Woche 6

http://images.t-error.ch/blog/18/image.jpgEin kleiner Wochenüberblick:
  • Wettschiessen
  • VAKD
  • WAT
  • Übung Quattro
  • ABC/Nachtschiessen
  • AFUCO Test
Am Sonntag mussten wir wie immer um 23:45 einrücken; Nachtruhe war um 0:00. Von daher noch nichts besonderes. Allerdings wussten wir, dass die bevorstehende Woche, vor allem für die Fahrer, nicht ganz so angenehm wurde wie die letzte.

Am Montag gings auch gleich mit Frühsport los. Das heisst um 5:00 aufstehen und ca. 5 KM Joggen. Und genau die Route, die wir letzte Woche mit dem Sprinter gefahren sind. Allerdings wars mit dem Sprinter einiges angenehmer :) .Nach einer Dusche und dem Frühstück gab es für die Fahrer noch eine Theorie der MP von wegen Unfallverhütung usw. Zudem gab es noch eine "Werbung" für den VSMMV. Danach hatten wir 1,5 Stunden Pause. Klingt komisch, ist aber so!
Nach dem Mittagessen wurden wir mit einem Duro nach Bülach gefahren, da wir dort das Vorwettschiessen hatten. Das heisst, wir übten für das Wettschiessen. Geschossen wurde auf 300 Meter, die maximale Punktzahl ist 85. Ab 50 hat man erfüllt und ab 72 gibts das Schiessabzeichen. Bei ersten Durchgang erreichte ich gleich 72 und danach wurde ich immer schlechter. Aber es war ja auch erst ne Übung.
Nach dem Abendessen war Therie WAT angesagt. Uns wurde erklährt, was man bei einer bewaffneten Wache so alles beachten muss. Danach war der Tag auch schon wieder fertig und das Bett wartete.

Für mich war am Dienstag VAKD angesagt. Wir mussten um 6:15 bereitstehen. Also um 5:45 aufstehen, anziehen und noch schnell Frühstücken. Auf der Wache hatte ich bis 12:00 nichts zu tun, also erst mal wieder ins Bett :). Am Mittag gab dann was zu Essen und ich durfte danach für 2 Stunden in eine kleines Häuschen stehen und die Barrierern hoch und runterlassen. Das ist extremst spannend ;) Später gab es eine schöne Abwechslung, mit dem Fahrrad auf Patroullie, war richtig entspannend :D. Bis 21:00 war dann wieder das Bett angesagt. Danach wieder kurz ins Häuschen stehen, auf Petroullie gehen und Reserve im Wachthaus.
Das schlimmst war, dass an diesem Tag der grosse Ausgang war und wir diesen natürlich Verpassten :(

Am Mittwoch gings nach dem Frühstück an die WAT Praxis. Wir lernten, wie man eine Personen und Autokontrolle richtig durchführt. Das ist gar nicht so einfach, vor allem wenn die andere Person nicht macht, was man will. Dann kann darf ja nicht gleich drauflos Schiessen. Stubsen ist aber erlaubt (nur OHNE Bajonett ;) ) Weiter gings nach dem Mittagessen mit einer Theorie über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Übermittlung. Zur Gegenwart. Die Server in einem Kommandoposten haben zwei Pentium III Prozessoren mit 533 MHz und 512 MB Ram. Also das neuste ;) . Nach dieser extrem "Interessanten" Therie gab es noch eine Besprechung der bevorstehenden Übung Quattro und nach dem Abendessen Ausgang bis 22:00 angesagt. Auf jedenfall für alle, die keine drei Striche bei der Zimmerordnung hatten. Diese durften die Zimmer noch auf Hochglanz pollieren.

