Video: Engadin - Pass Lunghin

Hier kommt nun der vierte Film aus dem Engadin, von der Tour über den Julier, Septimer und Lunghin-Pass.
Die Aufnahmen sind alle auf dem Trail vom Lunghin runter richtung Maloja entstanden, gefilmt wieder komplette mit der GoPro.

Viel Spass!



Engadin: Pass Lunghin

Wie versprochen werde ich hier nach und nach die Tourenberichte von den Bikeferien im Engadin veröffentlichen. Dies ist nun der fünfte von der Tour auf den "Pass Lunghin" am Mittwoch. Alle Artikel sind unter dem Tag Engadin September 2010 verfügbar.

Der Mittwoch begrüsste uns mit dem besten Wetter und das war auch gut so, denn für heute hatten wir uns eine grosse Tour ausgesucht. Wir wollten die "Pass Lunghin"-Tour aus der Singletrail-Map fahren und die hat doch einige Höhen- und Kilometer. So gings zuerstmal runter nach Str. Moritz und von dort etwas auf der Höhe weiter nach Champfer und Silvaplana. Dort gings dann erstmal hoch, denn der nächste Fixpunkt war der Julier. Glücklicherweise waren um diese Zeit noch nicht soviele Autos und Lastwagen unterwegs und wir konnten noch recht gut hochkurbeln. Es kam ober trotzdem zu einigen etwas unschönen Sitationen, wenn zum Beispiel ein Auto einen Lastwagen überholt, der uns gerade überholt. Wieder mal ein Grund, warum ich nicht so gerne Pässe fahre, die auch mit dem Auto befahrbar sind.



Der Aufstieg von Silvaplana zum Julier ist aber recht kurz, da man in Silvaplana ja auch schon auf 1800 MüM ist. Oben angekommen waren wir nicht alleine, denn sort standen schon einige Busse und deren Passagiere tummelten sich auf der Passhöhe und schossen wie wir Fotos von der Umgebung und natürlich auch von der Tafel.


Wir mussten nun runter nach Bivio und hatten eigentlich nicht vor, einfach die Passstrasse runter zufahren und folgte so erstmal dem Wanderweg runter nach Bivio. Dieser war Anfangs noch gut fahrbar wurde dann aber im verblockter und schlussendlich war kaum noch etwas fahrbar und als sich dann auch noch meine Kette zwischen der Kasette und den Speichen verhedderte und erst nach langem hin und her wieder befreit werden konnte, entschieden wir uns den Rest halt doch noch auf der langweiligen Passstrasse runter zu fahren.
In Bivio machten wir einen kurzen Halt und fuhren dann weiter richtung Septimer. Da ich es vergessen haben in Bivio noch das eine oder andere Foto zu schiessen habe ich das halt etwas oberhalb nachgeholt.


Nun gings definitiv hoch und der nächste Fixpunkt war der Septimer. Der Weg hoch ist durchgehend breit und (auch für Geländefahrzeuge) fahrbar, aber teilweise doch sehr steil.



Nach einiger Zeit sind wir dann auch mal auf dem Spetimer-Pass angekommen und machten dort natürlich eine kleine Verschnauf- und Fotopause, bevor es für uns noch weiter, zum dritten Pass ging.


Der Pass Lunghin war der nächste Punkt auf unserer Route und mit 2645 MüM auch gleich der höchste der heutigen Tour, nur leider war vom Septimer aus wieder recht wenig fahrbar und so hiess es mal wieder schieben und Tragen.


Gemäss einem Schild auf dem Pass ist der Lunghin die einzige dreifache Wasserscheide in Europa, denn von dort fliesst das Wasser in die Nordsee, das Mittelmeer und das schwarze Meer. Eigentlich recht interessant, nur zogen auf dem Pass auch ein recht kalter Wind welcher nicht gerade zum verweilen einlud. So schossen wir schnell einige Fotos, assen etwas und schon kurze Zeit später ging es los, nur diesmal endlich wieder bergab.


Der Trail begann schon sehr verblockt und teilweise waren die Stufen so gross, dass wir sogar zu Fuss unsere liebe mühe hatten runter zu kommen und am Lej dal Lunghin mussten wir noch einen kurzen unfreiwilligen halt machen, denn dort hatte es ein Schlammloch, welches ich erst zu spät erkannt habe und so hat es mir fast du Fuss ein betoniert.


Das war aber glücklicherweise die einzige gemeine Falle auf unserem Weg runter, später war der Trail dann immer noch verblockt und steil und eng, der grösste Teil war aber fahrbar , wenn auch langsam und immer sehr konzentriert. So waren wir dann auch nicht böse als wir bei der Verzweigung Cadlägh ankamen wo das Terrain dann etwas gemässigter wurde.


Etwas später spuckte uns der Trail dann etwas unterhalb von Maloja wieder aus und nach einer kurze Pause folgte wir alles der Hauptstrasse nach St. Moritz, da es doch schon recht spät war und wir nicht noch im dunkeln nach Hause fahren wollten. Zum Schluss folgte dann natürlich noch der gemeine Anstieg von St. Moritz Bad hoch zu unserer Wohnung wo wir dann unsere Beine etwas hochlagern konnten.

Die Daten der Tour:
  • Distanz: 58.11Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 12.4Km/h
  • Zeit: 04:33:34
  • Höchstgeschwindigkeit: 48.2 Km/h
  • Höhenmeter: 1713 Hm
  • Hm pro Km: 29.48
  • Bike: BMC Superstroke 01