testRide Lenzerheide 2011

Dieses Wochenende hat in der Lenzerheide zum wiederholten mal der Testride stattgefunden. Im Gegensatz zum letzten mal nun aber bei bestem Wetter und dementsprechend auch sehr vielen Besuchern. Obwohl ich mit meinen beiden Bikes schon recht gut versorgt bin, wollte ich noch das eine oder andere Bike testfahren und diejenigen die ich wollte, konnte ich auch fahren. Zum einen wollte ich einmal ein 29er, ein Downhill-Bike, Stefans neues Big Mountain und das neue Santa Cruz Blur TRc fahren und das hat geklappt. Und natürlich war ich auch mit meinem Bike noch unterwegs.

Die folgenden Bikes bin ich gefahren und dazu gleich noch ein ganz kurzes Berichtchen.
  • Transalpes 29er Hardtail
    Mein erstes 29er und wie erwartet, ging das Bike sehr gut den Berg hoch. Bergab hatte ich vor allem mit der Geometrie, dem hohen Sattel und dem schmalen Lenker zu kämpfen, aber es ist halt ein Crosscountry-Bike und kein Enduro. Und dafür ist es erstaunlich gut bergab gegangen, aber ich habe hier auch kaum Vergleichsmöglichkeiten.

  • Santa Cruz Blur TRc
    Das TRc ist seit diesem Jahr frisch auf dem Markt und ist ein schönes Trailbike. Vorne 140, hinten 127mm Federweg, einen flachen Lenkwinkel und ein tiefes Tretlager machen das Bike zu einer schönen Trailfräse. Ich habe das bike die Downhill-Piste von der Mittelstation runtergeprügelt und obwohl es recht wenig Federweg hat, hat es sich richtig gut geschlagen. Sicher kein Komfort-Bike, aber es kann doch tüchtig einstecken. Und das bei einem Rahmengewicht von 2.2 Kg mit Dämpfer!

  • Transalpes Big Mountain
    Natürlich musste ich auch Stefans Big Mountain einmal fahren. Ich war mit der Version mit Luftfederung unterwegs und das hat schon richtig Spass gemacht. Vorne und hinten 160mm Federweg und das Hinterrad ist immer schön am Boden geblieben. Bergauf bin ich es nicht gefahren, aber ich denke, mit dem Mojo kommt man da auch gut den Berg hoch.

  • Rocky Mountain Flatline Worldcup
    Nachdem ich am morgen mit mehreren eher kurzhubigen Bikes die Downhillpiste runter gefahren bin, habe ich dann noch zu etwas gröberem gegriffen. Ein Rocky Mountain Flatline, mit 200mm vorne und hinten, natürlich mit Stahlfeder und Doppelbrücke. Das ist das erste mal, dass ich mit so einem groben Geschütz unterwegs war und der Unterschied zu einem Enduro mit 160mm ist doch gewaltig. Die Räder kleben immer ab Boden und man kann es richtig laufen lassen, die Federelemente schlucken fast alles Weg. Ach die Bremswellen und Schlaglöcher, die es auf der Strecke hat, werden nahezu harmlos. Von der Abfahrt gibts dann noch ein kleines Filmchen.
Und zum Schluss bin ich natürlich ach noch mit meinem Nomad gefahren, was auch wieder richtig Spass gemacht hat und natürlich auch auf meine Bedürfnisse abgestimmt ist.

Schlussendlich sind wir dann glücklich, aber mit schmerzenden Händen wieder zurück nach Hause gefahren.


RockShox Vivid Air R2C fürs Nomad

Nach gut einem halben Jahr musste dieses Wochenende der DHX Air im meinem Nomad einem RockShox Vivid Air R2C weichen. Beim DHX hat mich vor allem die Druckstufendämpfung gestört, welche besonders im mittleren Bereich sehr schwach war. Das heisst im richtigen Sag war ich einfach zu schnell wieder in der Endprogression des Dämpfers, so dass ich schlussendlich nur mit 20-25 % Sag unterwegs war, das Nomad aber mit 30 oder auch etwas mehr gefahren werden will.
Zudem dünkte mich auch das Ansprechverhalten vom DHX nicht so toll. Sicher nicht schlecht, aber es könnte besser sein.

