Woche 12 (Kurzverlegung Seltisberg)

Dank Pfingsten mussten wir erst am Montag um 23:15 einrücken. In dieser Woche war es so, dass ich der "Führer rechts" war. Das ist jede Woche eine andere Person und diese Woche erwischte es halt mich. Der "Führer rechts" ist dafür verantwortlich, dass die Klasse zur richtigen Zeit, mit der richtigen Ausrüstung am richtigen Ort ist. Als fast Klassenchef. Der "Führer rechts" muss auch immer den Bestand der Klasse kennen und beim AV, HV und beim Arbeitsbeginn die Klasse melden.

http://images.t-error.ch/blog/40/ferrari.jpgAm Dienstag war Tagwache wie so oft um 6:00. Beim AV musste ich schon zum ersten mal den Bestand melden. Im Gleichschritt ging es dann in den Theoriesaal. Man muss immer im Gleichschritt vom AV Platz abmarschieren, warum auch immer. Dort musste ich dann die Klasse melden. Darauf folgte eine Theorie über Führungsfehler. Wir schauten kurze Filme über Gruppenführer und mussten herausfinden, was die nicht gut gemacht hatten. Wie zum Beispiel Nachgibigkeit, keine Kontrolle usw. Darauf mussten wir kurze Vorträge über die Führungsstile (Laisser-Faire, Kooperativer, Autorativer) halten. Bevor wir dann endlich in den Mittag gehen konnten eruhren wir noch etwas über Informationen. Zum Bsp, dass es die Pflicht von jedem AdA ist Informationen an berechtigte weiterzugeben und sich selber zu Informieren.
Am Nachmittag gings mal wieder an die PC's. Fachdienst war angesagt. Zuerst gab es aber noch eine kurze Theorie über die Installierte Software, die Aufgaben des Sysadmins und einen kurzen Test. Dann ging es endlich an die Computer. Die Inbetriebnahme stand an. Das heisst wir mussten die Server und PC's einschalten. Die Server waren bereits installiert und funktionierten soweit. Die Adminstation mussten wir noch mit einem Image installieren. Keine Kunst. Später mussten wir einen kurzen Vortrag über DNS vorbereiten. Die zwei anderen Tems trugen über DHCP und ADS vor. Danach ging es schnell ans Duschen, umziehen und Zimmerputzen. Ihr wisst ja was das bedeutet. Ausgang! Auf dem Rückweg vom Restaurant sahen wir dann noch den neusten Prototypen von Ferrari (siehe Bild).

http://images.t-error.ch/blog/40/bett.jpgNachdem wir am Mittwoch morgen, nach dem AV auch den "Riga"-Raum gefunden hatten ging es dort los einer Theorie über ein Sicherheitsprogramm der Armee. Wir lernten, wie man Daten damit Ver- bzw. Entschlüsseln kann. Das war noch eine lustige und interessant Sache. Danach lernten wir die Endgeräte vom IMFS kennen. Die Telefone haben wir nur kurz angesehen. Der wichtigste Teil war der Fax 95. Zuerst mussten wir in zusammensetzen und dann noch korrekt programmieren. Zum Schluss gab es noch kurze Vorträge über die SiVo's, Daten und die Fehleranalysen.
Nach dem Mittag stand mal wieder FUM an. Das Thema waren die verschiedenen Persönlichkeitstypen. Und wir mahcten alles nach dem DISG Schema. Nachdem jeder wusste, was für ein Typ er isthatten wir eine Befehlsausgabe für die Verschiebung nach Liestal. (Es stand eine Kurzverlegung an). Meine Aufgabe als "Führer rechts" war es, dafür zu sorgen, dass um 17:45 alles Material, die Munition, alles Gepäck und die Leute in zwei Duros verstaut waren. Das ganze Material zählen und verladen brauchte aber doch sehr viel Zeit, so dass es sehr knapp wurde, aber es reichte. Dann fuhren wir auch schon ab, richtung Liestal. 1:30 Stunden später waren wir dann auch schon am Ziel, wo es schnell ans ausladen der Packungen und beziehen der Zimmer ging. Für uns Fahrer ging es aber vor dem Zimmerbezug aber noch nach Seltisberg. Der Grund ist der folgende: Wenn EUHG's geworfen werden muss entweder ein Arzt auf Platz sein, oder es muss immer ein Fahrer bereit sein, der den Weg zum nächsten Spital kennt. Nachdem wir beim Schiessplatz die ganze Munition und das Material versorg und eingeschlossen hatten, ging es auf dem schnellsten Weg zum Spital in Liestal und alle Fahrer versuchten sich den Weg zu merken. Dann aber konnten auch wir unsere Zimmer beziehen und es ging dann endlich ans Abendessen. Vor dem ABV um 22:30 durften wir noch in dem Restaurant in der Kaserne ein Bierchen trinken. Um 22:30 waren so etwas ähnliches wie ABV. Wir wurden informiert wie es am nächsten Tag so vor sich gehen sollte.

