bittorrent unter Linux

Ich benutze regelmässig Bittorrent um grössere Dateien herunter zu laden. Nur meist nervt es mich, wenn der Bittorrent-Client dann die ganze Bandbreite benutzt, wenn ich surfen will, oder auch wenn ich den Computer laufen lassen muss, nur damit eine Datei herunter geladen werden kann. Für etwas habe ich ja meine alte Linux-Box, die diese Aufgabe ganz gut übernehmen kann. Schliesslich gibt es einen guten Bittorrent-Client für die Shell, welcher im Zusammenspiel mit screen sehr simpel zu bedienen ist.
Als erstes muss man dazu screen und bittorrent auf der Linux-Box installieren:
apt-get install screen
apt-get install bittorrent

Aus Sicherheitsgründen habe ich extra einen Benutzer namens bittorrent erstellt, unter welchem dann der Prozess läuft:
useradd -g users -d /home/bittorrent -s /bin/bash bittorrent

screen

screen ist ein praktisches Tool mit welchem man Programme starten kann, ohne dass sie bei eine Disconnect (ssh, telnet usw.) sofort beendet werden. Das heisst man startet mit screen eine Terminal-Session, startet darin das Programm (in diesem Fall bittorrent) und kann dann die Verbindung wieder trennen, ohne das das Programm beendet wird.
Erstellen tut man eine solche Session mit dem Befehl screen. Nun kann man in dieser Session ein Programm starten und die Session danach mit Ctrl-A-D wieder beenden. Mit screen -r wird eine bestehende Session wieder aufgerufen.
Das bedeutet, dass man am Anfang mit screen eine neue Session erstellt, darin den Bittorrent-Client startet und danach mit Ctrl-A-D die Session wieder beendet. Wenn man nun nach dem Status sehen will, öffnet man die bestehende Session mit screen -r wieder.
Allerdings ist screen nicht sonderlich einfach zu verstehen, aber darauf wird man im man-File auch hingewiesen:
A weird imagination is most useful to gain full advantage of all the features.

bittorrent

Nun zum eigentlichen Bittorrent-Client:
Ich verwende btlaunchmanycurses damit ist es möglich mehrere Downloads gleichzeitig am laufen zu haben und diese werden auch noch "schön" dargestellt. btmanycurses erwartet als Parameter einen bestimmen Ordner und überwacht diesen. Sobald man in diesem Ordner ein torrent abspeichert, wird das erkannt und heruntergeladen. Die heruntergeladenen Daten werden auch in diesem Ordner abgelegt. Das heisst man kann die torrent-Datei in diesen Ordner speichern und muss dann nur noch warten bis der Download komplett ist. Ich habe mir ein kleines Script geschrieben welches den Client mit den nötigen Parametern startet. Aber das ist reine Bequemlichkeit.
#!/bin/bash
/usr/bin/btlaunchmanycurses /home/bittorrent/

Schlussendlich muss man sich nur mit dem Benutzer bittorrent einloggen, dort einmalig mit screen eine Terminal-Session erstellen und darin das Script starten. Wenn der Bittorrent-Client nun läuft kann man die Dateien in den angegebenen Ordner kopieren und sie werden automatisch heruntergeladen. Den Status sieht man mit screen -r. In verbindung mit einem Samba, FTP usw. Server ist das eine sehr bequeme und einfache Art um torrents herunter zu laden.

Und so sieht das dann aus:
http://images.t-error.ch/blog/1073/bittorrent.jpg


Wichtig ist auch noch, dass man die TCP Ports 6881-9 auf den entsprechenden Computer weiterleitet.

Zusammenfassung

Wenn nun die benötigte Software installiert, der Benutzer und das Script erstellt wurden kann man folgendermassen vorgehen
erstmaliges Starten des Clients
screen
./bittorrent.sh
Ctrl-A-D
Status überprüfen
screen -r
Ctrl-A-D

dynamische oder feste Breite?

In letzter Zeit ist mir vermehrt aufgefallen, dass immer mehr Webseiten eine feste Breite für ihr Design verwenden. Vor allem bei Blogs ist das weitverbreitet. Das typische Blogdesign hat eine feste Breite, oben ein Logo und entweder oben, links und/oder rechts eine Navigation. Es sieht also so aus:
http://images.t-error.ch/news/290/fixed_top.jpg http://images.t-error.ch/news/290/fixed_left.jpg http://images.t-error.ch/news/290/fixed_right.jpg

Ich frage mich aber, was der grosse Vorteil an einer festen Breite ist. Ich habe hier im Geschäft eine Auflösung von 1680x1050 Pixel. Mit dieser Auflösung sieht die Homepage der Gratiszeitung Heute so aus:
http://images.t-error.ch/news/290/heute.jpg

Das ist doch Schade. Ich muss sehr weit nach unten scrollen, aber horizontal hätte die Webseite gut 2.5 mal Platz. Dass man das herunterscrollen, vor allem bei Blogs, nicht verhinden kann, ist mir klar. Aber das heisst ja nicht, dass man das Browserfenster nicht ausnutzen darf. Vor allem werden heuzutage immer mehr Widescreen Bildschirme verkauft und die wenigsten Leute können/wollen ihren Bilschirm um 90 Grad drehen.
Für den Webdesigner ist es halt schon von Vorteil, wenn er eine feste Breite hat. Man kann Bilder genau einpassen und auch der Text sieht immer genau gleich aus. Für den User bringt einevariable Breite in meiner Meinung aber einen klaren Vorteil. Man mehr Text lesen ohne immer wieder herunterscrollen zu müssen. Ich habe misch schon oft über Webseiten geärgert, die einen langen Text haben und ich dann nach jedem Abschnitt wieder herunterscrollen muss, nur weil die Seite nur halb so breit wie mein Bildschirm ist. Für mich als (Hobby) Webdesigner ist es zwar ein höherer Aufwand. Wenn dies allerdings eine höhere Usability mit sich bringt, ist dieser Auswand sicher auch gerechtfertigt.
Ich wäre erfreut, wenn ich in Zukunft mehr Webseiten (auch Blogs) sehen würde, die den Bildschirm auch ausnützen würden. Den eigentlich könnte ich ja immer noch mit einer Auflösung von 800x600 surfen. Ich hoffe, ich sehen in Zukunft mehr Webseiten mit einem solchen Design
http://images.t-error.ch/news/290/variable_top.jpg http://images.t-error.ch/news/290/variable_left.jpg http://images.t-error.ch/news/290/variable_right.jpg