Tourenplanung am Computer

Beim gestrigen Wetterbericht für heute, habe ich mir vorgenommen, wieder mal einen "Indoor-Tag" zu machen. "Arbeit" gab es genug, den schliesslich wollte ich mal einige Biketouren für den Sommer planen. Obwohl die Sonne teilweise noch geschienen hat, habe auf eine Biketour verzichtet; morgen ist ja auch noch ein Tag und das Wetter soll ja etwas besser sein.

So habe ich mich heute intensiv mit Google Earth, GPS-Track-Analyse.NET, GPSies.com und GPS-Tracks.com beschäftigt. Natürlich habe ich auch Karten zu Hilfe genommen und so konnte ich die Touren recht genau planen. Natürlich kann man das Gelände so nicht genau einschätzen und kann so nur schwer sagen, ob ein Weg jetzt fahrbar ist oder nicht. Aber mit Hilfe von Berichten im Internet, gehts das ganz gut.
Nun habe ich eine Dreitagestour über das Parpaner-Rothorn, Glaspass und Tomülpass zusammen und die Route für den Grischatrail habe ich auch schon fast. Die Tour mache ich beim nächsten schlechtwetter Tag fertig.
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Sonntag: Rothorn-Downhill

Wie versprochen werde ich hier nach und nach die Tourenberichte von den Bikeferien in der Lenzerheide veröffentlichen. Dies ist nun der siebte und letzte von der "Rothorn-Downhill-Tour" am Sonntag. Alle Artikel sind unter dem Tag lenzerheide oktober 08 verfügbar.

Sonntag und damit letzter Tag unserer Bikeferien in der Lenzerheide. Da wollte wir nichts allzugrosses mehr anreissen sondern es noch etwas gemütlich angehen. Zuerst musste allerdings das Zimmer leergeräumt und das Gepäck in das Auto verfrachtet werden. Dann konnten wir das machen, was mir das letzte Jahr auch schon wollten, wegen dem schlechten Wetter aber nicht konnten. Mit der Bahn aufs Rothorn und dann mit dem Bike wieder runter. Um es aber nicht zu einfach zu machen fuhren wir wenigestens die knapp 400 Hm bis zur Mittelstation Scharmoin hoch.


Dort konnten wir die Bikes unkompliziert in das heutige Transportmittel verfrachten. Da wir noch die Bahnkarte vom Hotel hatten, mussten wir dafür nicht mal etwas bezahlen.


So brachte uns die Gondel in knapp 5 Minuten und ohne zu schwitzen von 1904 auf 2861 Meter über Meer. Oben war schon einiges an Schnee geschmolzen, aber der Weg zur Galerie war noch immer nicht wirklich fahrbar. So entschied wir uns nur einige male Rothorn - Scharmoin zu fahren.


Die Abfahrt war durchgehend befahrbar, an einigen Stellen lag noch Schnee, aber mit etwas Geschickt konnte man das auch fahren. Dafür, dass die Strecke auf 2861 MüM beginnt ist sie erstaunlich gut befahrbar. Teils flowig, teils aber, wegen dem Geröll, auch recht rumpelig. Alles was das Bikerherz begehrt. Wie man am Höhenprofil unschwer erkennen kann sind wir drei mal hoch und wieder runter gefahren, das reichte dann auch. Zum einen ist die Abfahrt doch noch recht anstrengend und wir wollten am letzten Tag der Ferien auch keinen Umfall mehr bauen (Sowas macht man besser am Anfang ;) )
Zum Schluss noch einige Bilder von unterwegs:



Ganz am Schluss gings natürlich noch vom Scharmoin runter zur Lenzerheide. Zum zweiten mal in dieser Woche wieder über die ausgebaute Downhillstrecke, diesmal mit etwas mehr Tempo, aber im vergleich zu den Downhillern immer noch im Schneckentempo. Aber Hauptsache, es macht Spass.