Um 6:00 mussten wir am Donnerstag aufstehen, dann gab es ein Frühstück und um 7:00 fuhren wir mit zwei Duros zum Schiessplatz in Seltisberg. Dort gab es erstmal eine Besichtigung des Schiessplatztes mit den Duros. Danach ging es schonmal ans eingemachte. EUHG werfen. Alle die nicht gerade eine HG am werfen waren, mussten in einen Unterstan. Dann ging einer nach dem anderen zu unserem Klassenchef und warf dort eine EUHG aus einer Deckung. Es gabe eine schöne Explosion und auch der Knall war nicht schlecht :) Nachdem jeder seine EUHG los war folgte eine Demo mit einer HG 85, also mit Splittern. Die HG wurde mit einem Zeitzünder gesprengt und die Ziele waren Tafeln in 3, 5 und 10 Metern entfernung. Nach der Explosion waren die Tafeln schön verlöchert, allerdings nicht ganz so wie eine schweizer Käse. Darauf wurde unsere Klasse in drei Detachemente aufgeteilt. Ik's und Sekretäre waren Det 3. Für uns ging es zuerst ans Überschiessen, das heisst zuerst mal rauf auf den Hügel. Dort wurden Ik's und Sekretäre nochmals unterteilt. Wir vier Ik's mussten zuerst in BG4 das Überschiessen machen, also zuerst mal das ganze Zeugs anziehen. Wenn man aber den Pamir, SchuMa und die Kaputze anhat, bringt man den Helm fast nicht mehr drüber. Aber mit Gewalt geht ja alles. ;) Im ICS war es dann aber etwa so warm wie in der Sahara und wir durten damit Stellungsbezüge und andere "lustige" Dinge machen. Schlussendlich war alles verschwitzt. Aber dann gings es endlich ans Mittagessen. Mal wieder aus der Gamelle.
Nach dem Mittag machten wir etwas ähnliches wie am Morgen, allerdings ohne ICS. Dabei durften wir zum ersten mal mit LSP schiessen. Sogar am Tag sieht das noch lustig aus. Nachdem jeder fast 100 Schuss durchgelassen hatte, ging es weiter in die KD-Box. Da die Gruppe, die momentan am EUHG werfen war aber keinen Fahrer hatte, übernahm ich die Aufgabe des SAN-Fahrers. Also ca. drei Stunden beim Duro sitzen und warten. Aber bei dem Wetter machte das nichts. Ich wurde sogar noch braun, nun ja.. eher rot :). NAchdem meine Ablösung kam, konnte ich auch noch kurz in die KD-Box und 20 Schuss durchlassen. Darauf folgte eine Befehlsausgabe für die Gruppenchefen da noch ein Marsch in die Kaserne anstand. Dann gings es auch noch los. Zuerst noch die Feldflasche füllen und dann zuerst den Hügel rauf und schlussendlich noch von Seltisberg runter nach Liestal. Nach ca. 45 Minuten hatten wir die 5 Km auch geschaft und machten uns ans Putzen. Stgw, Schuma, Schuhe usw musste gereinigt werden. Das Gewehr war diesmal sehr mühsam, da wir doch recht viel damit geschossen hatten. Wie Fahrer mussten dann noch die Duros putzen und um 20:00 gabs dann endlich was zu Essen. Vor dem ABV durften wir nochmals ins Restaurant und dann mal unter die Dusche und ins Bett.

