 10 (Fahrerausbildung)

Wochenübersicht:
  • Duro Ausbildung
  • Bremskurs in Veltheim
  • C1 Theorieprüfung
  • Entlassung am Mittwochabend

Am Sonntag begann alles wie immer. Einrücken um 0:15 und LiLö um 0:30. Als nichts neues im Westen.

http://images.t-error.ch/blog/28/image.jpgNach dem Frühstück ging es am Montag morgen gleich mit Geländefahren los. Die Strecke war dieselbe wie mit dem Puch, aber mit dem Duro macht es doch noch mehr Spass. Vor allem durch das "Flussbett", also über die grossen Steine. Da fängt es ganz schön an zu schwanken und zu rütteln. Manchmal dachte ich echt, ich sein in einer Achterbahn. Auch das Fahren mit der SchuMa übten wir mal wieder. Bevor wir dann mal etwas essen konnten gabs wieder mal ein Selbststudium über C1. Wir konnten auch schon Übungsbögen lösen. Mir machte es einwenig Angst, denn ich hatte beim ersten Bogen zehn Fehler. Nun ja, das kommt sicher noch :)
Nach dem Essen gings es mal wieder auf eine Kollektivfahrschule. Diesmal allerdings ohne Anhänger, was doch einiges angenehmer zum Fahren ist. Es ging wie bei der ersten Fahrschule mit dem Puch durch den Aargau. Wir haben uns mal wieder gröber verfahren, aber wir hatten Spass im Duro und das ist ja wohl das wichtigste. Der Duro ist aber doch recht breit, was wir einige male merkten, da wir plötzlich mit der rechten Seite nicht mehr so richtig auf der Strasse waren. However, ausser dem Rütteln ist nichts passiert :D Um ca 17:00 erreichten wir unser Ziel. Das Verkehrssicherheitszentrum in Veltheim. Dort gab es dann was zu Essen, oder so was ähnliches. Eine Scheibe trockenes Brot, Streichkäse, eine Militärschokolade und zwei Riegel. Lecker ;)
Dann gings es endlich mal los. Zuerst Theorie von einem "Trainer". Wie bremst man am besten usw. Interessanter wurde es nicht viel später, als wir mit den Duros auf nasser Fahrbahn Vollbremsungen machen mussten. Die Geschwindigkeiten lagen zwischen 30 und 60 Km/h. Danach wurde es etwas schwieriger. Zuerst mussten wir die Bremse voll durchdrücken und kurz darauf wieder lösen, so dass die Räder nicht mehr blockierten. Gar nicht so einfach, wenn man das Auto noch nicht so gut kennt. Bei den Geschwindigkeiten um 60 Km/h kam es dann schon mal vor, dass es einem den Hinterteil des Duro's auf die Seite zog, weil man die Bremse nicht genug löste. Denn dadurch blockierten nur die Hinterräder.
Die nächste Aufgabe sollte uns zeigen, was passiert, wenn man zu nah auffährt. Es fuhren immer zwei Duros nebeneinander mit einer Wagenlänge abstand. Die Geschwindigkeit war um die 50Km/h. Auf einer geraden Strecke musste der vorder plötzlich Bremsen und der andere musste versuchen hinter dem anderen Duro zu halten. Nun ja, da die Geschwindigkeiten bei uns nicht immer bei 50Km/h lagen, konnte es auch vorkommen, dass der hinter Duro den vorderen beim Bremsen überholte. Nachdem wir das ca 30 mal gemacht hatten (es war extremst Spassig) ging es wieder zurück zum Bremsen. Das Ziel war es diesmal einem Hinderniss auszuweichen. Also zuerst mal voll auf die Bremse, dann die Bremse lösen bis die Räder wieder drehen und dann um das Hinderniss herum. Das ganze mit 40-45 Km/h. Das war echt schwierig. Meistens lösten wir die Bremse zu wenig oder zu spät, so dass wir schön in das Hinterniss hineinfuhren. Aber ab und zu kamen wir auch rundherum.
Zum Schluss gings noch auf eine rutschige Fahrbahn in der Kurve. Zuerst nur mal drüberfahren und schauen was passiert, dann aber noch bremsen und beschleunigen darauf. Beim Bremsen gings dann einfach gerade aus und beim beschleunigen begann der Duro je nach Geschwindigkeit an zu drehen. Auch lustig.
Um 21:00 war das ganze auch schon vorüber. Wir fuhren über die Autobahn nach Kloten zurück. Bei dem Regen war es aber schweirig etwas zu sehen, vor allem in den Rückspiegeln, da die Seitenscheiben angelaufen waren. Aber wenn der Beifahrer immer sagte, ob au der rechten Seite ein Auto ist, gings schon. Von Kloten gings dann mit den Sprintern zurück nach Bülach, wo wir dann um 23:30 im Bett lagen.

Am Dienstag gings auch wie immer los. 6:00 auf, Frühstück und ab nach Kloten. Dort stand zuerst mal das manövrieren an. Grundsätzlich ist es einfacher als mit dem Puch da der Duro doch einen besseren Einschlag hat. Es gibt aber doch einige Dinge die man beachten muss vor allem beim Rückwärtsfahren mit Anhänger. Nun ja, vor dem Mittagessen gabs noch eine kurze Theorie mit dem Thema Lampen/Sicherungen. Nicht wirklich kompliziert, aber man muss es ja gesehen haben.
Am Nachmittag stand dann nur Selbststudium C1 an. Das heisst Testbögen lösen, diesmal mit weniger als zehn Fehlern :). In unserer Broschüre fanden wir noch interessante Dinge. Wie zum Beispiel:
Eine Nachtfahrbewilligung wird erteilt:
....
....
zum Transport von Schnittblumen
....
....
nun ja. wie auch immer :)
Zum Abendessen ging es dann zurück nach Bülach, was für unsere Geschmacksnerven erfreulich war, denn in Bülach wird definitiv besser gekocht. Danach gabs noch zwei Stunden FUM mit dem Thema Kommunikation & Information. Das heisst eigentlich wie geben und empfange ich richtig ein Feedback. Nun ja, ich hatte das sicher schon dreimal in meiner Lehre. Danach hatten wir mal wieder ne Stunde Pause dann ABV und LiLö um 22:30.