Nun ist also ein Vivid Air fürs Santa Cruz Nomad Carbon gekommen und nach einer ersten Ausfahrt bin ich schon recht zufrieden damit. Das Ansprechverhalten ist jetzt schon extrem gut und das obwohl der Dämpfer noch nicht mal eingefahren ist. Die Druckstufendämpfung scheint auch besser zu sein, denn mit 30% Sag bin ich schon recht gut durchgekommen.


Der Dämpfer ist mit 578 g aber 111g schwerer als der DHX Air, bisher aber jedes Gramm wert.

zweiter Geburtstag vom Chameleon

Heute vor zwei Jahren konnte ich die erste Ausfahrt mit meinem Santa Cruz Chameleon machen und gerade gestern, war ich wieder damit unterwegs und es macht noch immer Spass wie am ersten Tag. Einige Punkte haben sich inzwischen verändert, Pike musste mal in den Service, der Antrieb und das Öl in der Rohloff wurde getauscht und es gab sogar einen Flaschenöffner fürs Chameleon. Sonst hat sich das Bike sehr unauffällig verhalten und ich hatte eigentlich nie Probleme damit.



Inzwischen bin ich damit 6157.15 Km und 116304.1 Hm gefahren, das gibt immerhin 18 Hm pro Km. In nächster Zukunft kriegt die Rohloff wohl wieder etwas frisches Öl und die Schaltzüge sollten nach zwei Jahren wohl mal gewechsrlt werden, aber der Antrieb macht sonst keine Probleme. Auch sonst wüste ich nicht, was ich am Bike verändern wollte, es macht so wie es ist richtig Spass.
Ich hoffe, dass sich das Bike auch in Zukunft auffällig unauffällig verhält und ich so noch viele schöne Touren damit fahren kann. Egal ob bei Sonne, Regen, Staub, Schlamm oder Schnee.

Thomson X4 50mm Vorbau fürs Nomad

Mitte April habe ich zum testen mal den 50mm Vorbau vom Chameleon ans Nomad geschraubt und war vom Fahrverhalten recht begeistert. Bergab noch etwas direkter und weniger als bisher, ein richtig verspieltes Bike. Und berghoch bin ich, wohl auch danke der absenkbaren Gabel, auch noch immer gut gekommen. So habe ich mir noch einen neuen 50 mm Vorbau fürs Nomad bestellt, da ich am Chameleon ja auch einen 50er fahren will. Meine Wahl ist wieder auf einen Thomson X4 gefallen, welcher funktionell wohl über jeden Zweifel erhaben ist und in meiner Meinung optisch zu den schönsten zählt. Nur ist der 50er 23 Gramm geschwarer als der 70, aber das ist verkraftbar.
Da ich inzwischen ja vermehr selber an meinen Bikes schraube, habe ich mir endlich auch einen Drehmomentschlüssel angeschafft. Der Schlüssel kommt mit 3-10er Hex-Bits, einem T25 Torx und kann am Grifft von 0-24 Newton-Meter eingestellt werden. Sicher nicht das beste Tool, das es auf dem Markt gibt, für Gelegenheits-Schrauber wie mich, aber sicher eine gute Lösung.


Der Thomson Vorbau bringt 178 g auf die Wage.

neuste Änderungen am Nomad

In der letzten Zeit gab es noch die eine oder andere kleine Änderung an meinem Nomad und am Sonntag Abend habe ich mir die Zeit genommen, um noch einige schöne Fotos vom Bike zu schiessen.
Zum einen habe ich die Aufkleber von den Felgen und vom Schnellspanner entfernt und auch der Warnungsaufkleber der Federgabel ist weg. Dann sind schon seit längerem die Sommerreifen drauf. Vorne ein Maxxis Highroller 2.5 42a und hinten ein Maxxis Ardent 2.4 60a.
Zum testen ist momentan ein Thomson X4 50mm Vorbau drauf, welcher den 70mm ersetzt. Die erste Ausfahrt war nicht schlecht, mal schauen, wie sich der längerfristig macht.



In Zukunft gibt es sicher noch einen detailierteren Bericht von meinem Nomad, aber davor möchte ich noch einige male in die Berge damit.

Noch für die Statistik: Der Highroller wiegt 914 g, der Ardent 842 g.

