Santa Cruz Nomad

Diese Woche habe ich mir zwei Tage frei genommen; gestern zum Skifahren und heute um endlich mal mein Nomad zusammen zu bauen. Ich durfte das, wie schon beim Chameleon bei meine Velomech machen. Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an Marcel Glauser. Alle Teile haben so zusammengepasst wir erwartet, auch wenn es ab und zu ein Gefummel gab und so kam am Schluss ein komplettes Bike heraus. Nur die Sattelstütze habe ich vorerst mal vom Chameleon ausgebaut, da die neue fürs Nomad noch nicht geliefert wurde.
Hier mal ein erstes Foto, leider im dunkeln, aber am Wochenende folgen dann weitere Bilder.

Nomad: die Schläuche

Zum Start der Woche kommen noch die letzten "Teile" fürs Nomad die ich hier habe. Nichts spezielles aber der Vollständigkeitshalber auch mit Foto und Gewicht. Bei den Rädern habe ich ja schon erwähnt, dass ich Anfangs noch mit Schläuchen fahren und dann voraussichtlich im Frühling, wenn die anderen Reifen drauf kommen auf Tubeless umsteigen werde. Darum hier noch die Gummis, die ins Nomad kommen. Hersteller und Typ habe ich keine Ahnung mehr, da die schon seit längerem im Superstroke ihren Dienst verrichtet haben. Ich schätze der leichtere ist ein BBB und der schwerere ein CST. Den leichteren werde ich wohl hinten montieren, da ich dort üblicherweise etwas mehr Druck habe.


Der vordere Schlauch wiegt 203 g und der hintere 177 g.

Nomad: die Kette

Und wenn wir schon beim Antrieb sind, kann ich auch gleich noch mit der Kette kommen. Auch diese kommt aus dem Huase Sram und ist eine PC-991 CrossStep. Die Kette ist kompatibel mit allen 9 Fach Kassetten und hat 114 Links. Viel gibt es da auch nicht zu sagen.


Interessant ist vielleicht noch, dass die Kette mit 297 g exakt soviel wiegt wie vom Sram angegeben.

Nomad: die Kassette

Bei der Kassette habe ich auf bewährtes zurückgegriffen. Schon am BMC bin ich eine Sram PG 980 gefahren und eben so eine kommt mir wieder ans Nomad. Auch hier wieder eine 11-32. Einen kleineren Gang als 22-32 haber ich nie vermisst, das einzige was interessant wäre, wäre ein 9er Ritzel anstelle des 11ers. Dadurch hätte ich mit 36-9 noch einen etwas grösseren Gang, aber das geht ja nicht, weil die Nabe zu gross ist. Somit bleibe ich bei den bewährten 11-32


Die Kassette belastet die Wage mit 273 g.

Nomad: der Umwerfer

Bei der Wahl des Umwerfers war ich etwas eingeschränkt. Am liebsten hätte ich einen Sram Umwerfer verbaut, aber der scheint nicht ans Nomad zu passen. Gemäss SantaCruz muss beim Plastik-Nomad ein Shimano Umwerfer verbaut werden:
The Nomad requires a 34.9mm top swing (low clamp) top pull front derailleur. Unfortunately due to some cable routing differences, SRAM front derailleurs will not work. Use any of the shimano models except Saint, and you will be fine.

So habe ich einen Shimano XT Top Swing, Top Pull 34.9 Umwerfer gekauft welcher auch funktioniert. Viel muss ich dazu wohl nicht sagen, wohl nur, dass ich keine Reduzierschellen verbauen muss, da der Umwerfer genau so ans Sitzrohr passt.


Die Wage sagt 151 g.

Nomad: der Schnellspanner

Noch ein kleines, aber wichtiges Teil, das ich von meinem BMC ans Nomad übernehmen möchte. Zumindest vorerst. Da das Nomad hinten einen üblichen Schnellspanner benötigt, kann ich den einfach übernehmen. Das ist ein DT-Swiss Schnellspanner, welcher auch nicht mehr ganz Fabrikneu aussieht, aber immer noch so funktioniert wie er soll. Langfristig wird er wohl durch etwas leichteres ersetzt.
Dabei vieleicht eine Frage in die Runde: Hat schon jemand erfahrung mit den DT-Swiss RWS gemacht? Die sollen ja recht gut klemmen und die Version mit Titan wäre auch sehr leicht.