Da unsere "nicht Fahrer" Kameraden in den letzten Tagen immer zu spät am AV waren mussten wir am Mittwoch schon um 5:45 aufstehen. Für uns gings es dann wie immer nach Kloten, wo es eine Repetition C1 gab. Diese Repetition, war so spannend, dass ich mit Wissenschaftlichen Studien über Traubenzucker in Wasser beginnen musste. Nun ja, der Traubenzucker löst sich nicht ganz auf und an der Oberfläche hat es eine Art Beschichtung. Ähm ja.. zurück zum Thema.. :) Schlussendlich kamen wir doch noch zum grossen Moment. Die Theorieprüfung C1. Die meisten Fragen kamen schon mit denselben Bildern an den Testbögen, desshalb war es keine grosse Kunst den Test mit Null Fehlern zu absolvieren. Fehlt also nur noch der praktische Teil. Danach gabs nochmals einen kurzen Test über die Masse und viele andere Dinge des Duro's. Aber der Test zählte nicht, also nicht weiter erwähnenswert. Zum Mittagessen verschoben wir wieder nach Bülach, diesmal allerdings in einem Lastwagen.
Am Nachmittag hatten wir nochmals FUM, Thema aktives zuhören. Danach stand das Klassenfeedback an. Was gab es da für die Fahrer zu sagen? Nichts, wir waren ja immer in Kloten. Weiter gings es mit Sicherheitspolitik beim Oberstleutenat und um 17:00 war auch das vorüber. Wir eilten in unsere Zimmer um uns umzuziehen, zu packen und das Zimmer blizblank zu putzen. Ca eine Stunde später waren dann auch die anderen Zimmer bereit und wir durften zum letzten HV in dieser Woche einstehen. Und dann hörten wir wieder unseren lieblings Spruch
Sie haben Urlaub bis Sonntag 23:15
Kurze Zeit später gab es in der Kaserne keinen einzigen Anwärter mehr. Endlich :)

Woche 9

Kleiner Wochenüberblick:
  • Fassmannschaft
  • Leitungsbau
  • 15 Km Marsch mit Biwak
  • Feldschiessen
  • Duro Ausbildung

Am Sonntag mussten wir erst um 0:15 (also eigentlich erst am Montag) einrücken. Die Verbindung von Neftenbach nach Bülach ist aber nicht allzu toll. Ich war gut eine Stunde zu früh dort. Nun ja. Immerhin genug Zeit um alles auszupacken. Danach war auch nicht mehr viel los. ABV und LiLö um 0:30.

Am Montag musste ich schon um 5:40 aufstehen, da ich diese Woche in die Fassmannschaft eingeteilt wurde. Um 6:00 musste ich frühstücken und danach bis 7:05 Teller, Becher, Schalen usw. abwaschen. Ein Spass für die ganze Familie ;) Vor dem AV um 7:15 musste ich noch ins Tenue Sport wechseln. Nach dem AV gings auch gleich weiter mit Sport. Zuerst Spielten wir ne Runde Volleyball und danach um uns an die gute alte Schulzeit zu erinneren ein wenig Völkerball :). Nach dem Duschen stand MilFo auf dem Plan. Das heisst Besammlungsübungen. Immer ein Gruppenführer musste seite Gruppe auf Einglied oder eine Zwoerkollonne sammeln. Eigentlich auch nicht so eine Kunst. Damit wir mal wieder ein wenig am Gewehr rumspielen konnten durften wir mal wieder über eine Drillpiste. Zuerst 10 mal PSK, dann 10 mal das Magazin wechseln, 5 unverzügliche Reaktionen und dann noch ein entladen. Und das ganze einfach etwa 10 mal. Extrem motivierend. Ich musste mich wegen der Fassmannschaft um 11:40 wieder bei der Essensausgabe melden. Wieder derselbe Ablauf. Die Arbeit dort ist ja nicht so schlimm, das Problem ist einfach, dass man keine Zeit über den Mittag hat.
Nun ja. Etwas spannender gings am Nachmittag weiter. Fachdienst mit dem Thema Leitungsbau. Es war nicht allzu anspruchsvoll, aber doch noch lustig so kleine Leitungen über eine Wiese zu ziehen. Zum Glück bei schönem Wetter. Wir lernten die verschiedenen Sicherungs-/Stüzpunkte im Tief und Hochbau kennen und auch wie man eine Leitung testet. Zum Beipiel mit dem Feldtelefon 50. (Ja, 50 ist der Jahrgang, aber nicht 1850 :) ) Alles topmodernes Material :D Danach musste ich mich auch schon wieder in der Fassmannschaft melden.
Nach dem Abendessen gings schon an das HV. Ausgang bis 22:00. Nun ja. Nicht allzuviel, aber man will sich ja nicht beklagen :). Danach gings auch schon zum ABV und um 22:30 war wie immer LiLö.

http://images.t-error.ch/blog<br />
/24/biwak.jpg Auch am Dienstag musste ich wieder in die Fassmannschaft (in Bülach dauert die Einteilung immer eine Woche). Nach dem AV gings los mit FUM. Das Thema war Führen. Was bedeutet Führen usw. Mit dem Fahrrad gings dann aber auch schon los zum 300M Schiessstand Bülach. Dort wurde uns nochmals ganz genau erkläht wie man das Visier des Stgw richtig einstellt und wie man richtig in einen Schiessstand geht. Verschluss offen usw. Das ist extrem mühsam, da wir alles in Kloten schon mehrmals hatten und es auch nicht schwierig ist. Und wenn man für so etwas eine halbe Stunde verschwendet ist das einfach nur mühsam. Als wir die lästige Theorie endlich hinter uns hatten, konnten wir fürs Feldschiessen üben. Zuerst 9 Probeschüsse und dann das Feldschiessen mal durchschiessen, ohne dass es zählt. Als wir damit fertig waren gings auch schon wieder zurück in die Kaserne. Nun wurde das Stgw geputzt und dann gabs was zu Essen.
Um 13:30 mussten wir Gruppenweise einstehen. Ein 15 KM Marsch mit anschliessendem Biwak war angesagt. Das Wetter war nicht gerade toll, es regnete mal wieder. Im Regenschutz war es aber recht war, da wurden wir lieber von aussen nass. Ein Problem war noch, dass wir selber Kartenlesen mussten. Schlussendlich gab es doch etwas mehr als 15 KM. Schätzungsweise 18. Aber ja, auch nicht so schlimm. Als wir dann mal im Ziel (Schüliberg, Nördlich von Niederweningen) ankamen, gings schon ans aufbauen des Biwaks. Da wir relativ wenig Leute waren, mussten wir das Biwak mit den Sekretären aufstellen. Für alle war es das erste mal, aber im Militär gibts ja für alles ein Reglement. Wir mussten fünf Zelte aufstellen. Nun ja, halt einfach zwei Plachen zusammen geben ein Zelt. Dann mussten wir noch ein ca 50 cm tiefes Loch für das Feuer graben. Danach mussten wir ja auch noch was zu Essen haben. Nachdem wir dann mal endlich ein Feuer hingekriegt hatten, setzten wir Wasser für die Teiwaren auf und fingen mal mit dem Braten des Hackfleisches an. Dazu gabs noch eine Tomatensauce, welche auch nicht allzu lecker war. Schlussendlich, nach langem Kämpfen, waren die Teigwaren und das Hackfleisch essbar. (nicht gut, aber essbar :) ) Nun ja, dann war ja auch schon bald mal 22:00 Uhr und LiLö war angesagt, also einfach Nachtruhe. Zudem wurde noch eine Wache bestummen. Jemand musste immer eine Stunde Wache haben, dann wurde gewechselt. Ich hatte das Glück, dass ich nicht auf der Liste war, aber wirklich gut schlafen konnte ich auch nicht.

