Video: Hörnli & Schnebelhorn

Nach vielen Stunden des Schneidens, Vertonens, Renderns und Hochladens ist der Film von der Hörnli & Schnebelhorntour vom Mittwoch nun endlich online. Ich bin mit gut 4.3 GB Filmmaterial zurück gekommen und bis das alles so geschnitten war, dass es eine mehr oder weniger vernünftige Länge hatte, hat es halt einige Zeit gedauert.
Das Resultat ist nun ein 17 minütiger Film und ich hoffe, natürlich, dass den auch jemand zu ende schaut. Das Hochladen der 984 MB grossen Datei hat bei mir gut 11:30 Stunden gedauert, eine etwas schnellere Internetleitung wäre wohl nicht schlecht.



Hörnli, Hulftegg, Schnebelhorn

Da diese Woche für den heutigen Mittwoch schönes Wetter vorhergesagt wurde und das Stees freier Tag ist, habe ich kurzerhand frei genommen und wir haben eine schöne Biketour zum Hörnli und Schnebelhorn gemacht. Das Hörnli ist ein beliebter Berg für Wanderer und darum am Sonntag nicht gut befahrbar, vor allem der Wege vom Hörnli zur Hulftegg, da hat es bei schönem Wetter einfach zu viele Rotsocken unterwegs. Die Tour sind wir letzten Oktober schonmal bei Schnee gefahren und wollten das Ganze nun nochmals bei besseren Bedingungen machen.
Am Dienstagabend habe ich noch mein Bike geputzt und hinten den Larsen TT entfernt und dafür den Ardent aufgezogen, der hat doch noch einiges mehr Gripp. Wir machten es uns heute etwas einfach und fuhren erstmals mit dem Auto nach Bauma, wo wir gleich beim Bahnhof parkierten. Als wir losfuhren war es schon sehr warm und die Wolken die am Morgen noch am Himmel waren hatten sich auch schon grösstenteils aufgelöst. So folgten wir Anfangs dem Wanderweg von Bauma nach Steg, das sind ca 5 Km und ideal um die Beine schon etwas auf Temperatur zu bringen.


Vom Steg gehts dann alles der Kiesstrasse entlang hoch zum Hörnli. Dadurch kann man alles recht gut und gleichmässig fahren, der technische Anspruch ist etwa bei null, aber es hat doch noch die eine oder andere steile Rampe drin.


Die Temperaturen stiegen weit bis nach oben und das Thermometer von meinem Velocomputer zeigte an der Sonne auch mal Werte von über 30 Grad an, demensprechend froh waren wir als wir dann oben waren und dort auch ein kleines Lüftchen ging. Die Aussicht vom Hörnli war nicht schlecht. So konnte man den Bachtel, die Churfirsten und noch viele anderen Berge sehen, die ich halt nicht kenne. Zudem hatte es auch nicht sonderlich viele Wanderer auf dem Hörnli, was uns natürlich auch entgegen kam.



Die nächste Station nach dem Hörnli war die Hulftegg, und wie erwartet waren auf dem Weg dorthin auch verhältnismässig viele Wanderer Unterwegs, aber mit freundlich Grüssen kommt man ja gut aneinander vorbei. Bis auf den ersten halben Kilometer waren wir auf breiten Forstwegen unterwegs, nur der Anfang war technisch interessant.


Nach der Hulftegg war fertig lustig und es ging wieder nach oben, denn das nächste Ziel war das Schnebelhorn, mit 1292 Meter über Meer immerhin der höchste "Berg" im Kanton Zürich. Der Weg zum Schnebelhorn führte uns anfangs wieder über breite Forstwege, später wurden die Wege immer schmaler und auch immer steiler. Zwischendurch geht es auch mal nach unten, aber die verlorenen Höhenmeter kann man sich dann auf dem nächsten steilen Weg wieder erkämpfen.



Die letzten paar Höhenmeter zum Schnebelhorn mussten wir dann noch tragen bewältigen, da es einfach zu steil war, aber immerhin hatten wir dieses mal nicht auch noch mit Schnee zu kämpfen. Dafür haben wir einen Nacktwanderer in freier Wildbahn gesehen und noch einige Wort mit ihm gewechselt. Wobei wohl eher er mit uns. Nun ja, jedem das seine.
Kurze Zeit später konnten wir dann weit bessere Aussichten geniessen, so zum Beispiel die Sicht auf den Säntis, den Zürichsee und bis zum Toggenburg.



