Woche 30 (Liestal)

Wochenübersicht:
  • Einrücken in Liestal
  • KVK
  • Techmat Fassung
  • Inspektion

http://images.t-error.ch/blog/83/kaserne.jpgDiese Woche mussten wir erst am Dienstag einrücken. Um 10:00 mussten wir in der Kaserne sein. Dort erfuhren wir dann auch, wo wir eingeteilt sind. Ich bin nun in der Richtstrahl Stabskompanie 4/61 im Systemzug, Zug Buzz. Dieser Zug ist für ein Eist Tm (Einsatzstelle Telematik) zuständig und stellt die Planer für das Batallion. Um 10:30 ging es dann weiter mit der Begrüssung durch den Kdt Stv. Darauf folgte eine Kontrolle des EAM. Auf dem Basketballfeld, unserem neuen HV-Platz mussten wir alles auslegen und danach wurde es vom Feldi kontrolliert. Danach hatten wir Zeit um die Unterkunft zu beziehen. Wir haben nun ein 12er Zimmer mit zwei Duschen und zwei Toiletten. Insgesammt sind wir darin 8 Leute. Nur leider ist dieses Zimmer, wie so alles von unserer Kompanie im dritten Stock und einen Lift gibt es nicht. Um 12:00 gabs dann was zu Essen.
Am Nachmittag gings es weiter beim Kadi. Auch er ist, wie wir, unsere Zugführer und so alle hier, noch am Abverdienen. Er zeigte uns den groben Verlauf der VBA und gab uns einen Überblick über die Schule. Insgesammt werden wir ca 210 Leute in unserer Kompanie haben. Schon etwas anderes als unsere ca 50 Leute in Kloten. Darauf folgte eine Begrüssung vom Zugführer auf dem HV Platz. Ich hatte mal wieder Glück und bin im coolsten Zug der Schule gelandet :). Nach der Begrüssung zeigte uns der Zugführer noch die Kaserne, wobei sie nicht so weitläufig ist, wie die in Kloten. Nach dem Rundgang gabs eine Theorie über Doktrin Uem/FU. Das heisst, uns wurde erklärt, wie unser Zug, unsere Kompanie mit anderen Zusammenarbeitet. Also wie alles im grossen Aussieht. Für viele war es doch etwas zuviel Theorie und auch ich konnte mit vieles nicht merken. Vor dem Abendessen konnten wir noch die Zimmerordnung fertig erstellen.
Um 19:30 gab es noch eine Orientierung FUM. Das heisst, es wurde geprüft, für welche Prüfungen wir zugelassen sind. Ich kann nun an zwei Prüfungen gehen, von insgasammt drei möglichen. Nach dieser "Orientierung" gings beim BO weiter. Ein Major diesmal. Dort gabs drei Posten, mit den Themen "Bezug einer Führungsanlage", wieder einwenig anders als in Kloten, "Führungswand", auch anders als in Kloten und noch "Organisation eines Kompanie Reorganisationsplatzes", das hatten wir in Kloten gar nicht. Fertig waren wir damit um ca 21:30. Dann gings auch schon bald mal ins Bett.

