Woche 7

http://images.t-error.ch/blog/20/image.jpgDa der erste Mai im Kanton Zürich ein offizieller Feiertag ist, mussten wir nicht wie gewöhnlich am Sonntag sondern erst am Montag einrücken. Allerdings schon um 22:00. Danach gingst schon ab ins Bett.

Am Dienstag war kein Frühsport angesagt, dafür aber Materialkontrolle. Das heisst, wir durften das ganze Material auf dem Bett ausbreiten und glaubt mir, das ist jede Menge. Als wir damit endlich fertig waren, kam unserem Kadi in den Sinn, dass ja eigentlich eine Fahrerausbildung wäre. Nun ja.. wir konnten das Zeugs auf dem Bett liegen lassen, GT, Rucksack und Stgw packen und dann gings ab zur Ausbildung.
Zuerst gabs für unsere Gruppe eine Theorie über Gefahrengut. Es ging vor allem darum, was man zusammen Laden darf und wievielt davon. Das ist wirklich eine Wissenschaft für sich. Denn wenn man berechnen will, wie viel Munition man mit wie viel Treibstoff man laden darf und ob man auch noch Personen oder Essen dazu laden darf, wird das langsam kompliziert. Als das überstanden war gings noch kurz zu einer Theorie über das korrekte Beladen und sichern eines Fahrzeuges. Nun stand auch schon das Mittagessen an.
Danach gings weiter mit Manövrieren. Wieder dasselbe wie in Woche 5, allerdings mit einer Prüfung über das Manövrieren mit dem Anhänger. So gerade bin ich noch nie Rückwärts gefahren :) Prüfung bestanden. Aber ich kenne niemand, der sie nicht bestanden hat.
Nach dem Abendessen durften wir noch einen Reifenwechsel machen. Nicht wirklich anspruchsvoll, aber noch lustig. Eigentlich hatten wir danach noch ca 1,5 Stunden Ausgang. Allerdings war niemand da, der den Schlüssel für die Waffenkammer hatte und mit der Waffe durften wir ja auch nicht in den Ausgang. Toll... um 22:00 sollte ja ABV sein aber es war immer noch niemand hier. Nach einer Viertelstunde kam dann mal der Feldianwärter und wir konnten die Waffen versorgen und schlafen gehen. Super Organisation! ;)

Der Mittwoch wahr wohl einer der schönsten Tage. Kollektivfahschule stand mal wieder an. Allerdings gabs zuerst noch eine Theorie über das Überbrücken und Abschleppen (von Fahrzeugen, versteht sich). Nach einer kurzen Einsatzbesprechung gings auch schon los. Wie immer gab es Zweier-Teams. Unser Team hatte einen Komandopuch, welcher wirklich voll geladen war. Ich meine die Puchs sind sonst schon Lahm, aber voll geladen kommt man damit wirklich nirgends hin. Nun ja.. zuerst durfte ich Fahren. Es ging nach Embrach, Pfungen, Dättnau, Kempttal und in die Kyburg. Also durch eine Gegend, die ich wirklich gut kenne. Entspannend für den Beifahrer, da er fast nie auf die Karte sehen musste. Allerdings wahr es nicht wirklich angenehm, als wir mit ca 40Km/h in die Kyburg rauftuckerten und das auf einer 80er Strecke. Aber auch das schafften wir. In der Kyburg war wieder Fahrerwechsel und dann gings weiter über Kolbrunn, Schlatt, Girenbad, Turbental, Eschlikon und schlussendlich nach Sirnach, wo es wieder einen Fahrerwechsel gab. Ich durfte dann gleich bis Wil auf die Autobahn. Höchstgeschwindigkeit eines Puch's mit Anhänger ist 80. Da wird man sogar von Lastwagen überholt :). Weiter gings dann durch Kirchberg auf die Hulftegg. Auch wieder mit max 40.
Dort gabs dann was zu essen aus der Gamelle und wir durften sogar ins Restaurant.
Dort oben gabs noch ein letztes mal einen Fahrerwechsel und dann gings schon Richtung Kloten. Zuerst runter ins Tösstal und dann über Bauma, Saland, Pfäffikon, Uster, Brütisellen nach Kloten. Fünf von unserer Gruppe mussten das Wettschiessen noch nachholen, also fuhren wir noch zum Schiessstand. Dort gab es dann das Vor- und das Wettschiessen. Ich erreichte nur 65pt. Zwar erfüllt aber kein Abzeichen. Tja, ich werds überleben :) Danach gings schnell zurück. In der Kaserne mussten wir noch einige Blätter im Eiltempo ausfüllen und nun war auch für uns Fahrer der FAK-Ausgang angesagt.
Die Anwärter, darunter auch ich, hatten allerdings noch die letzten Gespräche, in denen Entschieden wurde, ob man weitermachen muss oder nicht. Die Verantwortlich waren der Meinung, dass ich ein guter Unteroffizier sei. Nun ja, jeder Widerstand war zwecklos, unterschrieben wurde das Blatt von ihnen. So ein Drecksverein. Jetzt habe ich noch 14 Wochen mehr, das heisst, bis zum 1. Dezember. Dann ist der Sommer aber auch wirklich vorbei.
Weiter gings mit dem grossen Ausgang. Nun ja, wirklich geniessen konnte ich ihn ja auch nicht.