http://images.t-error.ch/blog/24/abzeichen.jpg Um 03:45 ging es am Mittwoch los. Noch im Dunkeln versuchten wir uns so schnell wie möglich uns anzuziehen, die Zelte abzubauen, zu verstauen und halt zu verräumen, was es zu verräumen gab. Um ca. fünf Uhr fuhren wir dann mit unseren Fahrrädern los. Schlafsack und Gewehr vorne auf dem Gepäckträger und auf dem Rücken den Rucksack. Auf dem Rückweg hatte es immerhin keine grossen Steigungen, aber man merke doch, dass einige nicht mehr allzu fit waren. Nach ca. 1:45 Stunden war wir auch in Bülach angekommen, wo wir die Fahrräder, Schuhe, GT, Rucksack und was halt sonst noch schmutzig war, reinigen mussten. Um 7:20 war natürlich AV. Zuerst gab es einen ZS, weil niemand in der Fassmannschaft war. Ja toll, wenn wir erst um 6:45 ankommen, geh ich sicher noch in die Fassmannschaft. Wir hatten ja kaum Zeit um etwas zu Essen. Der Kadi lehnte unser Antrag zum Duschen natürlich ab. Ich meine, wer duscht denn schon? Zum Glück durften wir danach vom Klassenlehrer aus noch schnell unter die Dusche stehen. Ich fühlte mich fast wie neu geboren :). Der Rest des morgens bestand nur aus FUM. Die Themen waren Rollen in einer Gruppen, Selbstkenntnis mal wieder und Steigerung der Lerneffizienz. Danach gings endlich zum Mittagessen. Und natürlich zur Fassmannschaft.
Nach dem Mittagessen stand nochmals FUM an, etwa mit demselben Thema wie am Morgen. Nun gings endlich ans Feldschiessen. Mit dem Fahrrad fuhren wir zuerst zum Schiessstand. Dort mussten wir dann gleich mal eine Stunde sinnlos warten, da noch andere am Schiessen waren. How ever, irgendwann gings dann auch noch in den Stand. Dort mussten wir 18 Schüsse abgeben, ohne Probeschüssen. Ich erreichte 59 Punkte und ab 57 gibt es einen Kranz. Höhö. Als wir dann mal fertig waren fuhren wir wieder zurück nach Bülach, wir das Stgw Putzen mussten. Das Problem war, das wir erst um ca 17:45 ankamen und um 18:15 wäre HV, da wir ausgang hatten. Schlussendlich wurde der HV auf 19:00 verschoben, was wir dann auch so knapp schafften. Ein Problem war noch, dass die Sekretäre in der AGA noch kein Gewehr hatten, aber eine Pistole. Sie mussten also die Pistole und das Gewehr putzen. Und beim putzen des Stgw waren sie ja noch nicht so erfahren. Aber ja, nach fleissigem mithelfen schafften wir das auch noch. Nach dem HV gingen wir erstmal was richtiges Essen. Und vor dem ABV musste ich nocht meine Gamelle putzen, welche immer noch schmutzig war vom Kochen am Dienstag abend. Um 23:15 war dann ABV. Einige Leute hatten wohl etwas zu viel getrunken, denn einer kaum auf die Idee sich während dem ABV unter das Bett zu legen und es hochzustemmen. Es kam wie es musste, das Bett viel im voll auf die Nase. Wie hörten seine Zimmerkameraden wärend dem ABV plötzlich schreien. Nun ja, dank dem Alkohol tat es ihm überhaupt nicht weh, aber ich denke am Donnerstag morgen umso mehr.
Um 23:30 war dann LiLö und all schliefen friedlich in den "bequemen" Betten.

Da wir am Donnerstag mal wieder Fahrerausbildung hatten, musste ich nicht in die Fassmannschaft, das heisst "erst" um 6:00 aufstehen. Um 7:10 wurden wir dann mit einem Lastwagen nach Kloten gefahren. Dort ging es mal wieder um die Fahrerausbildung. Diesmal allerdings nicht mit dem Puch, sondert um den DURO. Zuerst gabs mal eine kurze Theorie über die Kategorie C1, die man benötigt um den Duro zu fahren, denn der Duro ist schwerer als 3.5 Tonnen. Nach lernten wir kurz das Armaturenbrett des Duro kennen, eigentlich nichts besonderes. Und dann gings auch schon ans Fahrzeug fassen. Halt wieder kontrollieren, ob noch alles ganz ist und ob nichts fehlt. Weiter ging es dann mit dem Mittagessen. Mal wieder in Kloten, wo wir einige bekannte Gesichter sahen.
Den ganzen Nachmittag gabs dann Theorie mit den Themen Schilder, Nachtfahreverbot, Arbeits & Ruhezeitverordnung und auch dien Mase des Duro. Und da merke man schon, dass wie noch nicht genug Schlaf hatten. Man musste echt kämpfen, dass die Augen offen blieben. Eine wilkommene Abwechslung war dann mal das Abendessen. Nach dem Abendessen kam dann das schlimmste. Selbststudium. Ich meine, in dem Zustand, in dem ich dort war, kam nun wirklich nichts mehr in meinen Kompf, aber wir mussten zwei Stunden in diesem Raum sitzen. Mühsam...
Um 21:00 konnten wir dann endlich zurück. Wir hatten drei Sprinter zur Verfügung und konnten selbstständig Verschieben. Zurück in Bülach gings schnell unter die Dusche, ABV und dann endlich wieder Pennen.