http://images.t-error.ch/blog/83/zimmer.jpgAm Mittwoch morgen stand eine Kaderausbildung an, desshalb mussten wir etwas früher aufstehen. Um 7:00 sollten wir bei einer Halle ausserhalb von Liestal sein. Wegen Transportschwierigkeiten, kamen wir aber ca 15 Minuten zu spät, was dem Hauptmann dort überhaupt nicht gefiel. Nach dem er sich wieder mehr oder weniger gefangen hatten gings los mit der Ausbildung. Es gab 3 Posten. Schiesskino: Von jedem Zug musste ein Uof dort hin. Die anderen wurden auf die restlichen 2 Posten verteilt. Personenkontrolle und Fahrzeugkontrolle. Es war zwar Repetition, aber natürlich konnte ich mich nicht an alles erinnern. Nach einer Pause wechselten wir dann zum anderen Posten. Um 10:00 gings dann zurück in die Kaserne, wo die Soldaten auch schon angekommen waren. Nachdem wir die Waffen versorgt hatten gings in die MZH zur Korpsvisite. die soldaten wurden vom Kdt Stv begrüsst und das höhere Kader wurde vorgestellt. Nach der Korpsvisite stand dann auch schon das Mittagessen an.
Um 13:00 mussten allen auf dem HV-Platz bereit stehen. Der erste AV wurde geübt. Also welcher Zug steht wo, usw. Unser Zug hatten einen Bestand von 44. Nachdem der erste AV um 13:30 Problemlos über die Bühne den HV-Platz ging, war die Matkontrolle der Soldaten an der Reihe. Sie mussten das Material auf dem HV-Platz auslegen und wir kontrollierten das Ganze. Danach konnten die Soldaten ihre Zimmer beziehen. Speziell an unserer Kompanie ist, dass 2 von 5 Zügen nicht in Liestal, sondern in Pratteln übernachten. Das heisst die beiden Züge (Zem & IMFS Zug) verschoben nach Prateln und bezogen dort ihre ZSA. Unsere Soldaten bezogen ihre 3 Zimmer in Liestal. Wir überwachten das ganze. Noch vor dem Abendessen führen wir noch einige Sofortausbildungen durch, da am Freitag eine Inspektion anstand. Das heisst Riegeln und das Zerlegen der Waffe war angesagt. Um 17:45 gabs dann das Nachtessen.
Am Abend sah es dann ähnlich aus, wie schon am vorabend. Diesmal nur mit den Soldaten. Zuerst zur Verfügung Kp Kdt und dann zur Verfügung Zugführer. Danach war nochmals Zimmerordnung erstellen angesagt und dann folgte auch mal eine Kontrolle durch den Feldi. Um 23:00 war ABV.

http://images.t-error.ch/blog/83/morgen.jpgTagwache war am Donnerstag um 6:00 von 6:30-7:00 gabs Frühstück und um 7:25 war AV. Danach mussten wir unser Techmat fassen. Glücklicherweise kein BA KP, nur einige Computer, Aggregate, R905 und ähnliche Dinge. Das ganze lief unter unserer Leitung und der des Mat Of's. Zwischendurch gabs noch Sofortausbildungen mit dem Thema KaHi. Wir schaften es, das ganze Techmat unseres Zuges schon am Morgen zu fassen. Von 11:45 - 12:15 war dann wieder Mittagessen angesagt.
Av war am Nachmittag um 13:15. Um 13:30 mussten wir noch zur Waffenkontrolle bereitstehen. Das ganze dauerte ca bis 14:00. Da wir schon das ganze Material gefasst hatten, hatten wir am ganzen Nachmittag Sofortausbildungen. Stgw90, KaHi, ABC und Zugschule. Beendet wurde das durch das Abendessen um 17:15.
Am Abend übten wir noch für die Kompaniepräsentation. Das heisst wir mussten alle der Grösse nach einstehen. Zuerst die Offiziere, dann wir Uofs und danach die Soldaten. Das ganze in 3 Reihen, da wir nicht genug Platz für 2 hatten. Fertig waren wir damit um 20:00 und hatten dann noch 30 Minuten Zeit um die Zugschule zu üben. Das ganze lief sehr gut, für den Anfang. Darauf war nochmals zur Verfügung Kp Kdt. Dort mussten die Soldaten die Starkstromprüfung, bzw die Fahrerprüfung ablegen, welche auch für die Inspektion zählt. Danach stand noc PD/ID an und dann war auch bald LiLö.

http://images.t-error.ch/blog/83/bauka.jpgAuch am Freitag war die Tagwache um 6:00. Nach dem Frühstück war wieder um 07:30 AV. Am morgen stand wieder Mat Fassung auf dem Plan. Wir übten aber wieder für die Inspektion. BG 4 erstellen und ähnlich lustige Dinge. Auch die Zugschule durfte nicht zu kurz kommen.
Am Nachmittag war dann etwas mehr los. Nach dem frühstück um 11:45 mussten wir um 12:55 zum AV bereistehen. Danach verschoben wir mit 6DM's zur Halle, wo die Inspektion stattfinden sollte. Bis um 14:30 hatten wir Zeit um uns aufzustellen. Wie immer auf zwo Glieder und alles Blitzblank. Um 14:30 begann es dann. Der Kp Kdt schlug uns ins Achtung und dann Inspizierte uns unser BO. Insgesammt 20 Minuten mussten wir im Achtung stehen. Das hielt man noch aus. Danach gabs eine Kontrolle des Sackbefehles. Notfallzettel, Grabstein, IVP, und bei den Kadern noch das Gefechtsjournal. Nach einer kurzen Besprechung hatten wir eine Pause. Um 15:50 mussten wir dann aber wieder zur Zugschule bereitstehen. Nur leider lief es dort nicht so gut. 2 Leute verschliefen eine Kurve und auch die Reaktionen waren schlecht. Es gab noch eine genügend. Nach einer Pause mussten wir dann um 16:50 zum Posten "Formelles" bereitstehen. Mit Helm und Stgw90. Dort musste sich jeder Soldaten nach dem anderen beim BO mit Name, Vorname, Beruf und Wohnort anmelden. Und danach wieder abmelden. Vor dem Abendessen passten wir noch die SchuMa richtig an.
Das Abendessen nahmen wir mal wieder aus der Gamelle ein. Nach dem Nachessen hatten wir Uos nicht viel zu tun. Die Soldaten mussten an die Posten KaHi, Stgw90 und ABC. Wir mussten da aber nicht dabei sein. Also Pause. Um 22:00 waren wir dann auch fertig und verschoben zurück in die Kaserne. Dort war noch PD/ID angesagt. Wir Uos kontrollierten alles. Stgw, Schuhe und SchuMa. Als alle fertig waren, wurde noch kontrolliert, ob auch alle Gewehre in der Waffenkammer waren. Schlussendlich fehlten noch 10 Gewehre. Spöter kam dann aus, dass das die Gewehre der Küchenmanschaft waren und diese in der Kühltruhe lagen. Toll. Um ca 24:00 kamen wir dann auch noch ins Bett.

