Kleiner Wochenüberblick:
- Fassmannschaft
- Leitungsbau
- 15 Km Marsch mit Biwak
- Feldschiessen
- Duro Ausbildung
Am
Sonntag mussten wir erst um 0:15 (also eigentlich erst am Montag) einrücken. Die Verbindung von Neftenbach nach Bülach ist aber nicht allzu toll. Ich war gut eine Stunde zu früh dort. Nun ja. Immerhin genug Zeit um alles auszupacken. Danach war auch nicht mehr viel los. ABV und LiLö um 0:30.
Am Montag musste ich schon um 5:40 aufstehen, da ich diese Woche in die Fassmannschaft eingeteilt wurde. Um 6:00 musste ich frühstücken und danach bis 7:05 Teller, Becher, Schalen usw. abwaschen. Ein Spass für die ganze Familie ;) Vor dem AV um 7:15 musste ich noch ins Tenue Sport wechseln. Nach dem AV gings auch gleich weiter mit Sport. Zuerst Spielten wir ne Runde Volleyball und danach um uns an die gute alte Schulzeit zu erinneren ein wenig Völkerball :). Nach dem Duschen stand MilFo auf dem Plan. Das heisst Besammlungsübungen. Immer ein Gruppenführer musste seite Gruppe auf Einglied oder eine Zwoerkollonne sammeln. Eigentlich auch nicht so eine Kunst. Damit wir mal wieder ein wenig am Gewehr rumspielen konnten durften wir mal wieder über eine Drillpiste. Zuerst 10 mal PSK, dann 10 mal das Magazin wechseln, 5 unverzügliche Reaktionen und dann noch ein entladen. Und das ganze einfach etwa 10 mal. Extrem motivierend. Ich musste mich wegen der Fassmannschaft um 11:40 wieder bei der Essensausgabe melden. Wieder derselbe Ablauf. Die Arbeit dort ist ja nicht so schlimm, das Problem ist einfach, dass man keine Zeit über den Mittag hat.
Nun ja. Etwas spannender gings am Nachmittag weiter. Fachdienst mit dem Thema Leitungsbau. Es war nicht allzu anspruchsvoll, aber doch noch lustig so kleine Leitungen über eine Wiese zu ziehen. Zum Glück bei schönem Wetter. Wir lernten die verschiedenen Sicherungs-/Stüzpunkte im Tief und Hochbau kennen und auch wie man eine Leitung testet. Zum Beipiel mit dem Feldtelefon 50. (Ja, 50 ist der Jahrgang, aber nicht 1850 :) ) Alles topmodernes Material :D Danach musste ich mich auch schon wieder in der Fassmannschaft melden.
Nach dem Abendessen gings schon an das HV. Ausgang bis 22:00. Nun ja. Nicht allzuviel, aber man will sich ja nicht beklagen :). Danach gings auch schon zum ABV und um 22:30 war wie immer LiLö.

Auch am
Dienstag musste ich wieder in die Fassmannschaft (in Bülach dauert die Einteilung immer eine Woche). Nach dem AV gings los mit FUM. Das Thema war Führen. Was bedeutet Führen usw. Mit dem Fahrrad gings dann aber auch schon los zum 300M Schiessstand Bülach. Dort wurde uns nochmals ganz genau erkläht wie man das Visier des Stgw richtig einstellt und wie man richtig in einen Schiessstand geht. Verschluss offen usw. Das ist extrem mühsam, da wir alles in Kloten schon mehrmals hatten und es auch nicht schwierig ist. Und wenn man für so etwas eine halbe Stunde verschwendet ist das einfach nur mühsam. Als wir die lästige Theorie endlich hinter uns hatten, konnten wir fürs Feldschiessen üben. Zuerst 9 Probeschüsse und dann das Feldschiessen mal durchschiessen, ohne dass es zählt. Als wir damit fertig waren gings auch schon wieder zurück in die Kaserne. Nun wurde das Stgw geputzt und dann gabs was zu Essen.
