Mittwoch: Runcalier

Wie versprochen werde ich hier nach und nach die Tourenberichte von den Bikeferien in der Lenzerheide veröffentlichen. Dies ist nun der dritte von der "Runcalier-Tour" am Mittwoch. Alle Artikel sind unter dem Tag lenzerheide oktober 08 verfügbar.

Nach der langen und harten Tour vom Dienstag, wollten wir es heute etwas lockerer angehen. So hiess es zuerst mal etwas länger schlafen und danach ins Dorf fahren um einige Besorgungen zu machen. In einem Sportgeschäft konnte ich mir einen Met Helm ausleihen, da meiner ja hinüber war. 15 Chf für 5 Tage ist ja ein fairer Preis. In der Drogerie gegenüber gabs eine Tube Bepanthen für meinen Arm. Das wars dann auch schon mit dem Einkaufsbummel und wir konnten wieder auf das Bike.
Wir hatten uns für heute die Runcalier Tour von GPS-Tracks.com vorgenommen. Etwas über 30 Km und 1000 Hm also nichts wahnsinniges. Die Tour führte uns zuerst an Valbella vorbei nach Parpan, wo schon der erste Aufstieg auf uns wartete. Der Strasse entlang ging es nach Oberberg, wo dann auch schon die Sonne hinter den Berger hervorguckte.


Die Tour führte uns weiter der Strasse entlang, immer leicht nach oben bis nach Foppa, dem höchsten Punkt der Tour. Also wieder Gabel rauf uns Sattel runter.


Zuerst wurden viele Höhenmeter auf einer Kiesstrasse vernichtet, bevor es vor Runcalier auf einen schönen Trail überging. Dieser Trail war mit Wasserdurchfahrten und einigen fiesen Gegenanstiegen gespickt. Trotzdem aber schön zu fahren. Bei Runcalier konnten wir die schöne Aussicht auf Chur und die Berge geniessen.


Von Runcalier führte uns eine breite Kiesstrasse lange runter, fast bis Passugg, zum tieftsen Punkt der Tour. Auf dem Polenweg galt es die vorher vernichteten Höhenmeter wieder gut zu machen. Der Weg war aber nicht besonders steil und gut fahrbar. Ideal zum erholen nach der gestrigen Tour. Auf halber Strecke legten wir unsere Mittagspause ein und genossen die Aussicht auf Malix und die herbstliche Umgebung.


Nach dem Mittagessen schwangen wir uns wieder auf die Bikes und fuhren noch hoch nach Churwalden. Das wars dann allerdings noch nicht mit dem Anstieg, denn von dort ging es hoch zum Mittelberg. Von 1212 MüM auf 1512 MüM, das auf recht kurzer Distanz und auch noch der Sonne ausgesetzt. Jacken und lange Hosen waren auf jede Fall fehl am Platz. Auf dem Höhenprofil kann man auch erkennen, dass es dort recht steil war.


Zum Glück konnten wir danach von Mittelberg locker nach PArpan rollen und mussten dort aber noch den kleinen Aufsteig auf die Passhöhe von Valbella (ca 1550 Müm) in Angriff nehmen. Zum Abschluss der Tour schauten wir noch beim Heidsee vorbei und machten dort eine letzte Pause.


Nun noch das Höhenprofil, die Karte und die üblichen Daten:
http://images.t-error.ch/blog/830/hoehenprofil.jpg


Die Daten der Tour:
  • Distanz: 32.75Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 9.9Km/h
  • Zeit: 03:18:46
  • Höchstgeschwindigkeit: 48.8 Km/h
  • Durchschnittlicher Puls: 123 bpm
  • Höhenmeter: 1151.2 Hm
  • Hm pro Km: 35.15
  • Bike: BMC Superstroke 01
  • Google-Earth Datei

Mittagessen

Mittagessen mit Aussicht auf Malix. Wieder kurzaermlig und mit kurzen Hosen. So mag ich den Herbst.


Dienstag: Marcos Singletrail Tour

Wie versprochen werde ich hier nach und nach die Tourenberichte von den Bikeferien in der Lenzerheide veröffentlichen. Dies ist nun der zweite von der "Marcos Singletrail-Tour" am Dienstag. Alle Artikel sind unter dem Tag lenzerheide oktober 08 verfügbar.