http://images.t-error.ch/blog/24/duros.jpg Der Freitag war der Tag, auf den sich die meisten Fahrer am meisten freuten. Die Kollektivfahrschule stand an. Nach dem Frühstück ging es wieder nach Kloten. Dort gab es zuerst die Befehlsausgabe und dann ging es auch schon los. Schnell noch die Anhänger ankuppeln und dann zum ersten mal mit dem Duro fahren. Zuerst gings es in den Hohlberg, wo es eine kleine Strecke gibt um den Duro einwenig kennenzulernen. Man sitzt extrem weit vorne und mit Anhänger ist der Duro doch sehr lange. Kurvenschneiden ist nicht empfehlenswert. Einer Runde auf der Teststrecke gab es einen Fahrerwechsel. Danach mussten wir die Runde nochmals drehen und dann gings los auf die Strasse.
Zuerst nach Illnau, Rikon, Turbentahl, Aadorf, Matzingen und nach Sirnach. In Sirnach gabs eine kurze Pause und einen Fahrerwechsel, bevor es weiter nach Wil, Waldstatt, Urnäsch und dann auf die Schwägalp ging. Der Duro ist eigentlich erstaunlich angenehm zu fahren. Im vergleich zum Puch hat er genügend Leistung und auch die Motorenbremse ist extrem praktisch. Ist ist halt ein bisschen ungewohnt, dass man so weit vorne sitzt und auf der Autobahn schwankt das ganze schon einwenig.
In der Schwägalp mussten wir zum üben die Schneeketten montieren und einen Radwechsel machen. Dann gab es auch schon das Mittagessen aus der Gamelle.
Weiter ging es über Neu St. Johann, Bütschwil, Mosnang in die Hulftegg. Dort wechselte nochmals der Fahrer und wir fuhren über Steg, Gibswil, Hittnau, Pfäffikon, Uster zurück nach Kloten. Dort mussten wir noch volltanken, Anhänger abkuppeln, das Auto reinigen und den Ölstand usw. kontrollieren. Nun gings ausch schon zum Abendessen und danach gingen wir noch unsere Kollegen auf dem VAKD besuchen. Zum Abschluss mussten wir noch eine Theorie über Ladung/Mitfahrende, Fahrzeugtechnik und Anhänger miterleben und dann durften wir schon wieder mit drei Sprinteren nach Bülach zurück. Dort noch Duschen, Packen und nach dem ABV schlafen gehen.

Für mich ging es am Samstag schon um 5:10 los, da ich wieder in die Fassmannschaft musste. So ca zehn Minuten vor sechs kam dann mal jemand von der Küchenmannschaft und wir konnten dann auch noch was essen, bevor wir im Ausgänger abwaschen mussten. Militär live. Um 7:00 war dann endlich HV und wir bekamen noch unseren Sold. 130 Fr. für 14 Tag. Nicht schlecht. Zusätzlich kommt ja noch der Erwerbsersatz. So um 15 nach 7 konnten wir dann endlich nach Hause.

Woche 8 (Anwärterschule)

Los ging es diese Woche am Montag um 14:00 in Bülach. Zuerst konnten wir unsere Zimmer beziehen und das ganze Material dort deponieren. Unterteilt wurden alle Anwärter in 3 Klassen. In unserer Klasse haben wir 13 UemPi's, 5 Sekretäre und 5 IkPi's. Insgesamt also 23 Leute. In den anderen Klassen gibt es nur RistlPi's. Nach dem Zimmerbezug gab es auch schon den ersten Vortrag. Wir wurden vom Schulkommandaten begrüsst. Weiter gings es danach mit einer Theorie über die Feldpost. Eigentlich dasselbe wie in Kloten. Jetzt gings an Mat-Fassen. Das heisst Schanzwerkzeug (Beil, Pickel oder Schaufel) und einen TAZ. Danach lernten wir die Kaserne kennen. Es gab einen kleinen Rundgang. In der Soldatenstube (einem kleinen Restaurant in der Kaserne) hat es sogar drei PCs mit Internetzugang. Danach durften wir unser Fahrrad fassen. Zum Glück nicht mehr die alten Eingänger, sondern die neuen mit ca. 7 Gängen, V-Brakes usw. Aber trotzdem noch recht schwer. Als wir den Reifendruck, Sattelhöhe usw. kontrolliert hatten, ging es weiter zu einem Fototermine. Von jedem Anwärter wurde Fotografiert, warum auch immer. Und schon gings ans Abendessen.
Nach dem Essen gab es eine Theorie von unserem neuen Kadi. Er hiess uns willkommen und erklärte uns, was er von uns erwartet und was wir von ihm erwarten dürfen. Weiter ging es danach wieder mit der Materialkontrolle. Zuerst konnten wir nur eine halbe Kontrolle machen, da unser Kampfrucksack mit allem Inhalt noch irgendwo eingeschlossen war und niemand wusste, wo der Schlüssel ist. Aber als wir mal alles Kontrolliert hatten, was wir hatten, wurde auch der Schlüssel wieder gefunden und wir mussten die Mat-Kontrolle noch fertigmachen. Danach konnten wir die Zimmerordnung erstellen. Wie wir es machten war eigentlich egal, solange es einheitlich war. Eigentlich ganz angenehm :) Nach dem erstellen, kam unsere Feldweibelin (oder wie das immer korrekt heisst) und inspizierte das Zimmer. Natürlich war es zu ihrer besten Zufriedenheit. :) Weiter gings es danach schon mit dem ABV und dann gings ab ins Bett.