Am Samstag war um 05:45 Tagwache, damit wir noch ein Gipfeli essen und das Zimmer reinigen konnten. Um 06:45 mussten wir dann auf dem HV-Platz stehen. Das HV sollte eigentlich um 07:00 sein. Da aber einige Zimmer noch nicht sauber waren und einige Schlüssel fehlten, durften wir noch eine Stunde warten und um 08:00 abtreten. Toll.

Woche 16 (15 Km Lauf)

Wochenübersicht:
  • Jede Menge Fachdienst/FUM
  • 2 mal Ausgang
  • Besuch Schwimmbad Bülach
  • Inspektion
  • 14 Km Lauf

Am Sonntag mussten wir mal wieder erst um 00:15 einrücken. Wie immer war dann ABV und 15 Min später LiLö.

http://images.t-error.ch/blog/51/pause.jpgDer Montag startete mit FD. Als erstes erhielten wir den Auftrag, ein Arbeitsblatt über die Triage lösen. Das heisst, wir mussten Eingangs- und Ausgangsformulare ausfüllen und auch Dateien importieren und auf andere PC's kopieren. Und jedes mal, wenn wir etwas importierten, mussten wir das in diese Formulare eintragen. Extrem anspruchsvoll ;) Zudem mussten wir, wie so fast jedes mal wenn wir am BA KP sitzen, ein Druckerproblem lösen. Ein Drucker wurde mal wieder nicht erkannt. Aber da wir ja Informatiker sind (nun ja, immerhin 3 von 5) bogen wir auch das zurecht :) Nach einer halbstündigen Pause ging es weiter mit einem kleinen Fachdienst-Test und darauf folgte wieder ein Arbeitsblatt. Diesmal gings aber ums Word. Ich ahnte da schon böses. Beim Aftrag ging es um Filialblätter mit Word, also sozusagen eine Gruppenarbeit vorzubereiten. Das war auch kein wirkliches Problem. Das Problem war die Gliederung mit den Aufzählungszeichen. Ich schug mich ca 15 Minuten damit rum. Auch ein Ik Leutenant konnte nicht helfen. Schlussendlich schafften wir es, auch wenn es nicht ganz korrekt war. Drecks Word. Glücklicherweise gings dann auch schon in den Mittag.
Danach folgte mal wieder FUM. Thema: Konflikte. In unserem Theorieraum war es extrem heiss und zusätzlich liefen noch drei BA KP Systeme, die auch nicht gerade kühlten. Da es einige Gruppenarbeiten gab, konnten wir wenigstens diese draussen auf einer Wiese lösen, das war dann einiges angenehmer. Vor allem im Theorieraum, wurden meine Augenlieder immer schwerer, aber ich schaffte es noch knapp, wach zu bleiben :). Aber dann war ja auch schon wieder das Abendessen angesagt und danach gings noch kurz unter die Dusche und dann auch schon in den Ausgang, immerhin bis 22:00.

