Roadtrip 2011: Wallis - Vom Gletscher zu den Rebbergen

Wie versprochen werde ich hier nach und nach die Tourenberichte von unserem "Roadtrip" veröffentlichen. Dies ist nun der Vierzehnte von unserer Hochtour im Wallis am Freitag. Alle Artikel sind unter dem Tag Roadtrip 2011 verfügbar.

Als wir im Wallis waren hat sich Rotscher eines Tages beklagt, dass es ja nicht gehe, wenn wir ohne ihn ins Wallis gehen. Nun ja, da gibt es nur eine Lösung: Er muss auch kommen. Gesagt, getan. Am Freitag morgen haben wir ihn in aller Herrgotts-frühe vor unserem Camping Platz getroffen und er hatte nicht nur sein Bike, sondern auch gleich eine Biketour im Gepäck. Ich halte es hier mal wie Rotscher und werde keine Ortsnahmen nennen, in der Hoffnung, dass die Tour so auch weiterhin einen Geheimtipp bleibt.
So gings die ersten 20 Km erstmal der Rohne entlang, wo wir die Beine schon etwas warm fahren konnten. Danach können wir dank den Bergbahnen unsere Beine etwas hochlagern und machen so recht angenehm ca 1700 Höhenmeter gut.
Danach ist aber fertig lustig, ab 2200 Meter über Meer, müssen wir selber wieder ran und die Beine sind gefordert. Anfangs auf einer zwar breiten, aber ebenso steilen Schotterpiste, die zumindest für mich nicht komplett fahrbar war. Ca nach der Hälfte war es dann für alle nicht mehr fahrbar und die Bikes wurden geschultert und so die sau-steile Schotterwüste hochgetragen.




Dafür war die Aussicht von oben (immerhin 2900 MüM) nicht schlecht, auch wenn es noch einige Wolekn hatten, die die Aussicht versperrten. Aber der Blick auf den Gletscher war nicht schlecht, wenn auch nicht ganz so Atemberaubend wie gestern beim Aletsch.


Danach folgte eine Abfahrt und wir freuten und schon auf das Mittagessen in der SAC-Hütte, aber so einfach ist das nicht. Wir mussten uns das Mittagessen redlich verdienen, denn davor hat es nochmals einen richtig gemeinen Gegenanstieg, wo die Bikes wieder geschultert werden mussten, dafür war oben auf dem Grat endlich die Hütte zu sehen. Aber der Trail der Runter war zumindest auf den ersten Metern alles andere als flowig, wie man auf den Fotos ja erkennen kann. :)



Das Essen in der Hütte hat dann aber richtig gut geschmeckt und wir konnten unsere Beine nach dem bisher recht kräftezehrenden Weg wieder etwas lockern.


Dann kam endlich der Teil, auf den wir uns schon den ganzen Tag gefreut haben: Die Abfahrt. Aber wie es im Hochgebirge halt so ist, alles ist steinig, rutschig und steil und so sind wir zeitweise auch mal abgestiegen, aber der grösste Teil war fahrbar.


Nach einem kurzen Gegenanstieg kamen wir zu unserer Überraschung auf eine recht grosse Ebene durch welche sich ein schöner Trail zog, welcher zum Gas geben einlud. Aber auch hier hatte es immer wieder die eine oder andere technische Stelle drin.


Nach der Ebene wurde es wieder etwas steiler und die Sicht auf den schön kitschig-blau schimmernden Stausee wurde frei. Welch Ausblick und dann auch noch mit den Bergen dahinter (welche man auf den Fotos leider nicht so gut sieht). Wirklich genial und das (und das kleine Tunnel) mussten wir natürlich noch für einige Fotos nutzen.





Nach einer schnellen Abfahrt auf der wieder etwas besser ausgebauten Schotter-Piste kamen wir zum Stausee und mussten dort die Brücke auf noch für ein kleines "Fotoshooting" ausnutzen.


Beim Stausee hatten wir dann etwas die Hälfte der Höhenmeter vernichtet und das obwohl wir schon jede Menge schöner Trails gefahren sind. Aber nun gings erstmal zügig durch den Wald, bis wir dann in die Felswand kamen und dort etwas schieben mussten. Links gings halt doch den einen oder anderen Meter runter, aber viel war fahrbar und das auch ohne dass man Angst haben müsste herunter zu fallen.


Nun folgte noch einige mehr oder weniger ebene Kilometer auf recht verwurzelten Wegen, welche mich noch etwas Kraft kosteten und so war ich dann auch froh, als es dann wieder schön bergab ging. So haben wir recht schnell wieder viele Kilometer vernichtet und das auf die richtig schöne Art. Den nächsten halt machen wir bei einem kleinen lustigen Tunnel. Besonders mit den breiten Lenkern muss man richtig zirkeln, dass man durchpasst, aber irgendwie geht es dann schon.


Zum Schluss folgten dann noch viele Kilometer durch die Rebberge vom Wallis. Immer leicht bergab, direkt an den Suonen mit der Sonne im Gesicht. Das war richtig schön zum Ausfahren und der Ausblick über das Wallis ist genial, besonders natürlich mit der Abendsonne.


So sind wir dann etwas um 19 Uhr erschöpft aber glücklich wieder beim Camping-Platz angekommen und hatten das Bier dort richtig verdient. Und auch wenn die Aufstiege richtig anstrengend waren: Es hat sich 100 mal gelohnt!

Die Daten der Tour:
  • Distanz: 67.31Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 12.1Km/h
  • Zeit: 05:34:48
  • Höchstgeschwindigkeit: 68.8 Km/h
  • Durchschnittlicher Puls: 126 bpm
  • Höhenmeter: 1095 Hm
  • Höhenmeter Bergab: 2701 Hm
  • Hm pro Km: 16.27
  • Bike: Santa Cruz Nomad Carbon

Fotos aus Saas Fee

Seit gestern bin ich wieder zurück aus Saas-Fee und froh alles heil überstanden zu haben. Das Wetter hat leider nicht ganz so mitgemacht und schlussendlich hatten wir nur zwei Tage mit Sonnenschein. Aber wir sind da nicht so heikel und sind auch bei schlechtem Wetter gefahren.
Hier noch einige Bilder:

Montag





Nachtschlitteln am Dienstag


grauer Donnerstag


schöner, aber kalter und windiger Freitag