Danach folgte der schönste Teil der Tour, nämlich die Fahrt runter ins Tösstal. Etwas unterhalb vom Schnebelhorn liegt das Restaurant Tierhag und der Weg dorthin ist eigentlich eine Wiese mit vielen "Wegen" die wohl von Kühen gebaut wurden. Also überall wieder Absätze, enge Kurven und ein loser Untergrund, dafür kann man bei der Linienwahl kreativ sein. Diesmal konnte ich leider nicht alles fahren, aber es ist noch schwierig eine Linie zu finden die durchgehend ist.
Vom Restaurant Tierhag folgten wir der Strasse bis nach Strahlegg und bogen dort auf unseren Lieblings-Wanderweg ab. Dieser führt mehr oder weniger direkt runter ins Tal und ist dementsprechend steil, mit vielen Spitzkehren und Treppen gespickt und fordert die Fahrtechnik heraus. Das sind Wege die ich am liebsten gleich mehrmals hintereinander fahren würde. Flow kommt zwar keiner auf, aber es macht doch richtig Spass um die Kurven zu zirkeln, die Treppen runter zu fahren und dabei zu hoffen, dass man vor der nächsten Spitzkehre wieder bremsen kann. Wir haben auf diesem Weg noch recht viel gefilmt und sind einige Teile auch mehrmals gefahren und dementsprechend lange waren wir auch auf diesem Trail unterwegs. Als uns der Trail schlussendlich unten ausspuckte, hatten wir beide ein breites Grinsen auf dem Gesicht, aber unsere Arme und Bremsfinger waren doch froh, endlich unten zu sein.
Zum Schluss gings von Steg wieder zurück nach Bauma und das war gleich wieder gut um den Puls und den Adrenalinspiegel wieder etwas zu senken.
Schlussendlich gabs "nur" 30 Km und 1039 Hm, aber schliesslich gibt es da noch andere Punkte wie der Fahrspass, den man halt nicht in Zahlen nennen kann. So war die heutige Tour sehr erfolgreich und hat auch wirklich Spass gemacht. Allerdings musste ich merken, dass die 3 Liter Wasser die ich im Camelback hatte, wohl ein bisschen zu wenig waren. Aber bei 30 Grad an den steilen Anstiegen schwitzt man halt etwas mehr als gewöhnlich. Diese Tour ist auf jeden Fall wiederholenswert.

PS: Ein Film zur heutigen Tour wird wohl auch noch folgen, aber bis ich die 4.3 GB Film durchgeschaut, geschnitten und hochgeladen habe, wird es wohl noch einige Tage dauern.

Die Daten der Tour:
  • Distanz: 30.21Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 13Km/h
  • Zeit: 02:18:56
  • Höchstgeschwindigkeit: 42.7 Km/h
  • Durchschnittlicher Puls: 140 bpm
  • Höhenmeter: 1039 Hm
  • Hm pro Km: 34.39
  • Bike: BMC Superstroke 01

Hörnli, Hulftegg, Schnebelhorn

Nach der gestrigen Flachlandtour gings heute mit Stee wieder etwas in die Berge. Genauer gesagt in die Zürcher Berge, sofern man die so nennen darf. Am morgen haben wir unsere Bikes in Auto geladen sind sind damit nach Bauma gefahren.
Von dort machten wir uns auf den Weg nach Steg. Das war mit den 5 Km ganz gut zum Einfahren, bevor es dort so richtig losging. Beim Bahnhof Steg hiess es dann Gabel runter, den kleinsten Gang einlegen und langsam aber sicher richtung Hörnli kurbeln. Wir wählten wieder die breite Strasse, welche problemlos befahrbar ist.


Wie erwartet waren wir nicht die einzigen die unterwegs waren, wenn auch die einzigen Biker. Schon auf dem Weg nach oben war einige Fussgänger unterwegs und oben noch mehr. Zudem war das Militär mit einem Duro anwesend. Und auf der Strasse im Wald gleich unter dem Hörnli lag immer noch Schnee auf der Strasse oben ganz oben auf der Wiese auch. So mussten wir auch erstmal den Schnee von den Bänken entfernen um absitzen zu können. Die Aussicht war aber vom aller feinsten und hat die gute Stunde Fahrzeit auf das Hörnli locker gerechtfertigt.


