Video: Engadin - Piz Nair

Eigentlich hätte der dritte Video ja von der Frischi Bike Safari sein sollen, aber leider hat das nicht geklappt. Stattdessen sind wir auf den Piz Nair gefahren/gelaufen und danach via Suvretta Pass nach Champfer gefahren. Vom raufkraxeln habe ich leider keine Aufnahmen, die Ausschnitte im Film kommen alle vom Trail vom Lej Suvretta nach Champfer. Der Trail hatte einige schön flowige-, aber auch einige verblockte und kaum fahrbare Stellen. Spass machte der Trail auf jeden Fall, auch wenn man dafür nicht unbedingt aus eigener Muskelkraft auf den Piz Nair muss.



Engadin: Piz Nair

Wie versprochen werde ich hier nach und nach die Tourenberichte von den Bikeferien im Engadin veröffentlichen. Dies ist nun der vierte von der Tour auf den "Piz Nair" am Dienstag. Alle Artikel sind unter dem Tag Engadin September 2010 verfügbar.

Eigentlich wollten wie am Dienstag die Frischi Bike Safari fahren, die jeweils am Dienstag durchgeführt wird und für die wir uns am gestrigen Montag auch angemeldet hatten, aber leider kam es doch etwas anders als erwartet. Nun aber erstmal von vorne:
Um 08:30 war in Celerina der Treffpunkt für die Frischi Bike Safari und so fuhren wir kurz nach 8 Uhr bei noch recht tiefen Temperaturen los. Diesmal mit etwas reduziertem Gepäck. Die Spiegelreflex bliebt zuhause, die Verpflegung wurde auf eine Minimum reduziert, dafür hatte ich eine etwas wärmere Jacke dabei, da wir ja nicht gross hochkurbeln müssen. Um 08:30 waren wir dort und Mutter-seelen-alleine, als dann auch um 08:45 noch kein Guide da war, habe ich etwas herum telefoniert und so erfahren, dass unsere Anmeldung scheinbar nicht bei ihnen eingegangen ist und die Safari nicht stattfindet, weil wir die einzigen gewesen wären.
So waren wir doch ziemlich gefrustet, zum einen weil wir die Frischi Bike Safari so nicht fahren konnten und auch weil wir so um 09 Uhr in Celerina standen und sonst schon halb auf dem Julier gewesen wären. Nach etwas überlegen entschieden wir uns den Piz Nair in Angriff zu nehmen, aber das ganze ohne Bahn. Und so gings dann erstmal hoch richtung Alp Laret. Anfangs waren wir noch im dichten Nebel unterwegs, aber dieser lichtete sich bald und wir hatte eine schöne Sicht auf das Nebelmeer über dem Engadin.



Beim Sendemast bei der Alp Laret entschieden wir uns noch schnell zurück zur Wohnung zu fahren um das Gepäck zu tauschen. Also eine etwas bessere Jacke, Spiegelreflex und auch etwas Proviant einzupacken, um besser für die Tour gerüstet zu sein. Also runter zur Wohnung und dann wieder denselben Weg zurück. Vom Sendemast gings dann auf einem recht steilen Schotterweg hoch nach Margungs wo wir eine Pause einlegten. Unterwegs habe ich noch einige Fotos mit der schönen Aussicht richtung Samedan gemacht.


Von Marguns wollten wir Anfangs via Glüna und den Lej Alv zur Coviglia fahren, haben dann aber einen etwas anderen Weg gefunden, welcher direkt hoch zur Corviglia führte. So machten wir gleichviele Höhenmeter auf eine viel kürzere Distanz und das hiess natürlich wieder mal schieben, aber nach einige Zeit waren wir auch oben und machten eine Verschnaufpause mit schöner Aussicht.


Von der Corviglia gings nochmals hoch; genau denselben weg den wir schon am Sonntag beim Suvretta Lopp gemacht haben, nur haben wir diesmal bei der Abzweigung zum Piz Nair nicht nach Links sondern diesmal nach Rechts gesteuert.


So war schon nach kurzer Zeit schieben, bzw Tragen angesagt, der Weg war zu verblockt, steil und schmal um zu fahren, zumindest bergauf. Die Abzweigung liebt auf ca 2680 MüM und der Piz Nair auf 3022, also hatten wir noch etwas vor uns.


Als ich nach langer Zeit mit dem Bike auf den Schultern auf dem Piz Nair angekommen bin, wurde ich gleich von Chinesischen (oder Japanischen?) Touristen in Beschlag genommen und musste für ein Foto posieren. Und nun bin wohl irgendwo in einem Familienalbum in China ;)
Da ich etwas vor Stee oben war, hatte ich auch noch etwas Zeit einige Fotos von ihm zu schiessen, wie er sein Bike nach oben schiebt.


Der Piz Nair war für uns beide der erste 3000ender, den wir aus eigener Muskelkraft mit dem Bike bezwungen haben. Zwar nicht alles gefahren, ober trotzdem ohne Bahn und ich denke, es wir nicht der letzte gewesen sein.


Leider war es schon etwas spät als wir oben waren und so haben wir entschieden nicht wieder denselben Trail runter zu fahren (schieben?) sondern hinten die Piste runter zum Lej Suvretta zu fahren. Besonders am Anfang ist das recht anspruchslos, da der "Trail" nur eine breite Schotterpiste ist. Erst kurz vor dem Lej Suvretta wird es wieder etwas spannender. Dafür hat sich Stee dort dein einzigen Platten der ganzen Bikeferien geholt, aber der Schlauch war schnell gewechselt.
Vom Lej Suvretta nahmen wir diesmal den recht anspruchsvollen Trail richtung Champfer. Leider habe ich von diesem Trail wieder keine Fotos sondern nur ein Film, der dann etwas später folgt. Der Trail war aber recht interessant mit einigen wenigen flowigen stellen, aber meist war er recht anspruchsvoll und ich konnte auch nicht alles fahren.
Wir fuhren schlussendlich nicht ganz runter nach Champfer, sondern fuhren etwas oberhalb der Bergstation der Signalbahn durch, denn so konnten wir uns noch einige Höhenmeter sparen.

Ansich eine schöne Tour, wenn nur der Dämpfer mit der Frischi Bike Safari nicht gewesen wären. Zudem wäre es auch besser gewesen, wenn wir etwas früher auf dem Piz Nair gewesen wären, so hätten wir auch bergab einen etwas spannenderen Trail fahren können.

Die Daten der Tour:
  • Distanz: 25.06Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 10.5Km/h
  • Zeit: 02:16:58
  • Höchstgeschwindigkeit: 40.7 Km/h
  • Höhenmeter: 1838.8 Hm
  • Hm pro Km: 73.38
  • Bike: BMC Superstroke 01