Der letzte Teil der Fahrerausbildung stand am Donnerstag morgen an. Geländefahren! Eine lustige Sache, auch wenn wir nicht Vollgas über die Strecke heizen durften. Allerdings war das erste mal 4x4 und die Diffsperre nötig, um den Kurs zu Fahren (siehe Bild). Einmal mussten wir den Kurs noch mit der SchuMa fahren, was aber fast gleich gut funktionierte. Später gabs noch eine Theorie über Lampen und Sicherungen. Nicht wirklich spannend.
Am Nachmittag hatten wir noch Zeit um uns ein wenig für die morgige Inspektion vorzubereiten. Das heisst Stgw, GT, Schuhe, Rucksack usw. putzen.
Danach noch die Puchs unserer Kompanie Reinigen und Warten. Tanken, Öl-, Kühlwasser- und Scheibenwaschmittelstand prüfen usw.
Am Abend gings es ab zur Mörsburg, wo die Beförderungsfeier stattfand. Das heisst alle Anwärter, darunter auch ich, wurden zum Soldaten befördert. Später gab es noch etwas zu essen und wir durften sogar ein Bier trinken! ;)

Am Freitag war mal wieder eine Inspektion angesagt. Das heisst am Morgen mal wieder ca. 3 Stunden in Reih und Glied stehen. Da geht man fast drauf. Weiter gings mit ABC. Zuerst ein kleiner Theorietest und danach was Praktisches. Sich selber in 10 und dem Kameraden in 30 Sekunden die SchuMa anziehen. Ein Spass für die ganze Familie ;) Und schon durften wir zum nächsten Posten stressen. Dort war das Manipulieren an der Waffe gefragt. Sofortige-, und Zusätzliche Reaktion (für alle, die was damit anfangen können :) ) und das Aufsetzten des Bajonetts. Schlussendlich noch Zugschule und das hatten wir seit der letzten Inspektion auch nicht mehr gemacht. Aber es funktionierte verhältnissmässig gut. Dann war die Inspektion auch schon vorüber.
Für die Anwärter ging es nun los mit dem Abgeben des nicht persönlichen Materials. Einige Dinge mussten wir einzeln abgeben, andere in den Kampfrucksack packen und dann so abgeben. Es gab doch noch recht viel, das man in den Rucksack packen musste, aber mit Gewalt geht alles :D Als wir das Material eingepackt hatten, gings ans packen des persönlichen Materials. Und auch davon haben wir jede Menge. Nur schon 5 paar Schuhe, einen Helm, das GT usw... Zwischen dem Packen hatten wir noch Zeit für das Mittagessen und es gab wie fast jeden Freitag Fisch. (Ich hasse Fische, also zum essen)
Als wir dann mal alles in die grosse Tasche, den F-Sack und den kleinen Rucksack gepackt hatten gings weiter mit der Rangverkündigung der Inspektion und auch des besten Zuges der AGA.
Bei der Inspektion lagen wir mit dem Zug eins gleichauf auf dem ersten Platz. Die Inspektion war allerdings auf unsere Kompanie beschränkt. Bei der Rangliste als bester AGA Zug, welche für die ganze Schule gültig ist, lagen wir auf Platz zwei und Zug eins von unserer Kompanie auf Platz drei. Für uns bedeutete das, dass wir wieder früher nach Hause durften und zwar um drei Uhr. So gings schnell ans Stgw holen und für den AV bereit machen. Und schon waren wir wieder entlassen. Die Nicht-Anwärter müssen am Sonntag wieder um 23:45 einrücken.
Für uns Anwärter siehts nun so aus: Am Montag um 14:00 in Bülach einrücken und dann sind wir 14 Wochen dort. Danach kann man einen Unterbruch von maximal drei Jahren machen. Ich werde dann aber nach einer Woche wieder nach Kloten zurückgehen, dort die FGA machen und dann in Liestahl die VBA. Wenn das dann alles endlich vorbei ist, ist auch schon Dezember, aber ich habe es endlich geschafft. Nur noch einige WK's. Aber es ist doch noch eine lange Zeit bis dann.

