Video: Maschgenkamm

Bei der Biketour vom letzten Samstag haben Stee und ich noch etwas gefilmt und ich habe es sogar schon geschafft, das Filmchen zu schneiden. Es ist wieder etwas viel von der GoPro, aber das braucht halt noch immer am wenigsten Zeit und man kann auch durchfahren und muss auf dem flowigen Trail nicht immer wieder anhalten.

Ich hoffe, das Filmchen gefällt und wünsche viel Spass.



Seebenalp-Trail

Vor fast drei Jahren bin ich mit Stee mal eine Biketour auf den Maschgenkamm und dabei einen schönen Trail vom Seebenalpsee runter gefahren. Das wollten wir nun wieder mal machen und hatten uns diesen Samstag dafür ausgesucht. Eigentlich war schönes Wetter mit einigen Gewittern angesagt, aber davon liessen wir uns nicht einschüchtern. So gings früh los und kurz nach 8 Uhr starteten wir auch in Flums beim Bahnhof. In Flums hatte es scheinbar auch frisch geregnet, die Strassen waren noch ziemlich nass und der Himmel war auch wolkenverhangen. Wir Kurbelten langsam aber sicher die Strasse hoch und beim Weiler Oberfäsch machten wir einen kurzen Halt. Dort hatte man eine schöne Aussicht auf die andere Seite vom Walensee und somit auf die Tour vom letzten Samstag.


Nun gings noch auf der Asphaltstrasse nach Bergheim, kurz danach aber in den Wald auf einen steilen Singletrail, wo schon etwas schieben angesagt war. Inzwischen hatte es auch begonnen leicht zu regnen, aber im Wald war das nicht so schlimm.


Der Regen hörte schon bald wieder auf und wir konnten die Höhenmeter zur Tannenboden- und zur Prodalp im trockenen hoch Kurbeln. Nass wurden wir nur vom Schweiss, da die Luftfeuchtigkeit doch sehr hoch war.


Wir folgten nun dem Forstweg zur Alp Panüöl, welche zwar nichts besonderes ist, aber immerhin kann man dort gut alles hoch fahren. Das Schild täuscht dann aber etwas, denn es geht doch noch mal etwas weiter hoch. Die Fotos sind alle etwas vor der Alp entstanden, denn dort wird gerade gebaut und das lädt nicht gerade zum verweilen ein.


Von der Alp führt dann eine Forststrasse fast ganz zum Maschgenkamm hoch. Diese ist teilweise aber sehr steil und wir kommen wieder richtig ins Schwitzen. Dafür ist aber alles fahrbar.


Einige Zeit und Höhenmeter später erreichen wir dann endlich den Maschgenkamm und machen es uns dort gemütlich. Bei der schönen Aussicht ist erstmal das Mittagessen angesagt, auch auch die Beine wollten etwas gelockert werden.



Nun folgte der angenehmere Teil der Tour. Über einige schöne Singletrails gings erstmal runter zum Seebenalpsee. Anfangs war der Trail etwas technisch, später wurde es etwas einfacher und schneller.


Den Trail sind wir nun zum dritten mal gefahren, aber etwas das erste mal in einem mehr oder weniger trockenen Zustand und so war gleich viel mehr fahrbar auch auch das Tempo war einiges höher. Einige Stellen mit Steinplatten waren das letzte mal wegen der Nässe kaum fahrbar, diesmal aber kein wirkliches Problem.


Der Trail spuckte uns dann wieder etwas oberhalb von Oberterzen auf eine Asphaltstrasse aus wo wir eine kurze Pause machten um den Adrenalinspiegel etwas zu senken.


Leider ist uns von Oberterzen kein guter Trail mehr bekannt, so dass wir die Höhenmeter leider auf einer langweiligen Forstrasse vernichten mussten. Immerhin gabs zwischendurch noch eine schöne Aussicht auf die Churfirsten.


So waren wir zu am 17 Uhr wieder zurück in Flums, leicht eingedreckt aber happy.

Die Daten der Tour:
  • Distanz: 36.55Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 9Km/h
  • Zeit: 04:04:48
  • Höchstgeschwindigkeit: 46.6 Km/h
  • Durchschnittlicher Puls: 137 bpm
  • Höhenmeter: 1705.9 Hm
  • Hm pro Km: 46.67
  • Bike: Santa Cruz Nomad Carbon

Auf dem Maschgenkamm

Zum Schluss meiner Ferien zeigt sich das Wetter noch von der besten
Seite. Sogar auf dem Maschgenkamm auf 2020 müm ist es angenehm warm.


Auf den Maschgenkamm

Als wir am Samstag morgen aufstanden, war draussen alles Grau, dicker Nebel. Dabei war für heute doch schönes Wetter angesagt. Naja, egal, mal Frühstücken, umziehen, wieder kurze Hosen, Beinlinge und Windjacke und raus an die Kälte.
Für heute hatten wir keine genaue Route, sondern eher einen groben "Schlachtplan" zurecht gelegt. Dieser sah so aus: Bei der Tannenbodenalp ein Mittagessen kaufen, weiter zur Seebenalp und von dort auf den Maschgenkamm. Und runter kommt man ja immer wieder.
Das bedeute ja auch, dass es zuerst nach oben ging, wir fuhren am Anfang denselben weg wie Gestern, bogen dann aber vorher nach links ab. Bei der Kreuzung entledigten wir uns wieder den Beinlingen und der Jacke, denn die Sonne drückte schon durch.


Nun hiess es wieder etwas schieben und je weiter wir nach oben kamen, desto mehr zeigte sich die Sonne. Bei "Tschudiwiesen" (steht so auf der Karte) waren wir dann knapp oberhalb der Wolken und die Sonne schien auf uns herab. Unten im Tal die dickste Suppe. Es war also die richtige Entscheidung den Walensee am Freitag zu umrunden.