Ausnahmsweise mussten wir auf einer Übung erst um 6:00 Aufstehen. Dann gings friedlich zum Frühstück und AV . Am Morgen war für uns noch ABC angesagt. Das heisst C-Alarm üben ( SchuMa in 10 anziehen und so ) und den ICS korrekt ausziehen, wenn er vergiftet ist. Danach wurden wir in die Schnitzelhallte gefahren (ja tatsächlich, auch das solls geben) wo es herrliche Spagetti Cabonara gab (keine Ironie, es war echt herrlich!). Danach verschoben wir zum 30Meter Schiessplatz, wo mir im vollen C-Schutz schiessen mussten. Mit der SchuMa ist das echt mühsam, da der Filter immer im Weg ist. Aber wir haben auch so etwas getroffen ;) Auch die Ohrpropfen waren nicht allzu angehm, aber den Pamir über die Kaputze anziehen ist noch mühsamer. Als wir damit fertig waren, wurden wir wieder zur Kaserne zurückgefahren wo es Abendessen gab.
Um 17:30 gings dann los: Der 15KM Marsch stand an. Alle hatten sich das Stgw auf dem Rucksack montiert und waren Top motiviert ;) Das unangenehmste am Marsch war der Rucksack, welcher doch noch recht auf die Schultern drückte. Aber nach ca 2:30 Stunden war wir am Ziel angekommen, wieder der 30Meter Schiessplatz. Diesmal aber zum "Nachtschiessen", obwohl es noch recht hallt war für eine "Nacht". Nach 20 Schuss war für unsere Gruppe dann auch fertig, da unser Zugführer unbedingt in den Ausgan wollte :) . Zurück zur Kaserne gings dann in einem Lastwagen, wo wir alle zusammengequetscht auf der Ladebrücke sassen.
Auf das folgende freuten wir uns alle. PD/ID. Nun ja, eigentlich freute sich keiner. Geleitet wurde das ganze von einem Feldweibelanwärter, ein Welscher noch dazu. Die gesetzten Zeitlimiten waren nicht einzuhalten und dazu kam noch, dass er fand, dass wir unmotiviert sind. Das stimmte ja auch, aber nach 40 Liegestützen bin ich nicht motivierter. Nun ja, nachdem wir das Stgw, GT, ICS, SchuMa, Rucksack, Schuhe usw. geputzt hatten gings zum ABV um 0:00. Danach hatten wir noch 30 Minuten Zeit zum Duschen und umziehen.

Frisch wie wir waren, gings am Freitagmorgen mit Frühsport weiter. Wieder um 5:00 aufstehen und Joggen. Nach dem Frühstück gings raus ins Radiovillage wo wir wieder ein bisschen rumfunken konnten.
Danach, so ca um 10:00 gings an den ABC/San Test. Das heisst BG2 erstellen (ICS und Überstiefel anziehen). Beim ersten Posten wurde uns eine lustige Aufgabe gestellt. (nun ja, so lustig war sie auch wieder nicht). Bei unserem Team (also zwei Leute) war es die folgende:
Ein Flugzeug fliegt tief über Sie. Kurz Darauf merken Sie, dass sich Ihr KNP verfärbt. Handeln Sie
Das heisst, wir durfen in 10 Sekunden die SchuMa anziehen, danach die Kaputze vom ICS aufsetzten und den C-Alarm weitergeben. Nun wurden die Hände mit Entgiftungspulver entgiftet und die Handschuhe angezogen. Danach musten wir beim Kameraden die Kaputze richtig schliessen und den Helm anziehen. Schlussendlich sahen wir so aus wie auf dem Bild (das bin übrigens ich). Zum Spass druften wir uns noch einige Testspritzen setzen.
Der nächste Posten war auch ganz "lustig". Einen "Bewustlosen" ca 25 weit am Boden nach ziehen. Allerdings mit SchuMa usw. und man musste immer geduckt sein. Zeit dafür: 4Minuten. Ich schafte es nicht ganz, aber mit der SchuMa hat man auch nicht allzuviel Sauerstoff und vor allem hatte man in dem Anzug auch schön warm. Ich glaube so schnell wie dort hatte ich Helm und SchuMa noch nie abgezogen.
Bei den nächsten Posten ging es um Dinge wie Druckverband, Bewustlosenbehandlung und CPR.
Nach einem kurzen und freiwilligen PD/ID gings zum langersehnten Mittagessen. Danach nochmals Funken, allerdings mit einem kleineren Funkgerät. Weiter gings mit dem obligatorischen PD/ID. ICS, Stgw, GT, Schuhe usw. wieder reinigen. Vor dem Abendessen reichte es noch für einen Teil Stromberg. Unser Kompaniekommandant ist so Fan davon.
Nach dem Abendessen gab es noch eine theoretische Prüfung über ABC/San, danach die Dienstbesprechung und die obligate Kasernenreinigung. Der Feldianwärter war sogar zufrieden (vieleicht auch nur, weil der Kadi direkt neben ihm Stand :) ).
Nach dem Duschen gings schon wieder ins Bett.

Am Samstag mussten wir nochmals früh auf. 5:45 Tagwach, 6:00 Frühstück und um 7:00 Fahnenabzug und schon waren alle wieder auf dem Weg nach Hause. Und wenn sie noch nicht gestorben sind... ;)

Woche 3

http://images.t-error.ch/blog/8/image.jpgAngefangen hats wieder im Sonntag abend um 23:45.. ABV!!! Dann mal schnell Schlafen und am Montag morgen um 5:00 aufstehen. Angesagt war Frühsport, immerhin machten wir was lustiges; Fussball. Dann durften wir Duschen, Frühstücken und wieder in die Mehrzweckhalle und wieder Fussball spielen. :) . Dann wieder Duschen. Militärische Planung halt..
Ach ja..
der Unterschied zwischen der Schweizer Armee und der Mafia?.... Die Mafia ist organisiert..

Der restliche Tag war dann aber recht gemütlich. Theorien ohne Ende.