Nun noch das Höhenprofil, die Karte und die üblichen Daten:
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Die Daten der Tour:
  • Distanz: 26.34Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 13.1Km/h
  • Zeit: 02:00:24
  • Höchstgeschwindigkeit: 38.7 Km/h
  • Durchschnittlicher Puls: 125 bpm
  • Höhenmeter: 442 Hm
  • Hm pro Km: 16.78
  • Bike: BMC Superstroke 01
  • Google-Earth Datei

Freitag: Rothorn

Wie versprochen werde ich hier nach und nach die Tourenberichte von den Bikeferien in der Lenzerheide veröffentlichen. Dies ist nun der fünfte von der "Rothorn-Tour" am Freitag. Alle Artikel sind unter dem Tag lenzerheide oktober 08 verfügbar.

Das Rothorn ist für uns ja auch kein unbeschriebenes Blatt. Schon letztes Jahr quälten wir uns mit dem Bike, bzw zu Fuss auf das Rothorn und dieses Jahr wollten wird das wiederholen. Diesmal allerdings mit einem Umweg zum Alplisee und Arosa.
So fuhren wir wieder früh am morgen los, im Schatten des Rothorns konnten wir die ersten 400 Höhenmeter bis zur Alp Scharmoin fahren. Dort wurden gerade die Schneekanonen mit einem Helikopter im Skigebiet verteilt. Der Winter steht also doch bevor.


Nach eine kurzen aber steilen Anstieg kamen wir wieder zum Speichersee von Scharmoin. Dieser zeigte sich wieder in schönstem Blau, nur leider fehlte die Sonne die reinschien. Zudem war es am Schatten auch noch recht kühl. Wir waren dort immer hin auf fast 2000 MüM und am Schatt ist es dort im 9:00 Uhr doch noch recht kalt.



Der folfgende Anstieg trieb uns die Kälte allerdings schnell wieder aus den Gliedern. Der Schnee war glücklicherweise selten das Problem, dafür mehr der Untergrund und einfach die Steigung. Wie das letzte Jahr schon waren wir fast mehr am Schieben als am Fahren, aber das ist wohl der Preis, wenn man mit dem Bike auf über 2800 MüM will.



Ca 2 Km vor dem Rothorn ist der Foil Catschen. Dort kamen wir endlich an die wärmende Sonne und wussten, dass es nicht mehr so weit zum Ziel ist. Dooferweise sind auf diesen 2 Km noch gut 400 Hm zu bewältigen. Fahrbar ist davon wirklich nur ein kleiner Teil. Auf dem Weg nach oben kam uns ein Montainbiker zweimal entgegen, das zeigt schon, dass man runter etwas shcnell ist als rauf. Aber schliesslich durfen wir danacuh noch noch runter.


Mit viel Schweiss kamen wir doch noch oben an und staunten dort doch etwas über den vielen Schnee. Unser Aufstieg war ab dem Foil Catschen an der wärmeren Südseite, die obere Fläche scheint da aber etwas weniger sonne zu kriegen.


Wir wollten nun aber vom Rothorngipfel nach Arosa, also erstmal zu Galerie. Der Weg dorthin war allerdings schneebedeckt, was das ganze etwas spannender machte. Trotz einigen Wanderern die uns warnten, dass man bis zur Galerie nicht fahren kann machten wir uns azuf den Weg, zu Fuss versteht sich. Beim Kreuz neben dem Rothorngipfel mussten wir allerdings noch eine kleine Fotopause machen.