Für den Dienstag hatten wir uns etwas grösseres vorgenommen, wir wollten wieder die "Marcos Singletrail Tour" fahren. Da die Tour über 70 Km und 2000 Höhenmeter hat, mussten wir früh aus den Federn und stärkten uns danach mit einem reichhaltigen Frühstück (Ich liebe Buffets). Danach noch umziehen, die Bikes holen, GPS einschalten und ab die Post.
Zuerst durch die Lenzerheide, vorbei am Zeltplatz und so wieder nach Lenz. Von dort gings allerding nicht runter nach Alvaschein wie am Montag sondern nach Brienz. Zuerst etwas der Strasse entlang und später auf einem schönen Singletrail.


Über Singletrails und später eine Asphaltstrasse fuhren wir weiter nach Alvaneu, wo ich eigentlich noch ein Foto vom Bad machen wollte. Aber anscheinend liegt das Bad ja ganz im Tal unten, also doch nicht. So fuhren wir hoch nach Schmitten, dies leider auf einer Asphalstrasse, aber wenn man weiss wieviele Singletrails noch vor einem liegen, ist das ja kein Problem.


Wieder der Asphalstrasse entlang ging es nun nach Wiesen. Auf der Karte sind noch einige alternativen zur Strasse eingezeichnet, nur würden die wohl den Rahmen dieser Tour etwas sprengen.



Nach Wiesen konnten wir die Asphaltstrassen endlich hinter uns lassen und fuhren auf schönen Waldwegen immer der Flanke des Berges entlang richtung Davos. Anfangs war es noch mehr oder weniger eben, später folgte der schon bekannte und sehr steile Anstieg. Immer wieder eine kleine Kuppe, wo man hoffte, dass es danach eben wird. Denkste, es folgte nur der nächste steile Anstieg. Dafür hatten wir uns danach unser Mittagessen redlich verdient.


Nach dem Mittagessen mussten wir noch einige Höhenmeter erklimmen bevor wir die herrliche Abfahrt auf dem Singletrail antreten konnten. Den Trail habe ich das letzte mal ja schon etwas beschrieben, darum hier nur ganz kurz. Er ist einfach der Hammer. Sehr flüssig fahrbar aber nur für schwindelfreie. Fahrfehler werden keine verziehen.



Leider ist aber jeder Trail mal zu ende und so kamen wir wieder auf die breite Forststrasse und später auf die Asphaltstrasse. Über diese Asphaltstrasse waren ein Viehzaun gespannt, den man hätte öffnen sollen. Betonung auf hätte, denn ich sah den Zaun erst, als er etwa zwei Meter vor mir war. Mit ca 40 Km/h allerdings etwas zu spät. Mein letzter Gedankengang war dann noch "Hoffentlich reisst der Zaun". Das hat er dann auch gemacht, allerdings erst als ich schon in einer etwas unschönen Schräglage war. So kam was halt kommen musste. Ich schlug seitlich auf der unangenehm harten Strasse auf. Aber Glück im Unglück: Nichts allzuschlimmes passiert. Einige Schürfungen am Arm, ein kaputter Helm, eine zerrissene Jacke und einige Kratzer am Material. Eine komplette Verlustliste habe ich unten zusammengestellt. Zum Glück war das Bike noch voll einsatztauglich und wir konnten die Tour (etwas langsamer) fortsetzen.
Als nächstes folgte der Anstieg nach Monstein, wieder auf Asphalt aber so konnte man immerhin recht gleichmässig fahren. In Monstein oben machten wir eine Pause (hätten wir das letzte mal schon machen sollen).

Weiter gings nun auf der südlichen Seite des Tales, also am Nordhang wo es schattig und dementsprechend auch etwas kälter war. Aber die Wege waren Schneefrei. Zuerst gab es noch einige Höhenmeter zu bewältigen, bis wir schlussendlich beim höchsten Punkt der Tour angekommen waren.


