Das Obligatorische

Leider muss man als Angehöriger der Armee nicht nur jedes Jahr drei Wochen in den WK, nein, man hat noch andere Pflichten. Unter anderem das obligatorische Schiessen. Das heisst man muss zu einem anerkannten Schiessverein gehen und dort ein Programm schiessen. Ich war heute mit einem Kollegen in Kloten und habe mich dort dieser Pflicht gestellt. Zuerst mal anstehe, dann den Leistungsausweis abgeben, Mun fassen und Abspitzen. Danach wieder warten bis ein Platz frei ist. Wenn man dann mal dran ist, kann man noch einige Probeschüsse machen und dann geht es los. Das Programm wird einem Glücklicherweise nochmals gesagt. Denn ich hatte alles wieder verdrängt vergessen. So bin ich schlussendlich auf 59 Punkte gekommen. Keine Meisterleistung, aber es sind mehr als die nötigen 40.
Erfüllt!
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Erste WK Woche

Wie schon mehrmals erwähnt war ich diese Woche mal wieder im Militär. Wir hatten den KVK für den bevorstehenden WK. Da ich aber in eine Spezial Detachement eingeteilt bin, sieht alles etwas anders aus.
Aber erstmal von vorne.
Am Mittwoch um 9:00 mussten wir eingerückt sein. Oder um 9:30, das war nicht so ganz klar. Auf dem Marschbefehl stand 9:00 auf auf der Beilage 9:30. Als ich um 9:00 dort war konnte ich zuerst mal das Gepäck deponieren und dann warten. Dann gabs mal eine Info vom Kadi betreffend Unterkunft, Ablauf usw. So erfuhren wir auch, dass es noch nicht sicher ist, wo wir schlafen, wir sollen das Material einfach mal irgendwo deponieren und uns ein freies Bett suchen. Gesagt, getan. Wir haben noch ein Zimmer gefunden, in welchem wir dann zu fünft waren. Dann hiess es wieder warten, auf das Mittag essen. Glücklicherweise hatten wir schönes Wetter und konnten draussen auf die Wiese liegen. Am Nachmittag gings dann zu einem Schiessplatz bei Bern, wo es zuerst eine Information von unserem Bat Kommandaten gab. So erfuhren wir, dass im WK zwei Übunungen die parallel laufen geplant sind. Zum einen Live 07 und Harpastum. Unser IK Det wird an der Live 07 dabei sein, es geht darum einen Stabskurs mit dem FIS zu betreiben. Grob gesagt. Weiter gings dann mit Informationen zu Tarnen. So durften wir einen Sniper suchen, der sich im Wald versteckt hatte und einen Duro tarnen. Danach stand noch Wachtschiessen an. Das "Halt oder ich schiesse" Thema halt. Insgesammt habe ich knapp 6 Schuss verschossen. Nun ja. Dann fuhren wir auch schon zurück und entspannten uns wieder auf der Wiese vor der ZSA. Nach dem Abendessen reinigten wir dann noch unser Gewehr. Unser Zugführer wollte unbedingt die Gewehre zusammenbauen, so zum üben :) Wir entdeckten dann noch einige Gemeinsamkeiten mit dem Zugführer. So war er auch im ZLI Basislehrjahr. Ab Abend stand dann noch ein Besuch in der Beiz in Münchenbuchsee an.


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Am Donnerstag gings nicht spannender weiter. Den ganzen Tag lang war AVor geplant. Da wir aber nichts vorzubereiten haben, da wir keinen Unterricht geben müssen hatten wir nichts bis gar nichts zu tun. Eigentlich hätten wir am Nachmittag nach Bern gehen sollen um dort das FIS einzurichten, allerdings waren die Räume noch nicht frei. Wir kümmerten uns dann noch etwas um unsere zukünftige Unterkunft. Es hiess dann mal, dass wir wahrscheinlich in einer anderen ZSA beim Kindergarten übernachten werden, da wir in der grossen ZSA keinen Platzen haben. Am Nachmittag haben wir diese ZSA auch mal angeschaut. Wirklich gross ist sie nicht und leider hat sie keine Dusche. Aber zum Schlaffen soll es reichten und zudem soll noch ein ADSL Anschluss kommen. Also nicht mal so schlecht. Gegen Abend begann es dann noch zu Regnen und ausgerechnet dann stand Sport auf dem Programm. Aber Bowling ist ja auch ein Sport.


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Wenigstens am Freitag hatten wir etwas zu tun. Am morgen konnten wir ein BAKP kontrollieren. Eine extrem mini Version und auch noch die 2007er Version. Das bedeutet die Clients und Server sind ganz neu. Die Clients haben einen Pentium 4 und 2GB Ram und die Server haben zwei Xeon Prozessoren, 8 GB Ram und 72,8 GB SCSI Platten. Also ganz vernünftige Hardware. Zudem wirde auch der CD-Tower gestrichen. Am Nachmittag konnten wir dann endlich nach Bern in die General Guisan Kaserne. Dort gabs mal wieder eine Information zum Ablauf und dann konnten wir die Räumlichkeiten besichtigen. Nicht mal so schlecht und vor allem mit UGV. Nach einigem Warten auf das Material konnten wir die Hardware mit Rollis mal ins Lager schaffen. Zur Verfügung haben wir die neue BAKP Hardware mit der FIS Software drauf. Den ganzen Nachmittag lang verteilten wir dann die Hardware in den Räumen und setzten die Notebooks mit Images auf. Auch einen A1 Plotten konnten wir noch installieren. Die Kiste ist immerhin 80 KG schwer. Kurz vor sieben Uhr waren wir mehr oder weniger fertig und konnten direkt von Bern abtreten. Ich erwischte noch den Zug um 19:30 und war so um halb zehn zu Hause.


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Am nächsten Montag müssen wir um 7:00 wieder eingerückt sein, aber ich denke, ich gehe schon am Sonntag Abend. Und diesmal mit meinem Notebook.

Woche 26 (TdA)

Wochenübersicht:
  • Kaderausbildung
  • Nachtschiessen
  • Tag der Angehörigen

Da wie am Wochenende wie schon geschrieben den Waffenlauf in Reinach unterstützen mussten, mussten wir erst am Mittwoch um 10:00 eingerückt sein. Von 10:15 - 11:45 gabs für uns Gruppenführer eine Führungsausbildung während sich die Rekruten mit Zugschule vergnügten. In der Führungsausbildung gings um den Bezug eines Kp's. Also gesicherter Halt, Treffpunkt usw. Danach gings auch schon zum Mittagessen.
Am Nachmittag gabs nochmals Führungsausbildung. Diesmal mit dem Thema Betrieb eines Kps. Also alle FGG's (Führungsgrundgebiete) usw. Fertig war diese Ausbildung um 14:15 und um 14:30 mussten unser Kameraden den Rekruten mal wieder das "Riegeln" beibringen. Ich war wieder mit der Filmkamera unterwegs da wir noch Filmmaterial für den TdA benötigten. Am Nachmittag hatten die Rekruten noch die Möglichkeit das Sportabzeichen zu holen. Ich half meinen Kameraden bei der Vorbereitung für das bevorstehende Nachtschiessen. Dann war der Nachmittag auch schon vorbei.
Am Abend stand dann das Nachtschiessen an. Während sich die Rekruten noch mit dem Wochentest herumschlugen fuhr ich mit einem anderen Gruppenführer schon mal zum Schiessplatz hoch. Dort bereiteten wir die Posten schon vor. Insgesammt gab es drei davon. Bei einem gings um Störungen in der Nacht, beim anderen um Laden, Entladen, PSK usw. in der Nacht und beim letzten wurde dann auch wirklich geschossen. Um ca 20:15 kamen die Rekruten und es ging los. Da ich eigentlich keinen Auftrag hatte, half ich halt aus wo ich konnte. Schlussendlich musste ich den Zielhang beleuchten, damit man die Ziele sah. Immerhin war es Dunkel, nicht wie bei unserem Nachtschiessen. Um 21:45 verschoben die Rekruten dann wieder zurück in die Kaserne wo PD/ID anstand. Mein Kamerad und ich räumten noch fertig auf und fuhren dann mit dem Puch zurück in die Kaserne. Um 23:00 war dann ABV für die Rekruten.

Am Donnerstag gings um 6:00 los. Den ganzen Morgen hatten wir FUM. Zuerst mussten wir eine Bahn bauen, die eine Mauskugel von einer Seite eines Tisches auf die andere und wieder zurück bringt. Also spielen war angesagt :). Leider habe ich kein Foto davon. Vor dem Mittag hatten wir dann noch die FUM Zwischenprüfung. Sie war nicht allzuschwierig. Es reichte bei mir immerhin für eine 3 (Gut).
Am Nachmittag hatten die Rekruten BA KP Training während bei uns nicht viel los war. Ich schnippselte am Film für den TdA herum und legte mich dann auch mal auf die faule Haut. Mehr machten wir an diesem Tag auch nicht. Am Abend war FAK Abendessen angesagt. Also Ausgang bis 0:30.

http://images.t-error.ch/blog/75/bakp.jpgAm Freitag gings dann mal etwas früher auf. Um 5:15 war Tagwache und um 5:30 waren wir alle, Rekruten und Gruppenführer in der MZH. Frühsport. Es gab drei Posten unter anderem Unihockey. Das ganze dauerte bis 7:45. Danach begannen die Vorbereitungen für den TdA. Unsere Gruppe hatte den Auftrag in der Halle 2 ein Ba KP Aufzubauen. Aus der Gruppe machten wir zwei Gruppen. Eine stellte in der Halle 2 die Tische bereit und die andere verschob ein BA KP System vom Amiti in die Halle 2. Zur verfügung hatten wir ein Duro. Das System brachten wir mit zwei Fahrten in die Halle. Zudem mussten wir noch mehrere Trennwände vom Amiti in die Halle hochfahren. Als wir fertig waren gabs dann mal eine Pause. Vor dem Mittag musste ich mit einigen Rekruten von einem anderen Posten noch Äste sammeln. Dazu gings mit dem Duro auf die Panzerpiste und stutzen dort einige Büsche. Die Äste kamen dann zum Beobachtungspostem im Amiti. Dannw ar auch schon 11:30 und es ging zum Mittagessen. Am Nachmittag war ich fast immer am schneiden des Filmes. Auch wenn er nur kurz war, der Aufwand war recht gross. Vor allem, wenn einem das Programm alle 10 Minuten abstürzt.
Am Abend übten wir zuerst das "einmarschieren". Das heisst, die ganze Schule steht hinter einigen Häusern und dann läuft Kompanie um Kompanie auf den HV Platz. Danach wird gerichtet und dann kommt halt auch noch das Singen der Nationalhymne. Das ganze übten wir drei mal und dann war der Oberst zufrieden. Als wir fertig waren, machten sich die Rekruten noch an die Kasernen und Zimmerreinigung, für uns war allerdings schon Arbeitsschluss.