http://images.t-error.ch/blog/40/stgw.jpgAm Freitag war Tagwach um 5:30. Nun ja... zumindest offiziell. Um 5:50 standen wir mal auf, sogar unser Chef war noch am schlafen. Also kollektives verschlafen. Dann aber die Betten abziehen, Zimmer putzen, alles packen und ans Frühstück. Nach dem Frühstück mussten wir das ganze Gepäck auf die Duros laden und dann gings zum letzten mal auf den Schiessplatz. Dort stand der letzte Posten an. HG LN2. Das heisst immer zwei Rennen in eine Deckung und schiessen. Dann wirft einer eine HG während der andere ihn deckt und dann gehts auch schon weiter in die nächste Deckung. Das war ein riesen Spass. Herumballern und HG's werfen. Beim letzten Durchgang mussten wir unsere drei Magazine füllen, also 60 Schuss und zwei EUHG's fassen. Nach ca. fünf Minuten war ich ausgeschossen und die HG's waren explodiert. Die Kanone war nur noch am rauchen :D. Zum Schluss folgte die Übung "Wildsau". Wir erhielten 30 Schuss und eine EUHG. Dann wurden zweier Teams ausgelost. In diesen Teams gings zuerst nochmals an die LN2, also wieder HG werfen. Dann eine kurze Verschiebung auf den Hügel zum Überschiessen. Wir mussten zu zweit 12 Ziele Treffen. Und zum Abschluss mussten wir nochmals BG4 erstellen, ca 200 Meter zum Esssall laufen und dort den Wochetest im ICS machen. Danach endlich wieder den ICS abziehen. Vor dem Mittagessen mussten wir noch alle Schiessplätze hülselen und konnten wir unsere wohlverdienten Sandwiches essen.
Bevor wir nach Bülach zurück konnten hatten wir noch wie üblich das Wochenfeedback und mussten das Material in die Duros laden. Dann ging es endlich zurück nach Bülach, wo wieder mal PD/ID anstand. Wie am Donnerstag schon mussten wir die Flinte, Schuhe, SchuMa usw. putzen. Auch die Duros waren dran. Anstatt uns was zu Essen zu geben, wurden wir noch auf einen "14Km" Lauf geschickt. Wobei ich sagen muss, dass 14.8 Km bei mir unter 15 Km Lauf gehen, aber das ist ja ein Detail. Bei diesem Lauf mussten wir von der Kaserne Bülach zum Radio Village vor der Kaserne Kloten Laufen. Das meistene am Flughafen entlang. Nun ja.. ich war auch nicht mehr allzu fit, nach dem Morgen und dieser Lauf nahm mir noch das letzte bisschen Energie. Aber nach 1:40 Stunde war ich mit diesem Lauf fertig und konnte endlich was essen. Da noch ein Fussballspiel war, wurde ABV auf 23:00 verschoben, aber viele waren um 22:00 schon am schlafen.

Dann war endlich mal Samstag. 5:45 auf, Frühstück und um 7:00. Für die Fahrer gab es noch Nacharbeit, da die Fahrzeuge anscheinend nicht in eine perfekten zustand waren. Mich betraf dies ausnahmsweise mal nicht, da ich ein Urlaubsgesuch wegen dem Tag der offenen Tür im Geschäft hatte. Also endlich nach Hause.

Woche 6

http://images.t-error.ch/blog/18/image.jpgEin kleiner Wochenüberblick:
  • Wettschiessen
  • VAKD
  • WAT
  • Übung Quattro
  • ABC/Nachtschiessen
  • AFUCO Test
Am Sonntag mussten wir wie immer um 23:45 einrücken; Nachtruhe war um 0:00. Von daher noch nichts besonderes. Allerdings wussten wir, dass die bevorstehende Woche, vor allem für die Fahrer, nicht ganz so angenehm wurde wie die letzte.