Um 13:30 mussten wir Gruppenweise einstehen. Ein 15 KM Marsch mit anschliessendem Biwak war angesagt. Das Wetter war nicht gerade toll, es regnete mal wieder. Im Regenschutz war es aber recht war, da wurden wir lieber von aussen nass. Ein Problem war noch, dass wir selber Kartenlesen mussten. Schlussendlich gab es doch etwas mehr als 15 KM. Schätzungsweise 18. Aber ja, auch nicht so schlimm. Als wir dann mal im Ziel (Schüliberg, Nördlich von Niederweningen) ankamen, gings schon ans aufbauen des Biwaks. Da wir relativ wenig Leute waren, mussten wir das Biwak mit den Sekretären aufstellen. Für alle war es das erste mal, aber im Militär gibts ja für alles ein Reglement. Wir mussten fünf Zelte aufstellen. Nun ja, halt einfach zwei Plachen zusammen geben ein Zelt. Dann mussten wir noch ein ca 50 cm tiefes Loch für das Feuer graben. Danach mussten wir ja auch noch was zu Essen haben. Nachdem wir dann mal endlich ein Feuer hingekriegt hatten, setzten wir Wasser für die Teiwaren auf und fingen mal mit dem Braten des Hackfleisches an. Dazu gabs noch eine Tomatensauce, welche auch nicht allzu lecker war. Schlussendlich, nach langem Kämpfen, waren die Teigwaren und das Hackfleisch essbar. (nicht gut, aber essbar :) ) Nun ja, dann war ja auch schon bald mal 22:00 Uhr und LiLö war angesagt, also einfach Nachtruhe. Zudem wurde noch eine Wache bestummen. Jemand musste immer eine Stunde Wache haben, dann wurde gewechselt. Ich hatte das Glück, dass ich nicht auf der Liste war, aber wirklich gut schlafen konnte ich auch nicht.

Um 03:45 ging es am
Mittwoch los. Noch im Dunkeln versuchten wir uns so schnell wie möglich uns anzuziehen, die Zelte abzubauen, zu verstauen und halt zu verräumen, was es zu verräumen gab. Um ca. fünf Uhr fuhren wir dann mit unseren Fahrrädern los. Schlafsack und Gewehr vorne auf dem Gepäckträger und auf dem Rücken den Rucksack. Auf dem Rückweg hatte es immerhin keine grossen Steigungen, aber man merke doch, dass einige nicht mehr allzu fit waren. Nach ca. 1:45 Stunden war wir auch in Bülach angekommen, wo wir die Fahrräder, Schuhe, GT, Rucksack und was halt sonst noch schmutzig war, reinigen mussten. Um 7:20 war natürlich AV. Zuerst gab es einen ZS, weil niemand in der Fassmannschaft war. Ja toll, wenn wir erst um 6:45 ankommen, geh ich sicher noch in die Fassmannschaft. Wir hatten ja kaum Zeit um etwas zu Essen. Der Kadi lehnte unser Antrag zum Duschen natürlich ab. Ich meine, wer duscht denn schon? Zum Glück durften wir danach vom Klassenlehrer aus noch schnell unter die Dusche stehen. Ich fühlte mich fast wie neu geboren :). Der Rest des morgens bestand nur aus FUM. Die Themen waren Rollen in einer Gruppen, Selbstkenntnis mal wieder und Steigerung der Lerneffizienz. Danach gings endlich zum Mittagessen. Und natürlich zur Fassmannschaft.
Nach dem Mittagessen stand nochmals FUM an, etwa mit demselben Thema wie am Morgen. Nun gings endlich ans Feldschiessen. Mit dem Fahrrad fuhren wir zuerst zum Schiessstand. Dort mussten wir dann gleich mal eine Stunde sinnlos warten, da noch andere am Schiessen waren. How ever, irgendwann gings dann auch noch in den Stand. Dort mussten wir 18 Schüsse abgeben, ohne Probeschüssen. Ich erreichte 59 Punkte und ab 57 gibt es einen Kranz. Höhö. Als wir dann mal fertig waren fuhren wir wieder zurück nach Bülach, wir das Stgw Putzen mussten. Das Problem war, das wir erst um ca 17:45 ankamen und um 18:15 wäre HV, da wir ausgang hatten. Schlussendlich wurde der HV auf 19:00 verschoben, was wir dann auch so knapp schafften. Ein Problem war noch, dass die Sekretäre in der AGA noch kein Gewehr hatten, aber eine Pistole. Sie mussten also die Pistole und das Gewehr putzen. Und beim putzen des Stgw waren sie ja noch nicht so erfahren. Aber ja, nach fleissigem mithelfen schafften wir das auch noch. Nach dem HV gingen wir erstmal was richtiges Essen. Und vor dem ABV musste ich nocht meine Gamelle putzen, welche immer noch schmutzig war vom Kochen am Dienstag abend. Um 23:15 war dann ABV. Einige Leute hatten wohl etwas zu viel getrunken, denn einer kaum auf die Idee sich während dem ABV unter das Bett zu legen und es hochzustemmen. Es kam wie es musste, das Bett viel im voll auf die Nase. Wie hörten seine Zimmerkameraden wärend dem ABV plötzlich schreien. Nun ja, dank dem Alkohol tat es ihm überhaupt nicht weh, aber ich denke am Donnerstag morgen umso mehr.
Um 23:30 war dann LiLö und all schliefen friedlich in den "bequemen" Betten.