http://images.t-error.ch/blog/75/turmbau.jpgDer Samstag Tagwache war um 5:45, damit wir um 6:00 vor der Kaserne 3 ein Gipfeli Essen konnten. Danach hatten wir eine Stunde lang nichts. Toll. Hauptsache früh ausgestanden. Um 7:15 war dann AV und darauf folgte die Dienstbesprechung. Nach der Besprechung übten wir nochmals für die Zugschule. Wir waren immerhin 12 Leute (4 Gruppenführer und 8 Rekruten). Der Rest war auf den Posten. NAch ca 30 Minuten waren wir damit fertig und konnten auf unsere Posten. Dort war auch nichts los, also liefen wir einwenig herum und sahen zu, wie die ersten Zuschauer hereinkamen. Um 9:45 war dann die Begrüssung vom Oberst und 15 Minuten später waren die Angehärigen der Kompanie 3 auf unserem HV-Platz und wurden vom Kadi begrüsst. Dann war wir an der Reihe mit der Zugschule. Es ging imho recht gut. Nach der Zugschule gings dann zurück auf den Posten. Dort mussten wir den Leuten allfällige Fragen beantworten. Wirklich viel war allerdings nicht los. Zwischendurch konnten wir dann auch mal was Essen gehen. Um 14:30 standen dann alle von unserer Kompanie im Ausgänger auf dem HV-Platz bereit und dann gings ans Abtreten. Wir wir es geübt hatten marschierten wir auf dem HV-Platz ein. Nach dem Singen der Nationalhymne konnten wir um ca 15:15 endlich nach Hause.

Woche 18 (Fachdienstübung Spinne)

Wochenübersicht:
  • Fachdienstübung Spinne
  • 300M Schiessen

Diese Woche mussten wir erst am Montag um 22:15 einrücken. Ab 21:15 begann aber schon die grosse Packerei für die bevorstehende Übung. Um 22:45 war dann LiLö.

http://images.t-error.ch/blog/57/image.jpgDer Dienstag startete wie gewöhnlich um 6:00. Da die Übung ja noch nicht begonnen hatte. Nach dem Frühstück gings zum AV. AV wäre eigentlich wie gewöhnlich um 7:15 gewesen, da wir aber die einzige Klasse waren, die dort war, verzögerte sich das ganze. Danach wurden die Züge für die Übung gebildet. Da die Übung mit der OS zusammen war, war ein Oberwachtmeister der OS Zugführer. In unserem Zug gab es drei Gruppen. Eine Uem, eine Sekr und eine Ik. In unserer Gruppe waren alle Ik's, ein Sekr und ein Ik der OS. Nachdem die Züge gebildet waren luden wir das ganze Material auf den 6DM und um 9:50 waren wir damit fertig. Der Zugführer verschwand dann an die Befehlsausgabe und kam um 11:20 zurück. In dieser Zeit genossen wir das Leben sitzend im Schatten des Funk-Duros. Als er dann zurück war, verluden wir die F- und Schlafsäcke auf den 6DM und pilgerten dann zum Mittagessen in der Kantine.
Um 12:55 stand unser Zug bereit für die Verschiebung. Der Zug- und die Gruppenführer waren schon früher mit einem Puch verreist um die Anlage zu inspizieren. Wir fuhren dann mit einem Funkduro zum Treffpunkt. Wir waren vier Leute hinten im Funkduro. Dieser hat einen Tisch in der mitte, wo man gut schlafen kann :). Beim Treffpunkt angekommen legten wir uns auf eine Wiese in den Schatten und nannten das einen gesicherten Halt. Nach ca 15 Minuten wurden wir vom Puch abgeholten und fuhren mit Duro und 6DM zur Anlage. Die Anlage war so gebaut, dass man den 6DM schön im Eingangsbereich parken konnten. So hatten wir keinen Stress beim ausladen, da der Lastwagen nicht im freien Stand. Auch das "hinein schleppen" der Kisten war ertragbar, da wir einen Palettrolli zur Verfügung hatten und so die Kisten rein fahren konnten. Danach verteilten wir die Kisten in den richtigen Räumen und bauten alles auf. Ich war für ein Raum mit 8 Notebooks, 2 A4 Drucker und einen Switch für diese Geräte. Dank guten Kabelkanälen und einer Gebäudeverkabelung waren wir damit sehr schnell fertig und das ganze sah auch gut aus. Den Kabelsalat konnten wir gut unter dem Tisch und hinter den Geräten verstecken. Wie schon immer beim BA KP hatten wir dann aber Probleme mit den Druckern und den Images für die Clients. Auch der Fachlehrer schaffte es nicht die Drucker zum laufen zu bringen und etwas an der Image-Situation zu ändern. Nach mehreren versuchen funktionierten dann aber auch einige Images aber noch zu viele streikten.

Am Mittwoch arbeiteten wir ohne Schlaf weiter. Kurz vor 2 Uhr, der IBZ, erhielten wir einen Auftrag. Wir mussten ein Backup von einem Tape einspielen. Das war auch kein Problem, aber als wir uns das nächste mal beim Truppentool anmelden wollten kamen wir nicht mehr rein. Die Zugriffsrechte fehlten uns. Wir versuchten mit allen Möglichkeiten die Zugriffsrechte wieder korrekt einzurichten, aber es war einfach nicht möglich. (Später stellte sich heraus, dass der Fachlehrer das Backup auf einem anderen System erstellt hatte und deshalb die User IDs nicht mehr stimmten.) Wir kamen dann zum Schluss, dass es am einfachsten ist, wenn wir den Server mit den Notfall-CDs neu aufsetzen. Von 2:30 bis 6:00 ging ich mal Schlafen, das es keinen Sinn machte, wenn so viele Leute beim installieren des Servers zuschauen. Als ich um 6:00 wieder voller Elan (öhmm ja, so ähnlich) in den Tag startete, lief zwar der Server, die Drucker aber immer noch nicht. Es liefen aber schon einige PCs mehr, aber wir waren immer noch wie wild am Imagen (keep trying). Der Fachlehrer probierte es dann auch nochmals mit resetten , neu konfigurieren usw, aber auch ohne Erfolg. So ca um 13:30 kam dann mal jemand auf die Idee das Kabel zum Switch 2 um zustecken und siehe da: es funktionierte, auch wenn es nicht so ganz Reglementen gemäss war. Aber es funktionierte. Da die Drucker nun funktionierten, mussten wir nur noch weiter Imagen und wir konnten mit der Beschriftung der Räume anfangen. Wir zeichneten Netzwerklayouts, Portbelegung der Switches usw. Auch die Führungswand zeichneten wir neu. Um 22:00 verzog ich mich dann mal wieder ins Bett. À propos. Die Betten, wir hatten 21er Schläge. 7 Betten nebeneinander und das ganze Dreistöckig. Und wirklich bequem waren die Betten auch nicht. Wenn man rein lag, bog sich das Bett so durch wie eine Hängematte.

Um 5:00 musste ich am Donnerstag wieder aufstehen. Zu tun gabs zwar nichts, aber die Kameraden wollen ja auch mal schlafen. Ich verbrachte den Morgen mit dem Lesen von alten Computerheften, HTML Seiten erstellen und ein wenig Probleme lösen. Das BA KP funktioniert halt nie so richtig. Um 12:00 gabs dann mal was zu essen. Am Nachmittag ging es weiter wie am Morgen. Also nichts besonders. Um 15:00 gings dann nochmals ins Bett. Um 18:00 wurde ich dann wieder geweckt. Abbau. Endlich :) Alles abreissen. Kebel entfernen, PC's Wipen und Abbauen. Um 19:15 waren wir damit fertig und machten uns ans Abendessen. Leckeres Sweet & Sour mit Reis. Darauf folgte eine Materialkontrolle. Wie hatten zu wenige 50 Meter Kabel aber zu viele 10 Meter Kabel. Bei der Materialkontrolle in Bülach wurde wohl falsch kontrolliert. Dazu hatten wir auch noch einige defekte Kabel und ein Notebook bei dem die USB Anschlüsse nicht funktionierten. Darauf verluden wir das Material wieder auf den 6DM. Das ganze dauerte bis 23:30 und dann gings auch schon wieder ins Bett.

Am Freitag musste ich um 0:45 wieder aufstehen, da ich auf die Pfortenwache musste. Zum Glück waren wie zu zweit dort, denn sonst wäre es recht langweilig gewesen. Um 2:30 wurden wir dann abgelöst und durften bis 5:30 nochmals ins Bett. Dann gings ans aufräumen der Anlage. Schlaf- und F-Säcke in den 6DM verladen und den Boden wischen. Nach einem kurzen Frühstück gings dann weiter zu einem Treffpunkt. Ich musste mit drei anderen und dem Zugführer noch die Anlage abgeben. Das ganze ging glücklicherweise nicht lange und wir konnten den anderen mit einem Puch folgen. Als wir beim Treffpunkt ankamen, waren die anderen schon bei der Materialkontrolle. Glücklicherweise mussten wir das BA KP nicht nochmal kontrollieren, also halfen wir den Sekretären bei der Kontrolle. Nach der Kontrolle fuhren wir nach Bülach zurück und genossen die Fahrt im offenen Puch. In Bülach angekommen luden wir das BA KP aus und, kaum zu glauben, versorgen es in einer Garage. Das andere System, dass noch in Schulzimmer stand mussten wir auch noch verräumen. Kurz vor 11:00 waren wir fertig und dann folgte auch schon die Übungsbesprechung. Das ganze Kader, darunter auch der Oberst waren anwesend. Ich fand die Besprechung peinlich. Ein Hauptmann war für unser Standort zuständig. Er behauptete, dass es besser funktioniert hätte, wenn wir mit den Checkliste gearbeitet hätten und er meinte auch, dass unser "Drang nach Lösungen" gefehlt hätte. Sowas kann ich doch nicht ernst nehmen, da er weder mit dem Gruppenchef noch mit einem Gruppenmitglied gesprochen hatte. Für den ganzen Standort gabs aber immer noch ein Gut-Sehr Gut. Am Nachmittag mussten wir noch in den 300 Meter stand. Na toll. Ich war so müde, dass ich kaum 5 Meter weit sah, aber ich soll noch 300 Meter schiessen; Super. Zuerst gabs ein kurzes einschiessen und dann einen Wettbewerb. Ich schied in der zweiten Runde aus. Nach dem Finale verschoben wir zurück und machten eine Expessreinigung der Schuhe und des Stgw's. Darauf folgte die Dusche und wir konnten das Tenue A montieren. Um 17:00 waren wir damit fertig. Das Abendessen war auf 19:00 angesagt, wurde aber auf 18:00 vorverlegt. Auch der HV, der auf 20:00 angesagt war, wurde auf 19:00 vorverlegt. Endlich ab nach Hause.