Am Dienstag gings es um 6:00 Uhr los. Danach das Frühstück und um 7:15 AV. Also mehr Zeit als in der RS. Darauf folgte eine kurze Fahrradausbildung. Das heisst, nochmals kontrollieren, ob der Reifendruck stimmt usw. Weiter gings dann auch schon mit dem Verladen auf ein Fahrzeug. Das heisst, wir übten wie man am schnellsten 18 Leute in einen Duro bringt. Es geht aber es ist verdammt eng. Vor allem mit Gewehr und Rucksack. Und das ganze muss in weniger als einer Minute. Danach noch dasselbe mit einem grösseren Lastwagen. Für 23 Leute ist es dort immerhin nicht so eng. Danach wurden wir auch schon von unserem Klassenlehrer willkommen geheissen. Er erklärte uns die Spielregeln und wir mussten auch schon einen Eintrittstest absolvieren. Nun ja, die Fragen waren ein wenig komisch. Zum Bsp: Wie lange dauert ein Timeout im Eishockey? Ähmm ja.. was hat das mit Militär zu tun? How ever.. Danach gings es auch schon ans Mittagessen und um 13:20 ans AV.
Darauf folgte die Mobilmachung. Ich weiss immer noch nicht so genau, was sie darunter verstehen. Uns wurde auf jeden Fall der Sackbefehl erklärt und wir mussten uns kurz der Klasse vorstellen. Darauf folgte Kartenlehre. Uns wurde nochmals alles über Koordinaten erzählt, wie man sie misst usw.. Und natürlich mussten wir auch tausende Aufgaben lösen, bis uns die Koordinaten aus den Ohren hingen. Schwierig war es ja auch nicht direkt. Eine willkommene Abwechslung war dann das Abendessen, aber um 19:20 gings auch schon wieder weiter mit der Kartenlehre, diesmal allerdings ein wenig schwieriger (ober auch nur wenig). Orientierung mit der Bussole (Kompass) war angesagt. Wie kommt man von einem Ort zum anderen usw. Auch nicht wirklich viel Stoff für zwei Stunden. Aber besser als im Schlamm herum robben :). Nun gings auch schon an den ABV und dann ins Bett.

Auch am Mittwoch begann der Tag um 6:00, wie immer mit dem Frühstück und AV. Dort gab es schon eine kleine Theorie vom Kadi über den Ausgang. Von wegen "Sie müssen sich nicht besaufen, aber Sie dürfen" :). Von der Feldweibelin, gabs dann eine Theorie über den Dienstbetrieb. Das heisst Öffnungszeiten Mat-Mag, wie fülle ich eine Rep-Etikette, Mun-Bestellung richtig aus. Es gab auch noch einen kleinen Besuch im Mun-Mag und im Mat-Mag. Nach einer Einstündigen Pause stand eine Theorie beim Seelsorger an. Eigentlich dasselbe wie in Kloten, nur dass dieser hier nicht ganz einschlief beim reden.
Nach dem Mittagessen gings theoretisch weiter. Es stand das erste mal FUM an. Das Thema war Selbstkenntniss und Wahrnehmung). Wie werden Wahrnehmungen verfälscht und was kann man dagegen tun. Darauf folge eine Theorie vom Chef der Schule über den LVB. Er erklärte uns, welche Schulen es gibt, wer der Chef davon ist und was die so machen. Als er fertig war, stürmten wir alle die Duschen, zogen schnell den Ausgänger an und erstellen die Zimmerordnung. Nach einer kurzen Zimmerinspektion hatten wir Ausgang von 18:20 bis 23:15. Also früher als in Kloten, aber etwa gleich lange.

Am Donnerstag gings es los wie immer, aber der Tag versprach gutes. Wir durften das technische Material fassen. Wir waren zu zweit den ganzen Morgen damit beschäftigt, das Material zu kontrollieren. Sind in dieser Kiste wirklich 30 Kabelbinder? Sind das 100 Meter RJ 45 Kabel? Hat es einen Toner zum Drucker? Und bei dem Sonnenschein, war das wirklich angenehm. :) So schön entspannend. Nach dem Mittagessen gings für die vier IkPi Fahrer, darunter ich, ins KA. Wir wurden dort auf die Fahrtauglichkeit überprüft (klingt komisch, ist aber so). Das beinhaltet Blutdruck messen, an der Lunge horchen, Augen und Gehörtest usw. Nach zwei Stunden war wir auch damit fertig und "durften" noch zwei Schränke mit CDs überprüfen. Das heisst jede CD Hülle öffnen und überprüfen, ob die richtige CD drin ist und ob es auch genug CDs sind. Eine extrem spannende Aufgabe... Darauf folge ein weiterer Eintrittstest, diesmal allerdings von der Schule. Er war auch ein wenig grösser und schwieriger, vor allem die Zeit war recht kurz.
Nach dem Abendessen lernten wir das Feldtelefon 96 kennen. Eigentlich ein normales Telefon, das aber mit dem Feldkabel funktioniert und Wasserdicht ist. Zuerst verschoben wir auf eine Wiese und legen mal ein Kabel. Danach verteilten wir uns und hängten die Telefone an. Und das ist wirklich Idiotensicher. Schlussendlich funktionierte es ja auch bei allen :). In der nächsten Stunde probierten wir noch die lustigen Funktionen wie Gruppenruf, Konferenz usw aus. Ein Spass für die ganze Familie :) Darauf folgte ein kurzer Kartentest. Wer diesen nicht besteht, muss am nächsten Wochenende Nacharbeit leisten. Weiter gings es dann auch schon mit dem ABV und dem verschieben in die Betten :)