Am Dienstag gings gleich wieder mit FUM los. Also dort, wo wir am Montag aufgehört hatten, wieder über Konflikte. Dann gab es auch noch eine kleine Gruppenarbeit. Unsere Gruppe hatte die Aufgabe, eine kleine Umfrage über Konflikte an der letzten Übung und allgemein an der Anwärterschule zu machen. Danach mussten wir das auch noch Präsentieren. Um 10:00 waren wir damit dann auch fertig. Dann fragte uns der Lehrer, ob wir jetzt eine Pause möchten. Wir sagten natürlich ja. Darauf erwiederte er: "ich glaube nicht, dass sie jetzt eine Pause wollen. Denn ich habe einen neuen Auftrag für sie. Ziel: Schwimmbad, Weg ins Ziel: ...." Nun ja.. ich wollte dann wirklich keine Pause mehr. Also schnell Badehosen und Tuch holen, und dann gings mit den Fahrrädern im Eiltempo richtung Schwimmbad. Bei schönstem Wetter vergüngten wir uns dort auf den Sprungbrettern, Rutschbahnen und beim Wassball spielen. Um 12:00 musten wir leider auch schon wieder zurück sein, da das Mittagessen anstand.
Am Nachmittag hatten wir nur Fachdienst. Das Thema war Fehlersuche. Bevor wir uns aber dem praktischen Teil zuwenden konnten gab es nochmals einen Test. Dann gings an die Kabelkontrolle. Wir mussten mehrere 100Meter Kabel abrollen und dann wiederaufrollen, damit wir an beide Enden der Kabel kamen. Das Problem hatten wir auch schon auf den Übungen. Die Kabel auf den Kabelrollen sind oft so aufgerollt, dass man sie komplett abrollen muss, damit man an beide Stecker kommt. Und bei 100 Meter kabeln ist das extrem Zeitaufwändig. Danach konnten wir die Systeme, die wir an der Fachdienstübung benötigt hatten und dann im Theorieraum wieder aufgebaut hatten noch vertigstellen. Der Fachlehrer hatte zudem noch kleine Fehler eingebaut. Zum Beipsiel den CD-Rom Tower ausgeschaltet, oder Kabel einwenig ausgezogen. Es war dementsprechend auch nicht wirklich schwierig, diese Fehler zu beheben.
Nach dem Abendessen hatten wir ein "Begleitetes" Selbststudium. Nun ja, eigentlich war kein Schwein dort, das uns "begleitete". Nun ja. Wir übten dann halt noch einwenig FUM und machten dann noch einige mal Gruppenschule. Um 21:00 waren wir dann auch damit fertig und hatten bis 22:00 nichts mehr.

Der Mittwoch startete auch wieder theoretisch. Diesmal allerdings kein FUM sondern Bereitschaft. Ein Vortrag von einem Oberstleutenant über ein Thema, welches wir in der AGA schon mal hatten. Es war, wie schon immer in dieser Woche, extrem heiss im Theorieraum und auch das Thema war nicht sehr interessant. Immerhin hatte der Oberstlt dafür Verständnis und wir hatten oft Pause. Darauf folgte Umweltschutz. Zuerst machten wir einen Rundgang und uns wurden die verschiedenen Entsorgungsstellen gezeigt. Der ideale Zeitpunkt. Nach neun Wochen in der Kaserne, werden uns diese Entsorgungsstellen gezeigt. Super. Darauf mussten wir in Gruppen noch ein AEK (Aussage, Erkenntnis, Konsequenz) über ein Thema des Umweltschutzes machen und das noch Präsentieren. Die Themen gingen von sinkenden Tankern über Pfand auf Petflaschen bis zu furzenden Kühen. Ähhh.. ja..
Am Mittag mussten wir schon um 13:10 mit der Vollpackung bereitstehen, da eine kleine Inspektion anstand. Zuerst wurden wir auf die Inspektion vorbereitet, das heisst, das Tenue wurde korrekt erstellt, der Sackbefehl wurde kurz kontrolliert und der Helm und das Gewehr wurden nochmals eingestellt. Dann mussten wir uns auf dem HV-Platz auf Zwo-Glied aufstellen und dann wurde nochmals eine Kontrolle durchgeführt. Dann gings es los. Der SchuKo überprüfte unsere "Aufstellung" danach gab es ein kurzes Feedback und die Klasse wurde in drei Gruppen aufgeteilt. Von jeder Gruppe wurde ein Chef bestimmt, welcher eine Karte bekam auf welcher Aufgaben für die Gruppenschule standen. Diese musste dann jede Gruppe vorzeigen und das wurde auch bewertet. Danach wurde der Gruppenchef gewechselt und es begann nochmals von vorne, aber mit einer anderen Karte. Danach erhielten wir den Befehl unsere Waffe zu zerlegen. Wir stellten uns also auf Ein-Glied auf und nachdem jeder seine Waffe entladen hatten, brach der SchuKo ab, da er nur sehen wollte, ob wir auch wirklich ein Entladen machen. Darauf folgte eine kurze Kontrolle unserer SchuMa und Tasche. Dann gabs noch eine Theorieprüfung mit jeder Menge Abkürzungen, Taktischen Symbolen usw. Der Witz der Sache ist, dass wir das noch nie behandelt hatten. However. Darauf folgte die Inspektionsbeschprechung. Da der Einsatz sehr gut war reichte es für ein Gut - Sehr gut. Dann ging es auch schon weiter zum Sport, wo wir uns für die Sportabzeichen-Prüfung vorbereiten mussten. Also Stangenklettern, Standspringen usw. Danach Spielten wir Fussbal, wie bisher so immer im Sport.
Dann endlich mal unter die Dusche, Ausgänger umschnallen und an den HV. Ausgang bis 23:15.