Am Montag gings auch gleich mit Frühsport los. Das heisst um 5:00 aufstehen und ca. 5 KM Joggen. Und genau die Route, die wir letzte Woche mit dem Sprinter gefahren sind. Allerdings wars mit dem Sprinter einiges angenehmer :) .Nach einer Dusche und dem Frühstück gab es für die Fahrer noch eine Theorie der MP von wegen Unfallverhütung usw. Zudem gab es noch eine "Werbung" für den VSMMV. Danach hatten wir 1,5 Stunden Pause. Klingt komisch, ist aber so!
Nach dem Mittagessen wurden wir mit einem Duro nach Bülach gefahren, da wir dort das Vorwettschiessen hatten. Das heisst, wir übten für das Wettschiessen. Geschossen wurde auf 300 Meter, die maximale Punktzahl ist 85. Ab 50 hat man erfüllt und ab 72 gibts das Schiessabzeichen. Bei ersten Durchgang erreichte ich gleich 72 und danach wurde ich immer schlechter. Aber es war ja auch erst ne Übung.
Nach dem Abendessen war Therie WAT angesagt. Uns wurde erklährt, was man bei einer bewaffneten Wache so alles beachten muss. Danach war der Tag auch schon wieder fertig und das Bett wartete.

Für mich war am Dienstag VAKD angesagt. Wir mussten um 6:15 bereitstehen. Also um 5:45 aufstehen, anziehen und noch schnell Frühstücken. Auf der Wache hatte ich bis 12:00 nichts zu tun, also erst mal wieder ins Bett :). Am Mittag gab dann was zu Essen und ich durfte danach für 2 Stunden in eine kleines Häuschen stehen und die Barrierern hoch und runterlassen. Das ist extremst spannend ;) Später gab es eine schöne Abwechslung, mit dem Fahrrad auf Patroullie, war richtig entspannend :D. Bis 21:00 war dann wieder das Bett angesagt. Danach wieder kurz ins Häuschen stehen, auf Petroullie gehen und Reserve im Wachthaus.
Das schlimmst war, dass an diesem Tag der grosse Ausgang war und wir diesen natürlich Verpassten :(

Am Mittwoch gings nach dem Frühstück an die WAT Praxis. Wir lernten, wie man eine Personen und Autokontrolle richtig durchführt. Das ist gar nicht so einfach, vor allem wenn die andere Person nicht macht, was man will. Dann kann darf ja nicht gleich drauflos Schiessen. Stubsen ist aber erlaubt (nur OHNE Bajonett ;) ) Weiter gings nach dem Mittagessen mit einer Theorie über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Übermittlung. Zur Gegenwart. Die Server in einem Kommandoposten haben zwei Pentium III Prozessoren mit 533 MHz und 512 MB Ram. Also das neuste ;) . Nach dieser extrem "Interessanten" Therie gab es noch eine Besprechung der bevorstehenden Übung Quattro und nach dem Abendessen Ausgang bis 22:00 angesagt. Auf jedenfall für alle, die keine drei Striche bei der Zimmerordnung hatten. Diese durften die Zimmer noch auf Hochglanz pollieren.