Woche 5

http://images.t-error.ch/blog/16/image.jpgDiese Woche war wohl eine der Angenehmsten in der RS. Wir mussten aufgrund der Ostern erst am Dienstag um 10:00 einrücken und stand die BGA auf dem Plan. Das heisst die Züge wurden für diese Woche aufgelöst und es gab zwei Detachemente. Fahrer und Sipi's. Ich war einer der glücklichen Fahrer :)

Aber nun mal zum Wochenverlauf.
Einrücken um Dienstag um 10:00 Uhr. Friedlich... Nach dem AV gings sofort an die erste Prüfung über Starkstrom. Unser Zug meisterte diese Prüfung ohne Probleme. Wir wareen der einzige mit 0 Fehlern. Nach der Prüfung war für alle Kaderanwärter (leider auch für mich) eine Theorie der Kaderschule angesagt. Das heisst es wurde uns gezeigt, was uns erwarten würde, wenn wir Weitermachen müssten. Zum Beispiel ein 50KM Marsch oder ähnlich lustige Dinge.
Und dann gings schon ans Mittag essen. Nun wurden die Züge in SiPi's und Fahrer aufgeteilt. Der Wochenverlauf eine SiPi's kann man bei Rekr Frick nachlesen. Für uns Fahrer gings mit dem Fahrzeug fassen weiter. Das heisst wir durften unseren Puch ausräumen und kontrollieren ob wirklich alles Material dabei ist. Und da hat wirklich noch ne Menge Platz :) Zudem mussten wir auch überprüfen, ob die Karre auch wirklich Fahrfähig ist. Dies dauerte den ganzen Nachmittag und anschliessend war schon das Abendessen angesagt.
Nun war noch Theorie der Verkehrsregeln angesagt. Eigentlich sollten wir das ja alle schon wissen, aber ja.. Gewisse Dinge verdrängt, ähhh vergisst man halt :)
Da wir schon etwas früher damit fertig waren, etrwa um 21:00 hatten wir noch eine Stunde ausgang. Für ein Bierchen reichte es ja noch..
Schlussendlich war nocht Extreme ABV angesagt :) Es war so: Die Sipi's hatte länger ausgang als wir und dementsprechend auch mehr getrunken. Beim ABV musste die Zimmerchefen wie immer in den Flur treten und dort die Bestände melden. Einer unserer SiPi's war auch Zimmerchef. Beim melden des bestandes musste er aber inmmer Lachen, was dem Vorgesetzten aber nich so gut gefiel.. Das Resultat waren ca. 30 Liegestützen für alle Zimmerchefen. Für die anderen in den Zimmer war die aber sehr amüsant, denn wir hären Sie immer schreien. 1.. mehr.. 2.. mehr.. 3.. mehr.. usw :) Aber danach durften wir alle mal Schlafen gehen..

Am Mittwoch gings um 6:00 wieder los. Zuerst das Frühstück und dann um 7:00 wie immer das AV. Für uns gings dann weiter mit der Wartung und Kontrolle des Autos. Das heisst Ölstand, Kühlwasser usw. prüfen. Danach gings es zur ersten Ausfahrt. Wir merkten relativ schnell, dass der Puch ein binäres Auto ist. Entweder man gibt kein Gas oder man drückt das Pedal ganz durch. Was anderes gibt es nicht. Wir lernten bei dieser Ausfahrt das 4x4, die Diffsperre usw. kennen. Nicht wirklich spektakulär aber immerhin nich allzu anstrengend :) . Nach der Rückfahrt gibt schon wieder ans Mittagessen.
Der Nachmittag war sehr Theorielastig. Zuerst lernten wir, was das Militär auf der Strasse alles darf und was nicht. Vorbeimärsche und Gefechtsübungen auf der Autobahn sind übrigens nicht erlaubt. :) Danach hatten wir eine Prüfung. Wer diese bestand, hat die erlaubnis zum Personentransport. Darauf folge eine CUA über den Strassenverkehr, was relativ langweilig war. Aber nach dem Abendessen durften wir noch unseren TAZ austauschen und schnell in den Ausgang. Zwar auch nur bis 22:00, aber man will sich ja nicht beklagen.