Flaschenöffner fürs Chameleon

Da ich an meinem Chameleon ja kein Schaltwerk benötige ist auch das Schaltauge, das Standardmässig zum Rahmen geliefert wird überflüssig. Da ich das nie montiert hatte, prangte dort am Rahmen eine kleine, nicht gepulverte Stelle, was nicht sonderlich schön aussieht.
Santa Cruz bietet dafür aber ein Singlespeed Dropout fürs Chameleon an, welches an dieser stelle Platz nimmt und praktischerweise auch noch als Flaschenöffner genutzt werden kann, falls man mal durstig ist. Vor der Montage musste ich noch etwas vom Lack abkratzen damit das passte, aber nun sieht das wieder etwas besser aus.


Die Waage sagt 15 Gramm

Bikegewichte

Nachdem gestern mit dem DT Schnellspanner das vorerst letzte Teil für mein Nomad gekommen ist, habe ich das Bike gleich mal an die Wage gehängt. Erwartet hatte ich ein Gewicht von um die 14 KG. Mit etwas Glück drunter und sonst halt drüber. Und was sagt die Wage: 14.02 Kg. Das ist ja fast etwas gemein. Aber im Frühling kommen ja andere Reifen drauf und die werde ich ohne Schläuche montieren und auch der Gabelschaft wird noch gekürzt. Vieleikcht reicht es dann ja für eine 13 vor dem Punkt.


Da ich die Wage schon zur Hand hatte, habe ich auch gleich das Chameleon dran gehängt und das war wie erwartet etwas schwerer. Schliesslich habe ich beim Aufbau nicht aufs Gewicht geachtet und die Pike und Rohloff sind halt beide recht schwer. Nur schon mit einem Gabeltausch auf eine Revelation oder Talas könnte ich gut 500 Gramm sparen. Aber vorerst bleibt mal die Pike drin, schliesslich funktioniert sie ja sehr gut.

Nomad: DT-Swiss RWS Schnellspanner

Inzwischen bin ich ja schon einige male mit meinem Nomad unterwegs gewesen und nun gibt es doch nochmals ein neues Teil. Bisher war ich mit einem älteren DT-Swiss Schnellspanner unterwegs gewesen, welcher seine Arbeit zwar gut erledigt hat, aber inzwischen gibt es da ja besseres auf dem Markt.
So habe ich mit einen DT-Swiss RWS Titan Spanner bestellt und der ist heute angekommen. Der Spanner ist recht leicht und kann vor allem sehr einfach gespannt werden und der Hebel kann nach dem Spannen immer noch beliebig ausgerichtet werden. Und damit kann man das Hinterrad auch viel stärker einspannen.


Die Wage sagt 42 g

Nomad: die Sattelstütze

Auf meinen bisherigen Ausfahrten mit dem Nomad war ich noch mit der Kindshock i900 von meinem Chameleon unterwegs, weil die neue Stütze fürs Nomad noch nicht geliefert wurde. Diese Woche ist die nun aber angekommen und heute morgen konnte ich die montieren.
Es ist eine RockShox Reverb 30.9 mit einer Länge von 380mm. Die Stütze ist um 125mm absenkbar und ist nur mit einer hydraulischen "Fernbedienung" erhältlich. Auf den ersten Blick machte sie einen guten Eindruck, die Verarbeitung ist sehr gut und Spiel hat sie (noch?) keines. Die Montage ist etwas aufwändiger als bei einer Kindshock, da man nicht einfach den Zug kürzen kann, wenn er zu lang ist, sondern man muss die Leitung kürzen und danach auch wieder entlüften. Wenn das aber mal gemacht ist, sollte es keine Probleme mit gefrorenen Zügen mehr geben. Ich bin gespannt, wie sie sich dann über längere Zeit schlägt.
Schön finde ich, dass die Lenkerklemmung gleich eine Art Matchmaker ist, denn daran kann man gleich den Schalthebel montieren. So habe ich auf der rechten Seite meinen Matchmaker entfernt und eine normale halterung montiert und der Schalthebel hängt nun an der Klemmung der Reverb. Somit habe ich ca 10 Gramm gespart. Zudem kann man direkt am Hebel noch einstellen wie schnell die Sattelstütze ausfahren soll.
Somit ist mein Nomad jetzt komplett und fertig. Zumindest so fertig, wie ein Bike halt sein kann. Wenn ich das Bike das nächste mal Putz kommt es auch noch auf die Wage, aber den Dreck möchte ich momentan nicht mit wiegen.



