Nachdem es am vorherigen Wochenende wegen dem schlechten Wetter nicht geklappt hat, war es diesen Sonntag nun endlich soweit: Die grosse Biketour über den Passo del Sole stand vor der Tür. Am morgen durfte ich mit
Rotscher, bzw eigentlich seinem Kollegen Felix mitfahren und unterwegs konnten wir schon den blauen Himmel sehen und so haben wir uns auf eine schöne Biketour bei gutem Wetter gefreut. Als wir dann aber aus der langen Röhre kamen, sah es im Tessin etwas anders aus. Alles grau und von der Sonne keine Spur, aber die Hoffnung, dass wir die Sonne etwas weiter oben noch sehen würden bestand noch immer.
Um 9 Uhr haben wir uns alles bei der Talstation der Ritum-Seilbahn getroffen und schlussendlich waren wir 10 Leute. Die ersten Höhenmeter haben wir dann ganz bequem mit der Standseilbahn (welche übrigens eine der steilsten ist) bezwungen und kamen so auch etwas über den Nebel, dooferweise waren wir aber noch immer unter den Wolken.
Nun gings mit der eigenen Muskelkraft hoch. Erstmal zum Ritom-Stausee und dann weiter zur Alp Piora, wo wir eine erste kurze Pause machten.
Nun gings weiter und so langsam aber sicher wurde die Sicht immer schlechter und die Luft feuchter, wir fuhren also schön durch die Wolken hindurch, immer Richtung Passo del Sole. Also wir diesen dann erreichten wir von der Sole nichts zu sehen und auch die Aussicht war recht bescheiden. Dafür konnten wir uns umso mehr auf die Trails freuen die noch vor uns lagen.
Und die Trails waren dann wirklich erste Sahne, wegen dem Nebel waren die Steine noch feucht und recht rutschig, aber trotzdem war das meiste gut fahrbar und nur bei einigen Schlüsselstellen war schieben angesagt. Und das sogar bei den besten Fahrern. Während es am Anfang eher verblockt war, wurden die Trails weiter unten etwas flowiger aber immer spannend und sie zeichneten uns trotz dem Wetter immer ein schönes Grinsen aufs Gesicht.
Nach einiger Zeit haben wir dann Olivone erreicht und dort einen Mittagshalt gemacht und dort die wohl verdiente Portion Spaghetti gegessen. Denn es war doch schon deutlich nach Mittag und auch bergabfahren ist anstrengend.
Frisch gestärkt traten wir noch die letzte Etappe an, welche uns nach Biasca führte. Ich bin da anfangs von einem zurückrollen auf Schotter- und Asphaltwegen ausgegangen, was sich gegen ende auch Bewahrheitete, aber anfangs waren wir doch noch auf einigen schönen und auch recht langen Trails unterwegs.
Schlussendlich haben wir Biasca erreicht und sind von dort mit dem Zug zurück nach Airolo gefahren, von wo wir wieder runter zur Talstation der Ritom-Bahn fuhren.
So kamen zwar "nur" 896 Hm zusammen, dafür aber über 2400 Hm bergab, so wie es sein muss.
Das war wirklich eine super Tour mit genialen Trails auch auch landschaftlich sehr schön auch wenn die Weitsicht nicht sonderlich gut war. Mal abgesehen vom Wetter und dem Tempo berghoch und gegen Ende, das mir etwas zu hoch war, war das eine geniale Tour. Aber bei dem Wetter bleibt der Wiederholungswert ja recht hoch.
Vielen Dank an dieser Stelle noch an
Stefan von
transalpes.com für das organisieren der Biketour. Hat wie schon im Jura richtig Spass gemacht. Gerne wieder.
PS: Die GoPro war natürlich auch wieder mit von der Partie, ich weiss aber noch nicht wie gut die Ausnahmen in dieser Suppe geworden sind. Wenn die OK sind, gibt es natürlich wieder ein Filmchen.
Die Daten der Tour:
- Distanz: 53.24Km
- Durchschnittsgeschwindigkeit: 14.7Km/h
- Zeit: 03:36:54
- Höchstgeschwindigkeit: 47.1 Km/h
- Durchschnittlicher Puls: 0 bpm
- Höhenmeter: 896 Hm
- Hm pro Km: 16.83
- Bike: BMC Superstroke 01