Mein alter DT-Schnellspanner bringt 63 g auf die Wage.

Nomad: die Gabel

Nachdem beim Thema Nomad nun einige Zeit Funkstille geherrscht hat, gehts nun wieder etwas weiter. Am Morgen vom 31. Dezember konnte ich beim Velomech noch einige neue Teile abholen, die ich hier wieder vorstellen möchte. Der Anfang macht die Gabel, die eigentlich schon lange früher hätte kommen sollen.
Meine Vorgaben waren eigentlich recht klar: 160mm (oder 170) Federweg, Absenkbar, 20mm Steckachse, unter 2200 Gramm und so schwarz wie möglich. Die Auswahl ist da nicht mehr sonderlich gross. Eine Suntour Durolux mit 160mm wiegt meines wissens sogar über 2600 Gramm, Magura hat meines Wissens keine 160er Gabel mehr im Angebote und bei BOS und Manitou gibt es nichts mit Absenkung.
So bleiben noch die Rockshox Lyrik mit 2-Step oder U-Turn und natürlich die FOX-Talas. Eine Lyrik 2-Step wiegt gemäss der Rock Shox Homepage allerdings 2381 Gramm, während da eine Talas einiges leichter ist. Zudem war die Talas sowieso schon immer ein Traum von mir und da sie inzwischen ja auch in schwarz erhältlich ist, war das meine Wahl.
Konkret habe ich mir nun eine FOX 36 TALAS 160 FIT RLC 1 1/8 gekauft.
Wie gesagt ist diese inzwischen in Schwarz erhältlich und die Standrohre haben eine "Kashima" Beschichtung, welche die Reibung verringern sollen und zudem noch im schicken Gold daher kommen. Aber auch sonst ist die Gabel mit allerlei High-Tech vollgestopft. Aber nun erstmal von vorne:

Ich habe die Gabel mit einem 1 1/8 Schaft gekauft um so noch etwas mehr Freiheit bei der Auswahl des Steuersatzes zu haben (Reduzier- oder auch ein Angleset) und theoretisch könnte ich die Gabel auch mal ins Chameleon einbauen. Die 36mm dicken Standrohre sind wie schon gesagt mit der "Kashima" Beschichtung überzogen und damit sollte die Gabel noch etwas besser Ansprechen. Bei der Bremsaufnahme wurde eine übliche Postmount-Aufnahme verbaut.


Natürlich gibt es bei der Gabel mehrere Verstellmöglichkeiten. Da die Talas eine Luftgabel ist, kann man die Federhärte über den Luftdruck verstellen, was die Abstimmung relativ einfach macht. Das Ventil versteckt sich beim Talas-Knopf. Wenn wir schon beim Talas-Knopf sind: Dort kann man die Gabel mit einer Umdrehung (und etwas Gewicht auf der Gabel) von 160mm auf 120 absenken, was das Bergauffahren etwas einfacher macht. Im Gegensatz zum ETA der Marzocchi bleibt die Gabel aber auch abgesenkt noch weich und federt mit.
Desweiteren kann man bei der Talas die High- und Lowspeed Druckstufe einstellen. Das heisst man reguliert die Dämpfung bei schnellen und langsamen Schlägen. So kann man die Gabel so einstellen, dass sie bei schnellen Schlägen, zum Bsp über Wurzeln die Schläge geaschluckt werden, die Gabel aber bei grossen Stufen nicht komplett durchsackt.
Schlussendlich kann man, unten an der Gabel, noch die Zugsteffe regulieren. Das heisst man reguliert, wie schnell die Gabel wieder ausfedert.