Also los. Mit einigen Zuschauern auf dem Rothorngipfel rutschten, liefen, kletterter wir also dem Wanderweg entlang. Weilweise mussten wir das Bike vor uns in Schnee rammen um etwas halt zu haben. Und dazu kamen noch die Sprüche der Wanderer die uns engegen kamen :)


Etwa einen Kilemeter vor der Galerie konnten wir endlich wieder etwas fahren, dies allerdings mit einem schönen Quietschkonzert. In der ersten Stimme meine Juicy 5 und in der zweiten Stees XTs, kein schöner Klang...
Bei der Abzweigung zum Alplisee und nach Arosa machten wir eine kurze Pause entschied uns den Umweg über Arosa weg zu lassen. Zum einen hatten wir nur schon für den Weg zum Rothorn bis zur Galerie über eine Stunde gebraucht und zum anderen wussten wir auch nicht wieviel Schnee es auf dem Weg von Arosa zur Hörbnlihütte hatte. Gemüss Karte liegt der Weg auch an der Nordseite und könnte noch einges an Schnee haben. Das Risiko wollten wir einfach nicht eingehen.


So fuhren wir halt denselben Weg wir letztes Jahr schon, runter zur Mittelstation Scharmoin. Auf dem Weg runter holte ich mir noch einen Platten hinten. Ein kleiner Stein hatte sich durch den Reifen gebort und ist dort gleich stecken geblieben. Also schnell den Schlauch wechseln und weiter gehts. Zum Schluss folgte die präparierte Downhillstrecke von der Mittalstation bis zur Lenzerheide runter. Man merkte schon, dass es etwas Ende Saison war, aber die Strecke machte dennoch richtig Spass. (Mit etwas mehr Mut und Federweg wohl noch etwas mehr)
So erreichten wir an dem Tag nicht ganz was wir wollten, aber was solls. Irgendwann werden wir den Weg nach Arosa auch noch fahren.

Nun noch das Höhenprofil, die Karte und die üblichen Daten:
http://images.t-error.ch/blog/833/hoehenprofil.jpg


Die Daten der Tour:
  • Distanz: 19.6Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 6.9Km/h
  • Zeit: 03:21:51
  • Höchstgeschwindigkeit: 36.3 Km/h
  • Durchschnittlicher Puls: 127 bpm
  • Höhenmeter: 1503.8 Hm
  • Hm pro Km: 76.72
  • Bike: BMC Superstroke 01
  • Google-Earth Datei

Montag: Rothorn

Wie versprochen werde ich hier nach und nach die Tourenberichte von den Bikeferien in der Lenzerheide veröffentlichen. Dies ist nun der dritte von der Rothorn Tour am Montag.

Nach den 62 Km vom Sonntag wollten wir heute eine etwas kürzere Tour machen. Wir entschieden uns für eine Tour auf das Rothorn. Sicher etwas kürzer, allerdings etwa gleichviele Höhenmeter. Unser Hotel lag auf 1496 MüM und das Rothorn ist auf 2861 MüM. Es geht also leicht hoch :)
Da es sehr steil war und wir relativ oft stossen mussten, haben wir auch viele Pausen eingelegt. Da das Wetter auch noch herrlich war habe ich sehr viele Fotos gemacht, was man in diesem Artikel schnell sieht.

Der Weg ist relativ einfach zu finden, es führt sogar eine Bikeroute auf das Rothorn. Zuerst ging es zuerst rauf zur Mittelstation der Rothornbahn. Breite Kiesstrassen, gut fahrbar aber halt immer rauf. So konnten wir die langen Hosen und die Jacke auch bald abziehen. Etwas oberhalb der Mittelstation liegt die Alp Scharmoin, wo wir eine kurze Pause einlegten. Die Alp liegt auf 1922 MüM, wir hatten also erst schon 400 Höhenmeter gemacht. Wie sich später herausstellte waren das definitiv die angenehmsten.




Etwas oberhalt der Alp Scharmoin kamen wir an einem neu angelegten Speichersee vorbei. Er wird im Winter wohl für die Schneekanonen gebraucht. Das See ist zwar künstlich angelegt, sieht aber dennoch sehr schön aus. Wir nutzten die Gelegenheute für "einige" Fotos. Mich beeindruckt das schöne Blau des Sees noch immer.