Ausnahmsweise mussten wir auf einer Übung erst um 6:00 Aufstehen. Dann gings friedlich zum Frühstück und AV . Am Morgen war für uns noch ABC angesagt. Das heisst C-Alarm üben ( SchuMa in 10 anziehen und so ) und den ICS korrekt ausziehen, wenn er vergiftet ist. Danach wurden wir in die Schnitzelhallte gefahren (ja tatsächlich, auch das solls geben) wo es herrliche Spagetti Cabonara gab (keine Ironie, es war echt herrlich!). Danach verschoben wir zum 30Meter Schiessplatz, wo mir im vollen C-Schutz schiessen mussten. Mit der SchuMa ist das echt mühsam, da der Filter immer im Weg ist. Aber wir haben auch so etwas getroffen ;) Auch die Ohrpropfen waren nicht allzu angehm, aber den Pamir über die Kaputze anziehen ist noch mühsamer. Als wir damit fertig waren, wurden wir wieder zur Kaserne zurückgefahren wo es Abendessen gab.
Um 17:30 gings dann los: Der 15KM Marsch stand an. Alle hatten sich das Stgw auf dem Rucksack montiert und waren Top motiviert ;) Das unangenehmste am Marsch war der Rucksack, welcher doch noch recht auf die Schultern drückte. Aber nach ca 2:30 Stunden war wir am Ziel angekommen, wieder der 30Meter Schiessplatz. Diesmal aber zum "Nachtschiessen", obwohl es noch recht hallt war für eine "Nacht". Nach 20 Schuss war für unsere Gruppe dann auch fertig, da unser Zugführer unbedingt in den Ausgan wollte :) . Zurück zur Kaserne gings dann in einem Lastwagen, wo wir alle zusammengequetscht auf der Ladebrücke sassen.
Auf das folgende freuten wir uns alle. PD/ID. Nun ja, eigentlich freute sich keiner. Geleitet wurde das ganze von einem Feldweibelanwärter, ein Welscher noch dazu. Die gesetzten Zeitlimiten waren nicht einzuhalten und dazu kam noch, dass er fand, dass wir unmotiviert sind. Das stimmte ja auch, aber nach 40 Liegestützen bin ich nicht motivierter. Nun ja, nachdem wir das Stgw, GT, ICS, SchuMa, Rucksack, Schuhe usw. geputzt hatten gings zum ABV um 0:00. Danach hatten wir noch 30 Minuten Zeit zum Duschen und umziehen.

Frisch wie wir waren, gings am Freitagmorgen mit Frühsport weiter. Wieder um 5:00 aufstehen und Joggen. Nach dem Frühstück gings raus ins Radiovillage wo wir wieder ein bisschen rumfunken konnten.
Danach, so ca um 10:00 gings an den ABC/San Test. Das heisst BG2 erstellen (ICS und Überstiefel anziehen). Beim ersten Posten wurde uns eine lustige Aufgabe gestellt. (nun ja, so lustig war sie auch wieder nicht). Bei unserem Team (also zwei Leute) war es die folgende:
Ein Flugzeug fliegt tief über Sie. Kurz Darauf merken Sie, dass sich Ihr KNP verfärbt. Handeln Sie
Das heisst, wir durfen in 10 Sekunden die SchuMa anziehen, danach die Kaputze vom ICS aufsetzten und den C-Alarm weitergeben. Nun wurden die Hände mit Entgiftungspulver entgiftet und die Handschuhe angezogen. Danach musten wir beim Kameraden die Kaputze richtig schliessen und den Helm anziehen. Schlussendlich sahen wir so aus wie auf dem Bild (das bin übrigens ich). Zum Spass druften wir uns noch einige Testspritzen setzen.
Der nächste Posten war auch ganz "lustig". Einen "Bewustlosen" ca 25 weit am Boden nach ziehen. Allerdings mit SchuMa usw. und man musste immer geduckt sein. Zeit dafür: 4Minuten. Ich schafte es nicht ganz, aber mit der SchuMa hat man auch nicht allzuviel Sauerstoff und vor allem hatte man in dem Anzug auch schön warm. Ich glaube so schnell wie dort hatte ich Helm und SchuMa noch nie abgezogen.
Bei den nächsten Posten ging es um Dinge wie Druckverband, Bewustlosenbehandlung und CPR.
Nach einem kurzen und freiwilligen PD/ID gings zum langersehnten Mittagessen. Danach nochmals Funken, allerdings mit einem kleineren Funkgerät. Weiter gings mit dem obligatorischen PD/ID. ICS, Stgw, GT, Schuhe usw. wieder reinigen. Vor dem Abendessen reichte es noch für einen Teil Stromberg. Unser Kompaniekommandant ist so Fan davon.
Nach dem Abendessen gab es noch eine theoretische Prüfung über ABC/San, danach die Dienstbesprechung und die obligate Kasernenreinigung. Der Feldianwärter war sogar zufrieden (vieleicht auch nur, weil der Kadi direkt neben ihm Stand :) ).
Nach dem Duschen gings schon wieder ins Bett.