http://images.t-error.ch/blog/51/ik.jpgAm Donnerstag Morgen hatten wir eine Enführung in die Ausbildungsmethodik. Unser Klassenlehrer erklährte uns die wichtigsten Grundlagen der Methodik. Darauf gab er die Aufgaben für die Woche 12 bekannt. In dieser Woche steht die Ausbildungsmethodik im Vordergrund. Wir müssen zwei Lektionen à 45 Minuten Vorbereiten. Ich habe eine über das BA KP und eine über den Igel. Nach der Aufgabenverteilung hatten wir eine Stunde Zeit um für die bevorstehende FUM Prüfung zu lernen. Danach folgte sie auch schon. Die FUM 4 (Konfliktmanagement) Zwischenprüfung.
Nach dem Mittag hatten wir nochmals FUM. Diesmal allerdings über Stress, Motivatoren und die Verantwortlichkeiten eines Gruppenführers. Nach einer halbstündigen Pause hatten wir das Wochenfeedback und danach noch einige wenige Vorinformationen für die DHU.
Darauf folgte auch schon das Abendessen und dann lernten wir, was schon an vielen Prüfungen kam. Abkürzungen und taktische Zeichen. Zum Beispiel das Zeichen eines Ik Zuges (Bild). Und dazu natürlich ach jede Menge Abkürzungen (NEMP, RX, PIN, TX, ZZ, RAP, DTS, ASF, IMFS) um einige davon zu nennen. Um 21:00 war der Spuck auch schon vorüber.

Der Freitag begann mit der Modulabschlussprüfung FUM Mobul Gruppenführung. Wer diese mit einem Sehr Gut besteht, kann an die Zivilie prüfung gehen und sich ein Diplom holen. Nun ja, mal sehen, für was es gereicht hatte. Die Prüfung war in zwei Teile gegliedert. Zuerst einige Fragen und dann eine Geschichte mit Fragen darüber. Eine Frage war zum Beispiel:
Auf der untersten Ebene wird nur ............ befohlen
Die richtige Antwort wäre mündlich. Jemand schrieb aber unsinn was oft auch stimmt, bei der Prüfung wohl aber als falsch abgestempelt wird. Darauf folgte ein 14.8 Km Geländelauf, welcher um 9:00 begann. Mehr war uns auch nicht bekannt, da kein Befehl für den Lauf veröffentlicht wurde. Niemand wusste, mit welchem Tenue der Lauf absolviert werden sollte. Der Kadi, der auch nichts darüber wusste, sagte dann mal, dass wir doch im Tenue-Sport gehen sollten. Da es draussen regnete zog ich halt meine Badehosen an. Als wir beim Start waren, war dort auch niemand, der wusste um was es geht. Toll. So 15 Minuten später kamen dann mal zwei, die auch erst gerade informiert wurden, dass der Organisator des Laufes verschlafen hatte. Kurze Zeit später war dann auch mals Tor aus der Kaserne offen und wir starteten. Zuerst durch den Wald, durch Schlamm und Matsch und dann immer dem Flughafen entlang. Aber schlussendlich lief eh jeder so, wie er wollte, denn kein Posten war aufgestellt. Auch der Zwipf Posten war noch nicht da, als ich beim Radio-Village vor der Kaserne Kloten ankahm. Nun ja, ein Schluck Wasser vom Brunnen musste genügen. Dann gings wieder denselben Weg zurück nach Bülach. Ich hatte mir für die 15 Km ein Ziel von Weniger als 1:30 Stunde gesetzt. Mit 1:28 erreichte ich das dann auch so. Dann gings endlich schon völlig nass unter die Dusche und dann zum Mittagessen.
Am Nachmittag hatten wir eine Theorie über EKF. Das war noch interessant. Mit einem SE-235 ist man in 2x3 Sekunden schon aufgeklährt (nein, nicht so.. ihr wisst schon, was ich meine :) ). Dann gings zum Vorwettschiessen. Besonders interessant war das nicht und ich traf auch nicht so gut. 66 Punkte mussten reichen. Danach verschoben wir zurück in die Kaserne, putzten das Gewehr. DAs Gewehr wurde noch kontrolliert und meines wurde für rostig befunden. Tja, dann halt noch mehr Fett ran. Um 19:00 waren wir auch damit fertig. 5 Minuten vor dem Abendessen wurden wir noch informiert, dass wir unsere Fahrräder auf einen Lastwagen verladen müssen. Toll. Natürlich hatten die 54 Fahrräder auch auf einem 10DM nicht Platz und der Fahrer musste noch einen Anhänger holen. Bis die Fahrräder verladen waren, gab es auch nichts mehr zu Essen, wir gingen dann halt in das Restaurant vor der Kaserne und genehmigten uns noch einen Coup. Um 22:00 war wieder ABV.

