Grub 2 nach Windowsinstallation wiederherstellen

Ich nutze auf dem Computer zuhause schon seit längerem Untuntu und bin sehr zufrieden damit. Einige Dinge (GPS, Spiele) laufen unter Ubuntu aber nicht darum habe ich paralell noch ein Windows XP installiert. Mit dem Grub Bootloader ist das ja kein Problem. Neulich musste ich aber mein Windows neu installieren, was ja ansich auch kein Problem ist. Bei der Installation überschreibt Windows aber den Bootloader und so kann man Linux nicht mehr booten. Hier darum eine kleine Anleitung wie man den Grub wieder installiert, so dass man Linux und Windows booten kann. Dazu benötigt man einfach eine Ubuntu Installations CD. Ich habe das ganze mit Ubuntu 9.10 durchgespielt.

Als erstes legt man die Ubuntu CD ins Laufwerk und bootet davon im Live Modus. So hat man ein Linux zur Verfügung, ohne dass man etwas ander Festplatte verändert. Das Problem ist aber, dass die Live CD den Grub 1 verwendet, die Installation aber Grub 2, aber das ist ein lösbares Problem.
Darum schreibt man nun als erstes den (alten) Grub in den MBR (Master Boot Record) der Festplatte. Da zu muss man die UUID der Bootpartition sowie der Name der Festplatte wissen. Am besten hängt man die Boot Partition über das GUI ein und gibt danach in der Shell den Befehl mount ein. Dort sieht man, wie die Partition eingebunden ist und auch die UUID der Partition. Wir brauchen wie gesagt die UUID der Partition und der Name der Festplatte. Ist die Parition die /dev/sda6 ist die Platte die /dev/sda. Im Normalfall ist eine IDE Platte die /dev/hda und eine SATA/SCSI die /dev/sda. Den Bootloader schreiben wir nun mit dem folgenden Befehl ({UUID} durch die entsprechende UUID ersetzen.
sudo grub-install --root-directory=/media/{UUID} /dev/sda

Bevor wir den Computer nun neustarten, müssen wir noch wissen, welche Parition die Root Partition ist. Also die Partition, die schlussendlich als / genutz werden soll. Gleiches vorgehen wie vorhin. Schnell einhängen und mit mount die Partition auslesen.
Jetzt können wir den Computer neustarten und die CD aus dem Laufwerk auslesen.

Beim neustart kommt nun der Grub im Konsolen Modus. Also keine Auswahl sondern nur eine Aufforderung etwas einzugeben. Nun müssen wir das System ein erstes mal "von Hand" booten. Zum Glück gibt es eine Autovervollständigung, die das ganze etwas einfacher macht. Als erstes gibt man die folgende Zeile ein:
linux /vmlinuz-2.6.31-20-generic root=/dev/sda6 ro quiet splash

Am einfachsten ist es nur linux /vmlinuz einzutippen und sich dann mit dem Tabulator die verschiedenen Kernel anzeigen zu lassen, so erwischt man auch immer den aktuellsten. /dev/sda6/ ist hier die Root Partition, dessen Name wir vorhin ausgelesen haben. (Das Tastaturlayout ist Englisch. Die Bindestriche und Slashes nimmt man am besten vom Numlock, das Gleichzeichen ist gleich links vom Backspace)
boot linux /vmlinuz-2.6.31-20-generic root=/dev/sda6 ro quiet splash

Nun ist der Kernel geladen und wir müssen nur noch Booten. Das geht mit demselben Befehl, nur noch mit einem boot davor.
boot linux /vmlinuz-2.6.31-20-generic root=/dev/sda6 ro quiet splash

Jetzt sollte das System wieder booten wie vor der Windows installation. Damit man das aber nicht bei jedem Start machen muss, muss man nun noch die neuste Version vom Grub installieren. Das geht recht simpel mit dem folgenden Befehl:
sudo gub-install --root-directory=/ /dev/sda

Wenn man das Windows nachträglich installiert, oder bei der Neuinstallation die Windows Partition komplett gelöscht und neu erstellt hat, muss man das Configfile vom Grub anpassen, damit auch Windows wieder gebootet werden kann. Das geht mit dem folgenden Befehl schnell und vollautomatisch:
sudo grub-mkconfig -o /boot/grub/grub.cfg

Beim nächsten Neustart sollte man nun wieder den Grub 2 mit der Auswahl Linux und Windows haben.