Auch am Donnerstag ging es erst um 6:00 los. Wie immer gabs zuerst das Frühstück und danach der AV. Nun durften wir zum erstnam mal mit einem Mercedes Sprinter herumfahren. Vorne haben 3 und hinten 8 Leute Platz, also doch noch ein recht grosses Fahrzeug. Damit durten wir auf einer Teststrecke herum Cruisen. Das angehmste ist, dass ein Radio eingebaut ist. :D Zudem ist die Beschleunigung auch recht gut, wenn man es mit dem Puch vergleicht. Auch das meisterten wir ohne Probleme. Nach einee Theorie gings schon wieder zum Mittagessen. Am Nachmittag war Kollektivfahschule angesagt. Das heisst alle Fahrer bekamen eine Karte mit einer Route, die wir abfahen mussten. Wie immer waren zwei zusammen. Einer Fährt, der andere ist am Kartenlesen. Nach eine kurzen Briefing gings schon los. Wir durften zuerst mit dem Sprinter fahren. Bevor wir allerdings den Weg selber finden mussten konnten wir noch zwei beschilderte Strecken abfahren. Ich war mit meinem Kameraden der vorderste. Als wir auf der Panzerpiste fuhren, stand uns plözlich ein Esel im weg und hinter uns stauten sich die restlichen ca 20 Fahrzeuge auf. ein herrlicher Anblick ;) Aber auch am Esel kamen wir mal vorbei. Nachdem wir die beschilderten Routen abgefahren hatten gab es noch ein Fahrzeugwechsel. Wir stiegen in einen Puch mit anhänger (siehe Bild). Nun wurde immer ein Fahrzeug nach dem anderen losgeschickt. So, damit wir das vorherige nicht sehen konnten. Die Route führte uns durch den Aargau (wahrschleinlich, weil es dort nicht so schlimm wäre, wenn wir einen Landschaden bauen würden ;) ) Zuerst gings es mal richtung Zurzach. Allerdings nicht mit den Hauptstrassen sondern meistens über schmalere Strassen und immer über Hügel. Der Puch war damit recht gefordert, denn meistens war 40 die Höchstgeschwindigkeit die möglich war, obwohl es keine Kurven hatte :) . Problematisch wurde es, bei unseren Verfahrern, war wie noch nie mit einem Anhänger gehfaren sind und das Rückwärtsfahren mit Änhänger nicht allzu einfach ist. Ca. 45 Mintuten zu spät kamen auch wir zwei in Birrfeld unserem Ziel an. Dort gab es das Abendessen. Brot, Schokolade, Streichkäse und Wasser. Lecker ;).
Kurz darauf ging es schon wieder weiter, richtung Kloten. Allerdings über Baden. Es war aber noch lustig im dunkeln über schmale Strassen zu Düsen. In Wettigen bei Baden gab es nochmals Fahrerwechsel und weiter gings in der Dunkelheit. Um ca. 22:30 hatten auch wir es geschafft. In der Kaserne gings dann noch ans auftanken, Anhänger ankuppeln und Fahrzeug reinigen. Als wir damit fertig waren, durften wir noch schnell unsere Schuhe putzen, ABV und um 0:00 war LiLö.

Am Freitag morgen war für uns Batteriekunde angesagt. Das heisst Betterien ausbauen, einbauen und nachfüllen von destilliertem Wasser. Danach durften wir noch Schneeketten montieren. Bei ca 20 Grad und Sonnenschein :) . Nach dem Mittagessen lernten wir noch wie man mit dem Puch (mit und ohne Anhänger) manövriert. Das heisst Rückwärtsfahren, Wenden usw. Auch rückwärts und seitwärts einparken ohne Anhänger. Im Militär geht das natürlich ganz anders al Zivil. Warum auch immer. Schlussendlich durften wir die Fahrzeuge noch ein letzes mal reinigen.

Da unser Zug bei der Starkstromprüfung und einer kleinen Inspektion in der letzen Woche der beste war, durften wir am Freitag schon nach Hause. Das heisst, nach dem Abendessen schnell Duschen, Packen und an den AV. Und schon hiess es: Sie haben Ausgang bis am Sonntag 23:45.