Nach dem gewohnten Ritual am Morgen begann der Freitag mit FUM. Diesmal mit dem Thema Führung der Gruppe. Wie verhalten sich Gruppen, welche Rollen gibt es und wie verhalten sich diejenigen Personen. Und schon kamen wir zum ersten mal in der Woche zu etwas körperlich Anstrengenden in dieser Woche. Sport. Lustige Sachen wie Fussball, Unihockey und Basketball. Eine willkommene Abwechslung. Nach dem Sport kamen wir zum Feedback. Wir durften sagen, was und bisher gefallen hatte und was nicht. Nach dem Mittagessen gab es vom Ausbildungschef eine Theorie über die Uem/Fu Truppen. Welche Battalione gibt es, was machen sie usw.. Darauf folgte nochmals FUM mit dem Thema Gruppendynamik. Wir mussten eine Aufgabe lösen, welche manchen vielleicht schon bekannt ist. Man ist auf dem Mond "abgestürzt" und das Mutterschiff ist 100Km entfernt. Man darf 15 Dinge mitnehmen. Wir mussten nun die Priorität bestimmen. Eine Schachtel Streichhölzer ist ja nicht gerade wichtig und auch nicht funktionsfähig auf dem Mond. Also Priorität 15. Es gab aber lustige Diskussionen und Vorschläge :)
Darauf mussten wir zum ersten Mal das Sturmgewehr in die Hand nehmen. WEB (Wiedererstellen der EinsatzBereitschaft) stand an. Also einfach das Gewehr putzen, obwohl es nicht schmutzig war und noch eine Funktionskontrolle. Mühsam... Danach folge das verdiente Abendessen (Spareribs mit Gnoggi) Lecker :) Die einzige Aufgabe, die wir an diesem Abend noch hatten war das Material fassen und zwar um 21:30. Dort bekamen wir zwei Magazine (jetzt haben wir drei. höhöhö.. Krieg ;) ) eine Zeltblache und die dazugehörigen Stangen. Darauf folgte auch schon das ABV und LiLö.

Endlich, der grosse Tag. Samstag. Schnell aufstehen, Ausgänger anziehen, Frühstücken und dann die Zimmerordnung erstellen. Eine kurze Inspektion und dann auch schon an das HV. Um 7:00 gings dann auch schon Richtung Heimat.

Woche 7

http://images.t-error.ch/blog/20/image.jpgDa der erste Mai im Kanton Zürich ein offizieller Feiertag ist, mussten wir nicht wie gewöhnlich am Sonntag sondern erst am Montag einrücken. Allerdings schon um 22:00. Danach gingst schon ab ins Bett.

Am Dienstag war kein Frühsport angesagt, dafür aber Materialkontrolle. Das heisst, wir durften das ganze Material auf dem Bett ausbreiten und glaubt mir, das ist jede Menge. Als wir damit endlich fertig waren, kam unserem Kadi in den Sinn, dass ja eigentlich eine Fahrerausbildung wäre. Nun ja.. wir konnten das Zeugs auf dem Bett liegen lassen, GT, Rucksack und Stgw packen und dann gings ab zur Ausbildung.
Zuerst gabs für unsere Gruppe eine Theorie über Gefahrengut. Es ging vor allem darum, was man zusammen Laden darf und wievielt davon. Das ist wirklich eine Wissenschaft für sich. Denn wenn man berechnen will, wie viel Munition man mit wie viel Treibstoff man laden darf und ob man auch noch Personen oder Essen dazu laden darf, wird das langsam kompliziert. Als das überstanden war gings noch kurz zu einer Theorie über das korrekte Beladen und sichern eines Fahrzeuges. Nun stand auch schon das Mittagessen an.
Danach gings weiter mit Manövrieren. Wieder dasselbe wie in Woche 5, allerdings mit einer Prüfung über das Manövrieren mit dem Anhänger. So gerade bin ich noch nie Rückwärts gefahren :) Prüfung bestanden. Aber ich kenne niemand, der sie nicht bestanden hat.
Nach dem Abendessen durften wir noch einen Reifenwechsel machen. Nicht wirklich anspruchsvoll, aber noch lustig. Eigentlich hatten wir danach noch ca 1,5 Stunden Ausgang. Allerdings war niemand da, der den Schlüssel für die Waffenkammer hatte und mit der Waffe durften wir ja auch nicht in den Ausgang. Toll... um 22:00 sollte ja ABV sein aber es war immer noch niemand hier. Nach einer Viertelstunde kam dann mal der Feldianwärter und wir konnten die Waffen versorgen und schlafen gehen. Super Organisation! ;)

Der Mittwoch wahr wohl einer der schönsten Tage. Kollektivfahschule stand mal wieder an. Allerdings gabs zuerst noch eine Theorie über das Überbrücken und Abschleppen (von Fahrzeugen, versteht sich). Nach einer kurzen Einsatzbesprechung gings auch schon los. Wie immer gab es Zweier-Teams. Unser Team hatte einen Komandopuch, welcher wirklich voll geladen war. Ich meine die Puchs sind sonst schon Lahm, aber voll geladen kommt man damit wirklich nirgends hin. Nun ja.. zuerst durfte ich Fahren. Es ging nach Embrach, Pfungen, Dättnau, Kempttal und in die Kyburg. Also durch eine Gegend, die ich wirklich gut kenne. Entspannend für den Beifahrer, da er fast nie auf die Karte sehen musste. Allerdings wahr es nicht wirklich angenehm, als wir mit ca 40Km/h in die Kyburg rauftuckerten und das auf einer 80er Strecke. Aber auch das schafften wir. In der Kyburg war wieder Fahrerwechsel und dann gings weiter über Kolbrunn, Schlatt, Girenbad, Turbental, Eschlikon und schlussendlich nach Sirnach, wo es wieder einen Fahrerwechsel gab. Ich durfte dann gleich bis Wil auf die Autobahn. Höchstgeschwindigkeit eines Puch's mit Anhänger ist 80. Da wird man sogar von Lastwagen überholt :). Weiter gings dann durch Kirchberg auf die Hulftegg. Auch wieder mit max 40.
Dort gabs dann was zu essen aus der Gamelle und wir durften sogar ins Restaurant.
Dort oben gabs noch ein letztes mal einen Fahrerwechsel und dann gings schon Richtung Kloten. Zuerst runter ins Tösstal und dann über Bauma, Saland, Pfäffikon, Uster, Brütisellen nach Kloten. Fünf von unserer Gruppe mussten das Wettschiessen noch nachholen, also fuhren wir noch zum Schiessstand. Dort gab es dann das Vor- und das Wettschiessen. Ich erreichte nur 65pt. Zwar erfüllt aber kein Abzeichen. Tja, ich werds überleben :) Danach gings schnell zurück. In der Kaserne mussten wir noch einige Blätter im Eiltempo ausfüllen und nun war auch für uns Fahrer der FAK-Ausgang angesagt.
Die Anwärter, darunter auch ich, hatten allerdings noch die letzten Gespräche, in denen Entschieden wurde, ob man weitermachen muss oder nicht. Die Verantwortlich waren der Meinung, dass ich ein guter Unteroffizier sei. Nun ja, jeder Widerstand war zwecklos, unterschrieben wurde das Blatt von ihnen. So ein Drecksverein. Jetzt habe ich noch 14 Wochen mehr, das heisst, bis zum 1. Dezember. Dann ist der Sommer aber auch wirklich vorbei.
Weiter gings mit dem grossen Ausgang. Nun ja, wirklich geniessen konnte ich ihn ja auch nicht.