Zum Samstag gibt es nichts besonderes zu sagen. 5:45 Tagwache und um 7:00 HV und endlich nach Hause.

Woche 11 (Inspektion/HG Ausbilung)

Diesmal gings am Sonntag bereits um 23:15 los, wahrscheinlich, weil wir am Montag fahren mussten und wir halt sechs Stunden Ruhezeit davor haben müssen.

Nach dem Frühstück am Montag stand für unsere Klasse Sport auf dem Tagesplan. Ich musste aber im TAZ an die praktische C1 Prüfung. Da im Militär aber alle immer dasselbe tragen müssen, musste ich im Tenue Sport an den AV und mich danach umziehen. Militärlogik halt :) Wie schon geschrieben gings dann zur C1 Prüfung, den Ablauf habe ich ja schon beschrieben. Das Resultat war erfolgreich, Prüfung bestanden. In 3-4 Wochen werde ich dann mal meinen Führerausweis zurück haben und wenn ich 21 bin, kann ich noch die Kategorien D1 & D1E ohne Prüfung beantragen. Die sind für Personentransporte bis 16 Personen. Bis dann fahre ich halt einfach ohne Ausweis rum :) Danach gings weiter mit FUM, das Thema war "Fragen". Es ging vor allem um offene und geschlossene Fragen. Repetition in dem Sinne. Weiter gings es mit dem Mittagessen.
Auch am Nachmittag hatten wir wieder FUM. Mit dem Thema verständlich Sprechen. So langsam wurde es immer mühsamer, da der Stoff doch recht trocken war. Die Augenlider wurden immer schwerer. Aber irgendwann kam dann endlich das erlösende Abendessen. Darauf folgte nochmals FUM. Das Thema habe ich vergessen. How ever, um 22:00 war dann wie immer ABV und um 22:30 LiLö.

Am Dienstag mussten wir um 6:00 aufstehen und nach dem Frühstück stand MilFo an. Das heisst, wir konnten das Gruppenschulprogramm üben. Sammlungsübungen auf Einglied, Einer- und Zwoerkolonne. Für die vier Ik-Fahrer, darunter auch ich, ging es weiter mit Fachdienst. Zuerst wurde uns das Telematikzentrum erklärt. Eine recht theoretische Sache. Darauf wurde es etwas spannender. Wir durften mal ein SAS einrichten. Eine Gegensprechstation. Bestehend aus einer zentralen Box und halt den hörern. Das einrichten und benutzen ist sehr einfach. Einstecken und es funktioniert. Nun ja.. im Normalfall. Bei uns funktionierte natürlich nur die Hälfte, aber nachdem wir einige Kabel und Geräte ausgetauscht hatten funktionierte es einwandfrei und wir konnten mal alle Funktionen testen. Anrufweiterleitung, Konferenz usw. Eigentlich noch eine lustige Sache. Um 11:00 waren wir auch schon damit fertig und machten uns einen gemütlich Vormittag, bevor wir essen gingen.
Am Nachmittag war der Armeeseelsorger wieder auf Platz. Dort sahen wir einen kurzen Film und durften/mussten dann darüber diskutieren. Nun ja, wems was bringt, aber ich fands ehrlich gesagt nicht allzu interessant. Weiter ging es mit einer Stunde zur verfügung der Anwärter. Auch Angenehm :) Darauf folgte eine Theorie vom Schulkommandenen über die vier Territorialregionen der Schweiz. Für was sie gut sind und was die so den ganzen Tag machen oder zumindest sollten. Als die Theorie dann mal fertig war, stürmten wir unter die Dusche, zogen den Ausgänger an und putzen das Zimmer auf hochglanz. Das heisst? Genau, grosser Ausgang. Der Spass dauerte bis 23:15 und dann war wieder ABV. Eine halbe Stunde später war dann LiLö.