Woche 14 (Gefechtsverlegung Glaubenberg)

Wochenübersicht:
  • Gefechtsverlegung Glaubenberg
  • Übersetzübung
  • 25KM Marsch
  • SchüPa Fahren

Am Sonntag mussten wir bereits um 22:45 einrücken. Treffpunkt war Bahnhof Sarnen. Von dort fuhr ein Extrakurs vom Postauto in den Glaubenberg. Wir Fahrer wurden in eine Puch in das Zeughaus Sarnen gefahren wo wir die Fahrzeuge fassen und damit auf den Glaubenberg fahren konnten. Das war noch spassig so im Dunkeln diese Strasse hochfahren. Oben angekommen, konnten wir die Fahrzeuge parken und in die Truppenunterkunft zurücklaufen. Um 23:45 war dann schon ABV und da ich Zimmerchef war, musste ich dort Bestand usw. melden. Lilö war um 24:00.

http://images.t-error.ch/blog/46/glaubenberg.jpgAm Montag mussten wir wie so immer 6:00 aufstehen. Um 6:15 gabs was zu essen und danach mussten die Fahrer auch schon die auf dem Parkplatz abgestellten Fahrzeuge holen. Dieser Parkplatz ist ca 300 Meter vom Truppenlager entfernt. Vor dem AV um 7:15 musste die ganze Monition und das Gepäck verladen sein. Danach ging es mit den Fahrzeugene, zwei Duros und einem Puch mit Anhänger los auf den Schliessplatz. Es war noch Spassig zum Fahren, da die Strasse teilweise sehr steil und nur zwei Meter breit war. der Duro ist 1.96. Es wurde also recht knapp, aber es reichte. Auf dem Schiessplatz angekommen luden wir Mun und Mat aus und brachten es in einer Scheune unter. Dann gings an das aufstellen der Scheiben. Die Zielhänge waren teilweise recht steil und man konnte manchmal gar nich sehen, wo die Scheiben eigentlich hinkommen sollten. Nachdem der Schiessplatz dann mal eigerichtet war, wurde unsere Klasse in zwei Gruppen unterteilt. Eine ging zuerst auf den NAP fürs Wachtschiessen, die anderen konnten sich auf dem Schiessplatz auf einen Hinterhalt vorbereiten. Mehr dazu später. Ich war eigentlich in der ersten Gruppe eingeteilt, erhielt aber den Zielgeländebeochterauftrag bei der anderen Gruppe. Das ist noch angenehm. Mit einem Fernglas in den Zielhang sehen und falls sich was bewegen sollte Alarm geben. Die zweite Gruppe bagann dann mal mit ihrem ersten Durchgang. Das Ziel war es einen Hinterhalt auf eine feindliche Truppe vorzubereiten und auszuführen. Das heisst zuerst so schnell wie möglich in Stellung gehen, wenn der Gegner im Zielgelände ist, alles an Munition rauslassen und wieder abhauen. Bei uns dauerte das einwenig länger, da wir noch HG's werfen mussten. Dann gings auch schon ans Mittagessen. Mal wieder aus der Gamelle.
Am Nachmittag war unsere Gruppe mit dem Hinterhalt drann. Zuerst wurden alle Stellungen zugeteilt. Dann gings schon ans Aufmunitionieren und fassen der HG's. Als wir dann im Igel breitlagen, musste der Gruppenführer die Gruppe beim Klassenlehrer breitmelden und dann konnte die Übung beginnen. Wir rückten vor und gingen in die letzte Deckung. Als der Klassenlehrer dann mit seiner "der Gegner kommt langsam das Tal herunter" Geschichte fertig war ging es los. Die Scheiben wurden hochgeklappt: "Feuer frei". Es wurde geschossen bis zum geht nicht mehr. Seriefeuer bis zum Abwinken. Ich dachte über mir sei eine Maschinengewehrstellung :). Das war doch eine komisches Gefühl. Als dann alle drei HG Werfer, darunter ich, die HGs los waren, gings schnellstmöglich zurück zum vereinbarten Treffpunkt. Während dem Schiessen begann es dann aber noch zu Regnen. Wir lagen alle im TAZ in der Stellung und es wurde immer feuchter und feuchter. Beim Treffpunkt legten wir unsere müden Glieder wieder in einen Igel und die Übung war vorüber. Nach dem Laden gings dann zur Übungsbesprechung beim Klassenchef. Die Feuerdisziplin war schlecht. Kein wunder beim dem Seriefeuer :) Nach einer kurzen Pausen mussten wir die Scheiben wieder austellen und nochmals ans Wachtschiessen. Das war so langweilig. In zwei Stunden nur 15 Schuss geschossen. Glücklicherweise gings dann schon ans zusammenräumen und zurückverschieben. In der Unterkunft mussten wir das Material ausladen und die Fahzeuge wieder auf den Parkplatz stellen. Dann gings an den PD/ID und von 21:00 bis 22:00 hatten wir nichts zu tun. Um 22:00 war wieder ABV, 22:30 LiLö.

http://images.t-error.ch/blog/46/mg.jpgDer Dienstag startete wie der Montag. Frühstück, Fahrzeuge holen, Mat und Mun einladen und AV. Auch diesmal wurde die Gruppe unterteilt. Eine Gruppe kam auf den Schiessplatz, die andere auf einen NAP. Diesmal blieb das aber den ganzen Tag so. Ich musste auf den NAP. Dort ging es vor allem um die verschiedenen Gefechtsformationen (Igel, Schützenschwarm, Schützenkolonne) und Dreipunkte befehle (zum Bsp: Ziel, Weg zum Ziel, verhalten im Ziel). Das übten wir mehrmals indem wir im Schlamm herumkrochen und uns an eine Haus anschleichen mussten. Nicht besonders interessant. Dann gings es endlich zum Schiessplatz hoch, wo das Mittagessen war.
Glücklicherweise brauchte der Chef des Schiessplatzes noch vier Leute mehr, damit sie genug für die Übungen waren. Wir losten aus, wer nich mehr auf den NAP zurück musste, sondern auf dem Schiessplatz bleiben konnten. Glücklicherwiese wurde auch meine Name gezogen. Auf dem Schiessplatz gings es dann richtig ab. Schönes Wetter und schiessen was das Gewehr hält. Bei jedem Durchgang verschoss jeder so drei Magazine, das sind immerhin 60 Schuss und einige noch zwei HG's. Insgesammt machten wir ca. 4 Durchgänge. Da wir am Schluss noch Mun hatten und die Schweiz am Montag das Fussballspiel gewonnen hatte, durften wir noch eine 20er Serie scheissen. Das war spassig. Insgesammten verschossen wir an diesem Tag 3988 Schuss und noch einige HG's. Dann gings auch schons ans Mat und Mun versorgen. Also das bisschen, das wir noch hatten. Mit den Fahrzeugen gings dann zu einem andern Schiessplatz, wo es erstmal etwas zu Essen gab.
Dann fand die Waffen und Wirkungsdemo statt. Zuerst wurden und die 9mm Pistole und das Stgw 90 gezeigt. Dann noch was passiert, wenn man mit dem Stgw auf einen Helm, Sandsäcke und Metallplatten schiesst. Der Helm hatte vorne und hinten ein Loch. Er ist halt nur als Splitterschutz geeignet. Weiter gings dann mit dem Granatwerferaufsatz fürs Stgw. Dieser wir unten an das Gewehrmontiert, anstelle des Handschutzes. Leider waren es nur Übungsgranten. Ausser einem "Flop" war nichts zu hören. Die Panzerfaust war die nächste Waffe, die uns gezeigt wurde. Leider auch nur mit Übungsgeschoss, aber der Abschuss war doch interessant. Weiter ging es den Berg hinauf, wo ein MG 51 stationiert war (Bild). Heute nicht mehr im Einsatz, aber trotzdem interessant, da man immer den Lauf auswechseln und ins Wasser legen muss, da er so heiss ist. Dann wurde uns noch ein "Schurwerfer" gezeigt. Damit kann man ca 200 Meter schnur in wenigen Sekunden verlegen. Das sah noch lustig aus, wie 200 Meter schnur einfach über den halben Schiessplatz verlagt wurde. Nach einer kurzen HG 85 Demo gings es zurück in die Unterkunft, wo ich das Gewehr zum reinigen abgeben konnte, aber den Puch putzen musste. Dann gings auch schon unter die Dusche und um 23:00 an den ABV.

