Wie versprochen werde ich hier nach und nach die Tourenberichte von den Bikeferien im Engadin veröffentlichen. Dies ist nun der sechste von der Tour auf die "Fuorcla Surlej" am Donnerstag. Alle Artikel sind unter dem Tag
Engadin September 2010 verfügbar.
Der Donnerstag war der letzte Tag unserer Bikeferien im Engadin an dem wirklich schönes Wetter angesagt war und den Tag haben wir auch genutzt um eine weitere schöne Tour zu fahren. Das Ziel war heute die Fuorcla Surlej, bzw der Trail hinten runter ins Roseggtal.
Wir fuhren kurz nach 8 Uhr los, wie gestern schon erstmal nach Champfer, von dort aber auf die andere Talseite rüber nach Surlej, wo auch schon der Aufstieg begann. Am Anfang war es noch rexht harmlos und der Weg führte uns durch einen schönen Wald bis zur Alp Surlej. Bis dorthin war alles fahrbar, auch wenn es die eine oder andere steile Stelle drin hatte.
Nun gings weiter hoch und wir kamen langsam aber sicher über die Baumgrenze und auch der Nebel löste sich langsam auf und so hatten wir beim hochkurbeln nach Margun Surlej noch eine schöne Aussicht über das Engadin.
Danach begann der eher unbequeme Teil, denn der Weg wurde extram steil und nicht fahrbar. Zwar noch immer recht breit, aber einfach zu steil um zu fahren, also hiess es mal wieder schieben. Dafür hatten wir etwas Zeit um die Aussicht zu geniessen, die immer besser wurde, je höher wir kamen.
Den nächsten halt machten wir beim Lej da la Fuorcla, welcher uns auch noch eine kleine Wasserdurchfaht bescherte, aber mit dem Bike kommt man dort ja problemlos trocken durch.
Etwas weiter oben hatten wir dann schon eine recht gute sicht auf den Corvatsch und auch die Fuorcla Surlej sowie der Weg dorthin kamen in Sicht. Das Ziel kommt näher.
Schon fast oben. Eigentlich ist der grösste Teil bis nach oben fahrbar. Die eine oder andere Stelle war uns etwas zu steil und einem einem Ort haben wir eine Abkürzung genommen, die nicht fahrbar war, der richtige (Um)weg wäre aber fahrbar gewesen.
Schon bevor man ganz oben ist, sieht man die ersten weissen Gipfel und so langsam öffnet sich das Panorama auf das Roseggtal und den Gletscher. Wirklich eine bombastische Aussicht und bei dem Wetter sowieso. Nur der kalte Wind hat die agnze Sache wieder etwas ungemütlich gemacht und nicht wirklich zum Verweilen eingeladen. Wir haben aber trotzdem unsere Mittagspause auf der Fuorcla gemacht und hatten dabei immer das super Panorama im Blick. Es gibt wohl kaum einen schöneren Ort um Mittag zu Essen.
Der Trail runter ins Roseggtal war dann aber erste Sahne. Für mich nicht alles fahrbar, aber mit einer etwas besseren Linienwahl wäre wohl noch etwas mehr gegangen, manche Stuffen waren mir aber einfach etwas zu hoch. Der grösste Teil war aber fahrbar und hat jede Menge Spass gemacht auch wenn man immer wieder zikeln musste um um die Kurven und an den Steinen vorbei zum kommen. Aber genau das macht es ja Spannend. Action Pics von den schwierigen Stellen habe ich leider nicht, wir hatten wieder keine Lust um an diesen Stellen anzuhalten. Dafür habe ich noch einige Landschaftsbilder, auf denen auch der Trail zu sehen ist. Ich hoffe, das reicht, bis der Film fertig ist.
Schlussendlich spuckte uns der Trail noch immer gesund und munter im Roseggtal aus und wir waren immer noch mit Adrenalin geladen, und die Fahrt runter nach Pontresina war ideal um wieder etwas "herunter zu kommen".
Wie schon im Val Bever ist die Fahrt im Roseggtal nach Pontresina eher langweilig und wird auch von vielen Fussgängern und Kutschen benutzt, dafür ist die Landschaft mit dem Bergbach einfach wunderschön.
Den Weg von Pontresina via Celerina zurück zur Ferienwohnung kannten wir ja schon vom Montag nur hatten wir gegen das Ende der Tour noch etwas zu kämpfen, aber schlussendlich hat es wie immer doch noch gereicht.
Die Daten der Tour:
- Distanz: 35.21Km
- Durchschnittsgeschwindigkeit: 10.4Km/h
- Zeit: 03:22:37
- Höchstgeschwindigkeit: 40.9 Km/h
- Höhenmeter: 1463.3 Hm
- Hm pro Km: 41.56
- Bike: BMC Superstroke 01