Outlook Signaturen sichern

Wer die Signaturen vom Outlook auf einen neuen Computer kopieren, oder einfach ein Backup davon erstellen will, findet sie im folgenden Ordner:
C:\Windows\Profiles\[user]\Anwendungsdaten\Microsoft\Signatures
In diesem Ordner liegt von jeder Signatur ein Plaintext, ein Richtext und ein Wordfile. Diese Files kann man auf dem neuen Computer kopieren und Outlook erkennt die Signaturen danach automatisch.

Apache und PHP Versions-Header entfernen

Apache und PHP sind unter Ubuntu standardmässig etwas gespächig einstellt und teilen dem Browser so immer die Apache und PHP Version mit. Auch die Serversignatur (bei Fehlermeldungen) zeigt die Versionsnummern an. Dies ist aufgrund der Sicherheit nicht empfehlenswert, denn was der Hacker nicht weiss, mach ihn nicht heiss. Die HTTP-Header sehen Standardmässig so aus:
HTTP/1.1 200 OK
Date: Mon, 04 May 2009 11:23:04 GMT
Server: Apache/2.2.8 (Ubuntu) PHP/5.2.4-2ubuntu5.5 with Suhosin-Patch
X-Powered-By: PHP/5.2.4-2ubuntu5.5

Content-Length: 4045
Keep-Alive: timeout=15, max=100
Connection: Keep-Alive
Content-Type: text/html


In der Datei apache2.conf kann man mit den Optionen ServerTokens und ServerSignature die HTTP-Headers und die Signatur etwas kürzen:
ServerTokens Prod
ServerSignature Off

Die HTTP-Headers vom Apache sehen dann nur noch so aus:
HTTP/1.1 200 OK
Date: Mon, 04 May 2009 11:43:17 GMT
Server: Apache
X-Powered-By: PHP/5.2.4-2ubuntu5.5

Content-Length: 4045
Keep-Alive: timeout=15, max=100
Connection: Keep-Alive
Content-Type: text/html


Nun muss nur noch das X-Powered-By von PHP weg und dann ist sind die Headers sauber. Dazu muss man in der Datei php5.ini die Option expose_php anpassen:
expose_php = Off
Und nun sind in den Headers keine Versionsnummern mehr drin.
HTTP/1.1 200 OK
Date: Mon, 04 May 2009 11:45:13 GMT
Server: Apache
Content-Length: 4045
Keep-Alive: timeout=15, max=100
Connection: Keep-Alive
Content-Type: text/html

Tourenplanung am Computer

Beim gestrigen Wetterbericht für heute, habe ich mir vorgenommen, wieder mal einen "Indoor-Tag" zu machen. "Arbeit" gab es genug, den schliesslich wollte ich mal einige Biketouren für den Sommer planen. Obwohl die Sonne teilweise noch geschienen hat, habe auf eine Biketour verzichtet; morgen ist ja auch noch ein Tag und das Wetter soll ja etwas besser sein.

So habe ich mich heute intensiv mit Google Earth, GPS-Track-Analyse.NET, GPSies.com und GPS-Tracks.com beschäftigt. Natürlich habe ich auch Karten zu Hilfe genommen und so konnte ich die Touren recht genau planen. Natürlich kann man das Gelände so nicht genau einschätzen und kann so nur schwer sagen, ob ein Weg jetzt fahrbar ist oder nicht. Aber mit Hilfe von Berichten im Internet, gehts das ganz gut.
Nun habe ich eine Dreitagestour über das Parpaner-Rothorn, Glaspass und Tomülpass zusammen und die Route für den Grischatrail habe ich auch schon fast. Die Tour mache ich beim nächsten schlechtwetter Tag fertig.
http://images.t-error.ch/blog/918/tomuelpass.jpg

Neues Notebook: Acer Travelmate 6593G

Nachdem mein Notebook ende des letzten Jahres den Geist aufgegeben hat, brachte ich es erstmal in die Reparatur. Der Kostenvoranschlag kam relativ bald, allerdings mit einer schlechten Nachricht. Die Reparatur, also Austausch von Mainboard und Batterie, hätte mich über 2400 Chf gekostet. Und das bei einem Notebook, das schon über 4 Jahre alt ist.