Da wir am Donnerstag mal wieder Fahrerausbildung hatten, musste ich nicht in die Fassmannschaft, das heisst "erst" um 6:00 aufstehen. Um 7:10 wurden wir dann mit einem Lastwagen nach Kloten gefahren. Dort ging es mal wieder um die Fahrerausbildung. Diesmal allerdings nicht mit dem Puch, sondert um den DURO. Zuerst gabs mal eine kurze Theorie über die Kategorie C1, die man benötigt um den Duro zu fahren, denn der Duro ist schwerer als 3.5 Tonnen. Nach lernten wir kurz das Armaturenbrett des Duro kennen, eigentlich nichts besonderes. Und dann gings auch schon ans Fahrzeug fassen. Halt wieder kontrollieren, ob noch alles ganz ist und ob nichts fehlt. Weiter ging es dann mit dem Mittagessen. Mal wieder in Kloten, wo wir einige bekannte Gesichter sahen.
Den ganzen Nachmittag gabs dann Theorie mit den Themen Schilder, Nachtfahreverbot, Arbeits & Ruhezeitverordnung und auch dien Mase des Duro. Und da merke man schon, dass wie noch nicht genug Schlaf hatten. Man musste echt kämpfen, dass die Augen offen blieben. Eine wilkommene Abwechslung war dann mal das Abendessen. Nach dem Abendessen kam dann das schlimmste. Selbststudium. Ich meine, in dem Zustand, in dem ich dort war, kam nun wirklich nichts mehr in meinen Kompf, aber wir mussten zwei Stunden in diesem Raum sitzen. Mühsam...
Um 21:00 konnten wir dann endlich zurück. Wir hatten drei Sprinter zur Verfügung und konnten selbstständig Verschieben. Zurück in Bülach gings schnell unter die Dusche, ABV und dann endlich wieder Pennen.

Der
Freitag war der Tag, auf den sich die meisten Fahrer am meisten freuten. Die Kollektivfahrschule stand an. Nach dem Frühstück ging es wieder nach Kloten. Dort gab es zuerst die Befehlsausgabe und dann ging es auch schon los. Schnell noch die Anhänger ankuppeln und dann zum ersten mal mit dem Duro fahren. Zuerst gings es in den Hohlberg, wo es eine kleine Strecke gibt um den Duro einwenig kennenzulernen. Man sitzt extrem weit vorne und mit Anhänger ist der Duro doch sehr lange. Kurvenschneiden ist nicht empfehlenswert. Einer Runde auf der Teststrecke gab es einen Fahrerwechsel. Danach mussten wir die Runde nochmals drehen und dann gings los auf die Strasse.
Zuerst nach Illnau, Rikon, Turbentahl, Aadorf, Matzingen und nach Sirnach. In Sirnach gabs eine kurze Pause und einen Fahrerwechsel, bevor es weiter nach Wil, Waldstatt, Urnäsch und dann auf die Schwägalp ging. Der Duro ist eigentlich erstaunlich angenehm zu fahren. Im vergleich zum Puch hat er genügend Leistung und auch die Motorenbremse ist extrem praktisch. Ist ist halt ein bisschen ungewohnt, dass man so weit vorne sitzt und auf der Autobahn schwankt das ganze schon einwenig.
In der Schwägalp mussten wir zum üben die Schneeketten montieren und einen Radwechsel machen. Dann gab es auch schon das Mittagessen aus der Gamelle.
Weiter ging es über Neu St. Johann, Bütschwil, Mosnang in die Hulftegg. Dort wechselte nochmals der Fahrer und wir fuhren über Steg, Gibswil, Hittnau, Pfäffikon, Uster zurück nach Kloten. Dort mussten wir noch volltanken, Anhänger abkuppeln, das Auto reinigen und den Ölstand usw. kontrollieren. Nun gings ausch schon zum Abendessen und danach gingen wir noch unsere Kollegen auf dem VAKD besuchen. Zum Abschluss mussten wir noch eine Theorie über Ladung/Mitfahrende, Fahrzeugtechnik und Anhänger miterleben und dann durften wir schon wieder mit drei Sprinteren nach Bülach zurück. Dort noch Duschen, Packen und nach dem ABV schlafen gehen.
Für mich ging es am
Samstag schon um 5:10 los, da ich wieder in die Fassmannschaft musste. So ca zehn Minuten vor sechs kam dann mal jemand von der Küchenmannschaft und wir konnten dann auch noch was essen, bevor wir im Ausgänger abwaschen mussten. Militär live. Um 7:00 war dann endlich HV und wir bekamen noch unseren Sold. 130 Fr. für 14 Tag. Nicht schlecht. Zusätzlich kommt ja noch der Erwerbsersatz. So um 15 nach 7 konnten wir dann endlich nach Hause.