Und so fuhren und schoben wir immer weiter nach oben, bis wir die Tannenbodenalp erreichten. Dort gab es den geplanten Shopping-halt, frisches Brot ist halt schon besser als was altes. Darauf fuhren wir weiter, an der Talstation der Maschgenkamm Gondel vorbei und nahmen den Weg richtung Seebenalp. An einer Stelle hätte man dann eine schöne Aussicht auf den Walensee gehabt, betonung auf hätte, denn anstelle des Sees sahen wir "nur" das Nebelmeer. Aber das ist ja auch eine schöne Aussicht.


Etwas weiter oben mussten wir feststellen, dass der Weg zur Seebenalp gesperrt ist und so mussten wir eine alternative Suchen. Gleich an der Stelle begann eine schmaler Wanderweg nach Chrüz, also los. Das bedeutete allerdings, dass wir viel von diesem Weg schieben mussten, teile waren aber fahrbar. So kamen wir also nach Chrüz wo wir wieder eine schöne Aussicht auf das Nebelmehr hatten und auch das Ziel schon sehen konnten.


Von Chrüz konnten wir nun der breiten Kiesstrasse richtung Maschgenkamm folgen. Der Weg war zwar recht steil, aber immer gut fahrbar; zumindest am Anfang. Später wurde die Strasse etwas schmaler, aber viel steiler und auch der Schotter wurde viel loser. So war wieder schieben angesagt. Später kamen wir auf den schmalen Wanderweg, wo es ähnlich aussah, viel schieben und etwas fahren.


Zum Schluss mussten wir unsere Bikes noch die wenigen Meter auf den Maschgenkamm tragen und schieben. Die fahrbare Strasse hatten wir wohl irgendwo übersehen. Oben konnten wir die schöne Aussicht geniessen und machten dort auch gleich unsere Mittagspause.


Nach der Mittagspause machten wir noch unsre Planung für den runterweg und entschieden uns dafür zuerst den Wanderweg, den wir hochgekommen sind runter-, von dort zur Seebenalp, nach Oberterzen und so zurück zu fahren. Also los: Auf den ersten paar Metern mussten wir einige Teile schieben, dann war aber alles fahrbar. Wir machten noch eine kurze Fotopause, diesmal auch mit einem Foto von mir.


Nun gings weiter, mit einem kleinen Gegenanstieg und dann einer sehr steilen, aber technisch anspruchslosen Abfahrt zur Seebenalp.


Von der Seebenalp nahmen wir nun den Wanderweg runter nach Oberterzen und der hatte es wirlich in sich. Der ganze Weg lag im Schatten und dementsprechend war dort alle nass. Der Weg weg selber war sehr steinig und in kombination mit dem nass ist das natürlich eine gefährliche Angelegenheit. Da ist das Vorderrad sehr schnell mal weg. So sind wir es recht vorsichtig angegangen, der Weg war aber meistes fahrbar, wenn auch technisch recht anspruchsvoll. Bei ca 1300 MüM war dann fertig Sonne, wir waren wieder in der Suppe. Da man auf dem Trail sowieso nicht schnell fahren konnte, war die begrenze Sicht aber auch kein Problem, ausser beim Fotografieren, bzw beim Blitzen.



Je weiter wir nach unten kamen, desto besser war der Trail fahrbar. Teilweise schon wieder mit grossen Absätzen, aber zwischendurch konnte man die Bremsen auch wieder mal etwas lösen, wenn auch nur kurz.
Leider war dieser Trail auch mal zu Ende. Schade, denn das ist einer der schönsten Trails den ich je gefahren bin, aber auch einer der anspruchsvolleren. Der Trail spuckte uns auf jeden Fall etwas oberhalb von Oberterzen wieder auf eine Asphaltstrasse aus.


Nun gings nuch kurz runter nach Oberterzen und von dort nahen wir noch letzten Anstieg nach Bergheim in Angriff. Dooferweise war das dann genau der Wanderweg, welcher wir gestern am Anfang runter sind. Und der Weg ist extrem steil. So war halt wieder mal schieben angesagt.


Und wir waren wirklich lange am schieben. Das waren ca 300 Höhenmeter auf 1.5 Km, das auf losem Schotter und viel Laub. Also wieder ein fieser Anstieg zum Schluss. Immerhin war es im Nebel nicht so heiss wie oben an der Sonne, so mussten wir nicht so schwitzen. Nach einiger Zeit, vielem Fluchen und einigen Pausen waren wir dann endlich oben.


Einige Höhenmeter waren nun noch zu bewältigen, dies allerdings auf einer Strasse und gute fahrbar. Zum Schluss gings noch etwas runter, durch den dicksten Nebel, fast ein Blindflug, aber zum glück nicht weit.

Ein kleines Fazit zum Schluss:
Auf den Maschgenkamm gäbe es wohl bessere Wege, aber der Weg runter war echt ein Knaller. Zuerst der schöne Wanderweg direkt unter dem Maschgenkamm und dann vor allem der lange Wanderweg von der Seebenalp nach Oberterzen. Den Weg würde ich am liebsten mal im Sommer, wenn es trocken ist fahren.

Zum Schluss noch Höhenprofil, Karte und die üblichen Daten.
http://images.t-error.ch/blog/846/hoehenprofil.jpg



Die Daten der Tour:
  • Distanz: 23.52Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 5.3Km/h
  • Zeit: 04:25:28
  • Höchstgeschwindigkeit: 45.8 Km/h
  • Durchschnittlicher Puls: 125 bpm
  • Höhenmeter: 1692.5 Hm
  • Hm pro Km: 71.96
  • Bike: BMC Superstroke 01
  • Google-Earth Datei