Nomad: die Gabel

Nachdem beim Thema Nomad nun einige Zeit Funkstille geherrscht hat, gehts nun wieder etwas weiter. Am Morgen vom 31. Dezember konnte ich beim Velomech noch einige neue Teile abholen, die ich hier wieder vorstellen möchte. Der Anfang macht die Gabel, die eigentlich schon lange früher hätte kommen sollen.
Meine Vorgaben waren eigentlich recht klar: 160mm (oder 170) Federweg, Absenkbar, 20mm Steckachse, unter 2200 Gramm und so schwarz wie möglich. Die Auswahl ist da nicht mehr sonderlich gross. Eine Suntour Durolux mit 160mm wiegt meines wissens sogar über 2600 Gramm, Magura hat meines Wissens keine 160er Gabel mehr im Angebote und bei BOS und Manitou gibt es nichts mit Absenkung.
So bleiben noch die Rockshox Lyrik mit 2-Step oder U-Turn und natürlich die FOX-Talas. Eine Lyrik 2-Step wiegt gemäss der Rock Shox Homepage allerdings 2381 Gramm, während da eine Talas einiges leichter ist. Zudem war die Talas sowieso schon immer ein Traum von mir und da sie inzwischen ja auch in schwarz erhältlich ist, war das meine Wahl.
Konkret habe ich mir nun eine FOX 36 TALAS 160 FIT RLC 1 1/8 gekauft.
Wie gesagt ist diese inzwischen in Schwarz erhältlich und die Standrohre haben eine "Kashima" Beschichtung, welche die Reibung verringern sollen und zudem noch im schicken Gold daher kommen. Aber auch sonst ist die Gabel mit allerlei High-Tech vollgestopft. Aber nun erstmal von vorne:

Ich habe die Gabel mit einem 1 1/8 Schaft gekauft um so noch etwas mehr Freiheit bei der Auswahl des Steuersatzes zu haben (Reduzier- oder auch ein Angleset) und theoretisch könnte ich die Gabel auch mal ins Chameleon einbauen. Die 36mm dicken Standrohre sind wie schon gesagt mit der "Kashima" Beschichtung überzogen und damit sollte die Gabel noch etwas besser Ansprechen. Bei der Bremsaufnahme wurde eine übliche Postmount-Aufnahme verbaut.


Natürlich gibt es bei der Gabel mehrere Verstellmöglichkeiten. Da die Talas eine Luftgabel ist, kann man die Federhärte über den Luftdruck verstellen, was die Abstimmung relativ einfach macht. Das Ventil versteckt sich beim Talas-Knopf. Wenn wir schon beim Talas-Knopf sind: Dort kann man die Gabel mit einer Umdrehung (und etwas Gewicht auf der Gabel) von 160mm auf 120 absenken, was das Bergauffahren etwas einfacher macht. Im Gegensatz zum ETA der Marzocchi bleibt die Gabel aber auch abgesenkt noch weich und federt mit.
Desweiteren kann man bei der Talas die High- und Lowspeed Druckstufe einstellen. Das heisst man reguliert die Dämpfung bei schnellen und langsamen Schlägen. So kann man die Gabel so einstellen, dass sie bei schnellen Schlägen, zum Bsp über Wurzeln die Schläge geaschluckt werden, die Gabel aber bei grossen Stufen nicht komplett durchsackt.
Schlussendlich kann man, unten an der Gabel, noch die Zugsteffe regulieren. Das heisst man reguliert, wie schnell die Gabel wieder ausfedert.


Die Talas kommt, wie es sich für so eine Gabel gehört, mit einer 20mm Steckachse, welche wich ohne Werkzeug entfernen lässt. Dazu muss man die beiden Schnellspanner an der Gabel lösen und dann kann man die Achse heraus schrauben. Hier finde ich das Maxle-System vom Rockshox ewtas schöner da man dort nur einen Schnellspanner an der Achse hat, aber funktionieren tun beide recht gut.


Dann schlussendlich noch das Gewicht, welches ja auch nicht gerade unwichtig ist. Zur Gabel wird noch eine Kralle (9 g) und ein Zughalter (2 g) mitgeliefert. Die Achse bringt 62 g auf die Wage und die Gabel 2088 g. Komplett wiegt die Gabel somit 2162 g, was für eine Gabel mit 160 mm Federweg und Absenkung doch beachtlich ist. Das ganze natürlich mit ungekürztem (255mm) Schaft.