http://images.t-error.ch/blog/46/boot.jpgAuch am Mittwoch mussten wir um 6:00 aufstehen. Nur die Fassmanschaft musste um 5:40 auf und die weckte auch das ganze Zimmer. Beim AV mussten wir unsere Packungen dabeihaben, da es eine kleine Packungskontrolle gab. Dann mussten wir auch schon einen Duro. 18 Leute hinten in einem Duro geht schon, aber es ist einfach sehr eng. Wir wurden zum Bahnhof Sachseln am Sarnersee gefahren, wo wir erstmal in vier Gruppen aufgeteilt wurden. Die Übung Traverso stand an. Ziel: Mit einem Schlauchboot über den Sarnersee rudern. Das Problem: Vier Boote, aber nur Padel für drei Boote. ähhmm ja.. ich sag mal nichts dazu. Unsere Gruppe konnte es sich erst mal, wie schon beschrieben, auf einer Wiese gemütlich machen und den anderen zusehen. Als die anderen am Ziel waren, wurde ein Boot von einem Polizeischiff zurückgefahren und auch wir konnten übersetzen. Sechs Leute rudern, einer steuert und ca sechs sind Passagiere. Das rudern war noch anstrengend, aber das es super Wetter war, machte es doch noch Spass. Nachdem wir die Boote zusammengepackt und in einem Lastwagen verladen hatten, gings zu Fuss zum Zeughaus Sarnen. Dort gabs Fisch und Reis aus der Gamelle und wir konnten uns für den 25 Km Marsch vorbereiten. Das heisst Rucksack am GT festmachen, Pflaster wo nötig montieren.
Dann mussten wir uns auch schon aufstellen. Leider konnten wir nicht in Gruppen Marschieren sondern in der Kompanierformation. Vorne der Chef, dann die Klasse, welche noch in Gruppen unterteilt waren. Zuerst gings es mal ca 7 Km gerade aus. Dann kam schon der erste Posten. Dort gabs aber nur etwas zu trinken, also Eistee und Wasser. Dann begann der anstrengende Teil des Marsches. Von ca 470 Meter höhe auf ca 1400 hoch. Und das bei einer brennenden Sonne auf einer Asphaltstrasse. Das demotivierende daran: niemand wusste, wie weit es noch war. Man lief immer bis zur nächsten Kurve und sahr dann wieder die nächste. Einigen Leuten mussten wir dann mal noch Stgw und Rucksack abnehmen, damit wir wenigstens im Schneckentempo voran kamen. Aber irgendwann kam dann auch der Zwipfposten. Dort machten wir eine kurze Pause und konnten etwas essen. Leider begann es dort auch zu regnen. Aber wir marschierten dann auch ohne Regenschutzweiter. Wir waren ja sowieso schon triefnass. Weiter gings es auf einem schmalen Weg mit lustigen und rutschigen Holzbalken. Aber es ging endlich wieder einwenig bergab. Und irgendwann kam dann der Parkplatz mit den Fahrzeugen in Sicht. Ein herrlicher Moment. In der Truppenunterkunft, trockneten wir das Gewehr und die Schuhe schnell ab, hängten unsere Kleider in den Trocknungsraum und standen unter die erfrischende Dusche. Dann schlüpften wir auch schon in den Ausgänger und machten uns für den HV bereit. Es wur lustig anzusehen, wie gewisse Leute herumliefen oder humpelten. Ich hatte Glück, eine kleine Blase unten am Fuss, ich ich zwar spürte, die aber nicht schmerzte. Im einzigen Restaurant auf dem Glaubenberg genehmigten wir uns ein gutes Abendessen und gingen dann auch bald zurück in die Untrkunft, wo die meisten auch schon in den Betten verschwanden. Ich musste noch bis 23:00 warten um an den ABV zu gehen.

http://images.t-error.ch/blog/46/panzer.jpgAuch am Donnerstag wurde ich um 5:40 von der Fassmannschaft geweckt. Offiziell wäre die Tagwache wieder um 6:00 gewesen. Der Ablauf war auch wieder derselbe. Frühstück, Fahrzeuge holen, verladen und dann an den AV. Nachdem wir auf dem Schiessplatz angekommen sind, mussten wir mal wieder Scheiben aufstellen. Der Zielhang war auf diesem Schiessplatz aber sehr steil, wesshalb wir das aufstellen der Scheiben mit einer kleine Klettertour verbinden konnten :). Das Ziel auf diesem Schiessplatz war die aktive Verteidignung. Das heisst, mann kennt die eigenen Stellungen und weiss etwa von wo der Gegner angreiffen wird. Man muss so schnell wie möglich in Stellung gehen und die Leute halt optimal verteilen. An dieser Übung machte ich allerdings nicht mit, da ich San-Fahrer war. Echt chillig. Nach der Übungsbesprechung gings dann schon ans Mittagessen.
Über den Mittag kam dann der Nebel auf und wir konnten nicht schiessen dann man die Ziele kaum sah. Unser Klassenchef war aber so nett und organisierte uns einen SchüPa (Bild). In welchem wir herumgefahren wurden. Das Problem, das man hinten im Panzer hat, ist, dass man keine Anhung hat, wo man eigentlich hinfährt, aber Spass machts trotzdem. Es rüttelt gar nicht so fest, wie ich zuerst gedacht hatte, obwohl der Fahrer mit Vollgas über eine Kiesstrasse raste. Leider mussten wir dann noch die Scheiben und Hülsen einsammeln und das ganze Material und die Munition verladen. Unsere Klasse wurde im Schützenpanzer auf die Passhöhe gefahren und ich mit dem Duro hinten nach. Ich bin dem Panzer kaum nachgekommen und es schepperte hinten im Duro beängstigen. Wenn da noch Leute hintendrinn gewesen wären.. Die hätten mich vieleicht gehasst. Auf der Passhöhe wurde der Panzer abgestellt und die Klasse und der Fahrer steigen in den Duro ein und wir fuhren in die Unterkunft, wo es wieder ans Fahrzeug, Gewehr und Schuheputzen ging. Nach dem Essen machten wir uns für die Abreise am Freitag bereit. Was wir schon konnten packten wir ein.

Am Freitag gings bereits um 5:30 auf. Frühstück (wenn man dem so sagen kann; ein Brötchen und ein Joghurt), Fahrezuge holen, alles Verladen, F-Säcke, Rollis usw. und dann an den AV um 7:00. Dann ging es für unsere Klasse auch schon zurück nach Bülach. Zuerst noch nach Sarnen an die Tankstelle und dann direkt zurück. In Bülach durften wir zuerst mal das ganze Material putzen und abgeben. Also die Boote die Scheiben, Pflöcke usw. Vor dem Mittag konnten wir noch einen WPD der Fahrzeuge machen. Und dann endlich mal was anständiges essen. Hamburger :).
Nach dem Mittagessen mussten wie Fahrer unter aufsicht des V+T Of's die Fahrzeuge nochmals putzen, da er mit unserer Arbeit nicht ganz zufrieden war. Es hatte noch Dreck am Spritzschutz der Räder. Ja aber hallo? Warum muss den das sauber sein? Will die Armee die Duros verkaufen? Oder haben wie vieleicht zu wenig zu tun? Ich glaube kaum. Nach dem wir die Duros auf Hochglanz poliert hatten und sie jetzt auf die nöchste Fahrt in den Schlamm waren mussten wir noch schnell die Zimmerordnung erstellen und völlig verschwitzt in den Ausgänger schlüpfen. Das ganze in ca 10 Minuten. Um 3:00 war dann auch schon HV und wir wurden ins Wochenende entlassen. Endlich. Nun aber schnell nach Hause unter die Dusche!

Woche 12 (Kurzverlegung Seltisberg)

Dank Pfingsten mussten wir erst am Montag um 23:15 einrücken. In dieser Woche war es so, dass ich der "Führer rechts" war. Das ist jede Woche eine andere Person und diese Woche erwischte es halt mich. Der "Führer rechts" ist dafür verantwortlich, dass die Klasse zur richtigen Zeit, mit der richtigen Ausrüstung am richtigen Ort ist. Als fast Klassenchef. Der "Führer rechts" muss auch immer den Bestand der Klasse kennen und beim AV, HV und beim Arbeitsbeginn die Klasse melden.

http://images.t-error.ch/blog/40/ferrari.jpgAm Dienstag war Tagwache wie so oft um 6:00. Beim AV musste ich schon zum ersten mal den Bestand melden. Im Gleichschritt ging es dann in den Theoriesaal. Man muss immer im Gleichschritt vom AV Platz abmarschieren, warum auch immer. Dort musste ich dann die Klasse melden. Darauf folgte eine Theorie über Führungsfehler. Wir schauten kurze Filme über Gruppenführer und mussten herausfinden, was die nicht gut gemacht hatten. Wie zum Beispiel Nachgibigkeit, keine Kontrolle usw. Darauf mussten wir kurze Vorträge über die Führungsstile (Laisser-Faire, Kooperativer, Autorativer) halten. Bevor wir dann endlich in den Mittag gehen konnten eruhren wir noch etwas über Informationen. Zum Bsp, dass es die Pflicht von jedem AdA ist Informationen an berechtigte weiterzugeben und sich selber zu Informieren.
Am Nachmittag gings mal wieder an die PC's. Fachdienst war angesagt. Zuerst gab es aber noch eine kurze Theorie über die Installierte Software, die Aufgaben des Sysadmins und einen kurzen Test. Dann ging es endlich an die Computer. Die Inbetriebnahme stand an. Das heisst wir mussten die Server und PC's einschalten. Die Server waren bereits installiert und funktionierten soweit. Die Adminstation mussten wir noch mit einem Image installieren. Keine Kunst. Später mussten wir einen kurzen Vortrag über DNS vorbereiten. Die zwei anderen Tems trugen über DHCP und ADS vor. Danach ging es schnell ans Duschen, umziehen und Zimmerputzen. Ihr wisst ja was das bedeutet. Ausgang! Auf dem Rückweg vom Restaurant sahen wir dann noch den neusten Prototypen von Ferrari (siehe Bild).