Für das Geld kommt man inzwischen ja ein gutes neues Notebook über und so habe ich mich für ein Acer Travelmate 6593G entschieden. Es sieht zwar nicht so schön aus, wie das Thinkpad, ist dafür aber technisch wieder auf dem neusten Stand. Inzwischen habe ich das vorinstallierte Vista mal deinstalliert und Ubuntu installiert. Schlussendlich soll es aber wieder ein Dualboot mit Ubuntu und Win XP geben.

Hier noch die technischen Daten und ein Bild.
  • Intel Core 2 Duo T9600, 2,8 GHz
  • 4 GB DDR3 RAM, 1066 MHz
  • ATI Mobility Radeon HD 3470
  • 250 GB S-ATA Festplatte
  • Gigabit-LAN, Bluetooth und 300-Mbps-WLAN
  • 15.4" WSXGA+
  • Webcam, Fingerprint Reader
  • 3 Jahre Garantie
  • Dockingstation

http://images.t-error.ch/blog/912/acer_travelmate.jpg


Eine kleine Zusammenfassung

Soderli, nach zwei Tagen Skifahren bin ich gestern Abend wieder zurück gekommen. Und in der Zwischenzeit sind doch noch einige Dinge passiert. Darum hier eine kleine Zusammenfassung.

Notebook

Die Grafikkarte von meinem Notebook hat am Sonntag den Geist aufgegeben. Der Bildschirm ist zwar nicht ganz dunkel, aber es ist nichts mehr lesbar. Dasselbe auch auf dem externen Monitor. Schade. Nun ist das Notebook auf jeden Fall in der Reperatur. Mal sehen, wie lange es dauert und was es kostet.


Skifahren

Am Montag und Dienstag war ich in Savognin beim Skifahren. Wie schon erwähnt war das Wetter am Montag nicht perfekt, am Dienstag aber einiges besser. Zudem war der Schnee perfekt und es waren sehr wenige Leute auf der Piste.



Bike

Heute Nachmittag konnte ich noch mein Bike aus dem Service abholen. Die Nabe wure repariert und auch der ganze Antrieb wurde ersetzt. Das sollte eigentlich noch das ganze Jahr halten ;)

Frohe Festtage

Und last but not least wünsche ich allen Lesern frohe und erholsame Festtage!

Netzwerkgeschwindigkeit mit NetIO messen

Wenn man in einem Netzwerk performace Probleme hat, ist es oft interessant zu wissen, ob diese Probleme an der Soft-, oder an der Hardware im Netzwerk liegt. Mit dem Opensource Programm NetIO kann man den Durchsatz von einem Netzwerk messen. NetIO ist für Linux, Windows, OS2 und Solaris verfügbar und besteht aus einer einzigen ausführbaren Datei. Die aktuelle Version ist 1.26.

Wird netio ohne Parameter ausgeführt, wir eine Hilfe mit allen möglichen Parametern angezeigt. Die Bedienung ist recht simpel.

Bevor man mit einer Messung beginnnen kann, muss man auf einem Computer den Server starten. Dies macht man mit dem Parameter -s. Optional kann man das Protokoll angeben, zur Auswahl stehen TCP, UPD und NetBIOS. Einen reinen TCP-Server startet man wie folgt. Standardmässig wird der Port 18767 verwendet.
netio -s -t

NETIO - Network Throughput Benchmark, Version 1.26
(C) 1997-2005 Kai Uwe Rommel

TCP server listening.

Nun kann man von einem anderen Computer die Messung starten.
./netio -t serv01

NETIO - Network Throughput Benchmark, Version 1.26
(C) 1997-2005 Kai Uwe Rommel

TCP connection established.
Packet size  1k bytes:  10087 KByte/s Tx,  8841 KByte/s Rx.
Packet size  2k bytes:  10547 KByte/s Tx,  9822 KByte/s Rx.
Packet size  4k bytes:   9514 KByte/s Tx,  10129 KByte/s Rx.
Packet size  8k bytes:  10444 KByte/s Tx,  10481 KByte/s Rx.
Packet size 16k bytes:  10922 KByte/s Tx,  10897 KByte/s Rx.
Packet size 32k bytes:  10218 KByte/s Tx,  10211 KByte/s Rx.
Done.