Am Samstag mussten wir nochmals früh auf. 5:45 Tagwach, 6:00 Frühstück und um 7:00 Fahnenabzug und schon waren alle wieder auf dem Weg nach Hause. Und wenn sie noch nicht gestorben sind... ;)

Woche 4

http://images.t-error.ch/blog/10/schlafen.jpg http://images.t-error.ch/blog/10/schuma.jpg
Am Sonntag ging es nach einem kurzen Wochenende wieder wie gewohnt weiter. ABV und danach schlafen.
Zur Abwechslung hatten wir am Montag morgen mal kein Frühsport, das heisst wir durften bis 05:45 schlafen. Das ist ja schon fast Luxus. Nach dem Frühstück war Fachdienst angesagt, das heisst Kartenlesen. Das war noch gemütlich, da Kartenlesen und mit dem Kompass Norden bestimmen nicht allzuschwierig ist :) . Danach durften wir uns schon ans Mittagessen machen. Weiter ging es mit CUA (Computer unterstützte Ausbildung), das heisst mal wieder an einen Computer. Leider waren die Übungsprogramme extrem langweilig. Nach dem Nachtessen hatten wie noch Ausgang bis 22:00. Also ganze 1:30 Stunden..
Auch das Wetter gab vollen einsatz.. Es regnete wieder den ganzen Tag.
Da die Woche ja sonst schon recht kurz ist, musste es am Dienstag morgen schon früh losgehen. Frühsport. Denn auch wenn die Woche nur vier Tage hat und wir noch eine Übung haben, muss es trotzdem zwei mal Frühsport geben. Das heisst, wir durften wieder um 5:00 aufstehen und in der MZH (Mehrzweckhalle) Basket- und Völkerball spielen und die allerseits geliebten Stangen hochklettern. Aber auch das ging vorbei. Nach einer schnellen Duschaktion folgte der San-Dienst. Wir lernten was man mit einem Schockpatienten machen muss und wie man mit Stress und Angst umgehen kann. Und schon folgte wieder das Mittagessen. Als wir alle gespiesen hatten marschierten wir wieder zum 300 Meter Schiessstand. Diesmal gab es ein kleines Wettschiessen. Ich erziehlte 110 Punkte. Zwei Rekruten hatten 111 Punkte und damit das maximum erreicht. Auf dem Rückweg mussten wir dieses mal nicht durch den Bach, da es so langsam zu schneien begann (April, April...). Nach einer mühsamen und nervaufreibenden Gewehr, Schuhen und Kleiderputzaktion ging es zum langersehnten Abendessen. Danach folgte ein kleiner Wochentest sowie das vorbereiten für die Inspektion, das bedeutet Zimmer auf Hochglanz polieren und alles Material richtig putzen und einstellen. Nach dem ABV gings noch schnell unter die Dusche und danach ins Bett.
Am Mittwoch stand die Übung TRE auf dem Programm. Am Anfang ging es noch ganz bequem, wir durfen den C-Vollschutz anziehen und ein bisschen C-Alarm üben. Das heisst, man muss die SchuMa innerhalt von 10 Sekunden anhaben. In dieser Zeit muss man den Helm abnehmen und die Maske aus der Tasche nehmen und auch noch richtig aufsetzen. Aber es geht :) Weiter gings an in die KD-Box zum 30 Meter schiessen. Und ich durfte zum ersten mal eine 3er Serie und eine 20er Serie ablassen. Die 20er Serie nich
ganz am Stück immer nur 4-6 Schuss hintereinander. Zu dem gabs auch noch Schiessen aus der Drehung, im gehen, einen Doppelschuss und diverse andere Übungen. Alles wir damit fertig waren marschierten wir wieder zur Schnitzelhalle, wo wir uns Mittagessen einnahmen. Zudem konnte man durt auch ganz gut schlafen (Siehe Bild links)
Am Nachmittag stand die Drillpiste und Gewehre zerlegen und zusammensetzen auf dem Programm. Bei der Drillpiste mussten wir diverse Manipulationen wie Laden, Entladen usw. machen. Allerdings mussten wir dazwischen von Posten zu Posten gehen, spurten, roben oder sonst mit irgendwelchen komischen Bewegungen dort hin kommen. Als wir schon Nudelfertig waren gings mit jeder Menge Material (Blachen, Fähnchen, Pflöcke usw.) zurück zur Kaserne. Da ich letzte Woche am Freitag Wache hatte und dadurch die Übung DUE verpasste, musste ich mit fünf anderen den SchuMa Test mit Tränengas nachholen. Desshalb wurden wir in die Übungsbaracke gefahren. Da wir den Vollschutz (Kleider, Schuhe, Kaputze) wegen Platzmangel nicht mitnehmen konnten, mussten wir improvisieren, da Tränengas auch auf der Haut leicht brennt. Wir zogen unser "Mutz" an und zogen den Rollkragen ganz nach oben (siehe Bild rechts :) ) Nach 10 Minuten im Tränengas gings schleunigst wieder zurück in die Kaserne wo wir nochmals C-Alarm üben "durften". Diesmal auch bei den "bewustlosen" Kameraden. Es ist noch schwierig einem anderen die SchuMa so richtig anzuziehen, auch so, dass man ihm nicht die Nase eindrückt :) Schlussendlich gabs wieder eine mühsame Reinigung und da es den ganzen Tag wieder geregnet hatte, waren auch die Kleider dementsprechend Schmutzig. Also eine recht mühsame Sache. Nach dem wohlverdienten Abendessen wurden wir aufgrund unserer hervorragenden Leistung ;) von unserem Hauptmann belohnt. Wir durften "Stromberg" schauen. Viel bekam ich davon aber nicht mit, da ich Todmüde war..
Am Donnerstag durften wir "erst" um 5:15 aufstehen. Wieder Frühsport. Wir mussten dort kleinere Übungen machen, wie einen insgesammt 4 Kameraden auf einer Matte um die Halle tragen, mit einem Kameraden Huckepack um die Halle laufen und in der "Garette" (falls das jemand kennt) um die Halle "laufen". Nun ja.. wirklich wach war noch niemand. (Ausser dem Sportlehrer). Danach hatten wir ganze 30 Minuten zeit um zu Duschen und zu Frühstücken. Und danach, welch Ironie, eine Theorie "Stress und Sucht vermeiden" oder sowas in der Art. Weiter gings mit der Materialkontrolle. Nach ca 30 Minuten waren wir fertig. Eingeplant waren aber zwei Stunden, das heisst wir hatten noch 1:30 Stunden Pause. Nach dem Mittagressen war nur noch Theorie "Tarnen/gefechts Feld" angesagt. Nach der Kasernenreinigung wurden wir in das Wohlverdiente Wochenende entlassen.