http://images.t-error.ch/blog/34/aggregat.jpgFür etwas "Unterhaltung" sorgte am Mittwoch unser Schulkommandant. Um 5:00 stürme er in unsere Zimmer, schrie etwas von Alarm, Übung und Zimmercheffen sofort in den Gang. Nun ja.. der Zimmerchef war dann auch relativ schnell auf dem Gang bei der Befehlsausgabe, während wir unds in einer Ruhe anzogen. Kurze Zeit später kam dann mal der Zimmerchef zurück und teilte uns mit, dass wir ins 12 Minuten unser Fahrrad geholt haben müssen. Nun ja, kein grosses Problem. Noch die Kälteschutzjacke und den Regenschutz anziehen und das Fahrradholen. Dann gings auch schon los. Wir folgten einer auf der Karte eingezeichneten Route, welche uns auf einen Parkplatz vor dem Flughafen führte. Dort mussten wir ein Norda ausführen. Von unserer Gruppe hatte aber niemand einen Plan, wie man das macht. Schlussendlich war eine andere Gruppe so freundlich und machte das für uns. Dann ging es auch schon wieder mit dem Fahrrad zurück in die Kaserne. Um ca 6:00 waren wir dort, versorgen unsere Fahrräder und die Regenschütze und machten uns mal ans Frühstück. Als wir vom Frühstück zurückliefen, sahen wie noch andere Gruppen mit den Fahrräderen eintrudeln. Nach dem ABV hatten wir IkPi's zum ersten mal etwas mit Computern zu tun. Wir durten das BA Kp Gs Vb mal aufbauen. Dazu gehörten zwei Server mit USV, ein CD-Rom Tower, zwei Switches, und drei PC's. Das ganze mussten wir auch noch verkabeln und natürlich muss das perfekt aussehen. Stromkabel auf der rechten Seite und Netzwerk, Tastatur usw. auf der linken Seite. Und das ganze mit tausenden von Klettkabelbindern festzurren. Wenn man dann aber Kabel wegnehmen will, muss man gleich zehn Kabelbinder entfernen. Nach vier Stunden waren wir fast fertig damit. Aber das Mittagessen rief, also konnten wir es nicht ganz fertig machen.
Der Nachmittag ging es zuerst mal mit Notstromagregaten los. Wir hatten vier verschiedene Arten, welche wir anwerfen mussten. Eigentlich wie ein Rasenmäher, ausser, dass man damit den Rasen nicht mähen kann. Zum Abschluss gab es noch einen kleinen Wettbewerb. Ziel: 6 Agregate so schnell wie möglich anwerfen. Die Rekordzeit war 32 Sekunden. Ich hatte 36, landete aber auf Platz 3.
Danach stand der Nachmittag (fast) ganz im Zeichen von FUM mit dem Thema Führungsstile. Zwischendurch gings noch kurz zum anpassen des Helmes und zur Schuhkontrolle. Ein paar Schuhe konnte ich abgeben, da werden jetzt neue Sohlen rangemacht. Vieleicht krieg ich sie ja noch zurück bevor ich aus dem Militär bin :).
Nach dem Nachtessen war bis 21:00 Selbststudium angesagt. Ein bisschen FUM lernen, Gruppenschule üben und das in einer Ruhe.