http://images.t-error.ch/blog/40/bett.jpgNachdem wir am Mittwoch morgen, nach dem AV auch den "Riga"-Raum gefunden hatten ging es dort los einer Theorie über ein Sicherheitsprogramm der Armee. Wir lernten, wie man Daten damit Ver- bzw. Entschlüsseln kann. Das war noch eine lustige und interessant Sache. Danach lernten wir die Endgeräte vom IMFS kennen. Die Telefone haben wir nur kurz angesehen. Der wichtigste Teil war der Fax 95. Zuerst mussten wir in zusammensetzen und dann noch korrekt programmieren. Zum Schluss gab es noch kurze Vorträge über die SiVo's, Daten und die Fehleranalysen.
Nach dem Mittag stand mal wieder FUM an. Das Thema waren die verschiedenen Persönlichkeitstypen. Und wir mahcten alles nach dem DISG Schema. Nachdem jeder wusste, was für ein Typ er isthatten wir eine Befehlsausgabe für die Verschiebung nach Liestal. (Es stand eine Kurzverlegung an). Meine Aufgabe als "Führer rechts" war es, dafür zu sorgen, dass um 17:45 alles Material, die Munition, alles Gepäck und die Leute in zwei Duros verstaut waren. Das ganze Material zählen und verladen brauchte aber doch sehr viel Zeit, so dass es sehr knapp wurde, aber es reichte. Dann fuhren wir auch schon ab, richtung Liestal. 1:30 Stunden später waren wir dann auch schon am Ziel, wo es schnell ans ausladen der Packungen und beziehen der Zimmer ging. Für uns Fahrer ging es aber vor dem Zimmerbezug aber noch nach Seltisberg. Der Grund ist der folgende: Wenn EUHG's geworfen werden muss entweder ein Arzt auf Platz sein, oder es muss immer ein Fahrer bereit sein, der den Weg zum nächsten Spital kennt. Nachdem wir beim Schiessplatz die ganze Munition und das Material versorg und eingeschlossen hatten, ging es auf dem schnellsten Weg zum Spital in Liestal und alle Fahrer versuchten sich den Weg zu merken. Dann aber konnten auch wir unsere Zimmer beziehen und es ging dann endlich ans Abendessen. Vor dem ABV um 22:30 durften wir noch in dem Restaurant in der Kaserne ein Bierchen trinken. Um 22:30 waren so etwas ähnliches wie ABV. Wir wurden informiert wie es am nächsten Tag so vor sich gehen sollte.

Um 6:00 mussten wir am Donnerstag aufstehen, dann gab es ein Frühstück und um 7:00 fuhren wir mit zwei Duros zum Schiessplatz in Seltisberg. Dort gab es erstmal eine Besichtigung des Schiessplatztes mit den Duros. Danach ging es schonmal ans eingemachte. EUHG werfen. Alle die nicht gerade eine HG am werfen waren, mussten in einen Unterstan. Dann ging einer nach dem anderen zu unserem Klassenchef und warf dort eine EUHG aus einer Deckung. Es gabe eine schöne Explosion und auch der Knall war nicht schlecht :) Nachdem jeder seine EUHG los war folgte eine Demo mit einer HG 85, also mit Splittern. Die HG wurde mit einem Zeitzünder gesprengt und die Ziele waren Tafeln in 3, 5 und 10 Metern entfernung. Nach der Explosion waren die Tafeln schön verlöchert, allerdings nicht ganz so wie eine schweizer Käse. Darauf wurde unsere Klasse in drei Detachemente aufgeteilt. Ik's und Sekretäre waren Det 3. Für uns ging es zuerst ans Überschiessen, das heisst zuerst mal rauf auf den Hügel. Dort wurden Ik's und Sekretäre nochmals unterteilt. Wir vier Ik's mussten zuerst in BG4 das Überschiessen machen, also zuerst mal das ganze Zeugs anziehen. Wenn man aber den Pamir, SchuMa und die Kaputze anhat, bringt man den Helm fast nicht mehr drüber. Aber mit Gewalt geht ja alles. ;) Im ICS war es dann aber etwa so warm wie in der Sahara und wir durten damit Stellungsbezüge und andere "lustige" Dinge machen. Schlussendlich war alles verschwitzt. Aber dann gings es endlich ans Mittagessen. Mal wieder aus der Gamelle.
Nach dem Mittag machten wir etwas ähnliches wie am Morgen, allerdings ohne ICS. Dabei durften wir zum ersten mal mit LSP schiessen. Sogar am Tag sieht das noch lustig aus. Nachdem jeder fast 100 Schuss durchgelassen hatte, ging es weiter in die KD-Box. Da die Gruppe, die momentan am EUHG werfen war aber keinen Fahrer hatte, übernahm ich die Aufgabe des SAN-Fahrers. Also ca. drei Stunden beim Duro sitzen und warten. Aber bei dem Wetter machte das nichts. Ich wurde sogar noch braun, nun ja.. eher rot :). NAchdem meine Ablösung kam, konnte ich auch noch kurz in die KD-Box und 20 Schuss durchlassen. Darauf folgte eine Befehlsausgabe für die Gruppenchefen da noch ein Marsch in die Kaserne anstand. Dann gings es auch noch los. Zuerst noch die Feldflasche füllen und dann zuerst den Hügel rauf und schlussendlich noch von Seltisberg runter nach Liestal. Nach ca. 45 Minuten hatten wir die 5 Km auch geschaft und machten uns ans Putzen. Stgw, Schuma, Schuhe usw musste gereinigt werden. Das Gewehr war diesmal sehr mühsam, da wir doch recht viel damit geschossen hatten. Wie Fahrer mussten dann noch die Duros putzen und um 20:00 gabs dann endlich was zu Essen. Vor dem ABV durften wir nochmals ins Restaurant und dann mal unter die Dusche und ins Bett.

http://images.t-error.ch/blog/40/stgw.jpgAm Freitag war Tagwach um 5:30. Nun ja... zumindest offiziell. Um 5:50 standen wir mal auf, sogar unser Chef war noch am schlafen. Also kollektives verschlafen. Dann aber die Betten abziehen, Zimmer putzen, alles packen und ans Frühstück. Nach dem Frühstück mussten wir das ganze Gepäck auf die Duros laden und dann gings zum letzten mal auf den Schiessplatz. Dort stand der letzte Posten an. HG LN2. Das heisst immer zwei Rennen in eine Deckung und schiessen. Dann wirft einer eine HG während der andere ihn deckt und dann gehts auch schon weiter in die nächste Deckung. Das war ein riesen Spass. Herumballern und HG's werfen. Beim letzten Durchgang mussten wir unsere drei Magazine füllen, also 60 Schuss und zwei EUHG's fassen. Nach ca. fünf Minuten war ich ausgeschossen und die HG's waren explodiert. Die Kanone war nur noch am rauchen :D. Zum Schluss folgte die Übung "Wildsau". Wir erhielten 30 Schuss und eine EUHG. Dann wurden zweier Teams ausgelost. In diesen Teams gings zuerst nochmals an die LN2, also wieder HG werfen. Dann eine kurze Verschiebung auf den Hügel zum Überschiessen. Wir mussten zu zweit 12 Ziele Treffen. Und zum Abschluss mussten wir nochmals BG4 erstellen, ca 200 Meter zum Esssall laufen und dort den Wochetest im ICS machen. Danach endlich wieder den ICS abziehen. Vor dem Mittagessen mussten wir noch alle Schiessplätze hülselen und konnten wir unsere wohlverdienten Sandwiches essen.
Bevor wir nach Bülach zurück konnten hatten wir noch wie üblich das Wochenfeedback und mussten das Material in die Duros laden. Dann ging es endlich zurück nach Bülach, wo wieder mal PD/ID anstand. Wie am Donnerstag schon mussten wir die Flinte, Schuhe, SchuMa usw. putzen. Auch die Duros waren dran. Anstatt uns was zu Essen zu geben, wurden wir noch auf einen "14Km" Lauf geschickt. Wobei ich sagen muss, dass 14.8 Km bei mir unter 15 Km Lauf gehen, aber das ist ja ein Detail. Bei diesem Lauf mussten wir von der Kaserne Bülach zum Radio Village vor der Kaserne Kloten Laufen. Das meistene am Flughafen entlang. Nun ja.. ich war auch nicht mehr allzu fit, nach dem Morgen und dieser Lauf nahm mir noch das letzte bisschen Energie. Aber nach 1:40 Stunde war ich mit diesem Lauf fertig und konnte endlich was essen. Da noch ein Fussballspiel war, wurde ABV auf 23:00 verschoben, aber viele waren um 22:00 schon am schlafen.

Dann war endlich mal Samstag. 5:45 auf, Frühstück und um 7:00. Für die Fahrer gab es noch Nacharbeit, da die Fahrzeuge anscheinend nicht in eine perfekten zustand waren. Mich betraf dies ausnahmsweise mal nicht, da ich ein Urlaubsgesuch wegen dem Tag der offenen Tür im Geschäft hatte. Also endlich nach Hause.

Kurzverlegung Seltisberg

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Von heute bis am Freitag Mittag ist unsere Klasse in einer Kurzverlegung in Seltisberg. Wir übernachten in der Kaserne in Liestal. Die Kaserne ist sehr modern und gefällt mir einiges besser als die in Bülach. Von aussen könnte man meinen, es seien alles Wohnungen. Morgen gehts dann ans Schiessen und HG werfen.

Woche 9

Kleiner Wochenüberblick:
  • Fassmannschaft
  • Leitungsbau
  • 15 Km Marsch mit Biwak
  • Feldschiessen
  • Duro Ausbildung

Am Sonntag mussten wir erst um 0:15 (also eigentlich erst am Montag) einrücken. Die Verbindung von Neftenbach nach Bülach ist aber nicht allzu toll. Ich war gut eine Stunde zu früh dort. Nun ja. Immerhin genug Zeit um alles auszupacken. Danach war auch nicht mehr viel los. ABV und LiLö um 0:30.