Am Dienstag war für mich Fassmannschaft angesagt. Das heisst eine halbe Stunde vor allen aufstehen und in der Küche mithelfen. Brot schneiden, Essensausgabe, Zwipf für die andere Kompanie bereitmachen usw.. Weiter gings dann mit der "Drillpiste" das heisst an der Waffe rumfummeln unter "erschwerten" bedingungen. Nähmlich auf der nassen Wiese liegend. Zudem durften wir das Stgw wieder tausend mal auseinander nehmen, aber es gab mal wieder was neues. Zum auseinander nehmen hatten wir 60 und zum zusammenbauen 90 Sekunden Zeit. Möglich ist es. Aber auch recht Stressig. Am Nachmittag gings dann zum Schiessstand. Ca 4 Km Marschieren. Das erste Mal 300 Meter schiessen und ich habe die Zielscheibe sogar getroffen. Einmal sogar 99 von 100 Punken; Anfängerglück :) Auf dem Rückweg kam unser Zugführer noch auf eine "super" Idee. Wir laufen nicht auf dem Weg zurück, sondern in einem kleinen Bach. Toll. Und danach noch durch eine kleine Röhre unter der Strasse durch. Auf dem restlichen weg merkten wir, dass die Kampfstiefel wirklich Wasserdicht sind. Dass Wass blieb schön in den Stiefeln. Danach wieder Gewehr, Kleider und Schuhe putzen, schnell Duschen und dann ab in den Ausgang.. juhhe :D


Am Mittwoch ging es mit Waffentraining weiter. Wieder Stgw auseinandernehmen, zusammensetzen usw.. Allerdings war es diesmal einiges schwieriger, da wir am Dienstag das Gewehr fetten mussten. Zugschule war auch angesagt. Zudem ging das Wetter voll ab :) Es begann zu schneien. Als wir am Nachmittag auf die Hinderniss Bahn (HiBa) mussten, hatt es dort schon recht viel Schnee. Das machte die Sache richtig lustig. Einwärmen mit Schneeballschlacht uns so.. :D Zudem machte es Spass den ander zuzusehen, wie sie versuchten über eine ca 2 Meter hohe Holzwand zu klettern :D Als wie damit fertig waren gings auf einen ca 4 Km langen Waffenlauf. Danach Abendessen und nochmals Theorie bis 21:30.

Am Donnerstag hatten wir zuerst Sanitätsdienst. Das heisst, wie legt man einen Druckverband richtig an, wie baue ich eine Bare auf und wie ist das Gefühl, wenn man auf der Bare liegt und diese gedreht wird.. :) Zudem zeigten uns die Wachtmeister noch verschieden Bilder, zum Beispiel einen Daumen ohne Haut, einen Oberschenkel ohne Haut oder eine durchschossene Schulter und fragen uns, ob ein Druck oder ein Deckverband an dieser Stelle sinnvolle wäre. Und das kurz vor dem Mittagessen. Lecker.. :)
Am Nachmittag durften wir zum ersten mal an einen Computer. :) So sinnlose Lernprogramme durchmachen. *gähn* Danach noch die Schutzmaske (SchuMa) putzen und einen interessanten Film über unseren ABC Schutzanzug ansehen. Am Abend hatten wir noch ca 1.5 Stunden ausgang.

Eigentlich wäre am Freitag die Übung DUE angesagt gewesen, ich hatte allerdings Wache. Dort wurde ich als Freiwilliger für den Stellvertreter des Wachkommanden bestimmt. Das heisst immer 2 Stunden in einem Häuschen sitzen, Beschucherausweise herausgeben, in der Nacht das Tor öffnen wenn jemand kommt usw. Danach gab es wieder 2 Stunden Pause und dann wieder 2 Stunden Wache. Und dann immer so weiter. Insgesammt bin ich auf ca 3 Stunden schlaf gekommen.

Samstag kamen wir um ca 6 Uhr aus der Wache und hatten dann 25 Minuten um unsere Sachen zu verräumen, unser Sporttenue anzuziehen und zu Frühstücken. Hatten wir den Appell und durften uns dann zum 10 Km Lauf sammeln. Für den Lauf hatten wir 75 Minuten zeit, eigentlich kein Problem, aber der ganze Zug musste zusammen Laufen. Und eine Kette ist halt immer nur so stark wie das schwächste Glied. Schlussendlich kamen wir nach 65 Minuten ins Ziel. Schneller als ich dachte.
Allerdings war einem Rekruten von unserem Zug sehr schwindlig. Wir wollten ihn desshalb auf die Krankenstation bringen, aber die war nicht besetzt. Toll... Militär halt wieder. Schlussendlich waren ein Oberst, 2 Hauptmann und ein Oberleutenant bei uns un jeder erzählt etwas anderes. Aber schlussendlich kam unser Kamerad wieder mehr oder weniger auf die Beine und auch wir durften ins Weekend verreisen.