Also Sattel runter, Protektoren anschnallen und los gehts. Der Trail ist ähnlich zu fahren, wie der auf der anderen Seite. Nur nach dem Sturz bin ich es etwas vorsichtiger angegangen. Das meiste war fahrbar aber zwischendurch mussten wir unsere Bikes für kurze Zeit schieben, da das Absturzrisiko doch etwas hoch war. So kamen wir nach einiger Zeit nach Jennisberg und bogen dort auf den Wanderweg ab, der diesmal offen war. Dieser Weg war zwar recht steil, technisch aber nicht besonders Anspruchsvoll. Was aber nicht heisst, dass es keinen Spass machte :). Kurz bevor wir auf den Zügenweg kamen hätte ich nochmals fast einen Viehzaun umgefahren, ich scheine die gerne zu übersehen.


Weiter gings nun dem Zügenweg entlang bis zur Abzweigung, welches uns über einen schönen Trail zur Station Wiesen brachte. Kurz darauf folgte ein schöner und technisch anspruchsvoller Trail, welcher uns runter an die Landwasser brachte. Wie das letzte mal schon, war hier ein Weg gesperrt und wir konnten unsere Bikes nochmals einen anderen Weg hoch und wieder runter tragen. Die Motivation war dort ehrlich gesagt recht tief.
Wie auch immer. Darauf konnten wir wieder fahren und kamen so recht schnell zum Landwasser Viadukt wo wir eine kurze Pause einlegten. Diesmal hatten wir sogar das Glück, dass gerade ein Zug darüber fuhr.


Nach der Pause konnten wir alles der Landwasser Albula entlang fahren. So wurde unsere Durchschnittsgeschwindigkeit noch etwas nach oben gedrückt. Zwischendurch musste wir unsere Bikes mal etwas hochschieben, der grosse Teil war aber gut (und schnell) befahrbar. Der Weg führte uns so an Alvaneu-Bad und Surava vorbei, bis wir wieder nach Tiefencastel kamen. Und zum Schluss folgte der gemeine Teil der Tour. Der Anstieg von 851 auf fast 1500 hoch. Wir waren wieder spät dran und nach den 60 Km schon etwas erschöpft. Dafür hatten wir diesmal Licht dabei und das konnten wir auf den letzten Metern auch gut gebrauchen.
Im Hotel angekommen gings noch schnell unter die Dusche und danach endlich zum wohlverdienten Abendessen.

Verlustliste

Ganz defekt:Etwas in Mitleidenschaft gezogen, aber immer noch benutzbar:

Nun noch das Höhenprofil, die Karte und die üblichen Daten:
http://images.t-error.ch/blog/829/hoehenprofil.jpg


Die Daten der Tour:
  • Distanz: 72.74Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 10Km/h
  • Zeit: 07:17:12
  • Höchstgeschwindigkeit: 48.8 Km/h
  • Durchschnittlicher Puls: 131 bpm
  • Höhenmeter: 2083.5 Hm
  • Hm pro Km: 28.64
  • Bike: BMC Superstroke 01
  • Google-Earth Datei

Monstein

Nun haben wir es nochmals nach Monstein geschaft und genemigen uns ein gutes Monsteiner. Draussen und kurzaermlig. Prost!


Montag: Fops

Wie versprochen werde ich hier nach und nach die Tourenberichte von den Bikeferien in der Lenzerheide veröffentlichen. Dies ist nun der erste von der Tour nach Fops am Montag. Alle Artikel sind unter dem Tag lenzerheide oktober 08 verfügbar.

Da für den Montag ziemlich gutes Wetter angesagt war, fuhren wir in Neftenbach schon am Morgen ab und waren etwas nach 10 Uhr in der Lenzerheide angekommen. Wir konnten danach gleich unser Zimmer im Hotel Dieschen beziehen und wollten dann natürlich noch etwas raus, da das Wetter sehr gut war.
In kurzen Hosen, Knielingen und mit der Windjacke gings dann also los zur Alp Lavoz Tour von GPS-Tracks.com. Also erstmal durch das Dorf und danach dem Golfplatz entlang nach Tschividains.



Von Tschividains führte der Weg runter nach Lenz. Nur leider erwischten wir irgendwo die falsche Abzweigung und mussten ein Stück des Weges wieder hochschieben, bis wir wieder auf dem richtigen Pfad waren, welcher uns doch noch nach Lenz führte.