Am Montag musste ich schon um 5:40 aufstehen, da ich diese Woche in die Fassmannschaft eingeteilt wurde. Um 6:00 musste ich frühstücken und danach bis 7:05 Teller, Becher, Schalen usw. abwaschen. Ein Spass für die ganze Familie ;) Vor dem AV um 7:15 musste ich noch ins Tenue Sport wechseln. Nach dem AV gings auch gleich weiter mit Sport. Zuerst Spielten wir ne Runde Volleyball und danach um uns an die gute alte Schulzeit zu erinneren ein wenig Völkerball :). Nach dem Duschen stand MilFo auf dem Plan. Das heisst Besammlungsübungen. Immer ein Gruppenführer musste seite Gruppe auf Einglied oder eine Zwoerkollonne sammeln. Eigentlich auch nicht so eine Kunst. Damit wir mal wieder ein wenig am Gewehr rumspielen konnten durften wir mal wieder über eine Drillpiste. Zuerst 10 mal PSK, dann 10 mal das Magazin wechseln, 5 unverzügliche Reaktionen und dann noch ein entladen. Und das ganze einfach etwa 10 mal. Extrem motivierend. Ich musste mich wegen der Fassmannschaft um 11:40 wieder bei der Essensausgabe melden. Wieder derselbe Ablauf. Die Arbeit dort ist ja nicht so schlimm, das Problem ist einfach, dass man keine Zeit über den Mittag hat.
Nun ja. Etwas spannender gings am Nachmittag weiter. Fachdienst mit dem Thema Leitungsbau. Es war nicht allzu anspruchsvoll, aber doch noch lustig so kleine Leitungen über eine Wiese zu ziehen. Zum Glück bei schönem Wetter. Wir lernten die verschiedenen Sicherungs-/Stüzpunkte im Tief und Hochbau kennen und auch wie man eine Leitung testet. Zum Beipiel mit dem Feldtelefon 50. (Ja, 50 ist der Jahrgang, aber nicht 1850 :) ) Alles topmodernes Material :D Danach musste ich mich auch schon wieder in der Fassmannschaft melden.
Nach dem Abendessen gings schon an das HV. Ausgang bis 22:00. Nun ja. Nicht allzuviel, aber man will sich ja nicht beklagen :). Danach gings auch schon zum ABV und um 22:30 war wie immer LiLö.

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/24/biwak.jpg Auch am Dienstag musste ich wieder in die Fassmannschaft (in Bülach dauert die Einteilung immer eine Woche). Nach dem AV gings los mit FUM. Das Thema war Führen. Was bedeutet Führen usw. Mit dem Fahrrad gings dann aber auch schon los zum 300M Schiessstand Bülach. Dort wurde uns nochmals ganz genau erkläht wie man das Visier des Stgw richtig einstellt und wie man richtig in einen Schiessstand geht. Verschluss offen usw. Das ist extrem mühsam, da wir alles in Kloten schon mehrmals hatten und es auch nicht schwierig ist. Und wenn man für so etwas eine halbe Stunde verschwendet ist das einfach nur mühsam. Als wir die lästige Theorie endlich hinter uns hatten, konnten wir fürs Feldschiessen üben. Zuerst 9 Probeschüsse und dann das Feldschiessen mal durchschiessen, ohne dass es zählt. Als wir damit fertig waren gings auch schon wieder zurück in die Kaserne. Nun wurde das Stgw geputzt und dann gabs was zu Essen.
Um 13:30 mussten wir Gruppenweise einstehen. Ein 15 KM Marsch mit anschliessendem Biwak war angesagt. Das Wetter war nicht gerade toll, es regnete mal wieder. Im Regenschutz war es aber recht war, da wurden wir lieber von aussen nass. Ein Problem war noch, dass wir selber Kartenlesen mussten. Schlussendlich gab es doch etwas mehr als 15 KM. Schätzungsweise 18. Aber ja, auch nicht so schlimm. Als wir dann mal im Ziel (Schüliberg, Nördlich von Niederweningen) ankamen, gings schon ans aufbauen des Biwaks. Da wir relativ wenig Leute waren, mussten wir das Biwak mit den Sekretären aufstellen. Für alle war es das erste mal, aber im Militär gibts ja für alles ein Reglement. Wir mussten fünf Zelte aufstellen. Nun ja, halt einfach zwei Plachen zusammen geben ein Zelt. Dann mussten wir noch ein ca 50 cm tiefes Loch für das Feuer graben. Danach mussten wir ja auch noch was zu Essen haben. Nachdem wir dann mal endlich ein Feuer hingekriegt hatten, setzten wir Wasser für die Teiwaren auf und fingen mal mit dem Braten des Hackfleisches an. Dazu gabs noch eine Tomatensauce, welche auch nicht allzu lecker war. Schlussendlich, nach langem Kämpfen, waren die Teigwaren und das Hackfleisch essbar. (nicht gut, aber essbar :) ) Nun ja, dann war ja auch schon bald mal 22:00 Uhr und LiLö war angesagt, also einfach Nachtruhe. Zudem wurde noch eine Wache bestummen. Jemand musste immer eine Stunde Wache haben, dann wurde gewechselt. Ich hatte das Glück, dass ich nicht auf der Liste war, aber wirklich gut schlafen konnte ich auch nicht.

http://images.t-error.ch/blog/24/abzeichen.jpg Um 03:45 ging es am Mittwoch los. Noch im Dunkeln versuchten wir uns so schnell wie möglich uns anzuziehen, die Zelte abzubauen, zu verstauen und halt zu verräumen, was es zu verräumen gab. Um ca. fünf Uhr fuhren wir dann mit unseren Fahrrädern los. Schlafsack und Gewehr vorne auf dem Gepäckträger und auf dem Rücken den Rucksack. Auf dem Rückweg hatte es immerhin keine grossen Steigungen, aber man merke doch, dass einige nicht mehr allzu fit waren. Nach ca. 1:45 Stunden war wir auch in Bülach angekommen, wo wir die Fahrräder, Schuhe, GT, Rucksack und was halt sonst noch schmutzig war, reinigen mussten. Um 7:20 war natürlich AV. Zuerst gab es einen ZS, weil niemand in der Fassmannschaft war. Ja toll, wenn wir erst um 6:45 ankommen, geh ich sicher noch in die Fassmannschaft. Wir hatten ja kaum Zeit um etwas zu Essen. Der Kadi lehnte unser Antrag zum Duschen natürlich ab. Ich meine, wer duscht denn schon? Zum Glück durften wir danach vom Klassenlehrer aus noch schnell unter die Dusche stehen. Ich fühlte mich fast wie neu geboren :). Der Rest des morgens bestand nur aus FUM. Die Themen waren Rollen in einer Gruppen, Selbstkenntnis mal wieder und Steigerung der Lerneffizienz. Danach gings endlich zum Mittagessen. Und natürlich zur Fassmannschaft.
Nach dem Mittagessen stand nochmals FUM an, etwa mit demselben Thema wie am Morgen. Nun gings endlich ans Feldschiessen. Mit dem Fahrrad fuhren wir zuerst zum Schiessstand. Dort mussten wir dann gleich mal eine Stunde sinnlos warten, da noch andere am Schiessen waren. How ever, irgendwann gings dann auch noch in den Stand. Dort mussten wir 18 Schüsse abgeben, ohne Probeschüssen. Ich erreichte 59 Punkte und ab 57 gibt es einen Kranz. Höhö. Als wir dann mal fertig waren fuhren wir wieder zurück nach Bülach, wir das Stgw Putzen mussten. Das Problem war, das wir erst um ca 17:45 ankamen und um 18:15 wäre HV, da wir ausgang hatten. Schlussendlich wurde der HV auf 19:00 verschoben, was wir dann auch so knapp schafften. Ein Problem war noch, dass die Sekretäre in der AGA noch kein Gewehr hatten, aber eine Pistole. Sie mussten also die Pistole und das Gewehr putzen. Und beim putzen des Stgw waren sie ja noch nicht so erfahren. Aber ja, nach fleissigem mithelfen schafften wir das auch noch. Nach dem HV gingen wir erstmal was richtiges Essen. Und vor dem ABV musste ich nocht meine Gamelle putzen, welche immer noch schmutzig war vom Kochen am Dienstag abend. Um 23:15 war dann ABV. Einige Leute hatten wohl etwas zu viel getrunken, denn einer kaum auf die Idee sich während dem ABV unter das Bett zu legen und es hochzustemmen. Es kam wie es musste, das Bett viel im voll auf die Nase. Wie hörten seine Zimmerkameraden wärend dem ABV plötzlich schreien. Nun ja, dank dem Alkohol tat es ihm überhaupt nicht weh, aber ich denke am Donnerstag morgen umso mehr.
Um 23:30 war dann LiLö und all schliefen friedlich in den "bequemen" Betten.

Da wir am Donnerstag mal wieder Fahrerausbildung hatten, musste ich nicht in die Fassmannschaft, das heisst "erst" um 6:00 aufstehen. Um 7:10 wurden wir dann mit einem Lastwagen nach Kloten gefahren. Dort ging es mal wieder um die Fahrerausbildung. Diesmal allerdings nicht mit dem Puch, sondert um den DURO. Zuerst gabs mal eine kurze Theorie über die Kategorie C1, die man benötigt um den Duro zu fahren, denn der Duro ist schwerer als 3.5 Tonnen. Nach lernten wir kurz das Armaturenbrett des Duro kennen, eigentlich nichts besonderes. Und dann gings auch schon ans Fahrzeug fassen. Halt wieder kontrollieren, ob noch alles ganz ist und ob nichts fehlt. Weiter ging es dann mit dem Mittagessen. Mal wieder in Kloten, wo wir einige bekannte Gesichter sahen.
Den ganzen Nachmittag gabs dann Theorie mit den Themen Schilder, Nachtfahreverbot, Arbeits & Ruhezeitverordnung und auch dien Mase des Duro. Und da merke man schon, dass wie noch nicht genug Schlaf hatten. Man musste echt kämpfen, dass die Augen offen blieben. Eine wilkommene Abwechslung war dann mal das Abendessen. Nach dem Abendessen kam dann das schlimmste. Selbststudium. Ich meine, in dem Zustand, in dem ich dort war, kam nun wirklich nichts mehr in meinen Kompf, aber wir mussten zwei Stunden in diesem Raum sitzen. Mühsam...
Um 21:00 konnten wir dann endlich zurück. Wir hatten drei Sprinter zur Verfügung und konnten selbstständig Verschieben. Zurück in Bülach gings schnell unter die Dusche, ABV und dann endlich wieder Pennen.