Der letzte Teil der Fahrerausbildung stand am Donnerstag morgen an. Geländefahren! Eine lustige Sache, auch wenn wir nicht Vollgas über die Strecke heizen durften. Allerdings war das erste mal 4x4 und die Diffsperre nötig, um den Kurs zu Fahren (siehe Bild). Einmal mussten wir den Kurs noch mit der SchuMa fahren, was aber fast gleich gut funktionierte. Später gabs noch eine Theorie über Lampen und Sicherungen. Nicht wirklich spannend.
Am Nachmittag hatten wir noch Zeit um uns ein wenig für die morgige Inspektion vorzubereiten. Das heisst Stgw, GT, Schuhe, Rucksack usw. putzen.
Danach noch die Puchs unserer Kompanie Reinigen und Warten. Tanken, Öl-, Kühlwasser- und Scheibenwaschmittelstand prüfen usw.
Am Abend gings es ab zur Mörsburg, wo die Beförderungsfeier stattfand. Das heisst alle Anwärter, darunter auch ich, wurden zum Soldaten befördert. Später gab es noch etwas zu essen und wir durften sogar ein Bier trinken! ;)

Am Freitag war mal wieder eine Inspektion angesagt. Das heisst am Morgen mal wieder ca. 3 Stunden in Reih und Glied stehen. Da geht man fast drauf. Weiter gings mit ABC. Zuerst ein kleiner Theorietest und danach was Praktisches. Sich selber in 10 und dem Kameraden in 30 Sekunden die SchuMa anziehen. Ein Spass für die ganze Familie ;) Und schon durften wir zum nächsten Posten stressen. Dort war das Manipulieren an der Waffe gefragt. Sofortige-, und Zusätzliche Reaktion (für alle, die was damit anfangen können :) ) und das Aufsetzten des Bajonetts. Schlussendlich noch Zugschule und das hatten wir seit der letzten Inspektion auch nicht mehr gemacht. Aber es funktionierte verhältnissmässig gut. Dann war die Inspektion auch schon vorüber.
Für die Anwärter ging es nun los mit dem Abgeben des nicht persönlichen Materials. Einige Dinge mussten wir einzeln abgeben, andere in den Kampfrucksack packen und dann so abgeben. Es gab doch noch recht viel, das man in den Rucksack packen musste, aber mit Gewalt geht alles :D Als wir das Material eingepackt hatten, gings ans packen des persönlichen Materials. Und auch davon haben wir jede Menge. Nur schon 5 paar Schuhe, einen Helm, das GT usw... Zwischen dem Packen hatten wir noch Zeit für das Mittagessen und es gab wie fast jeden Freitag Fisch. (Ich hasse Fische, also zum essen)
Als wir dann mal alles in die grosse Tasche, den F-Sack und den kleinen Rucksack gepackt hatten gings weiter mit der Rangverkündigung der Inspektion und auch des besten Zuges der AGA.
Bei der Inspektion lagen wir mit dem Zug eins gleichauf auf dem ersten Platz. Die Inspektion war allerdings auf unsere Kompanie beschränkt. Bei der Rangliste als bester AGA Zug, welche für die ganze Schule gültig ist, lagen wir auf Platz zwei und Zug eins von unserer Kompanie auf Platz drei. Für uns bedeutete das, dass wir wieder früher nach Hause durften und zwar um drei Uhr. So gings schnell ans Stgw holen und für den AV bereit machen. Und schon waren wir wieder entlassen. Die Nicht-Anwärter müssen am Sonntag wieder um 23:45 einrücken.
Für uns Anwärter siehts nun so aus: Am Montag um 14:00 in Bülach einrücken und dann sind wir 14 Wochen dort. Danach kann man einen Unterbruch von maximal drei Jahren machen. Ich werde dann aber nach einer Woche wieder nach Kloten zurückgehen, dort die FGA machen und dann in Liestahl die VBA. Wenn das dann alles endlich vorbei ist, ist auch schon Dezember, aber ich habe es endlich geschafft. Nur noch einige WK's. Aber es ist doch noch eine lange Zeit bis dann.

Woche 5

http://images.t-error.ch/blog/16/image.jpgDiese Woche war wohl eine der Angenehmsten in der RS. Wir mussten aufgrund der Ostern erst am Dienstag um 10:00 einrücken und stand die BGA auf dem Plan. Das heisst die Züge wurden für diese Woche aufgelöst und es gab zwei Detachemente. Fahrer und Sipi's. Ich war einer der glücklichen Fahrer :)

Aber nun mal zum Wochenverlauf.
Einrücken um Dienstag um 10:00 Uhr. Friedlich... Nach dem AV gings sofort an die erste Prüfung über Starkstrom. Unser Zug meisterte diese Prüfung ohne Probleme. Wir wareen der einzige mit 0 Fehlern. Nach der Prüfung war für alle Kaderanwärter (leider auch für mich) eine Theorie der Kaderschule angesagt. Das heisst es wurde uns gezeigt, was uns erwarten würde, wenn wir Weitermachen müssten. Zum Beispiel ein 50KM Marsch oder ähnlich lustige Dinge.
Und dann gings schon ans Mittag essen. Nun wurden die Züge in SiPi's und Fahrer aufgeteilt. Der Wochenverlauf eine SiPi's kann man bei Rekr Frick nachlesen. Für uns Fahrer gings mit dem Fahrzeug fassen weiter. Das heisst wir durften unseren Puch ausräumen und kontrollieren ob wirklich alles Material dabei ist. Und da hat wirklich noch ne Menge Platz :) Zudem mussten wir auch überprüfen, ob die Karre auch wirklich Fahrfähig ist. Dies dauerte den ganzen Nachmittag und anschliessend war schon das Abendessen angesagt.
Nun war noch Theorie der Verkehrsregeln angesagt. Eigentlich sollten wir das ja alle schon wissen, aber ja.. Gewisse Dinge verdrängt, ähhh vergisst man halt :)
Da wir schon etwas früher damit fertig waren, etrwa um 21:00 hatten wir noch eine Stunde ausgang. Für ein Bierchen reichte es ja noch..
Schlussendlich war nocht Extreme ABV angesagt :) Es war so: Die Sipi's hatte länger ausgang als wir und dementsprechend auch mehr getrunken. Beim ABV musste die Zimmerchefen wie immer in den Flur treten und dort die Bestände melden. Einer unserer SiPi's war auch Zimmerchef. Beim melden des bestandes musste er aber inmmer Lachen, was dem Vorgesetzten aber nich so gut gefiel.. Das Resultat waren ca. 30 Liegestützen für alle Zimmerchefen. Für die anderen in den Zimmer war die aber sehr amüsant, denn wir hären Sie immer schreien. 1.. mehr.. 2.. mehr.. 3.. mehr.. usw :) Aber danach durften wir alle mal Schlafen gehen..