Da wir schon nach einer Stunde auf dem Hörnli waren und noch etwas mehr Biken wollten, entschieden wir uns noch bei der Hulftegg und wenn es drin liegt auch noch beim Schnebelhorn vorbei zu schauen. Also gings erstmal hinten das Hörnli runter Chlihörnli. Der Weg mit den Treppen war heute wegen dem Schnee, Laub und den nassen Tritten recht Haarig, aber fast durchgehend fahrbar. Auf jeden Fall eine Herausforderung. So waren wir auch bald auf der Hulftegg und machten dort eine kurze Fotopause.


Da wir noch gut in der Zeit lagen gings gleich weiter richtung Schnebelhorn. Also erstmal der Strasse entlang zum Älpli und von dort dann hoch zum Roten. Je weiter wir nach oben kamen, desto mehr Schnee hatte es am Boden und desto mehr war schieben angesagt. Aber nach der letzten Woche in der Lenzerheide wussten wir ja wie das geht.


Nach (dem?) Roten folgten ein kurzer aber schöner Trail bis zur Hirzegg und von dort wurde es dann unangenehm. (Fast) Immer steil bergauf und das ganze noch mit Schnee garniert. Also wieder schieben und dann die restlichen ca 100 Höhenmeter auch noch tragen.



Ein schmaler Weg (eigentlich nur Fussspuren) führte recht steil zum Schnebelhorn. Die Wanderer die uns entgegen kamen konnten sich den dummen Spruch natürlich nicht verkneifen und auch die Wanderer die oben waren haben uns etwas komisch angesehen. Wir genossen die schöne Aussicht dafür umso mehr und ignorierten die schmerzenden Beine uns nassen Füsse nun erstmal. Immerhin war es an der Sonne schön warm, und das obwohl wir auf dem höchsten Berg des Kantons Zürich sassen. Immerhin auf 1292 Meter über Meer.



Nun war es endlich an der Zeit die mühsam erarbeiteten Höhenmeter wieder zu vernichten. Das letzte mal als wir oben waren sind wir leider meistens auf einer Kiesstrasse runter gefahren und das wollten wir heute anders machen. Anfangs gings runter zum Hof unter dem Schnebelhorn. Der Weg dorthin hatte es aber in sich. Eigentlich waren es mehrere Kuh-Trampelpfade die den Weg bildeten. So konnte man sich den besten Weg suchen, nur hatte es überall Stufen, grosse und lose Steine drin und, was nicht fehlen darf, Schnee. Wir konnten aber trotzdem das meiste fahren, auch wenn wir manchmal etwas Glück hatten. Bis zu Stralegg folgten wir aber trotzdem der Forststrasse, welche mit den richtigen Tempo auch noch Spass machten. Nach der Stralegg bogen wir allerdings auf den Bergwanderweg ab, welcher uns nach (zum?) Chelger brachte. Der Weg war schön steil, schmal, kurvig mit vielen Tritten, Wurzeln Laub usw. Also alles was ein Bikerherz mag. Wir waren dort runter zwar immer voll auf den Bremsen und unsere Fahrtechnik wurde wieder mal so richtig gefordert. Eine Kurve nach der anderen eine mit Tritten, mit Wurzeln auch auch mit losen Steinen. Genial. Das meiste davon war fahrbar, aber da gab es natürlich auch teile drunter, die wir lieber geschoben hatten. Unten angekommen hatten wir beide ein riesen Smile aufgesetzt. :)
Nun folgten noch die wenigen Kilometer bis nach Bauma und die konnten wir gut gebrauchen um den Puls etwas runter zu fahren.
So hat sich das ganze hochschieben und tragen doch gelohnt.

Die Daten der Tour:
  • Distanz: 30.86Km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 9.4Km/h
  • Zeit: 03:16:32
  • Höchstgeschwindigkeit: 48.5 Km/h
  • Durchschnittlicher Puls: 133 bpm
  • Höhenmeter: 999.7 Hm
  • Hm pro Km: 32.39
  • Bike: BMC Superstroke 01
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