http://images.t-error.ch/blog/24/duros.jpg Der Freitag war der Tag, auf den sich die meisten Fahrer am meisten freuten. Die Kollektivfahrschule stand an. Nach dem Frühstück ging es wieder nach Kloten. Dort gab es zuerst die Befehlsausgabe und dann ging es auch schon los. Schnell noch die Anhänger ankuppeln und dann zum ersten mal mit dem Duro fahren. Zuerst gings es in den Hohlberg, wo es eine kleine Strecke gibt um den Duro einwenig kennenzulernen. Man sitzt extrem weit vorne und mit Anhänger ist der Duro doch sehr lange. Kurvenschneiden ist nicht empfehlenswert. Einer Runde auf der Teststrecke gab es einen Fahrerwechsel. Danach mussten wir die Runde nochmals drehen und dann gings los auf die Strasse.
Zuerst nach Illnau, Rikon, Turbentahl, Aadorf, Matzingen und nach Sirnach. In Sirnach gabs eine kurze Pause und einen Fahrerwechsel, bevor es weiter nach Wil, Waldstatt, Urnäsch und dann auf die Schwägalp ging. Der Duro ist eigentlich erstaunlich angenehm zu fahren. Im vergleich zum Puch hat er genügend Leistung und auch die Motorenbremse ist extrem praktisch. Ist ist halt ein bisschen ungewohnt, dass man so weit vorne sitzt und auf der Autobahn schwankt das ganze schon einwenig.
In der Schwägalp mussten wir zum üben die Schneeketten montieren und einen Radwechsel machen. Dann gab es auch schon das Mittagessen aus der Gamelle.
Weiter ging es über Neu St. Johann, Bütschwil, Mosnang in die Hulftegg. Dort wechselte nochmals der Fahrer und wir fuhren über Steg, Gibswil, Hittnau, Pfäffikon, Uster zurück nach Kloten. Dort mussten wir noch volltanken, Anhänger abkuppeln, das Auto reinigen und den Ölstand usw. kontrollieren. Nun gings ausch schon zum Abendessen und danach gingen wir noch unsere Kollegen auf dem VAKD besuchen. Zum Abschluss mussten wir noch eine Theorie über Ladung/Mitfahrende, Fahrzeugtechnik und Anhänger miterleben und dann durften wir schon wieder mit drei Sprinteren nach Bülach zurück. Dort noch Duschen, Packen und nach dem ABV schlafen gehen.

Für mich ging es am Samstag schon um 5:10 los, da ich wieder in die Fassmannschaft musste. So ca zehn Minuten vor sechs kam dann mal jemand von der Küchenmannschaft und wir konnten dann auch noch was essen, bevor wir im Ausgänger abwaschen mussten. Militär live. Um 7:00 war dann endlich HV und wir bekamen noch unseren Sold. 130 Fr. für 14 Tag. Nicht schlecht. Zusätzlich kommt ja noch der Erwerbsersatz. So um 15 nach 7 konnten wir dann endlich nach Hause.

Woche 7

http://images.t-error.ch/blog/20/image.jpgDa der erste Mai im Kanton Zürich ein offizieller Feiertag ist, mussten wir nicht wie gewöhnlich am Sonntag sondern erst am Montag einrücken. Allerdings schon um 22:00. Danach gingst schon ab ins Bett.

Am Dienstag war kein Frühsport angesagt, dafür aber Materialkontrolle. Das heisst, wir durften das ganze Material auf dem Bett ausbreiten und glaubt mir, das ist jede Menge. Als wir damit endlich fertig waren, kam unserem Kadi in den Sinn, dass ja eigentlich eine Fahrerausbildung wäre. Nun ja.. wir konnten das Zeugs auf dem Bett liegen lassen, GT, Rucksack und Stgw packen und dann gings ab zur Ausbildung.
Zuerst gabs für unsere Gruppe eine Theorie über Gefahrengut. Es ging vor allem darum, was man zusammen Laden darf und wievielt davon. Das ist wirklich eine Wissenschaft für sich. Denn wenn man berechnen will, wie viel Munition man mit wie viel Treibstoff man laden darf und ob man auch noch Personen oder Essen dazu laden darf, wird das langsam kompliziert. Als das überstanden war gings noch kurz zu einer Theorie über das korrekte Beladen und sichern eines Fahrzeuges. Nun stand auch schon das Mittagessen an.
Danach gings weiter mit Manövrieren. Wieder dasselbe wie in Woche 5, allerdings mit einer Prüfung über das Manövrieren mit dem Anhänger. So gerade bin ich noch nie Rückwärts gefahren :) Prüfung bestanden. Aber ich kenne niemand, der sie nicht bestanden hat.
Nach dem Abendessen durften wir noch einen Reifenwechsel machen. Nicht wirklich anspruchsvoll, aber noch lustig. Eigentlich hatten wir danach noch ca 1,5 Stunden Ausgang. Allerdings war niemand da, der den Schlüssel für die Waffenkammer hatte und mit der Waffe durften wir ja auch nicht in den Ausgang. Toll... um 22:00 sollte ja ABV sein aber es war immer noch niemand hier. Nach einer Viertelstunde kam dann mal der Feldianwärter und wir konnten die Waffen versorgen und schlafen gehen. Super Organisation! ;)

Der Mittwoch wahr wohl einer der schönsten Tage. Kollektivfahschule stand mal wieder an. Allerdings gabs zuerst noch eine Theorie über das Überbrücken und Abschleppen (von Fahrzeugen, versteht sich). Nach einer kurzen Einsatzbesprechung gings auch schon los. Wie immer gab es Zweier-Teams. Unser Team hatte einen Komandopuch, welcher wirklich voll geladen war. Ich meine die Puchs sind sonst schon Lahm, aber voll geladen kommt man damit wirklich nirgends hin. Nun ja.. zuerst durfte ich Fahren. Es ging nach Embrach, Pfungen, Dättnau, Kempttal und in die Kyburg. Also durch eine Gegend, die ich wirklich gut kenne. Entspannend für den Beifahrer, da er fast nie auf die Karte sehen musste. Allerdings wahr es nicht wirklich angenehm, als wir mit ca 40Km/h in die Kyburg rauftuckerten und das auf einer 80er Strecke. Aber auch das schafften wir. In der Kyburg war wieder Fahrerwechsel und dann gings weiter über Kolbrunn, Schlatt, Girenbad, Turbental, Eschlikon und schlussendlich nach Sirnach, wo es wieder einen Fahrerwechsel gab. Ich durfte dann gleich bis Wil auf die Autobahn. Höchstgeschwindigkeit eines Puch's mit Anhänger ist 80. Da wird man sogar von Lastwagen überholt :). Weiter gings dann durch Kirchberg auf die Hulftegg. Auch wieder mit max 40.
Dort gabs dann was zu essen aus der Gamelle und wir durften sogar ins Restaurant.
Dort oben gabs noch ein letztes mal einen Fahrerwechsel und dann gings schon Richtung Kloten. Zuerst runter ins Tösstal und dann über Bauma, Saland, Pfäffikon, Uster, Brütisellen nach Kloten. Fünf von unserer Gruppe mussten das Wettschiessen noch nachholen, also fuhren wir noch zum Schiessstand. Dort gab es dann das Vor- und das Wettschiessen. Ich erreichte nur 65pt. Zwar erfüllt aber kein Abzeichen. Tja, ich werds überleben :) Danach gings schnell zurück. In der Kaserne mussten wir noch einige Blätter im Eiltempo ausfüllen und nun war auch für uns Fahrer der FAK-Ausgang angesagt.
Die Anwärter, darunter auch ich, hatten allerdings noch die letzten Gespräche, in denen Entschieden wurde, ob man weitermachen muss oder nicht. Die Verantwortlich waren der Meinung, dass ich ein guter Unteroffizier sei. Nun ja, jeder Widerstand war zwecklos, unterschrieben wurde das Blatt von ihnen. So ein Drecksverein. Jetzt habe ich noch 14 Wochen mehr, das heisst, bis zum 1. Dezember. Dann ist der Sommer aber auch wirklich vorbei.
Weiter gings mit dem grossen Ausgang. Nun ja, wirklich geniessen konnte ich ihn ja auch nicht.

Der letzte Teil der Fahrerausbildung stand am Donnerstag morgen an. Geländefahren! Eine lustige Sache, auch wenn wir nicht Vollgas über die Strecke heizen durften. Allerdings war das erste mal 4x4 und die Diffsperre nötig, um den Kurs zu Fahren (siehe Bild). Einmal mussten wir den Kurs noch mit der SchuMa fahren, was aber fast gleich gut funktionierte. Später gabs noch eine Theorie über Lampen und Sicherungen. Nicht wirklich spannend.
Am Nachmittag hatten wir noch Zeit um uns ein wenig für die morgige Inspektion vorzubereiten. Das heisst Stgw, GT, Schuhe, Rucksack usw. putzen.
Danach noch die Puchs unserer Kompanie Reinigen und Warten. Tanken, Öl-, Kühlwasser- und Scheibenwaschmittelstand prüfen usw.
Am Abend gings es ab zur Mörsburg, wo die Beförderungsfeier stattfand. Das heisst alle Anwärter, darunter auch ich, wurden zum Soldaten befördert. Später gab es noch etwas zu essen und wir durften sogar ein Bier trinken! ;)

Am Freitag war mal wieder eine Inspektion angesagt. Das heisst am Morgen mal wieder ca. 3 Stunden in Reih und Glied stehen. Da geht man fast drauf. Weiter gings mit ABC. Zuerst ein kleiner Theorietest und danach was Praktisches. Sich selber in 10 und dem Kameraden in 30 Sekunden die SchuMa anziehen. Ein Spass für die ganze Familie ;) Und schon durften wir zum nächsten Posten stressen. Dort war das Manipulieren an der Waffe gefragt. Sofortige-, und Zusätzliche Reaktion (für alle, die was damit anfangen können :) ) und das Aufsetzten des Bajonetts. Schlussendlich noch Zugschule und das hatten wir seit der letzten Inspektion auch nicht mehr gemacht. Aber es funktionierte verhältnissmässig gut. Dann war die Inspektion auch schon vorüber.
Für die Anwärter ging es nun los mit dem Abgeben des nicht persönlichen Materials. Einige Dinge mussten wir einzeln abgeben, andere in den Kampfrucksack packen und dann so abgeben. Es gab doch noch recht viel, das man in den Rucksack packen musste, aber mit Gewalt geht alles :D Als wir das Material eingepackt hatten, gings ans packen des persönlichen Materials. Und auch davon haben wir jede Menge. Nur schon 5 paar Schuhe, einen Helm, das GT usw... Zwischen dem Packen hatten wir noch Zeit für das Mittagessen und es gab wie fast jeden Freitag Fisch. (Ich hasse Fische, also zum essen)
Als wir dann mal alles in die grosse Tasche, den F-Sack und den kleinen Rucksack gepackt hatten gings weiter mit der Rangverkündigung der Inspektion und auch des besten Zuges der AGA.
Bei der Inspektion lagen wir mit dem Zug eins gleichauf auf dem ersten Platz. Die Inspektion war allerdings auf unsere Kompanie beschränkt. Bei der Rangliste als bester AGA Zug, welche für die ganze Schule gültig ist, lagen wir auf Platz zwei und Zug eins von unserer Kompanie auf Platz drei. Für uns bedeutete das, dass wir wieder früher nach Hause durften und zwar um drei Uhr. So gings schnell ans Stgw holen und für den AV bereit machen. Und schon waren wir wieder entlassen. Die Nicht-Anwärter müssen am Sonntag wieder um 23:45 einrücken.
Für uns Anwärter siehts nun so aus: Am Montag um 14:00 in Bülach einrücken und dann sind wir 14 Wochen dort. Danach kann man einen Unterbruch von maximal drei Jahren machen. Ich werde dann aber nach einer Woche wieder nach Kloten zurückgehen, dort die FGA machen und dann in Liestahl die VBA. Wenn das dann alles endlich vorbei ist, ist auch schon Dezember, aber ich habe es endlich geschafft. Nur noch einige WK's. Aber es ist doch noch eine lange Zeit bis dann.