Woche 3

http://images.t-error.ch/blog/8/image.jpgAngefangen hats wieder im Sonntag abend um 23:45.. ABV!!! Dann mal schnell Schlafen und am Montag morgen um 5:00 aufstehen. Angesagt war Frühsport, immerhin machten wir was lustiges; Fussball. Dann durften wir Duschen, Frühstücken und wieder in die Mehrzweckhalle und wieder Fussball spielen. :) . Dann wieder Duschen. Militärische Planung halt..
Ach ja..
der Unterschied zwischen der Schweizer Armee und der Mafia?.... Die Mafia ist organisiert..

Der restliche Tag war dann aber recht gemütlich. Theorien ohne Ende.

Am Dienstag war für mich Fassmannschaft angesagt. Das heisst eine halbe Stunde vor allen aufstehen und in der Küche mithelfen. Brot schneiden, Essensausgabe, Zwipf für die andere Kompanie bereitmachen usw.. Weiter gings dann mit der "Drillpiste" das heisst an der Waffe rumfummeln unter "erschwerten" bedingungen. Nähmlich auf der nassen Wiese liegend. Zudem durften wir das Stgw wieder tausend mal auseinander nehmen, aber es gab mal wieder was neues. Zum auseinander nehmen hatten wir 60 und zum zusammenbauen 90 Sekunden Zeit. Möglich ist es. Aber auch recht Stressig. Am Nachmittag gings dann zum Schiessstand. Ca 4 Km Marschieren. Das erste Mal 300 Meter schiessen und ich habe die Zielscheibe sogar getroffen. Einmal sogar 99 von 100 Punken; Anfängerglück :) Auf dem Rückweg kam unser Zugführer noch auf eine "super" Idee. Wir laufen nicht auf dem Weg zurück, sondern in einem kleinen Bach. Toll. Und danach noch durch eine kleine Röhre unter der Strasse durch. Auf dem restlichen weg merkten wir, dass die Kampfstiefel wirklich Wasserdicht sind. Dass Wass blieb schön in den Stiefeln. Danach wieder Gewehr, Kleider und Schuhe putzen, schnell Duschen und dann ab in den Ausgang.. juhhe :D