Am Mittwoch gings um 6:00 wieder los. Zuerst das Frühstück und dann um 7:00 wie immer das AV. Für uns gings dann weiter mit der Wartung und Kontrolle des Autos. Das heisst Ölstand, Kühlwasser usw. prüfen. Danach gings es zur ersten Ausfahrt. Wir merkten relativ schnell, dass der Puch ein binäres Auto ist. Entweder man gibt kein Gas oder man drückt das Pedal ganz durch. Was anderes gibt es nicht. Wir lernten bei dieser Ausfahrt das 4x4, die Diffsperre usw. kennen. Nicht wirklich spektakulär aber immerhin nich allzu anstrengend :) . Nach der Rückfahrt gibt schon wieder ans Mittagessen.
Der Nachmittag war sehr Theorielastig. Zuerst lernten wir, was das Militär auf der Strasse alles darf und was nicht. Vorbeimärsche und Gefechtsübungen auf der Autobahn sind übrigens nicht erlaubt. :) Danach hatten wir eine Prüfung. Wer diese bestand, hat die erlaubnis zum Personentransport. Darauf folge eine CUA über den Strassenverkehr, was relativ langweilig war. Aber nach dem Abendessen durften wir noch unseren TAZ austauschen und schnell in den Ausgang. Zwar auch nur bis 22:00, aber man will sich ja nicht beklagen.

Auch am Donnerstag ging es erst um 6:00 los. Wie immer gabs zuerst das Frühstück und danach der AV. Nun durften wir zum erstnam mal mit einem Mercedes Sprinter herumfahren. Vorne haben 3 und hinten 8 Leute Platz, also doch noch ein recht grosses Fahrzeug. Damit durten wir auf einer Teststrecke herum Cruisen. Das angehmste ist, dass ein Radio eingebaut ist. :D Zudem ist die Beschleunigung auch recht gut, wenn man es mit dem Puch vergleicht. Auch das meisterten wir ohne Probleme. Nach einee Theorie gings schon wieder zum Mittagessen. Am Nachmittag war Kollektivfahschule angesagt. Das heisst alle Fahrer bekamen eine Karte mit einer Route, die wir abfahen mussten. Wie immer waren zwei zusammen. Einer Fährt, der andere ist am Kartenlesen. Nach eine kurzen Briefing gings schon los. Wir durften zuerst mit dem Sprinter fahren. Bevor wir allerdings den Weg selber finden mussten konnten wir noch zwei beschilderte Strecken abfahren. Ich war mit meinem Kameraden der vorderste. Als wir auf der Panzerpiste fuhren, stand uns plözlich ein Esel im weg und hinter uns stauten sich die restlichen ca 20 Fahrzeuge auf. ein herrlicher Anblick ;) Aber auch am Esel kamen wir mal vorbei. Nachdem wir die beschilderten Routen abgefahren hatten gab es noch ein Fahrzeugwechsel. Wir stiegen in einen Puch mit anhänger (siehe Bild). Nun wurde immer ein Fahrzeug nach dem anderen losgeschickt. So, damit wir das vorherige nicht sehen konnten. Die Route führte uns durch den Aargau (wahrschleinlich, weil es dort nicht so schlimm wäre, wenn wir einen Landschaden bauen würden ;) ) Zuerst gings es mal richtung Zurzach. Allerdings nicht mit den Hauptstrassen sondern meistens über schmalere Strassen und immer über Hügel. Der Puch war damit recht gefordert, denn meistens war 40 die Höchstgeschwindigkeit die möglich war, obwohl es keine Kurven hatte :) . Problematisch wurde es, bei unseren Verfahrern, war wie noch nie mit einem Anhänger gehfaren sind und das Rückwärtsfahren mit Änhänger nicht allzu einfach ist. Ca. 45 Mintuten zu spät kamen auch wir zwei in Birrfeld unserem Ziel an. Dort gab es das Abendessen. Brot, Schokolade, Streichkäse und Wasser. Lecker ;).
Kurz darauf ging es schon wieder weiter, richtung Kloten. Allerdings über Baden. Es war aber noch lustig im dunkeln über schmale Strassen zu Düsen. In Wettigen bei Baden gab es nochmals Fahrerwechsel und weiter gings in der Dunkelheit. Um ca. 22:30 hatten auch wir es geschafft. In der Kaserne gings dann noch ans auftanken, Anhänger ankuppeln und Fahrzeug reinigen. Als wir damit fertig waren, durften wir noch schnell unsere Schuhe putzen, ABV und um 0:00 war LiLö.

Am Freitag morgen war für uns Batteriekunde angesagt. Das heisst Betterien ausbauen, einbauen und nachfüllen von destilliertem Wasser. Danach durften wir noch Schneeketten montieren. Bei ca 20 Grad und Sonnenschein :) . Nach dem Mittagessen lernten wir noch wie man mit dem Puch (mit und ohne Anhänger) manövriert. Das heisst Rückwärtsfahren, Wenden usw. Auch rückwärts und seitwärts einparken ohne Anhänger. Im Militär geht das natürlich ganz anders al Zivil. Warum auch immer. Schlussendlich durften wir die Fahrzeuge noch ein letzes mal reinigen.

Da unser Zug bei der Starkstromprüfung und einer kleinen Inspektion in der letzen Woche der beste war, durften wir am Freitag schon nach Hause. Das heisst, nach dem Abendessen schnell Duschen, Packen und an den AV. Und schon hiess es: Sie haben Ausgang bis am Sonntag 23:45.