http://images.t-error.ch/blog/34/duro.jpgDa die Uem/Pi's am Donnerstag morgen eine kleine Übung hatten, mussten wir für sie einen Duro und einen VW Bus bereitstellen. Nach dem AV durften wir IkPi's noch das BA Kp fertigstellen. Nach einer guten Stunde folgte eine Theorie mit dem Thema Bezug eines Kp's. Also alles auskundschaften usw. Vor dem Mittag gab es noch einen kurzen Test und zur Abwechslung hatte es mal interessante Fragen. Zum beispiel, was heisst CSMA/CD. Für die dies nicht (mehr) wissen: Carrier Sense Multiple Access with Collision Detection.
Am Mittag stand wieder mal eine Inspektion an. Zuerst mal auf einem Glied aufstellen und warten, bis unser Klassenlehrer alles kontrollierte. Haltung, Tenue usw. Was im so auffällt. Darauf folgte eine Kontrolle des Sackbefehls. 16 Dinge wurden kontrolliert. Insgesammt fehlten 16 Dinge. Als wir damit fertig waren wurde die Klasse in zwei Gruppen geteilt. Gruppenschule war angesagt. Zuerst auf einem Glied sammeln, Gruppe melden. Dann in einem Daher sammeln. Zurücktreten, Linkstreten, Rechtstreten. Dann in Einglied, Einerkolonne, Zwoerkolonne sammeln. Und zum schluss ein Vorbeimarsch mit Achtung und ein Daher vor dem Inspektor. Schlussendlich reichte es für ein Genügend bis Gut. Danach ging es zur Drillpiste. Zuerst einwenig üben und dann ging es los. Gewehr laden, zehn mal PSK, drei mal Magazinwechsel, sechs unverzügliche Reaktionen und ein entladen zum Schluss. Und das ganze in drei Minuten. Kein Problem. Ohne Pause mussten wir in den Theoriesal, wo wie mal wieder die Starkstromprüfung ablegen mussten. Zwei Fehler. Nun ja.. solls geben :) Als ob es noch nicht genug wäre, folge eine FUM Zwischenprüfung vor dem Abendessen. Not drei, also ein Gut. (JA, im Militär ist halt alles anders).
Nach dem Nachtessen stand nochmals FUM an. Thema: Führungsformen. Dann hatte ich wirklich genug von diesem Tag. Zum Schluss noch in einer Ruhe Duschen und dann endlich ins Bett.

Der letzte "Arbeitstag" in dieser Woche. Freitag. Endlich. Dafür mussten wir schon um 5:45 austehen. Um 7:00 gings gleich mit der Besprechung der Inspektion los. Schlussendlich reichte es knapp für ein Gut. (Note 2.69). Darauf folgte eine Theorie mit dem Thema integrale Sicherheit. Uns wurde wieder mal erklärt, was Geheim, Vertraulich usw. bedeutet. Dazu noch ein wenig CUA. Vor dem Mittag gabs dann noch den Wochentest und das Klassenfeedback. Für die meisten war dann um 13:15 fertig. Ab nach Hause.
Die Fahrer von unserer Klasse mussten aber noch die HG Ausbildung nachholen. Und das in unserer "Freizeit". Skandalös. Zuerst mussten wir mit den Wurfkörper HG's in die Deckung rennen und dann fünf HG's auf ein Ziel werfen. Gar nicht so einfach, da man ja nicht allzulange stehenbleiben darf, da man sons vom gegnerischen Feuer getroffen wird. Also wenn es Krieg gäbte. ;) Später durften wir das noch mit Mark HG's üben. Die sind nicht gefährlich aber explodieren doch einwenig. Bei diers Übung mussten wir zuerst in die Deckung rennen, dort eine PSK machen, Visier und Bajonet kontrollieren und dann so tun, als ob wir auf ein Ziel schiessen würden (Peng, Peng, Peng ;) ) und immer zwei nebeneinander. Einer musste dann die HG werfen. Also zuerst das Komando schreien. "Lienhard HG", dann der andere "Verstanden, Decke dich ab". Der HG werfer geht dann in Deckung nimmt die HG hervor. Wenn er fertig ist ruft er "Achtung HG", der andere erhöht die Schusskadenz und die HG wird geworfen. Bei einem Treffer ruft man "Im Ziel" sonst "Kein Treffer". Auf jeden Fall aber gehen beide in Deckung. Dann geht es weiter zur nächsten Deckung. Dort dasselbe in Grün nur, dass der andere wirft. Nach einer kurzen praktischen Prüfung beim Klassenchef, durften wir uns noch an die theoretische Prüfung machen. Nach zehn Minuten war auch die geschaft und es ging ans HG und Schuhe putzen, Duschen und Packen. Um 16:45 waren wir dann endlich fertig und konnten uns beim Klassenlehrer abmelden und endlich nach Hause gehen.