Service an der Marzocchi All Mountain II

Nach über zwei Jahren, 12091 Km, 220728 Hm und unzähligen Schlägen ist es nun Zeit. Die Marzocchi All Mountain 2 vom Superstroke darf endlich mal in den Service. Dies Hauptsächlich, weil sie inzwischen vermutlich etwas Wasser im System hat und darum den Federweg nicht mehr ganz ausnutzt. Sonst funktioniert sie immer noch sehr gut. Die Gabel hat sich bisher ganz wacker geschlagen und abgesehen von von dem einmaligen Ölverlust hatte sie noch keinen Defekt. Für mich ist die Gabel fast perfekt und darum werde ich sie sicher noch einige Zeit fahren, aber ewig wird sie wohl auch nicht im Superstroke fahren.
Die wichtigsten Vorteile aus meiner Sicht:
  • gutes Ansprechverhalten
  • Dank ETA in 20 mm Stufen bis auf 30mm absenkbar
  • Robust
  • schön Schwarz
und die grössten Nachteile
  • Mit 2.46 Kg recht schwer
  • Keine Steckachse (Steifigkeit)
Meine Traumgabel ist immer noch eine FOX 36 Talas welche 1 cm mehr Federweg hat, Steifer und gut 200 Gramm leicher ist. Dafür ist sie aber recht teuer und nur in grau erhältlich. Aber ja, kommt Zeit, kommt Rad.

Chameleon Review: Rockshox Pike

Alle Teile des Reviews findest du unter dem Tag chameleon review

Ein weiteres Schmuckstück am Chameleon ist die Federgabel. Meine Anforderungen an die Gabel waren klar: Gutes Ansprechen, Absenkbar, Stabil und wieder das Zauberwort: Wartungsarm. Alle diese Bedingen erfüllt die Rock Shox Pike und zudem bringt sie mit 140 mm genug Federweg um auch ruppigen Trails den schrecken zu nehmen.


Aber erstmal von vorne. Wie schon gesagt, hat die Federgabel 140 mm Federweg und gefedert wird nicht mit Luft, sondern mit einer Stahlfeder. Das macht die Gabel zwar recht schwer, sorgt aber für ein butterweiches Ansprechen und eine schön lineare Kennlinie. Klein durchsacken, oder eine extreme Progressivität wie das von gewissen Luftgabeln bekannt ist.
Dafür kann man nicht einfach etwas mehr Luft in die Gabel pumpen, wenn sie zu weich ist, oder etwas Luft ablassen, aber die Standardfeder passt mir perfekt. Kaum Durchschläge, aber der Federweg wird dennoch gut ausgenutzt.
Die Zugstufe lässt sich mit einigen Umdrehungen am Rad unten an der Gabel schnell und einfach Einstellen.


Ein wichtiger Punkt war mit die Absenkbarkeit der Gabel. An der Pike ist das U-Turn, mit welchem man die Gabel mit wenigen Umdrehungen von 140 auf 95mm absenken kann. Klar, es ist nicht ganz so einfach und effizient wie das Talas System von Fox, aber man hat die Gabel dennoch recht schnell abgesenkt. Bei 95 mm arbeitet die Gabel aber immer noch genau so sensibel wie bei 140 mm und ist kein bisschen straffer. So muss man auch aufpassen, dass man mit der abgesenkten Gabel über keine allzu grossen Hindernisse fährt, da man sonst einen Durchschlag riskiert.


Zudem lässt sich die Gabel mit dem Pushloc-Hebel mit einem Handgriff vom Lenker aus blockieren. Ganz blockiert ist die Gabel allerdings nie, denn bei grossen Schlägen öffnet sich das Floodgate und die Gabel federt trotzdem ein. Die Auslösehärte vom Floodgate lässt sich allerdings auch ganz einfach einstellen.


Die 20 mm Maxle Steckachse bietet noch eine zusätzliche Stabilität. Und bei einem Platten ist die Achse eben so schnell entfernt, wie ein Schnellspanner. Einfach den Bügel lösen und die Achse rausdrehen. Simpel.


Der einzige Nachteil für mich ist das hohe Gewicht von gut 2.4 Kg. Die gute Performance und die Wartungsarmut machen das allerdings wieder gut.