Die Talas kommt, wie es sich für so eine Gabel gehört, mit einer 20mm Steckachse, welche wich ohne Werkzeug entfernen lässt. Dazu muss man die beiden Schnellspanner an der Gabel lösen und dann kann man die Achse heraus schrauben. Hier finde ich das Maxle-System vom Rockshox ewtas schöner da man dort nur einen Schnellspanner an der Achse hat, aber funktionieren tun beide recht gut.


Dann schlussendlich noch das Gewicht, welches ja auch nicht gerade unwichtig ist. Zur Gabel wird noch eine Kralle (9 g) und ein Zughalter (2 g) mitgeliefert. Die Achse bringt 62 g auf die Wage und die Gabel 2088 g. Komplett wiegt die Gabel somit 2162 g, was für eine Gabel mit 160 mm Federweg und Absenkung doch beachtlich ist. Das ganze natürlich mit ungekürztem (255mm) Schaft.


Nomad: der Sattel

Der Sattel ist momentan das letzte Teil vom Nomad das ich hier vorstellen kann, denn der Rest wurde leider immer noch nicht geliefert.
Bei der Frage nach dem Sattel scheiden sich die Geister ja etwas, aber schlussendlich muss der Sattel auch auf längeren Touren bequem sein. Die Optik und das Gewicht ist dabei eher sekundär. Ich fahre meine Bikes schon seit einiger Zeit mit einem Selle Italia SLR Gelflow und bin damit sehr zufrieden und auch nach längeren Touren konnte ich noch immer bequem darauf sitzen. Der Sattel vom BMC hat inzwischen schon den einen oder anderen Sturz und schon viele Kilometer mitgemacht und darum sieht er auch etwas mitgenommen aus, aber bequem ist er immer noch und das ist das wichtigste.


Die Wage sagt 217 g

Nomad: die Räder

Heute Abend konnte ich ein weiteres Puzzle-Teil beim Velomech für das Nomad abholen. Und zwar den Laufradsatz. Die DT EX5.1D mit den Cerit Naben, die ich vorher auf dem BMC hatte, waren zwar nicht schlecht, für das neue Bike benötige ich vorne aber eine 20 mm Steckachse und die Felgen haben auch schon die eine oder andere Delle.
Auf jeden Fall kommen an mein Nomad Notubes ZTR Flow Felgen mit Hope Pro II Naben. Die Felgen sind schön breit aber doch recht leicht und können sehr einfach ohne Schlauch gefahren werden. Und die Naben sind auch für ihr niedriges Gewicht und die gute Haltbarkeit bekannt.

Ich denke, ich werde die Räder vorerst mal mit Schlauch fahren und dann im Frühling, wenn die Sommerreifen drauf kommen auf Tubeless umrüsten. Langfristig wird das wohl die bessere Lösung sein.

Das Vorderrad kommt wie schon gesagt mit einer Nabe für die 20 mm Steckachse daher.


Hinten kommt weiterhin ein Schnellspanner zum Einsatz.


Das Vorderrad wiegt 848 und das Hintere 991

Nomad: die Reifen

Die Wahl der Reifen ist ja immer so eine Sache. Zum einen ist es eine Frage des Untergrunds und halt auch der persönlichen Vorlieben. Ich fahre gerne Reifen, die etwas mehr Grip liefern und bin dafür auch bereit einen etwas höheren Rollwiderstand in kauf zu nehmen. So werde ich für den Winter die Swampthing/Highroller Kombi wieder auf das Nomad aufziehen, da der Swampthing bei Schlamm und Schnee wirklich guten halt bietet und der Highroller noch mehr oder weniger gut rollt. Die beiden Reifen kommen in 2.35er Breite daher und Maxxis-Typisch ist das recht schmal, dafür graben sich die Reifen etwas schneller zum festen Untergrund durch.Im Sommer kommt dann aber sich wieder die Highroller/Ardent Kombi drauf.

Der Swampthing ist in der 2.35er Version nur als Drahtreifen erhältlich.


Der Highroller ist ein Faltreifen und daher etwas leichter als der Swampthing.


Nun noch die Gewichte: Der Swampthing belastet die Wage mit 738 g, der Highroller mit 659 g