Startscripts mit Gruppenrichtlinien ausführen

Über die Gruppenrichtlinien von einem Windows 2003 Server habe ich ja bereits beschrieben. Heute habe ich nun eine kleine Umstellung im Bezug der Startscripts gemacht. Also eigentlich nicht direkt am Startscript, sondern an der Ausführung.
Wie verwenden ein KIX Script, welches die Laufwerke der User verbindet. Das Script war bisher in der Active Directory bei jedem User als Logonscript eingetragen. Das funktioniert zwar tadellos, ist aber etwas unschön, da es wirklich bei jedem Benutzer eingetragen sein muss.
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Die Alternative ist das Script über eine Gruppenrichtlinie zu starten. Einmal definiert kann man diese Richtlinie mit der Domäne verknüpfen und schon haben alle User dasselbe Startscript. Bei einer Änderung des Scripts, muss man die Änderung nur einmal vornehmen.

Dazu habe ich eine neue Richtline erstellt und mal der OU IT zugewiesen. Zum testen ist das Ideal, da ich der einzige Benutzer in dieser OU bin. Nun muss man diese Richtline auch noch bearbeiten.
http://images.t-error.ch/blog/556/gpo_edit.jpg


Im ersten Schritt gebe ich das Script an, welches ausgeführt werden soll. Zu finden ist dieser Eintrag hier:
Benutzerkonfiguration -> Windows-Einstellungen -> Skripts (Anmelden/Abmelden) -> Anmelden
Dort kann man nun das Script, welches beim Start ausgeführt werden soll, angeben. Standardmässig wird das Script im folgenden Pfad gesucht:
\\domain\SysVol\domain\Policies\{F4164071-158E-4E5D-8111-1E0754AB2FFE}\User\Scripts\Logon
Allerdings kann man mit durchsuchen auch einen andern Pfad angeben. Das Script muss über das Netzwerk einfach erreichbar sein.
http://images.t-error.ch/blog/556/script.jpg


Der Script ist angegeben. Soweit, so gut. Da bei uns ein schöne Script eingesetzt wird, welches den Benutzer mit dem Namen begrüsst (sehr höflich), soll das Script auch angezeigt werden. Denn Standardmässig ist das nicht der Fall. Also weiter in den tiefen der Richtlinien. Man navigiere hierhin:
Benutzerkonfiguration -> Administrative Vorlagen -> System -> Skripts
Dort die Option "Anmeldeskipts sichtbar ausführen" aktivieren. Done...
http://images.t-error.ch/blog/556/sichtbar.jpg


Zum Schluss kann man das ganze noch etwas tunen. Da in dieser Richtlinie nur Einstellungen bei der Benutzerkonfiguration vorgenommen wurden, muss der Server ja nicht nach Einstellungen in der Computerkonfiguration suchen. Dies lässt sich in den Details der Richtlinie deaktivieren. Einfach bei Objektstatus "Computerkonfigurationseinstellungen deaktivieren" (was für ein Wort) auswählen.
http://images.t-error.ch/blog/556/objektstatus.jpg


Natürlich möchte man das auch testen. Vor dem Abmelden zur Sicherheit noch ein gpupdate /force ausführen, dann Abmelden und wieder Anmelden. Das Startscript sollte nun ausgeführt werden und die Laufwerke verbunden sein.

Access-based Enumeration

Im MCSA Kurs vom letzten Samstag wurden wir auf die Windows Server 2003 Access-based Enumeration aufmerksam gemacht. Ich habe dies nun auf unserem Server installiert und möchte nun kurz etwas darüber schreiben.

Was ist die Access-based Enumeration

Manche kennen es ja sicher schon, denn neu ist es nicht. Access-based Enumeration ist ein Programm, welches man auf einem Windows 2003 Server installieren kann . Damit ist es möglich Ordner, auf die ein Benutzer keinen Zugriff hat zu verstecken. Um zu erklähren wie das geht mache ich hier ein kleines Beispiel:
Angenommen eine Firma hat einen Share namens GROUP und darin mehrere Ordner. Einer davon heisst Buchhaltung und darauf hat natürlich nicht jeder Benutzer Zugriff. Trotzdem sieht jeder Benutzer, der den Share GROUP öffnet diesen Ordner. Access-based Enumeration setzt genau dort an. Ist es auf dem Share GROUP aktiviert sehen nur Benutzer, die auch Zugriff auf diesen Ordner haben den Ordner. So wird es wohl einige "Zugriff verweigert" Meldungen weniger geben. Zudem ist es auch Sicherheitstechnisch interessant, denn "Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss". Ein Benutzer versucht kaum einen Ordner zu öffnen, den er nicht sieht.

Installation

Die Installation ist wirklich sehr simpel. Als erstes muss man die Installatrionsdatei herunterladen. Nun kann man die MSI Datei auf dem Server ausführen und den Anweisungen folgen.
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Konfiguration

Die Access-based Enumeration kann man nur auf einem Netzwerk-Share ein- oder ausschalten. Das Konfigurationsfenster öffnet man mit einem Rechtsklick auf einen Share und dann Eigenschaften, Access-based Enumeration. Dort kann man es nun ein- bzw. Ausschalten. Das war es auch schon mit der Konfiguration. Mit einer zweiten Checkbox kann man die Einstellung noch für alle Shares auf dem Server übernehmen.
http://images.t-error.ch/blog/542/config.jpg


Demo

Bei mir hat alles wunderbar geklappt. Die Benutzer sehen nun nur noch die Ordner, die auf denen sie auch Leseberechtigungen haben. In meiner Meinung ein sehr praktisches Tool.

Vorher:
http://images.t-error.ch/blog/542/enumeration_01.jpg


Nachher:
http://images.t-error.ch/blog/542/enumeration_02.jpg