Wie versprochen werde ich hier nach und nach die Tourenberichte von den Bikeferien in der Lenzerheide veröffentlichen. Dies ist nun der dritte von der Rothorn Tour am Montag.
Nach den 62 Km vom Sonntag wollten wir heute eine etwas kürzere Tour machen. Wir entschieden uns für eine Tour auf das Rothorn. Sicher etwas kürzer, allerdings etwa gleichviele Höhenmeter. Unser Hotel lag auf 1496 MüM und das Rothorn ist auf 2861 MüM. Es geht also leicht hoch :)
Da es sehr steil war und wir relativ oft stossen mussten, haben wir auch viele Pausen eingelegt. Da das Wetter auch noch herrlich war habe ich sehr viele Fotos gemacht, was man in diesem Artikel schnell sieht.
Der Weg ist relativ einfach zu finden, es führt sogar eine Bikeroute auf das Rothorn. Zuerst ging es zuerst rauf zur Mittelstation der Rothornbahn. Breite Kiesstrassen, gut fahrbar aber halt immer rauf. So konnten wir die langen Hosen und die Jacke auch bald abziehen. Etwas oberhalb der Mittelstation liegt die Alp Scharmoin, wo wir eine kurze Pause einlegten. Die Alp liegt auf 1922 MüM, wir hatten also
erst schon 400 Höhenmeter gemacht. Wie sich später herausstellte waren das definitiv die angenehmsten.
Etwas oberhalt der Alp Scharmoin kamen wir an einem neu angelegten Speichersee vorbei. Er wird im Winter wohl für die Schneekanonen gebraucht. Das See ist zwar künstlich angelegt, sieht aber dennoch sehr schön aus. Wir nutzten die Gelegenheute für "einige" Fotos. Mich beeindruckt das schöne Blau des Sees noch immer.
Von nun an wurde der Weg immer steiler und der Untergrund immer holprigen. Die Steine wurden grösser und man musste aufpassen, dass das Hinterrad nicht durchdrehte. Das meuiste konnte man fahren, aber und zu gab es kurze Laufpassagen. So kamen wir zur Verzweigung wo wir entscheiden konnten ob wir von Süden oder von Norden auf das Rothorn wollten. Wir entschieden uns für den Süden, da wir sonst noch über das Weisshorn müssten und auf der Karte sahen beide Wege sehr steil aus.
Als gings weiter auf den
KiesGeröllwegen. Es wurde immer steiler und wir mussten auch immer mehr laufen. Irgendwann war es dann so steil dass wir gar nicht mehr fahren konnten. Und auch der Untergrund wurde nicht besser. Grosse Steine auf dem Weg sind mit dem Bike halt nicht ideal. Etwas später wurde der Weg dann zwar schmaler aber auch etwas flacher und wir konnten wieder etwas fahren. Nur nicht nach unten sehen.
Dass es in der Lenzerheide schonmal geschneit hatte bemerkten wir auch. Anfangs hatte es kleine Stellen mit Schnee, weiter oben dann ganze Flächen die noch weiss waren.
Der Weg schlängelte sich dann langsam aber sich auf das Rothorn rauf. Schlussendlich war an fahren nicht mehr zu denken. Allerdings gab es so immer wieder kurze Gespräche mit Wanderern, die von dieser Leistung beindruckt waren. Das Schild, auf welchen "nur noch 1 Km bis zum Rothorn" stand, motivierte auch nicht wirklich. Vor allem nicht, wenn man weiss dass es in diesem Kilometer noch 200 Meter nach oben geht und man alles Stossen kann.
Dann hatten wir es aber endlich geschaft. Erschöpft aber glücklich waren wir auf dem Rothorn. Oben hatte es noch Schnee, welcher und den Weg zum Restaurant versperren wollte, aber dieses letzte Hinderniss konnten wir auch noch überwinden. Im Restaurant gab es dann erstmal eine "Gipfelstürmer Rösti", welche wir auch wohl verdient hatten.
Aber eigentlich sind wir ja nicht auf das Rothorn
gelaufen gefahren um wieder mit der Gondel runter zu fahren. Der schöne Teil der Tour stand noch bevor. Lange Kleider anziehen, Gabel rauf, Sattel runter.
Wir wollten nicht denselben Weg runter fahren wir rauf, also gings los richtung Weisshorn. Zuerst hatten wir noch etwas mit Schnee auf der Fahrbahn zu kämpfen, aber das war auch schnell geschaft. So ging es zuerst durchs Geröll, in der Hoffnung noch auf dem richtigen Weg zu sein. Wir kamen dann aber doch noch auf den Wanderweg zurück. Wir fuhren so eigentlich fast denselben Weg den man auch bei der Bikeattack fahren würde (
Video). Also durch die Galerie und so richtung Urdenfürggli. Wir fuhren allerdings nicht ganz bis zum Urdenfürggli, sondern bogen etwas vorher nach links ab und kamen so eine breiten aber steinigen Weg runter. Immer wieder grössere Steine im Weg und der Untergrund war sehr staubig, sehr spannend also zum Fahren. Und so war ich auch froh, dass ich mit einem guten Fully unterwegs war.
Von der Mittelstation führte eine Bikestrecke mit Steilwandkurven und einigen Brücken runter ins Tal. Wirklich ein Hammer Downhill, bei welchem das Adrenalin wieder mal zum Zuge kommt.
Im Nachhinein muss ich sagen, dass man die Route besser auf die andere Seite fahren würde. Vor allem bergauf wäre es einiges angenehmer. Aber runter macht es wohl auf beide Seiten wahnsinnig Spass.
Nun noch das Höhenprofil, die Karte und die üblichen Daten:
- Distanz: 20.1Km
- Durchschnittsgeschwindigkeit: 7.1Km/h
- Zeit: 2:53:1
- Höchstgeschwindigkeit: 38.0Km/h
- Durchschnittlicher Puls: 143 bpm
- Höhenmeter: 1400.5 M
- Google-Earth Datei