Roadtrip 2011: Zwischenbericht 2

Nochmals ein kleines Update zwischendurch. Nachdem wir letzte Woche im Engadin waren gings dann für Donnerstag und Freitag nach Livigno. Am Donnerstag wars eher nass und da haben wir nur eine kleine Sight-Seeing-Tour gedreht aber am Freitag gings bei bestem Wetter in den Bikepark. Das hat richtig Spass gemacht, nur konnten wir das Besteck am Abend wegen den schmerzenden Händen fast nicht mehr halten. Am Samstag gings dann nochmals zurück ins Engadin und bei schönstem Wetter hoch zur Muottas da Schlarigna. Keine Wahnsinnstour, aber eine super Aussicht.
Dafür hat es am Sonntag Bindfäden geregnet, worauf wir uns entschieden mal in eine andere Gegend zu ziehen und so gings über den Julier, Oberalp und Furka nach Fiesch ins Wallis, aber dort sah es gleich aus. Auch nass und Grau, aber es war ja auch schon später Nachmittag als wir dort waren. Am Montag sah es dann leider ähnlich aus, aber da es dann immerhin aufgehört hat zu Regnen und auch einige wenige Flecken vom blauen Himmel zu sehen waren, machten wir uns doch noch auf zum Märjelensee, wo man eigentlich eine gute Aussicht auf den Aletsch-Gletscher hätte. Wegen den Wolken wurde aber nichts daraus, also nicht gerade die beste Tour in unseren Ferien. Dafür zeigte sich das Wetter am Dienstag von der besten Seite. Sonne und schön warm und das haben wir genutzt um den Saflisch-Pass zu fahren. Eine Entschädigung für den Montag. Heute ist etwas Pause angesagt, bevor es dann noch einen Endspurt gibt.

Roadtrip 2011: Wallis - Saflischpass

Wie versprochen werde ich hier nach und nach die Tourenberichte von unserem "Roadtrip" veröffentlichen. Dies ist nun der Elfte von der Tour über den Saflisch-Pass im Wallis am Dienstag. Alle Artikel sind unter dem Tag Roadtrip 2011 verfügbar.

Unser Besuch im Wallis hat vom Wetter her ja nicht so gut begonnen, aber am Dienstag zeigte sich das Wetter dann von seiner besten Seite. Schon am morgen begrüsste und die Sonne und so entschieden wir uns anhand vom GPS-Track von Rotscher einen Wallis-Klassiker zu fahren: den Saflischpass.
Kurz nach 8 Uhr gings dann los, durch Fiesch und dann schon etwas steil aber gut fahrbar bis nach Ernen und dann ins Binntal rein. Anfangs ist man dort noch auf der Strasse unterwegs, aber später kommt man auf einen Forstweg, welcher auch noch eine schöne Aussicht bietet.


Bei Ze Binne kamen wir zum kleinen Stausee.


Nun gings weiter nach Heiligenkreuz und von dort dann definitiv nach oben. Anfangs immer auf einer breiten Strasse und auch nicht so steil, aber es gibt dort einige Höhenmeter zu machen, die schöne Landschaft, macht das aber alles etwas angenehmer.




Weiter oben zweigt man dann von der Strasse ab und kämpft sich über Singletrails hoch zum Saflisch-Pass. Das meiste dort ist fahrbar, wir mussten aber an einigen Stellen etwas schieben. Dafür kann man dann die Aussicht etwas geniessen.



Oben angekommen, machten wir einen kurzen Verpflegungshalt und dank der Windjacke war es richtig angenehm dort oben, und die Aussicht ist ja auch nicht zu verachten.


Nun folgte der schönere Teil der Tour, es gings nun endlich runter. Los gings auf einem Anfangs schönen Singletrail, nur war dieser an einige Stellen recht ausgewaschen, so dass es doch noch die eine oder andere Schiebestelle gab. Alles in allem aber ein schöner Trail. Zum Schluss gabs noch einige Höhenmeter auf einer breiteren Strasse zu vernichten, bis wir zum Fleschboden kamen, wo wir noch einen kurzen Halt im Restaurant machten und die geniale Aussicht genossen.


Nun gings aber erst richtig los. Anfangs auf einem lässigen Trail bergab und etwas später kamen wir an eine Suone, welcher wir für einige Kilometer folgen konnten. Auch wenn es entlang der Suone nicht wirklich bergab geht und man immer wieder treten muss, ist das doch ein Genuss dort zu fahren, man muss nur aufpassen, dass man den Weg nicht verlässt. Links gehts runter und rechts ist es etwas nass.


Der Trail spuckte uns dann in Rosswald aus und wer denkt, dass der Spass dort vorbei ist, der irrt. Der 36er führte uns runter nach Brig und das heisst eine Kurve nach der anderen uns alles schön flowig. Ein genialer Trail und fast ohne Ende. Fast zu lange, denn als wir in Brig beim Bahnhof angekommen sind waren meine vorderen und hinteren Bremsbeläge komplett durch. Runter hats noch gereicht, aber viel weiter auch nicht mehr. Leider haben wir in Brig gleich den Zug verpasst und mussten eine Stunde auf den nächsten warten und so reichte die Zeit noch gut für ein Glace.
Mit dem Zug sparten wir uns dann den Rückweg hoch nach Fiesch, welcher wohl nicht so spannend gewesen wäre.
Und am Abend gabs dann noch die richtige Stärkung nach so einem Tag. Super wars!


Die Daten der Tour:
  • Distanz: 50.11Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 9.4Km/h
  • Zeit: 05:20:37
  • Höchstgeschwindigkeit: 35.3 Km/h
  • Durchschnittlicher Puls: 129 bpm
  • Höhenmeter: 1732.7 Hm
  • Hm pro Km: 34.58
  • Bike: Santa Cruz Nomad Carbon