Woche 6

http://images.t-error.ch/blog/18/image.jpgEin kleiner Wochenüberblick:
  • Wettschiessen
  • VAKD
  • WAT
  • Übung Quattro
  • ABC/Nachtschiessen
  • AFUCO Test
Am Sonntag mussten wir wie immer um 23:45 einrücken; Nachtruhe war um 0:00. Von daher noch nichts besonderes. Allerdings wussten wir, dass die bevorstehende Woche, vor allem für die Fahrer, nicht ganz so angenehm wurde wie die letzte.

Am Montag gings auch gleich mit Frühsport los. Das heisst um 5:00 aufstehen und ca. 5 KM Joggen. Und genau die Route, die wir letzte Woche mit dem Sprinter gefahren sind. Allerdings wars mit dem Sprinter einiges angenehmer :) .Nach einer Dusche und dem Frühstück gab es für die Fahrer noch eine Theorie der MP von wegen Unfallverhütung usw. Zudem gab es noch eine "Werbung" für den VSMMV. Danach hatten wir 1,5 Stunden Pause. Klingt komisch, ist aber so!
Nach dem Mittagessen wurden wir mit einem Duro nach Bülach gefahren, da wir dort das Vorwettschiessen hatten. Das heisst, wir übten für das Wettschiessen. Geschossen wurde auf 300 Meter, die maximale Punktzahl ist 85. Ab 50 hat man erfüllt und ab 72 gibts das Schiessabzeichen. Bei ersten Durchgang erreichte ich gleich 72 und danach wurde ich immer schlechter. Aber es war ja auch erst ne Übung.
Nach dem Abendessen war Therie WAT angesagt. Uns wurde erklährt, was man bei einer bewaffneten Wache so alles beachten muss. Danach war der Tag auch schon wieder fertig und das Bett wartete.

Für mich war am Dienstag VAKD angesagt. Wir mussten um 6:15 bereitstehen. Also um 5:45 aufstehen, anziehen und noch schnell Frühstücken. Auf der Wache hatte ich bis 12:00 nichts zu tun, also erst mal wieder ins Bett :). Am Mittag gab dann was zu Essen und ich durfte danach für 2 Stunden in eine kleines Häuschen stehen und die Barrierern hoch und runterlassen. Das ist extremst spannend ;) Später gab es eine schöne Abwechslung, mit dem Fahrrad auf Patroullie, war richtig entspannend :D. Bis 21:00 war dann wieder das Bett angesagt. Danach wieder kurz ins Häuschen stehen, auf Petroullie gehen und Reserve im Wachthaus.
Das schlimmst war, dass an diesem Tag der grosse Ausgang war und wir diesen natürlich Verpassten :(

Am Mittwoch gings nach dem Frühstück an die WAT Praxis. Wir lernten, wie man eine Personen und Autokontrolle richtig durchführt. Das ist gar nicht so einfach, vor allem wenn die andere Person nicht macht, was man will. Dann kann darf ja nicht gleich drauflos Schiessen. Stubsen ist aber erlaubt (nur OHNE Bajonett ;) ) Weiter gings nach dem Mittagessen mit einer Theorie über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Übermittlung. Zur Gegenwart. Die Server in einem Kommandoposten haben zwei Pentium III Prozessoren mit 533 MHz und 512 MB Ram. Also das neuste ;) . Nach dieser extrem "Interessanten" Therie gab es noch eine Besprechung der bevorstehenden Übung Quattro und nach dem Abendessen Ausgang bis 22:00 angesagt. Auf jedenfall für alle, die keine drei Striche bei der Zimmerordnung hatten. Diese durften die Zimmer noch auf Hochglanz pollieren.

Ausnahmsweise mussten wir auf einer Übung erst um 6:00 Aufstehen. Dann gings friedlich zum Frühstück und AV . Am Morgen war für uns noch ABC angesagt. Das heisst C-Alarm üben ( SchuMa in 10 anziehen und so ) und den ICS korrekt ausziehen, wenn er vergiftet ist. Danach wurden wir in die Schnitzelhallte gefahren (ja tatsächlich, auch das solls geben) wo es herrliche Spagetti Cabonara gab (keine Ironie, es war echt herrlich!). Danach verschoben wir zum 30Meter Schiessplatz, wo mir im vollen C-Schutz schiessen mussten. Mit der SchuMa ist das echt mühsam, da der Filter immer im Weg ist. Aber wir haben auch so etwas getroffen ;) Auch die Ohrpropfen waren nicht allzu angehm, aber den Pamir über die Kaputze anziehen ist noch mühsamer. Als wir damit fertig waren, wurden wir wieder zur Kaserne zurückgefahren wo es Abendessen gab.
Um 17:30 gings dann los: Der 15KM Marsch stand an. Alle hatten sich das Stgw auf dem Rucksack montiert und waren Top motiviert ;) Das unangenehmste am Marsch war der Rucksack, welcher doch noch recht auf die Schultern drückte. Aber nach ca 2:30 Stunden war wir am Ziel angekommen, wieder der 30Meter Schiessplatz. Diesmal aber zum "Nachtschiessen", obwohl es noch recht hallt war für eine "Nacht". Nach 20 Schuss war für unsere Gruppe dann auch fertig, da unser Zugführer unbedingt in den Ausgan wollte :) . Zurück zur Kaserne gings dann in einem Lastwagen, wo wir alle zusammengequetscht auf der Ladebrücke sassen.
Auf das folgende freuten wir uns alle. PD/ID. Nun ja, eigentlich freute sich keiner. Geleitet wurde das ganze von einem Feldweibelanwärter, ein Welscher noch dazu. Die gesetzten Zeitlimiten waren nicht einzuhalten und dazu kam noch, dass er fand, dass wir unmotiviert sind. Das stimmte ja auch, aber nach 40 Liegestützen bin ich nicht motivierter. Nun ja, nachdem wir das Stgw, GT, ICS, SchuMa, Rucksack, Schuhe usw. geputzt hatten gings zum ABV um 0:00. Danach hatten wir noch 30 Minuten Zeit zum Duschen und umziehen.

Frisch wie wir waren, gings am Freitagmorgen mit Frühsport weiter. Wieder um 5:00 aufstehen und Joggen. Nach dem Frühstück gings raus ins Radiovillage wo wir wieder ein bisschen rumfunken konnten.
Danach, so ca um 10:00 gings an den ABC/San Test. Das heisst BG2 erstellen (ICS und Überstiefel anziehen). Beim ersten Posten wurde uns eine lustige Aufgabe gestellt. (nun ja, so lustig war sie auch wieder nicht). Bei unserem Team (also zwei Leute) war es die folgende:
Ein Flugzeug fliegt tief über Sie. Kurz Darauf merken Sie, dass sich Ihr KNP verfärbt. Handeln Sie
Das heisst, wir durfen in 10 Sekunden die SchuMa anziehen, danach die Kaputze vom ICS aufsetzten und den C-Alarm weitergeben. Nun wurden die Hände mit Entgiftungspulver entgiftet und die Handschuhe angezogen. Danach musten wir beim Kameraden die Kaputze richtig schliessen und den Helm anziehen. Schlussendlich sahen wir so aus wie auf dem Bild (das bin übrigens ich). Zum Spass druften wir uns noch einige Testspritzen setzen.
Der nächste Posten war auch ganz "lustig". Einen "Bewustlosen" ca 25 weit am Boden nach ziehen. Allerdings mit SchuMa usw. und man musste immer geduckt sein. Zeit dafür: 4Minuten. Ich schafte es nicht ganz, aber mit der SchuMa hat man auch nicht allzuviel Sauerstoff und vor allem hatte man in dem Anzug auch schön warm. Ich glaube so schnell wie dort hatte ich Helm und SchuMa noch nie abgezogen.
Bei den nächsten Posten ging es um Dinge wie Druckverband, Bewustlosenbehandlung und CPR.
Nach einem kurzen und freiwilligen PD/ID gings zum langersehnten Mittagessen. Danach nochmals Funken, allerdings mit einem kleineren Funkgerät. Weiter gings mit dem obligatorischen PD/ID. ICS, Stgw, GT, Schuhe usw. wieder reinigen. Vor dem Abendessen reichte es noch für einen Teil Stromberg. Unser Kompaniekommandant ist so Fan davon.
Nach dem Abendessen gab es noch eine theoretische Prüfung über ABC/San, danach die Dienstbesprechung und die obligate Kasernenreinigung. Der Feldianwärter war sogar zufrieden (vieleicht auch nur, weil der Kadi direkt neben ihm Stand :) ).
Nach dem Duschen gings schon wieder ins Bett.

Am Samstag mussten wir nochmals früh auf. 5:45 Tagwach, 6:00 Frühstück und um 7:00 Fahnenabzug und schon waren alle wieder auf dem Weg nach Hause. Und wenn sie noch nicht gestorben sind... ;)