Darauf führte uns ein schöner Singletrail zum tiefsten Punkt der heutigen Tour. Nach Alvaschein. Bei einer kurzen Bananenpause entledigten wir uns unserer Jacken und Beinlingen, denn nun folgte ein langer Anstieg direkt an der Sonne. (Eine Woche zuvor hätte ich nicht zu Träumen gewagt, dass wir in kurzen Hosen und kurzärmlige Biken gehen können).


Wie schon gesagt folgte nun ein langer Anstieg. Das meiste auf Asphalt und dementsprechend gut fahrbar, allerdings recht steil und der Sonne ausgesetzt. Während wir uns also von 1004 MüM auf 1394 hochquälten zogen langsam aber sicher Wolken auf und der blaue Himmel wurde immer weniger.



In Lain war noch nicht Schluss mit den Höhenmetern, denn wir wollten noch etwas weiter nach oben. So fuhren wir im Wald auf einer Schotterstrasse weiter bis nach Got, wir wir unsere "Mittagspause" einlegten. Inzwischen war es schon stark bewölkt, aber immerhin war kein Regen in Sicht.


Von Got (ca 1700 MüM) fuhren wir Schlussendlich noch nach Fops (1886 MüM) hoch, was dann auch der höchste Punkt der Tour war. Von Alvaschein bis nach Fops sind es immerhin 882 Höhenmeter am Stück und sowas findet man bei uns unten nicht so schnell. (Der Irchel ist ja auch nur 700 Meter hoch). So genossen wir dort oben die schöne Aussicht auf das verschneite Parpaner Rothorn und die nette Gesellschaft.



Da es dann auch schon spät war und die Sonne auch nicht mehr in Sicht war, entschieden wir uns dafür die Alp Lavoz für heute auszulassen und dafür direkt zurück zum Hotel zufahren, wo auch schon eine Dusche und das Abendessen auf uns wartete.
So kamen immerhin knapp 30 Km und über 1000 Höhenmeter zusammen. Nicht schlecht für den ersten Tag wie ich finde.

Nun noch das Höhenprofil, die Karte und die üblichen Daten:
http://images.t-error.ch/blog/827/hoehenprofil.jpg


Die Daten der Tour:
  • Distanz: 30.49Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 10.4Km/h
  • Zeit: 02:56:06
  • Höchstgeschwindigkeit: 50.3 Km/h
  • Durchschnittlicher Puls: 149 bpm
  • Höhenmeter: 1137.2 Hm
  • Hm pro Km: 37.3
  • Bike: BMC Superstroke 01
  • Google-Earth Datei

Fops

Wir sind jetzt gerade bei Fops auf 1886, etwas unterhalb vom Piz Scalottas. Auf den Wegen hat es kein Schnee, auf dem Rothorn (Bild 2) dafür etwas mehr.




Bikerheide

Soeben angekommen und das Zimmer bezogen. Und jetzt gehts noch etwas in den Schnee.


Putztag

Das heutige Wetter machte es mir leicht mal nicht auf das Bike zu steigen, denn ich musste den Drahtesel für die kommenden Ferienwochen noch etwas zurecht machen. Zuerst gings kurz zum Velomech, da die Gangschaltung ab und zu automatisch schaltete. Noch einem kurzen richten des Schaltauges und einstellen der Schaltung funktionierte alles wieder wie es sollte.
Zuhause gabs dann eine Komplettreinigung fürs Bike. Nach den vielen Wochen ohne Waschen war das auch nötig. Vor allem die Schaltung war recht verdreckt und sieht nun wieder (fast) wie neu aus. Nach dem Putzen montierte ich vorne noch neue Beläge, da die alten eine Woche Lenzerheide wohl kaum überstehen würden.
Zum Schluss hängte ich das Bike noch an die Wage und musste bemerkten, dass ich das besser nicht gemacht hätte. 15.96 Kg sind auch für ein Bike mit 150 mm Federweg recht viel. Mal sehen, wo man da noch etwas abspecken kann. Nun noch einige Bilder von der Schönheit ;)