Wieder auf der Lägeren

Heute hatte ich mir viel vorgenommen. Ich wollte wieder auf die Lägeren. Zum zweiten mal in diesem Monat. Allerdings habe ich mir vorgenommen, nicht nur zur Hochwacht zu fahren, sondern das ganze von hinten aufzurollen. Gesagt getan. Ich bin Kurz nach 14 Uhr aufgebrochen und da ich damit rechnete, dass die Tour etwas länger gehen wird habe ich etwas Proviant und Licht eingepackt.
Hin fuhr ich fast denselben Weg wie das letzte mal. Erst oberhalb von Oberweningen nahm ich einen anderen Weg. Ich fuhr etwas nach Norden in den Wald und folgte dem Wanderweg richtung Niederweningen mehr oder weniger und kam so durch Schneisingen. Von dortz ging es dann aufwärts, oft an der Sonne, so dass ich zwischendurch einen halt im Schatten machen musste. Das Ziel kam aber immer näher, langsam aber sicher. Die letzten gut 100 Höhenmeter bis zum Aussichtspunkt "Burghorn" waren dann die schlimmsten. Zuerst auf einer Kieststrasse, die aber sehr steil war und mich so zum Absteigen zwang. Weiter ging es auf einem schmalen Weg, nicht weniger steil als der Kiesweg vorhin. Also wieder laufen. Und als ob das nicht genug wäre kam ich dann auf einen Bergwanderweg. Und diese Bezeichnung hatte der Weg verdient. An fahren war nicht zu denken und sogar zu Fuss hatte ich so meine Mühe. Schlussendlich schaffte ich es dann aber doch noch zum Burghorn, welches 850 Meter über Mehr liegt. Ich fand einen kleinen Platz etwas abseits vom weg und legte dort eine längere Pause ein. Ich verdrückte mein Sandwich und genoss die Aussicht, welche wirklich Atemberaubend war.
Eine halbe Stunde später gings dann weiter zur Hochwacht. Auf dem Wegweiser war eine Zeit von 50 Minuten angegeben, ich benötigte mit dem Bike aber nur 45 :) Wie gesagt, der Weg ist als Bergwanderweg bezeichnet. So konnte ich nur wenig Fahren. Oft musste ich absteigen und das Bike stossen bzw. tragen. Aber die wenigen Fahrpassagen machten trotzdem Spass. Inzwischen war es schon 18:50 aber ich genoss trotzdem nochmals die Aussicht von der Hochwacht. Es waren noch ein Biker und zwei Wanderer dort, also nicht das grosse Volk.
Die Abfahrt macht wieder riesig Spass. Es war nicht mehr so heiss und die Sonne war schon weit unten und so durfte ich meinem Schatten nachfahren. In Regensberg waren dann allerdings die Hölle los. Dort war das Burgspektakel. Das Dorf wurde so einer Einbahnstrasse umfunktioniert. Für mich natürlich in die falsche Richtung. So durfte ich einen schönen Umweg Fahren. Und als wäre das nicht genug merkte ich bald, dass man hinterer Reifen platt war. Nicht schon wieder. Das letzte mals als ich zur Lägeren wollte hatte ich schon einen Platten zuhause und jetzt schon wieder. Narf. Als schnell den Reifen wechseln. Die erste Diagnose ergab, dass die wahrscheinlichste Ursache ein Snakebite ist. Immer dasselbe mit diesen Schlangen, ich weiss auch nicht, was die gegen Schläuche haben. However. Ich fand dann doch noch einen Weg runter nach Dielsdorf. Via Niederglatt und Endhöri fuhr ich zurück nach Bülach und radelte dann durch Nussbaumen richtung Eschenmosen. Inzwischen war es auch schon etwas nach 20 Uhr und die Sonne versank hinter dem Berg. Ich durfte das gemütlich von einer Sitzbank betrachten. Sehr schön. Vor der Abfahrt nach Embrach montierte ich dann das Licht, welches vor allem auf den Trails von Vorteil war. Sonst auf der Strasse war es noch nicht so dunkel. Ich fuhr dann einen ähnlichen weg zurück wie den den ich gekommen bin. Und so um die 21 Uhr war ich dann zuhause. Leicht erschöpft aber glücklich.