Die Reverb belastet die Wage mit 528 g. Das sind fast 100 Gramm weniger als meine KS i900 vom BMC. (Mit Fernbedienung und in 31.6)

Jungfernfahrt mit dem Nomad

Am letzten Donnerstag konnte ich ja endlich mein Nomad zusammenbauen und für heute war schönes Wetter mit Temperaturen um die 10 Grad angesagt. Wenn das nicht nach der Jungfernfahrt mit dem Nomad schreit.
Gestern Abend habe ich noch einige Vorbereitungen am Bike getroffen. Zum einen Habe ich einen rechten Kettenstrebenschutz montiert, am Steuerrohr habe ich Kleber angebracht, damit die Kabel den Lack nicht abscheuern und die Gabel und den Dämpfer habe ich mal grob abgestimmt.
Heute morgen gings dann (für meine Verhältnisse) früh los, konkret fuhr ich um 9 Uhr los. Ich wollte als erstes noch nach Flaach zum Velomech und danach einige Trails unter die Räder nehmen und mal sehen, ob sich das Nomad so fährt, wie ich es mir Vorstelle. Natürlich wollte ich über den Irchel nach Flaach und so gings erstmal durch das Tobel hoch zur Hueb und von dort weiter zum Irchelturm. Von dort fuhr ich den üblichen Weg via Rütelbuck zur Hochwacht.


Danach folgte der erste Downhill runter nach Berrg am Irchel und von dort fuhr ich gleich weiter bis nach Flaach zum Velomech, wo ich schon etwas vom Nomad schwärmen konnte.
Einige Zeit später fuhr ich in Flaach mit dem Ziel Hochwacht wieder los. Also gings zuerst wieder hoch nach Berg und etwas später machte ich im Wald eine weitere Fotopause.


Nach der Pause machte ich mich wieder an den Aufstieg zur Hochwacht, von wo ich gleich weiter zum Hörnli und danach Richtung Forenirchel fuhr. Etwas vom dem Forenirchel nahm ich aber noch den Trail richtung Teufen mit und erkämpfte mir die verlorenen Höhenmeter kurze Zeit später wieder. Diesmal gings aber ganz vom Forenirchel.


Nach der Pause fuhr ich den Trail Richtung Freienstein runter, bevor ich aber ganz unten war, machte ich mich noch zum letzten mal an den Aufstieg richtung Irchel, diesmal mit dem Turm als Ziel. Zwischendurch machte ich mal einen halt um noch einige Fotos vom inzwischen recht eingesauten Nomad zu schiessen.


Zum Schluss rutschte ich noch den Schanzentrail nach Dättlikon runter. Dieser war wie erwartet sehr schlammig und mit den viele Spuren teilweise recht tricky zu fahren, aber alles ist machbar.

Aber zum Schluss noch einige Wort zum Nomad:
Die Geometrie passt mir so sehr gut. Das Oberrohr ist recht kurz und so fühle ich mich richtig wohl darauf. Bei den Federelementen suche ich noch nach dem richtigen Setup und das wird wohl auch noch einige Zeit brauchen, bis da die perfekte Lösung habe. Aber das eilt ja auch nicht. Zudem klettert das Nomad trotz der kleinen Rahmengrösse sehr gut, bei steilen Anstiegen bin ich aber trotzdem froh um die Absenkung mit dem Talas-System, das wirklich sehr simple zu bedienen ist. Schlussendlich hatte ich noch etwas Glück mit der Sattelstütze, denn beim Nomad muss die Stütze mindestens 100 mm im Rahmen sein, meine Stütze ist nun ca 105 mm im Rahmen und so passt das gerade. Das liegt am kurzen (17") Sattelrohr.
Bisher bin ich also richtig begeistert vom Nomad, auch wenn die Federelemente noch richtig abgestimmt und eingefahren werden müssen. Morgen gehts auf jeden Fall wieder auf die Trails.

Die Daten der Tour:
  • Distanz: 42.23Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 12Km/h
  • Zeit: 03:58:44
  • Höchstgeschwindigkeit: 35.4 Km/h
  • Durchschnittlicher Puls: 131 bpm
  • Höhenmeter: 1256 Hm
  • Hm pro Km: 29.74
  • Bike: Santa Cruz Nomad Carbon