Am Mittwoch ging es mit Waffentraining weiter. Wieder Stgw auseinandernehmen, zusammensetzen usw.. Allerdings war es diesmal einiges schwieriger, da wir am Dienstag das Gewehr fetten mussten. Zugschule war auch angesagt. Zudem ging das Wetter voll ab :) Es begann zu schneien. Als wir am Nachmittag auf die Hinderniss Bahn (HiBa) mussten, hatt es dort schon recht viel Schnee. Das machte die Sache richtig lustig. Einwärmen mit Schneeballschlacht uns so.. :D Zudem machte es Spass den ander zuzusehen, wie sie versuchten über eine ca 2 Meter hohe Holzwand zu klettern :D Als wie damit fertig waren gings auf einen ca 4 Km langen Waffenlauf. Danach Abendessen und nochmals Theorie bis 21:30.

Am Donnerstag hatten wir zuerst Sanitätsdienst. Das heisst, wie legt man einen Druckverband richtig an, wie baue ich eine Bare auf und wie ist das Gefühl, wenn man auf der Bare liegt und diese gedreht wird.. :) Zudem zeigten uns die Wachtmeister noch verschieden Bilder, zum Beispiel einen Daumen ohne Haut, einen Oberschenkel ohne Haut oder eine durchschossene Schulter und fragen uns, ob ein Druck oder ein Deckverband an dieser Stelle sinnvolle wäre. Und das kurz vor dem Mittagessen. Lecker.. :)
Am Nachmittag durften wir zum ersten mal an einen Computer. :) So sinnlose Lernprogramme durchmachen. *gähn* Danach noch die Schutzmaske (SchuMa) putzen und einen interessanten Film über unseren ABC Schutzanzug ansehen. Am Abend hatten wir noch ca 1.5 Stunden ausgang.

Eigentlich wäre am Freitag die Übung DUE angesagt gewesen, ich hatte allerdings Wache. Dort wurde ich als Freiwilliger für den Stellvertreter des Wachkommanden bestimmt. Das heisst immer 2 Stunden in einem Häuschen sitzen, Beschucherausweise herausgeben, in der Nacht das Tor öffnen wenn jemand kommt usw. Danach gab es wieder 2 Stunden Pause und dann wieder 2 Stunden Wache. Und dann immer so weiter. Insgesammt bin ich auf ca 3 Stunden schlaf gekommen.

Samstag kamen wir um ca 6 Uhr aus der Wache und hatten dann 25 Minuten um unsere Sachen zu verräumen, unser Sporttenue anzuziehen und zu Frühstücken. Hatten wir den Appell und durften uns dann zum 10 Km Lauf sammeln. Für den Lauf hatten wir 75 Minuten zeit, eigentlich kein Problem, aber der ganze Zug musste zusammen Laufen. Und eine Kette ist halt immer nur so stark wie das schwächste Glied. Schlussendlich kamen wir nach 65 Minuten ins Ziel. Schneller als ich dachte.
Allerdings war einem Rekruten von unserem Zug sehr schwindlig. Wir wollten ihn desshalb auf die Krankenstation bringen, aber die war nicht besetzt. Toll... Militär halt wieder. Schlussendlich waren ein Oberst, 2 Hauptmann und ein Oberleutenant bei uns un jeder erzählt etwas anderes. Aber schlussendlich kam unser Kamerad wieder mehr oder weniger auf die Beine und auch wir durften ins Weekend verreisen.