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Die Daten der ganzen Tour:
  • Distanz: 83Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 15.6Km/h
  • Zeit: 5:54:29
  • Höchstgeschwindigkeit: 59.2Km/h
  • Durchschnittlicher Puls: 153 bpm
  • Höhenmeter: 1454 M
  • Google-Earth Datei

Auf der Lägeren

Gestern hatten sich Steh und ich eine etwas grössere Tour vorgenommen. Das ist auch der Grund, warum ich den Beitrag nicht gestern geschrieben habe, ich bin einfach nicht mehr dazu gekommen. Diese Tour führte uns nämlich auf die Lägeren. Mit dem Bike war ich vorher noch nie dort, allerdings aber mal mit dem Militär auf einem 35 Km Marsch von Bülach aus. Was liegt also näher als einen ähnlichen Weg zu fahren, als den, den wir damals gelaufen sind?
Als ich zuhause losfahren wollte, musste ich als erste feststellen, dass mein Vorderreifen platt war. Na toll. Also erstmal Steh Bescheid geben und dann Schlauchwechsel express. Das fäng ja gut an. Eine viertel Stunde später war ich dann fertig und es konnte losgehen. Zuerst mussten wir aber mal nach Bülach. Keine grosse Sache, zuerst runter nach Pfungen, am Gahngleis entlang nach Embrach und über den Eschenmoser nach Bülach. Vom Eschenmoser sahen wir die Lägeren schon zum ersten mal. Die grosse Kugel mit dem Radar ist ja auch sehr auffällig. Von Bülach aus fuhren wir oberhalb von Höri durch nach Neerach. Eigentlich kann man einfach dem Wanderweg nach Niederweningen folgen. So kommt man dann irgendwann oberhalb von Oberweningen durch. Dort stürzten wir uns dann in die Tiefe und fuhren durch das Dort durch, über die Hauptstrasse und machten uns auf der anderen Seite an den Aufstieg. Zuerst fuhren wir auf einer Asphaltstrasse, welche anfangs wenig Schatten bot. So kamen wir dann auch schön ins Schwitzen. Aber wenn ich zurückdachte, wie ich schonmal mit Rucksack, Gewehr und Kampfstiefel dort raufgelaufen bin, konnte ich mich nicht beklagen :) Bei der letzte Teil zur Lägeren Hochwacht fuhren wir auf einem schmalen Weg, welcher zum Schluss immer steiler wurde und und dann zum Absteigen zwang. Und dann waren wir oben. Ich war erstaunt wie hoch wir eigentlich waren. 850 Meter über Meer. Oben genossen wir dann die herrliche Aussicht auf den Flughafen, Zürichsee, Üetliberg usw. Da ist die Aussicht vom Irchel ja nichts dagegen.
Da es dann schon halb sechs war, machten wir und dann auf den Heimweg. Einfach dem Weg entlang Richtung Regensberg. Ich voraus, Steh hintendrein. Aber plötzlich keine Spur mehr von Steh. Also wartete ich einige Zeit und dann kam er auch angelaufen. Vorderreifen Platt. Na toll, also das ganze nochmals, ich habe ja so langsam Übung. Alter Schlauch raus, neuer rein, und noch Aufpumpen. Weiter gehts. Runter nach Regensberg und weiter nach Dielsdorf. Dort haben wir dann nicht gerade den besten Weg gefunden. Eigentlich wollten wir der Glatt entlang, kamen dann aber an die Hauptstrasse nach Bülach. Aber da es dort auch einen Veloweg hatte, folgten wir einfach dem bis nach Höri und fuhren dann von dort der Glatt entlang. Und von Bülach gings dann denselben Weg zurück, den wir auch gekommen sind. Über den Eschenmoser nach Embrach und weiter nach Pfungen. So kamen immerhin fast 70 Km und 1300 Höhenmeter zusammen, mit dem Bike ist das ja schon einiges.




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Die Daten der ganzen Tour:
  • Distanz: 69.76Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 14.7Km/h
  • Zeit: 4:44:49
  • Höchstgeschwindigkeit: 58.4Km/h
  • Durchschnittlicher Puls: 138 bpm
  • Höhenmeter: 1279 M
  • Google-Earth Datei