Von nun an wurde der Weg immer steiler und der Untergrund immer holprigen. Die Steine wurden grösser und man musste aufpassen, dass das Hinterrad nicht durchdrehte. Das meuiste konnte man fahren, aber und zu gab es kurze Laufpassagen. So kamen wir zur Verzweigung wo wir entscheiden konnten ob wir von Süden oder von Norden auf das Rothorn wollten. Wir entschieden uns für den Süden, da wir sonst noch über das Weisshorn müssten und auf der Karte sahen beide Wege sehr steil aus.



Als gings weiter auf den KiesGeröllwegen. Es wurde immer steiler und wir mussten auch immer mehr laufen. Irgendwann war es dann so steil dass wir gar nicht mehr fahren konnten. Und auch der Untergrund wurde nicht besser. Grosse Steine auf dem Weg sind mit dem Bike halt nicht ideal. Etwas später wurde der Weg dann zwar schmaler aber auch etwas flacher und wir konnten wieder etwas fahren. Nur nicht nach unten sehen.
Dass es in der Lenzerheide schonmal geschneit hatte bemerkten wir auch. Anfangs hatte es kleine Stellen mit Schnee, weiter oben dann ganze Flächen die noch weiss waren.



Der Weg schlängelte sich dann langsam aber sich auf das Rothorn rauf. Schlussendlich war an fahren nicht mehr zu denken. Allerdings gab es so immer wieder kurze Gespräche mit Wanderern, die von dieser Leistung beindruckt waren. Das Schild, auf welchen "nur noch 1 Km bis zum Rothorn" stand, motivierte auch nicht wirklich. Vor allem nicht, wenn man weiss dass es in diesem Kilometer noch 200 Meter nach oben geht und man alles Stossen kann.



Dann hatten wir es aber endlich geschaft. Erschöpft aber glücklich waren wir auf dem Rothorn. Oben hatte es noch Schnee, welcher und den Weg zum Restaurant versperren wollte, aber dieses letzte Hinderniss konnten wir auch noch überwinden. Im Restaurant gab es dann erstmal eine "Gipfelstürmer Rösti", welche wir auch wohl verdient hatten.


Aber eigentlich sind wir ja nicht auf das Rothorn gelaufen gefahren um wieder mit der Gondel runter zu fahren. Der schöne Teil der Tour stand noch bevor. Lange Kleider anziehen, Gabel rauf, Sattel runter.
Wir wollten nicht denselben Weg runter fahren wir rauf, also gings los richtung Weisshorn. Zuerst hatten wir noch etwas mit Schnee auf der Fahrbahn zu kämpfen, aber das war auch schnell geschaft. So ging es zuerst durchs Geröll, in der Hoffnung noch auf dem richtigen Weg zu sein. Wir kamen dann aber doch noch auf den Wanderweg zurück. Wir fuhren so eigentlich fast denselben Weg den man auch bei der Bikeattack fahren würde (Video). Also durch die Galerie und so richtung Urdenfürggli. Wir fuhren allerdings nicht ganz bis zum Urdenfürggli, sondern bogen etwas vorher nach links ab und kamen so eine breiten aber steinigen Weg runter. Immer wieder grössere Steine im Weg und der Untergrund war sehr staubig, sehr spannend also zum Fahren. Und so war ich auch froh, dass ich mit einem guten Fully unterwegs war.


Von der Mittelstation führte eine Bikestrecke mit Steilwandkurven und einigen Brücken runter ins Tal. Wirklich ein Hammer Downhill, bei welchem das Adrenalin wieder mal zum Zuge kommt.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass man die Route besser auf die andere Seite fahren würde. Vor allem bergauf wäre es einiges angenehmer. Aber runter macht es wohl auf beide Seiten wahnsinnig Spass.

Nun noch das Höhenprofil, die Karte und die üblichen Daten:
http://images.t-error.ch/blog/498/hoehenprofil.jpg

  • Distanz: 20.1Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 7.1Km/h
  • Zeit: 2:53:1
  • Höchstgeschwindigkeit: 38.0Km/h
  • Durchschnittlicher Puls: 143 bpm
  • Höhenmeter: 1400.5 M
  • Google-Earth Datei