Auch auf dem Server wird der Status der Messung angezeigt.
netio -s -t

NETIO - Network Throughput Benchmark, Version 1.26
(C) 1997-2005 Kai Uwe Rommel

TCP server listening.
TCP connection established ...
Receiving from client, packet size  1k ...
Sending to client, packet size  1k ...
Receiving from client, packet size  2k ...
Sending to client, packet size  2k ...
Receiving from client, packet size  4k ...
Sending to client, packet size  4k ...
Receiving from client, packet size  8k ...
Sending to client, packet size  8k ...
Receiving from client, packet size 16k ...
Sending to client, packet size 16k ...
Receiving from client, packet size 32k ...
Sending to client, packet size 32k ...
Done.
TCP server listening.


Zu beachten ist, dass die Resultate in KByte/s und nicht MBit/s angegeben werden. Man muss also noch mal 8 und 1024 rechnen. So kommt man auf den oben angezeigten Daten auf eine Geschwindigkeit von ungefähr 85 MBit/s.

Standardvorlage im Word 2007 anpassen

Ich hatte letzthin im Word 2007 ein komisches Problem. Und zwar war der Cursor in einem neuen Dokument immer in der Mitte. Sicher, man kann den Cursor ja recht einfach wieder an den linken Rand bringen, aber es ist nervig und sollte nicht so sein. Es scheint ein Fehler in der Standardvorlage zu sein, keine Ahnung aber wir das passieren konnte.
Die Lösung dafür ist recht simpel, den Cursor nach links verschieben und die Standardvorlage dann überschreiben. Die Standardvorlage (normal.dotm) liegt im Word 2007 im folgenden Ordner:
C:\Dokumente und Einstellungen\user\Anwendungsdaten\Microsoft\Templates

Nun ändert man das leere Dokument so ab, wie man es haben will und speichert es in den Ordner ab. Die Datei normal.dotm kann man nicht überschreiben, da sie momentan benutzt wird, also nennt man die Datei normal_neu.dotm.
Jetzt schliesst man das Word, öffnet im Explorer den Ordner, löscht die Datei normal.dotm (oder benennt sie um) und ändert den Namen der normal_neu.dotm auf normal.dotm. Beim nächsten Start vom Word 2007 hat man nun die neue Vorlage offen. Bei mir mit dem Cursor auf der linken Seite, wie es sich gehört.

Notebook zurück aus dem Service

http://images.t-error.ch/blog/648/thinkpad.jpg
Endlich konnte ich heute mein Thinkpad wieder aus der Reperatur abholen. Das simple Austauschen des CPU Lüfters hat sage und schreibe 23 Arbeitstage gedauert. Das nächste mal lasse ich mir das Ersatzteil liefern und baue es selber ein. Das geht wohl schneller und ist dann auch noch günstiger.
Immerhin verrichtet das Notebook nun wieder wie gewohnt seinen Dienst und der Lüfter funktioniert tadellos. Mal sehen, wie lange es dauert bis das nächste Teil streikt.

An welchem Port vom Switch hängt der Computer?

Ja nachdem wie sauber (oder eben unsauber) ein Patchpanel und ein Switch verkabelt ist kann es recht schwierig sein herauszufinden welcher Computer nun an welchem Port angeschlossen ist. Wenn man keine Lust hat jedem Kabel nachzugehen, muss man eine andere Lösung für das Problem suchen.
Eine Möglichkeit ist das blinken lassen des Lichts beim Switch. Jeder Switch zeigt an, ob er auf einem bestimmten Port eine Verbindung hat. Unter Linux kann man ganz einfach ein Script machen, welches das Interface immer wieder aus und wieder einschaltet. Wenn das Interface ausgeschaltet ist, hat der Switch kein Link, sonst schon. Das folgende kleine Script macht genau das. Es schaltet das Interface aus, wartet eine Sekunde, schaltet es wieder ein, wartet wieder eine Sekunde und so weiter. So kann man beim Switch sehr einfach sehen, an welchem Port der Computer angeschlossen ist.
#!/bin/bash

while true; do
    ifconfig  down
    sleep 1

    ifconfig  up
    sleep 1
done

Das Script funktioniert nur unter Linux und zudem sollte nicht noch zusätzlicher Datenverkehr über das Interface laufen, sonst macht das keinen Sinn.